Cover-Bild Kalt wie die Luft
Band 1 der Reihe "Jakob Weber Reihe"
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Pendragon
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 04.02.2026
  • ISBN: 9783865329271
Orjan N. Karlsson

Kalt wie die Luft

Jakob Webers erster Fall
In Bodø, einer malerischen Stadt nördlich des Polarkreises, kehrt die 19-jährige Iselin Hanssen von ihrer Joggingtour nicht zurück. Auf einem einsamen Pfad werden blutige Spuren gefunden. Kriminalkommissar Jakob Weber und seine neue Kollegin Noora Yun Sande übernehmen den Fall. Zunächst gehen sievon einer Entführung aus. Doch die Situation wird schnell brisanter, als auf der abgelegenen Insel Røst eine weitere junge Frau spurlos verschwindet. Während seiner Ermittlungen stößt Weber mit seinem Team auf einen jahrzehntealten Cold Case, der erschreckende Parallelen zur Gegenwart aufweist. Weber begreift, dass sie es mit einem eiskalten Serientäter zu tun haben, der erneut zuschlagen wird. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.02.2026

Nordisch effektiv und geradlinig ermittelt

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Für mich war es das erste Buch dieses Autors und es hat mich angenehm überrascht. Dieser Krimi wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, macht aber dennoch einen übersichtlichen Eindruck und ist angenehm ...

Für mich war es das erste Buch dieses Autors und es hat mich angenehm überrascht. Dieser Krimi wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, macht aber dennoch einen übersichtlichen Eindruck und ist angenehm zu lesen. Ich fand es erfrischend, dass das Ermittlerteam gut miteinander auskommt und es keine hochgespielten Rivalitäten gibt. Die Hauptermittler Jakob Weber und seine neue Kollegin Noora Yun Sande werden auch privat vorgestellt und ich fand diese Hintergrundinformationen interessant, gut dosiert und nicht übertrieben. Die Ermittlungen sind effektiv und geradlinig und haben einen ganz eigenen Stil mit einer guten Spannungskurve. Der Schreibstil ist angenehm und doch wirkt das Buch besonders, das Setting im hohen Norden hat einen ganz speziellen Flair und passt sehr gut zum Fall, da die Eigenheiten abgelegener Schauplätze beschrieben werden. Der Fall war spannend, hätte aber für meinen Geschmack noch etwas komplexer sein dürfen. Da es der erste Fall einer erfolgreichen Reihe ist, verspreche ich mir viel von den Folgebänden. Von mir gibt es 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Skandinavischer Thriller nach bewährtem Muster

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REZENSION – Obwohl der norwegische Schriftsteller und Soziologe Ørjan N. Karlsson (55) in seiner Heimat seit 20 Jahren schon etliche Bestseller-Erfolge hatte, ist er bei uns noch unbekannt. Dies kann sich ...

REZENSION – Obwohl der norwegische Schriftsteller und Soziologe Ørjan N. Karlsson (55) in seiner Heimat seit 20 Jahren schon etliche Bestseller-Erfolge hatte, ist er bei uns noch unbekannt. Dies kann sich mit seinem ersten auch auf Deutsch im Februar beim Pendragon Verlag veröffentlichten Roman „Kalt wie die Luft“ jetzt vielleicht ändern. Im ersten Band seiner neuen Thrillerreihe um den in der Kleinstadt Bodø, der Heimat des Autors nördlich des Polarkreises ermittelnden Kriminalkommissar Jakob Weber geht es um zwei vermisste junge Frauen. Unterstützt wird Weber von seiner aus zunächst unbekanntem Grund vom Kriminalhauptamt in Oslo versetzten jungen Kollegin Noora Yun Sande und zwei weiteren Team-Mitgliedern.
Die 19-jährige Iselin Hanssen ist nicht von ihrer Jogging-Tour zurückgekommen. Auf der Suche nach ihr werden auf einem einsamen Waldweg Blutspuren entdeckt. Zunächst gehen Weber und Sande noch von einer Entführung aus, bis auf der abgelegenen Insel Røst eine weitere junge Frau spurlos verschwindet – Marte Moi, eine als „Nature Lady“ bekannte Influencerin. Kein Wunder also, dass die clevere Journalistin Sigrid Malmsten an den Ermittlungen interessiert ist, in deren Verlauf die Polizisten auf einen fast 30 Jahre zurückliegenden vergleichbaren, bis heute aber ungelösten Mord an einer jungen Frau stoßen. Müssen Weber und sein Team also nach einem Serientäter suchen, der jederzeit erneut zuschlagen kann, oder vielleicht sogar nach zwei Tätern?
Karlssons Roman „Kalt wie die Luft“ entwickelt sich nach einer etwas schleppend anlaufenden ersten Hälfte allmählich zu einem soliden und spannenden Thriller, ist allerdings keine literarische Überraschung, weist die Geschichte doch alle Elemente auf, die man von bekannten skandinavischen Thrillern kennt: Die raue Küstenlandschaft der Provinz Nordland mit ihren abgelegenen Inseln in eisiger Natur sorgen für die nötige düster-kalte Atmosphäre. Die Beklommenheit wird gesteigert durch die doppelbödige Charakterisierung fast aller Protagonisten, deren hintergründige Privatschicksale immer wieder in die Ermittlungsarbeit hineinwirken. Der Roman ist kapitelweise nach den einzelnen Protagonisten aufgeteilt, so dass man als Leser deren Ermittlungstätigkeit aus unterschiedlichen, den Spannungsaufbau fördernden Blickwinkeln verfolgen kann. Ein weiteres Spannungselement ist die gelegentliche Einblendung des in seinem Handeln eiskalten, bis zur abschließenden Verbrechensauflösung aber unbekannt bleibenden Täters.
Alles in allem ist „Kalt wie die Luft“ also ein nach bewährtem Muster skandinavischer Thriller in seiner düsteren Atmosphäre stimmiger, solide aufgebauter Krimi. Allerdings braucht man beim Lesen der ersten Häfte mit ausführlicher Vorstellung der einzelnen Protagonisten doch etwas Geduld. Ohnehin ist das Erzähltempo anfangs noch recht langsam ist und nimmt erst ab Mitte des Romans spürbar an Fahrt auf. Die in die aktuelle Handlung einwirkenden persönlichen Schicksale lenken zumindest teilweise stark vom Ermittlungsfall ab, worunter der Spannungsbogen stellenweise leidet. Auch scheint es etwas übertrieben zu sein, dass es in Karlssons Thriller kaum einen „normalen“ Menschen ohne private Probleme gibt. Was im Einzelfall einer Figur eine gewisse Lebensechtheit und Authetizität geben mag, wirkt in der Menge wieder unglaubwürdig.
Freunde skandinavischer Kriminalromane und der nordnorwegischen Küstenlandschaft werden auch an „Kalt wie die Luft“ sicher ihre Freude haben. Doch wenn man andere nordische Bestseller kennt und nun Karlssons Roman etwas kritischer liest, wirkt manches bei Handlung und Figuren doch irgendwie vorhersehbar und wenig überraschend. Da es sich bei diesem Band – Jakob Webers erstem Fall – aber um den Auftakt zu Ørjan Karlssons neuer Thrillerreihe handelt, wir also die beiden Protagonisten Weber und Sande erst kennenlernen mussten, sollten wir mit einem abschließenden Urteil vielleicht besser den zweiten Band und die weitere Entwicklung der Reihe abwarten: „Dunkel wie die Nacht“ ist für den Herbst dieses Jahres angekündigt.