Gelungene Neuinterpretation eines Klassikers
Beth is deadBeth is death hat ein wunderbares und auffälliges Cover. Wenn man den Klappentext liest und das Original Little Women kennt, stellt man sofort den Zusammenhang her, auf den eher versteckt hingewiesen wird.
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Beth is death hat ein wunderbares und auffälliges Cover. Wenn man den Klappentext liest und das Original Little Women kennt, stellt man sofort den Zusammenhang her, auf den eher versteckt hingewiesen wird.
Im MIttelpunkt stehen auch hier die vier March Schwestern und wie im Original stirbt Beth. Nur, dass wir hier jetzt die düstere Thriller Version haben, Beth wird ermordet und schnell ist klar, jeder könnte ein Motiv haben.
Wir tauchen als Leser abwechselnd in die Perspektive der vier Schwestern ein und bewegen uns parallel auf den Zeitebenen vorher und heute. Das ist sehr clever gemacht, da es dem Leser einen tieferen Einblick in die Ereignisse bietet.
Man rätselt von Anfang an mit und ist gefangen in den plötzlichen Wendungen, die zu immer neuen Verdächtigungen führen und das nicht nur bei den Lesern, sondern auch bei den Charakteren.
Diese sind erfrischend in die Gegenwart versetzt worden und könnten unterschiedlicher nicht sein. Die Familiendynamik der Schwestern untereinander ist nachvollziehbar und der Gedanke, ja so könnte es gewesen sein, ist schnell gegenwärtig. Wichtige Themen der Gegenwart, wie zum Beispiel Fluch und Segen von Social Media werden geschickt in Handlung eingefügt.
Der Spannungsbogen hält sich wirklich bis zum Schluss, der für mich die losen Fäden zusammenführt und für mich plausibel ist.
Für mich ist dies eine sehr gelungene Neuinterpretation, die keineswegs nur für Jugendliche geeignet ist.