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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2026

Mühsame Lektüre

Was ist in meinem Alter sonst noch üblich?
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Ein freundliches Cover, ein Titel, der eine humorvolle Aufarbeitung des Themas verspricht.
Erika und Jan, ein Ehepaar im sogenannten reiferen Alter. Er gesteht ihr im Urlaub eine seit längerem andauernde ...

Ein freundliches Cover, ein Titel, der eine humorvolle Aufarbeitung des Themas verspricht.
Erika und Jan, ein Ehepaar im sogenannten reiferen Alter. Er gesteht ihr im Urlaub eine seit längerem andauernde Affäre. Verspätete Rache für eine Affäre von ihr vor zwanzig Jahren?
Jetzt erlebt man als Leser die Höhen und Tiefen einer Paartherapie.Dabei bleibt Jan farblos und fast nicht existent. Erika lässt uns teilhaben an dem großen Gefühlschaos, in dem sie sich befindet. Jedoch ohne wirkliche Reflexion , die Idee eines Neuanfangs, den Ausstieg aus einer Beziehung, die schon lange nicht mehr existiert. Der Inhalt wiederholt sich und dreht sich auf den ohnehin wenigen Seiten ständig im Kreis, was auch mein größter Kritikpunkt ist.
Das Thema ist durchaus wichtig, die Umsetzung und Erika als Hauptfigur konnten mich nicht überzeugen. Die Erwartungen aus dem Cover und dem Klappentext haben sich für mich nicht erfüllt.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Gelungener Reihenauftakt

Eventyr-Saga 1: Tochter des Nebelwalds
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Das Cover lockt mit seinen goldenen Elementen und dem geheimnisvollen Wald, märchenhaft, mystisch und voller dunkler Geheimnisse.
Die Geschichte beginnt mit den bekannten Hänsel und Gretel Vibes.
Ava ...

Das Cover lockt mit seinen goldenen Elementen und dem geheimnisvollen Wald, märchenhaft, mystisch und voller dunkler Geheimnisse.
Die Geschichte beginnt mit den bekannten Hänsel und Gretel Vibes.
Ava und ihre Schwester Linn werden vom Vater im Wald zurückgelassen, weil er glaubt, nicht mehr für sie sorgen zu können. Verloren und auf sich allein gestellt finden die Mädchen Zuflucht bei Nebula. Die wirkt fürsorglich und beschützend, aber sie trennt die Schwestern voneinander.
Was sind Nebulas wahre Absichten? Die Kinder, die bei ihr leben, haben magische Fähigkeiten.
Die düstere Atmosphäre erzeugt ein schönes Kopfkino und punktet mit einer konstanten Spannung.
Im Mittelpunkt stehen Themen wie Gut und Böse, Vertrauen, Zusammenhalt und das Gefühl von Verantwortung. Besonders Ava wächst über sich hinaus oder versucht es zumindest. Die Verantwortung für ihre Schwester zwingt sie zu Entscheidungen, die sie eigentlich überfordern. Stück für Stück nähert man sich als Leser den Wahrheiten, ohne aber auf alles eine Antwort zu bekommen.
Der Blick auf die Hexe ist hier einmal anders, ihre Motive bleiben noch teilweise verdeckt. Das Ende ist offen für eine Fortsetzung.
Eine märchenhafte, zugleich düstere Geschichte, in der nicht alles gut wird, aber die mit Spannung, Gefühl und viel Herz erzählt wird.
Ein besonderes Märchen für Jugendliche und für Erwachsene, die märchenhafte Geschichten lieben.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Spannend und überzeugend

Kalt wie die Luft
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Orjan Karlsson hat mit “Kalt wie die Luft” einen spannenden Auftakt seiner Nordland-Reihe geschrieben. Das Cover ist in blauen und weißen Tönen gehalten und vermittelt direkt die kalte Atmosphäre nördlich ...

Orjan Karlsson hat mit “Kalt wie die Luft” einen spannenden Auftakt seiner Nordland-Reihe geschrieben. Das Cover ist in blauen und weißen Tönen gehalten und vermittelt direkt die kalte Atmosphäre nördlich des Polarkreises.
Womit haben es Jakob Weber und seine neue Kollegin Noora zu tun? Eine unbekannte Leiche in einem Bunker, eine verschwundene Joggerin – und schließlich eine bekannte Influencerin, die ebenfalls von ihrer Laufrunde nicht zurückkehrt.

Viele Personen, viele Verdächtige und ein gutes Ermittlerteam kennzeichnen den Thriller.
Die Kapitel wechseln zwischen unterschiedlichen Perspektiven; sogar die Stimme des Täters kommt, in kursiver Schrift, zu Wort. Das erfordert zwar viel.Aufmerksamkeit beim Lesen, hält aber auch den Spannungsbogen hoch
Der Leser bekommt immer wieder neue Hinweise, unerwartete Wendungen und am Schluss bleiben ein paar Fragen offen, die direkt Lust auf den zweiten Band machen.
Noora und Jakob haben beide persönliche Päckchen zu tragen, die aber ihren Charakteren Tiefe verleihen. Dabei überlagern die privaten Angelegenheiten die eigentlichen Ermittlungen nicht, so dass eine ausgewogene Mischung entsteht.
Kalt wie die Luft ist ein spannender, atmosphärischer Thriller, der bis zur letzten Seite überzeugt.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Düster und schwermütig

Alma
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Federica Manzon nimmt uns mit in die Geschichte von Triest, das Leben in einem Jugoslawien, das auseinanderbricht.

Alma reist in ihre Heimat, um das Erbe ihres Vaters anzutreten. Dabei trifft sie auf ...

Federica Manzon nimmt uns mit in die Geschichte von Triest, das Leben in einem Jugoslawien, das auseinanderbricht.

Alma reist in ihre Heimat, um das Erbe ihres Vaters anzutreten. Dabei trifft sie auf Vili, ihre große Liebe und Erinnerungen werden wach. Die Geschichte beschreibt den Zeitraum von drei Tagen und ist auch dementsprechend in Kapitel eingeteilt.

Die Handlung selbst war für mich schwer zu erfassen, die Figuren konnten mich nicht emotional packen. Alma ist auf der Suche nach ihrer Herkunft, dem, was ihre Identität ausmacht. Der Vater, den sie so selten sieht, ist eine wichtige Person in ihrem Leben. Und doch wusste sie eigentlich nichts über ihn.

Die Kriegsereignisse werden nicht beschönigt, aber zum besseren Verständnis wären hier Vorkenntnisse durchaus sinnvoll.

Gut gefallen haben mir die schwarzweiß Fotos im Buch, die die Zeit widerspiegeln. Die Kombination aus Selbstfindung und geschichtlichen Ereignissen war diesmal nicht mein Buch. Die Zeitsprünge haben es mir schwer gemacht, der Handlung zu folgen und haben mich teilweise verwirrt zurückgelassen. Ein Buch, das schwer zu lesen ist und einen eher traurigen und schwermütigen Charakter hat.

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Spannung und ein unerwartetes Thema

Die Totenklägerin
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Matilda ist Trauerrednerin und versteht sich auch als Ermittlerin im Namen der Toten. In ihren Trauerreden bringt sie auch unbequeme Wahrheiten an den Tag. Als in dem Dorf, in dem sie lebt, eine alte Dame ...

Matilda ist Trauerrednerin und versteht sich auch als Ermittlerin im Namen der Toten. In ihren Trauerreden bringt sie auch unbequeme Wahrheiten an den Tag. Als in dem Dorf, in dem sie lebt, eine alte Dame stirbt und die 12-jährige Jackie glaubt, dass da etwas nicht stimmt, beginnt sie nachzuforschen.
Es hat ein wenig gedauert, bis ich in dem Buch Fuß gefasst hatte. Aber dann hat es mich nicht mehr losgelassen. Die beiden Frauen sind sich trotz des Altersunterschieds sehr ähnlich. Wenig bis gar keine Freunde, eher ruppig vom Charakter, haben beide ein Päckchen zu tragen. Jackie ist auf sich selbst gestellt, da ihre Mutter viel arbeitet. Matilda kämpft mit den Geistern der Vergangenheit, die durch ihre verstorbene Mutter ausgelöst werden, die aus dem Dorf stammt. Die Entstehung der Freundschaft zwischen zwei so unterschiedlichen Charakteren wird authentisch herausgearbeitet und ist glaubhaft.
Der Tod der alten Resi Wimmer wirft viele Fragen auf. Mit einem sehr bildhaften und unterhaltsamen Schreibstil nähert sich die Autorin den Familiengeheimnissen und dem Schweigen der beteiligten Personen. Unverhofft wird das ein sehr aktuelles und polarisierendes Thema aufgegriffen, auf eine sehr sensible und feinfühlige Art. Um nicht zu spoilern, möchte ich an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen. Zu diesem Thema gibt es am Ende des Buches auch ein paar Punkte, die als Anregung zum Nachdenken gedacht sind.
Das als Spannungsroman beworbene Buch bietet viel mehr als nur Spannung. Das zusätzliche Thema gibt dem Krimi viel Tiefgang. Eine klare Leseempfehlung!

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