Cover-Bild Die Totenklägerin
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Kriminalromane und Mystery
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 02.03.2026
  • ISBN: 9783757701994
Greta Jung

Die Totenklägerin

Nichts ist vergessen. Kriminalroman | Atmosphärischer Spannungsroman über alte Wunden und die Suche nach Gerechtigkeit

Dieses Buch gibt es in zwei Versionen: mit und ohne Farbschnitt. Sobald die Farbschnitt-Ausgabe ausverkauft ist, liefern wir die Ausgabe ohne Farbschnitt aus.

Die Anwältin der Toten - Gerechtigkeit kennt keine Ruhe

Matilda Rizzo ist Trauerrednerin - und Ermittlerin im Namen der Toten. Im abgelegenen Reuth im Bayerischen Wald soll sie den Abschied einer alten Frau begleiten. Doch schnell spürt sie: Hier stimmt etwas nicht. Gemeinsam mit der klugen und eigensinnigen Zwölfjährigen Jackie beginnt sie nachzuforschen - und stößt auf ein Geflecht aus Abhängigkeit, Schweigen und Schuld. Je näher sie der Wahrheit kommt, desto mehr brechen auch alte Wunden wieder auf - nicht zuletzt ihre eigenen. Ein atmosphärischer Spannungsroman über Gerechtigkeit, Vertrauen und die Frage, was ein Leben am Ende wirklich zählt.

Für Fans von Spannung mit starken Figuren, moralischen Grauzonen und ganz viel Atmosphäre

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.02.2026

Anwältin der Toten - Macht der Worte!

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„Die Totenklägerin – Nichts ist vergessen“ ist ein Kriminalroman von Greta Jung.

Matilda Rizzo, ehemalige Anwältin, ist Trauerrednerin. Doch sie bezieht sich nicht nur auf Informationen, die sie von Angehörigen ...

„Die Totenklägerin – Nichts ist vergessen“ ist ein Kriminalroman von Greta Jung.

Matilda Rizzo, ehemalige Anwältin, ist Trauerrednerin. Doch sie bezieht sich nicht nur auf Informationen, die sie von Angehörigen erhält, sondern ermittelt selbst im Fall der Toten, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen.
Im bayerischen Reuth stirbt Oma Resi. Die 12-jährige Jackie bekommt die letzten Minuten der alten Dame mit und schöpft den Verdacht, dass etwas nicht mit rechten Dingen zuging. Somit beauftragt sie mutig Matilda, den „Fall“ zu übernehmen und im Rahmen ihrer Trauerrede den Hintergründen auf die Spur zu kommen. War es ein natürlicher Todesfall oder doch Mord?
Jackie und Matilda beginnen nachzuforschen und decken dabei alte Wunden auf.

Der Schreibstil der Autorin hat mich trotz eher leisen Tönen sofort gepackt. Bereits der Prolog zog mich in seinen Bann.
Insgesamt ist das Buch in mehrere Abschnitte unterteilt, die jeweils zu Beginn ein Kapitel aus der Ich-Perspektive aufweisen. Der Rest des Romans ist aus Erzählerperspektive geschrieben.

Matilda ist eine eher zurückgezogene stille Person, die sich als Anwältin der Toten versteht und dabei auch kein Blatt vor den Mund nimmt. Sie hat keine Angst sich schweren Herausforderungen zu stellen und Geheimnisse ans Tageslicht zu befördern, schafft sich dabei aber auch Feinde. Stück für Stück erfährt man auch Einzelheiten aus ihrer eigenen Vergangenheit, was Matilda für mich als Persönlichkeit nahbarer gemacht hat.

Jackie ist ein Mädchen, welches sehr oft auf sich allein gestellt ist und um Anerkennung kämpfen muss. Ihre Mutter arbeitet viel und lässt das Mädchen sehr oft allein. Jackie findet in Matilda eine Person, der sie vertrauen kann und die zu ihr hält.

Die sich entwickelnde Beziehung zwischen den beiden habe ich sehr gern verfolgt.

Die Ermittlungen waren für mich sehr spannend. Ich konnte miträtseln und Vermutungen aufstellen. Vieles kommt ans Tageslicht und die Trauerrede, die Matilda zum Schluss hält, war für mich der perfekte Abschluss.

Angesprochene Themen in diesem Roman empfinde ich als sehr wichtig. Worum es tatsächlich geht, sollte jede*r selber herausfinden.

Fazit:
Von mir gibt es für diesen sehr angenehm zu lesenden und spannenden Roman 5 von 5 Sternen.
Gern würde ich Matilda bei weiteren Ermittlungen als Anwältin der Toten folgen. Potential hat sie auf jeden Fall. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Ein Krimi, der nachwirkt

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Dieser Krimi startet leise rund um die Hauptfigur Matilda, die Trauerrednerin ist und berüchtigt dafür, nichts zu beschönigen. Die düstere und spannungsgeladene Atmosphäre ist durchweg spürbar und lässt ...

Dieser Krimi startet leise rund um die Hauptfigur Matilda, die Trauerrednerin ist und berüchtigt dafür, nichts zu beschönigen. Die düstere und spannungsgeladene Atmosphäre ist durchweg spürbar und lässt gut fühlen, wie der Krimi immer lauter wird. Als sich eines Tages die kleine 12jährige Jackie an Matilda wendet, weil sie den Tod von Oma Resi als nicht natürlich empfindet, machen sich die beiden zusammen auf, um herauszufinden, was es da mit dem Todesfall und den Menschen in dem abgelegenen Reuth auf sich hat.
Mir haben vor allem die Charaktere gefallen, die zu Beginn des Buches etwas undurchsichtig und vor allem nicht everybody´s Darling sind – Sowohl Matilda, als auch Jackie sind Figuren, die auf den zweiten Blick wirken und die sehr viel Tiefe besitzen, je weiter der Krimi voran schreitet. Das Buch hat bei mir auf jeden Fall noch lange Zeit nach dem Lesen nachgewirkt.
Der Fall ist spannend, die düstere Atmosphäre in dem abgelegenen Reuth und die Figuren, die offenbar alle ein Geheimnis haben, lassen einen das Buch sehr bildhaft lesen.
Mir hat das Buch sehr, sehr gut gefallen und ich würde mir auf jeden Fall ein weiteres Buch wünschen – deshalb gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Dorf trifft Spannung - Die Totenklägerin von Greta Jung

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Selten habe ich ein Buch so schnell ausgelesen: Morgens aus dem Briefkasten gefischt, abends beendet. „Die Totenklägerin“ liest sich unglaublich flüssig und zieht einen von Beginn an in die Geschichte ...

Selten habe ich ein Buch so schnell ausgelesen: Morgens aus dem Briefkasten gefischt, abends beendet. „Die Totenklägerin“ liest sich unglaublich flüssig und zieht einen von Beginn an in die Geschichte hinein - das Buch konnte ich nicht aus der Hand legen, bis ich es beendet hatte.

Der Prolog wirkt zunächst losgelöst vom eigentlichen Geschehen, macht aber sofort neugierig – man spürt, dass hier noch etwas Größeres im Hintergrund wartet, auch wenn ich dies zunächst etwas verwirrend fand.

Der Einstieg gelingt Greta Jung mühelos: Die Sprache ist klar, angenehm und leicht zu lesen, ohne oberflächlich zu sein.

Matilda Rizzo, Trauerrednerin und Ermittlerin im Namen der Toten, ist eine spannende Protagonistin. Sympathisch, aber nicht durchschaubar. Sie trägt selbst ein Geheimnis mit sich herum, während sie die Geheimnisse anderer aufdeckt – für mich macht es das besonders interessant. Ihr Neuanfang in einem kleinen Dorf bei Passau wirkt alles andere als idyllisch. Hinter der dörflichen Fassade brodelt es anscheinend gewaltig und nicht von allen Dorfbewohnern wird sie herzlich empfangen.

Zweite Protagonistin ist Jackie, die kluge und neugierige Zwölfjährige, hat mich beeindruckt. Sie wirkt reifer, als sie eigentlich sein dürfte, und wächst einem schnell ans Herz. Die Dynamik zwischen ihr und Matilda entwickelt sich im Laufe der Geschichte, aber nicht immer gleich und das fesselt – gerade weil es nicht sofort harmonisch ist.

Doch Jackie ist der eigentliche Auslöser dafür, dass Matilda "ermittelt". Denn sie wird auf den Tod von Oma Resi aufmerksam, bei dem es einige Ungereimtheiten zu geben scheint.

Im Weiteren nimmt die Geschichte spürbar Fahrt auf. Matilda gerät zunehmend unter Druck, Bedrohungen nehmen zu und die Verdächtigenlage bleibt lange undurchsichtig. Die Familie Grafenegger ist dabei besonders präsent – unsympathisch, dominant und mit spürbarem Einfluss auf das ganze Dorf. Firmian ist ein Charakter, der einen wirklich wütend machen kann: Machtmissbrauch, Druck, Manipulation – all das schwebt wie eine dunkle Wolke über Reuth.

Ein paar wenige Passagen mit längeren Gedankengängen wirkten auf mich etwas langatmig, aber insgesamt blieb die Geschichte durchgehend spannend. Zwar hatte ich zwischendurch das Gefühl von „Kommissar Zufall“, doch am Ende fügte sich alles stimmig zusammen, ohne konstruiert zu wirken.

Besonders berührend fand ich das Schicksal von Oma Resi. Der Druck, unter dem sie stand, und die Hintergründe der Geschehnisse zeigen, wie tief Schuld, Schweigen und alte Verletzungen wirken können – selbst in einer Zeit, in der man meint, solche Strukturen längst überwunden zu haben. Aber mehr darf ich hier wirklich nicht verraten, es soll ja für weitere Leser*innen spannend bleiben.

Erleichtert war ich darüber, dass Matilda selbst zwischendurch nicht den Weg der Rache geht. Ihre Entscheidung passt zu ihrem Charakter und macht Hoffnung, dass sie ihren eigenen Frieden finden kann. Gleichzeitig bleiben genug offene Fäden – gerade was ihre Vergangenheit betrifft –, um sich weitere Bände mit ihr gut vorstellen zu können. Ich würde mich jedenfalls sehr über eine Fortsetzung freuen.

Fazit:

Ein atmosphärischer Spannungsroman mit einer starken Protagonistin, viel Dorfdynamik, moralischen Grauzonen und einem flüssigen Schreibstil. Packend, berührend und bis zum Schluss lesenswert.

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Spannung und ein unerwartetes Thema

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Matilda ist Trauerrednerin und versteht sich auch als Ermittlerin im Namen der Toten. In ihren Trauerreden bringt sie auch unbequeme Wahrheiten an den Tag. Als in dem Dorf, in dem sie lebt, eine alte Dame ...

Matilda ist Trauerrednerin und versteht sich auch als Ermittlerin im Namen der Toten. In ihren Trauerreden bringt sie auch unbequeme Wahrheiten an den Tag. Als in dem Dorf, in dem sie lebt, eine alte Dame stirbt und die 12-jährige Jackie glaubt, dass da etwas nicht stimmt, beginnt sie nachzuforschen.
Es hat ein wenig gedauert, bis ich in dem Buch Fuß gefasst hatte. Aber dann hat es mich nicht mehr losgelassen. Die beiden Frauen sind sich trotz des Altersunterschieds sehr ähnlich. Wenig bis gar keine Freunde, eher ruppig vom Charakter, haben beide ein Päckchen zu tragen. Jackie ist auf sich selbst gestellt, da ihre Mutter viel arbeitet. Matilda kämpft mit den Geistern der Vergangenheit, die durch ihre verstorbene Mutter ausgelöst werden, die aus dem Dorf stammt. Die Entstehung der Freundschaft zwischen zwei so unterschiedlichen Charakteren wird authentisch herausgearbeitet und ist glaubhaft.
Der Tod der alten Resi Wimmer wirft viele Fragen auf. Mit einem sehr bildhaften und unterhaltsamen Schreibstil nähert sich die Autorin den Familiengeheimnissen und dem Schweigen der beteiligten Personen. Unverhofft wird das ein sehr aktuelles und polarisierendes Thema aufgegriffen, auf eine sehr sensible und feinfühlige Art. Um nicht zu spoilern, möchte ich an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen. Zu diesem Thema gibt es am Ende des Buches auch ein paar Punkte, die als Anregung zum Nachdenken gedacht sind.
Das als Spannungsroman beworbene Buch bietet viel mehr als nur Spannung. Das zusätzliche Thema gibt dem Krimi viel Tiefgang. Eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Der Tod kommt nicht immer erwartet...

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Zum Buch: In einem kleinen Dorf in der Nähe der tschechischen Grenze stirbt eine 80-jährige Frau. Die 12-jährige Jackie, die bei ihrer Tochter Nachhilfestunden bekommt, glaubt nicht an einen natürlichen ...

Zum Buch: In einem kleinen Dorf in der Nähe der tschechischen Grenze stirbt eine 80-jährige Frau. Die 12-jährige Jackie, die bei ihrer Tochter Nachhilfestunden bekommt, glaubt nicht an einen natürlichen Tod, denn sie hat Oma Resi kurz zuvor weinen hören. Sie sucht Hilfe bei der neu zugezogenen Trauerrednerin Matilda Rizzo. Diese versucht Jackie zu helfen, hat aber mit ihrer eigenen Vergangenheit und ihrem Ruf in dem kleinen Ort zu kämpfen…

Meine Meinung: Die Totenklägerin wird als Spannungsroman beschrieben, der aber noch so viel mehr ist! Denn die Autorin findet hier einen Tiefgang in der Geschichte, die ich so nicht erwartet hätte.

Natürlich ist der Fall spannend, denn der Leser merkt schnell, dass hier irgendetwas nicht stimmig ist. Nur greifen kann man es schlecht. Sehr authentisch beschreibt die Autorin den Tod und die Auseinandersetzung der Angehörigen damit. Sie verarbeitet alte Familiengeheimnisse genauso wie Matildas Vergangenheit. Auch Jackie hat keinen leichten Stand und so hat hier jeder sein Päckchen zu tragen.

Hervorzuheben ist die Freundschaft der beiden ungleichen Frauen, die junge Jackie und die erwachsene Matilda. Denn die beiden ähneln sich in vielerlei Hinsicht. Sie sind beide klug, starrsinnig und bekleiden eine Außenseiterrolle. Wie die beiden sich freundschaftlich annähern, hat mir hier sehr gut gefallen!

Der Schreibstil liest sich flüssig und die Kapitel sind nicht zu lang. Manchmal verliert sich die Autorin in Kleinigkeiten, das liest sich dann manchmal ein wenig zäh, aber die Geschichte konnte mich trotz dieser kleinen Schwäche voll überzeugen!

Mein Fazit: Ich würde mir hier eine Fortsetzung wünschen, das Potential wäre da! Die Geschichte konnte mich fesseln und zum Nachdenken anregen, wirklich gut! Von mir gibt es hier die volle Punktzahl und eine Leseempfehlung!

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