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Veröffentlicht am 24.06.2026

Unterhaltsamer Geschichtsunterricht

Der Gesang des Falken
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Der französische Königshof Anfang des 16. Jahrhunderts. Wir lernen Marcelle, die uneheliche Tochter des Stallmeisters, und Anne Boleyn, ein Ehrenmädchen kennen. Anne Boleyn sollte später als Königin von ...

Der französische Königshof Anfang des 16. Jahrhunderts. Wir lernen Marcelle, die uneheliche Tochter des Stallmeisters, und Anne Boleyn, ein Ehrenmädchen kennen. Anne Boleyn sollte später als Königin von England in die Geschichtsbücher eingehen.
Zwischen den beiden jungen Frauen entsteht eine tiefe Freundschaft, die auch den Dreh- und Angelpunkt der Geschichte bildet.
Am Anfang des Romans steht eine Liste mit den Namen der wichtigsten Personen, die sehr nützlich ist. Im Nachwort wird ausgeführt, welche Bestandteile des Romans Fiktion und welche historische Fakten sind.
Der Schreibstil ist flüssig und man erhält eine gute Vorstellung vom damaligen Leben am französischen Hof. Ein Leben, das geprägt war von der Dominanz der Männer, Intrigen und Machtspielen.
Die beiden Frauen streben nach einem selbstbestimmten Leben und es lassen sich erste Ansätze erkennen, dass hier ein kleines Pflänzchen für ein freieres Leben wächst.
Insgesamt ist der Gesang des Falken ein Roman, der Geschichte und Fiktion überzeugend verbindet und sehr gut recherchiert ist. Starke Frauenfiguren, das Zeitalter der Renaissance und das Leben bei Hofe bieten gute Unterhaltung.
Ich hätte mir gewünscht, dass Anne Boleyn noch etwas mehr in den Mittelpunkt gestanden hätte, da der Klappentext des Buches dies auch vermittelt.


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Veröffentlicht am 24.06.2026

Wenn ein Lüge zur Katastrophe wird

Die Klippe – Jede Lüge könnte deine letzte sein
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Das Cover des Buches ist diesmal in Blau gehalten und passt in der Gestaltung bestens zu den anderen Büchern des Autors.
Der Roman beschäftigt sich mit dem Thema, wie schnell aus Gut Böse werden kann. ...

Das Cover des Buches ist diesmal in Blau gehalten und passt in der Gestaltung bestens zu den anderen Büchern des Autors.
Der Roman beschäftigt sich mit dem Thema, wie schnell aus Gut Böse werden kann. Marcus, ein Autor, der einen Bestseller hatte und seitdem an einem weiteren erfolgreichen Buch scheitert, erreicht ein Anruf eines früheren Kollegen aus der Autorenschule. Ernst möchte, dass Marcus ein Manuskript für ihn einreicht.
Wie das Leben so spielt, ein Missverständnis und mangelnde Aufklärung von Marcus führt dazu, dass das Buch unter Marcus Namen veröffentlicht wird. Der Erfolg ist riesig.
Aber Ernst stellt Forderungen und Marcus befindet sich auf einmal in einem Teufelskreis aus Lügen und Erpressung.
Ulf Kvensler spielt hier mit Moral, Ethik und Anstand. Was muss passieren, dass man dies alles über Bord wirft, um seine eigene Haut zu retten?
Erzählt wird aus der Sicht von Marcus, unterbrochen von Rückblicken, in einem schnellen Erzähltempo und kurzen Kapiteln.
Die einzelnen Charaktere inklusive Markus konnten mich nicht vollständig überzeugen, bildeten aber eine gute Einheit im ganzen Handlungsverlauf.
Ich hätte mir etwas mehr Spannung gewünscht, da diese durch die thematische Wiederholung der Ereignisse doch leidet. Vor allem am Ende ist mir diese Wiederholung der Geschehnisse zu viel. Zum Ende bleibt zu sagen, dass es offen ist. Es bleibt also der Phantasie des Lesers überlassen, sich dazu etwas zu überlegen.
Insgesamt eine Story, die sich in den moralischen Untiefen der Menschen abspielt. Gut zu lesen, kommt aber nicht an die vorherigen Bücher des Autors heran.

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Veröffentlicht am 06.06.2026

Ungewöhnliches Duo

Das kalte Herz von Oxford - Ein Fall für DI Wilkins
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Das zweite Buch von Simon Mason um das Ermittlerduo Wilkins und Wilkins. Ich habe den ersten Band nicht gelesen, hatte aber dadurch keine Verständnisprobleme.
Zum Fall, Kindesentführung, ein von der Thematik ...

Das zweite Buch von Simon Mason um das Ermittlerduo Wilkins und Wilkins. Ich habe den ersten Band nicht gelesen, hatte aber dadurch keine Verständnisprobleme.
Zum Fall, Kindesentführung, ein von der Thematik her schwieriges Thema. Die Ermittler stehen von der ersten Sekunde an unter Druck, von den Eltern, den Medien, der Öffentlichkeit. Das wird auch in diesem Krimi sehr deutlich.
Parallel dazu der Tod eines Kleinkriminellen, der bei einem Unfall ums Leben kam und den Ryan kannte.
Das Ermittlerduo, es könnte nicht unterschiedlicher sein.
Ray, aus gutem Hause, gute Manieren. Ryan, noch suspendiert und ansonsten die Kategorie kleiner Rüpel mit gutem Herz.
Die Fälle sind gut konstruiert mit einigen unerwarteten Wendungen. Dank der unorthodoxen Arbeitsweise von Ryan kann auch die Verbindung zwischen den Fällen gelöst werden.
Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Der Autor liebt ausführliche Beschreibungen, interessanterweise auch von Kleidungsstücken. Dadurch wird der Storyfluss zeitweise sehr gebremst. Das scheint jedoch ein Markenzeichen der Reihe zu sein. Sympathisch ist der Humor, der immer wieder durchblitzt.
Kleine Kritikpunkte, es bleiben kleinere Fragen am Ende offen und mir ist es zu viel Privatleben der beiden Wilkins.
Fazit: Ein lesenswerter britischer Krimi

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Veröffentlicht am 05.06.2026

Wenn Sprache Bilder malt

The Artist
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The Artist spielt in der Provence im Jahr 1920. Drei Personen stehen im Mittelpunkt der Geschichte.
Tartuffe (Tata), ein exzentrisches Genie, seine Nichte Ettie und der Journalist Joseph.
Von Beginn an ...

The Artist spielt in der Provence im Jahr 1920. Drei Personen stehen im Mittelpunkt der Geschichte.
Tartuffe (Tata), ein exzentrisches Genie, seine Nichte Ettie und der Journalist Joseph.
Von Beginn an beeindruckt die bildhafte Sprache. Sie kreiert eine Atmosphäre, in der alles lebendig wirkt. Personen, Landschaft, sogar Gemälde. Man kann die Landschaft der Provence riechen, die Hitze des Sommers spüren.
Die Charaktere sind speziell. Tata steht für das tyrannische Genie, also eigentlich das typische Klischee. Ettie, eine junge Frau mit eigenen künstlerischen Begabungen und dem Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung. Joseph versucht, sich von dem bestimmenden Vater zu befreien und seinen Weg zu finden. Da es nur drei wichtige Charaktere gibt, können diese sich aber gut entwickeln.
Die offenen Fragen zur Vergangenheit von Tartuffe und Ettie, die eingeschränkten Möglichkeiten, als Frau den eigenen Weg zu gehen, und die Folgen des Krieges werden geschickt eingebunden.
Das Ende war mir etwas zu überhastet. Verglichen mit den vorherigen Abschnitten, in denen sehr ausführlich, teilweise wiederholend erzählt wurde, bleiben hier einige Fragen offen.
Insgesamt ein tolles Buch, mit komplexen Charakteren, das durch die Sprache und die kreierte Atmosphäre getragen wird

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Veröffentlicht am 30.05.2026

EIn Thriller mit viel Luft nach oben

Bachelorette Party
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Camilla Sten hat diesmal als Schauplatz eine abgelegene Schäreninsel gewählt. Eine Gruppe von Frauen kommt zu einem Junggesellinnenabschied zusammen, Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Schnell ...

Camilla Sten hat diesmal als Schauplatz eine abgelegene Schäreninsel gewählt. Eine Gruppe von Frauen kommt zu einem Junggesellinnenabschied zusammen, Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Schnell ist klar, dass hier Geheimnisse, Konflikte und Neid und Misstrauen eine große Rolle spielen werden.
Ein Plus ist die Atmosphäre der Insel. Die Abgeschiedenheit, mangelnde Fluchtmöglichkeiten und eine unterschwellige Bedrohung sind gut gelungen.
Ein Minus sind die Charaktere, die alle blass bleiben, obwohl die Story ja von den Beziehungen der Figuren untereinander lebt.
Die Story spielt in zwei Zeitebenen, 2012 und 2022, bei dem vier verschwundene Frauen eine Rolle spielen. Die Handlung wirkt insgesamt sehr konstruiert und das Ende wird dann doch sehr kurios, damit die Auflösung einigermaßen plausibel wirkt.
Insgesamt ein Buch mit sehr niedrigem Spannungslevel und einer Auflösung mit großen Schwächen.

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