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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.05.2026

oberflächlich

Das Ende vom Lied
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Selten habe ich mich so durch einen Roman quälen müssen, wie durch diesen hier.

Der Schreibstil war nicht nur fordernd sondern auch anstrengen und ermüdent.

Dies lag vor allem daran, dass der Autor den ...

Selten habe ich mich so durch einen Roman quälen müssen, wie durch diesen hier.

Der Schreibstil war nicht nur fordernd sondern auch anstrengen und ermüdent.

Dies lag vor allem daran, dass der Autor den Leser häufig mit Bildern regelrecht bombardiert. Nicht selten überschlägt er sich regelrecht bei der Schilderung der Ereignisse. Wobei mir hier ein klarer Handlungsstrang fehlt. Teilweise wird hin und her gesprungen und verwirrt den Leser dadurch.

Prinzipiell hätte die Geschichte aus einer anderen Perspektive Perspektive, als aus der eines Halbwüchsigen erzählt werden müssen. Viele für mich interessante Themen wurden lediglich oberflächlich oder nur kurz angetippt. Dafür nahmen gewalttätige Aspekte ja regelrechte Gewaltorgien einen großen Raum ein.

Der Roman besteht aus 3 Teilen von denen die ersten beiden kaum vernünftig lesbar waren. Erst im dritten Teil bessert sich der Schreibstil, jedoch bleibt die Handlung weiterhin oberflächlich.

Der als Entwicklungsroman und Familienroman konzipierte Roman stellte sich für mich als Herausforderung da. Mehrmals stand ich kurz vor dem Abbruch.

Der Protagonist, bleibt für mich ein Antiheld. Er ist und bleibt mir auch im Nachhinein unsympathisch. Er setzt mit seinem Handeln Ereignisse in gang, die dramatische Folgen haben.

Fazit: Ein anstrengender, fordernder und regelrecht ermüdender Roman, der viel zu oberflächlich geblieben ist und dem eine andere Erzählperspektive gut getan hätte.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Niemand ist eine Insel

Eine Maus namens Merlin
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Ein wirklich herrlicher Roman mit viel Empathie und Herzlichkeit geschrieben.

Niemand ist eine Insel, das muss auch Hellen feststellen, nachdem sie nach vielen Jahrzehnten aus Australien in ihre alte ...

Ein wirklich herrlicher Roman mit viel Empathie und Herzlichkeit geschrieben.

Niemand ist eine Insel, das muss auch Hellen feststellen, nachdem sie nach vielen Jahrzehnten aus Australien in ihre alte Heimat zurückkehrt.

Hellen ist eine wirklich einsame Frau, lebt sehr zurückgezogen in einem kleinen Haus, dass wie sie selbst auch schon bessere Tage erlebt hat. Als sie eines Abends aus dem Fenster schaut steht da plötzlich Sperrmüll. Die Neugierde treibt sie bei echt schlechten Wetter hinaus um zu sehen was da steht. Doch dieser Haufen Sperrmüll ist weit mehr als ein Haufen alten Zeugs, das jemand weggeworfen hat. Es wägt in Hellen Erinnerungen an ihre Familie. Kurzerhand beschließt sie ein altes Aquarium, das sehr schwer ist, in ihrem hohen alter nach Hause zu schleppen.

Und das ist genau der wundervolle Beginn einer wirklich sehr schönen Geschichte, die mich nicht mehr losgelassen hat und mich bis zum Schluss gefesselt hat.

Ich fand es sehr spannend zu sehen, wie Hellen feststellen muss, dass das Schicksal, das Leben auch in ihrem hohen Alter nicht nur Sinn für Humor hat sondern auch Überraschungen bereit hält. Hellen wird von einer mürrischen alten und zurückgezogen lebenden Frau zu jemanden, der nochmal Verantwortung übernimmt und wieder Teil der Gemeinschaft wird. Das sie davon alles andere als begeistert ist versteht sich von selbst. Schließlich wartet sie eigentlich nur noch auf ihren eigenen Abgang.

Der Schreibstil hat mich richtig begeistert, nicht nur das er sich er schön hat lesen lassen, nein der Autor hat auch Sinn für Humor bewiesen. Eigentlich ist es ein wirklich ernstes Thema worüber der Autor schreibt „Einsamkeit“. Denn Einsamkeit hat viele Facetten. Meist trifft sie einen wenn man die eigene Tür hinter sich schließt und man ganz alleine ist.

Das Cover passt perfekt zum Roman und war mit ein Grund warum ich diesen Roman gelesen habe.

Fazit: Ein wirklich sehr schöner Roman, wo man Spaß hat ihn zu lesen. Er erwärmt das Herz und läßt einen nicht mehr los. Absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 03.04.2026

Oma Resis Lächeln

Die Totenklägerin
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Ein wirklich spannender Krimi der einen packt und nicht mehr loslässt.

Besonders gefallen hat mir in diesem Zusammenhang die Figuren. Alle Figuren hatten ihre Ecken und Kanten.

Matilda, die sich als ...

Ein wirklich spannender Krimi der einen packt und nicht mehr loslässt.

Besonders gefallen hat mir in diesem Zusammenhang die Figuren. Alle Figuren hatten ihre Ecken und Kanten.

Matilda, die sich als Trauerrednerin verdient und versucht in ihren Zwiegespräch mit den Verstorbenen etwas gerade zu rücken und damit etwas in Bewegung zu bringen, fand ich wirklich gelungen. Zumal sie eine ganz eigene und schwierige Vergangenheit vorzuweisen hat. Das sie als nervig empfunden wird kann ich gut nachvollziehen. Aber sie ist auch wirklich Cool und eine taffe Persönlichkeit, von der ich wirklich gerne weiter etwas lesen würde.

Womit wir auch schon bei Jacki sind, die die ganze Geschichte eigentlich ins Rollen bringt, weil ihr der plötzlich Tot der Oma Resie so seltsam vorkam. Ob sie damit Recht hat verrate ich hier nicht.
Jacki kommt aus ärmlichen Verhältnissen, einer Mutter die kaum zu hause ist, weil sie als Alleinerziehende für alles aufkommen muss. Somit ist Jacki schon in jungen Jahren nicht nur sehr selbstständig sondern auch relativ abgebrüht. Immer die Angst im Nacken, wenn sie zuviel Kosten auf dem Gymnasium verursacht dieses wieder verlassen zu müssen. Und das obwohl sie wirklich was auf dem Kasten hat.

Jacki nimmt also all ihren Mut zusammen und engagiert Matilda, nicht zuletzt wegen Rufs der ihr vorauseilt. Doch ihre Zusammenarbeit ist alles andere als reibungslos. Es knirscht häufig zwischen den beiden.

Doch je mehr Matilda in die Vergangenheit von Oma Resi eindringt desto mysteriöser wird ihr Tod. Und sie macht ihren Ruf als taffe und nervige Person wirklich alle Ehre. Sie geht den Verwandten richtig auf den Geist, legt sich mit Ihnen an. Und macht das was Ihr Job ist.

In diesem Roman wird ein wirklich wichtiges Thema behandelt, das in der breiten Öffentlichkeit und Politik eher wenig Beachtung geschenkt wird.

Fazit: Ein wirklich gelungener und spannender Krimi und absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 03.04.2026

Aufwachsen im goldenen Käfig

Trag das Feuer weiter
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In diesem Roman wird die Familiengeschichte der Protagonistin erzählt.

In einem armen Land wächst sie zusammen mit ihrer Schwester nicht nur in einer privilegierten Familie auf sondern auch in einer Art ...

In diesem Roman wird die Familiengeschichte der Protagonistin erzählt.

In einem armen Land wächst sie zusammen mit ihrer Schwester nicht nur in einer privilegierten Familie auf sondern auch in einer Art goldenen Käfig. Die Armut der anderen Menschen und ihre Sorgen und Nöte bekommt sie wenn überhaupt nur am Rande mit. Sie wächst wohl behütet auf. Besucht eine der besten Schulen. Wird dadurch auch mit westlichen Werten sozialisiert.

Durch ihre Orientierung ist sie gezwungen sich zu verstellen. Was teils groteske Züge annimmt und sie charakterlich für mich eher unsympathisch macht. Sie stellt sich extrem fordernd und aneignend da. Zudem in vielen Fällen auch sehr über griffig.

Mit ihrem Verhalten als Kind und Jugendliche hatte ich teils erhebliche Problem. Aber Rückblickend kann man dies schlicht und einfach damit erklären, dass die Eltern beide ihrer Erziehungsarbeit nicht wirklich nachgekommen sind.

Das eigentliche Ziel die Familiengeschichte respektive die Figur ihres Vaters schärfer zu zeichnen, mehr über ihn zu erfahren, wird verfehlt. Grund hierfür ist der Vater selbst, der seine eigene Vergangenheit verleugnet und abgestreift hat. Das wenige was man über ihn erfährt ist jedoch bemerkenswert. Zum einen scheint er aus sehr ärmlichen Verhältnissen zu stammen. Hat sich bis ganz nach oben in einer Bank gearbeitet und dafür den Kontakt zu seiner Familie rigoros abgebrochen. Auch integer, weitblickend und Zukunftsgewand war er.

Durch all diese Privilegien hatte die beiden Schwestern die Möglichkeit ihre Zukunft in Europa zu finden und sich dort zu integrieren. Gerade noch rechtzeitig genug bevor ihr eigentliches Heimatland kollabierte und ihre Familie in Ungnade fiel.

Fazit: Ein wirklich interessanter Roman, der es dem Leser ermöglicht in einen anderen Kulturkreis einzutauchen und einer Familiengeschichte nachzuspüren. Auch wenn die Protagonistin eher unsympathisch ist, ist der Roman absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Perspektivwechsel

Gelbe Monster
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In den meisten Romanen, die das Thema häusliche Gewalt behandeln, sind die Täter männlich besetzt. Dieser Roman bricht mit diesem Klischee und berichtet aus der Sicht eines Täters aber aus der weibliches ...

In den meisten Romanen, die das Thema häusliche Gewalt behandeln, sind die Täter männlich besetzt. Dieser Roman bricht mit diesem Klischee und berichtet aus der Sicht eines Täters aber aus der weibliches Perspektive herhaus.

Auffällig ist das die Protagonistin nicht nur eine vollkommen verzehrte Selbstwahrnehmung hat sondern grundsätzlich uneinsichtig in Bezug auf ihre Probleme ist. Sie nimmt wahr das alle sehr vorsichtig sind in ihrer Umgebung sind. Nur ist es nicht Vorsicht sondern schlicht und einfach Angst.

Die Protagonistin hält sich selbst für hässlich, dumm und überhaupt nicht attraktiv. Die Wahrheit ist sie ist hochintelligent, studiert Mathematik. Ist nicht nur hübsch und attraktiv sondern in der Kindheit auch traumatisiert worden, durch die Misshandlung eines Elternteil.

Nein dies soll stellt keine Entschuldigung oder Rechtfertigung für ihr Verhalten anderer Menschen gegenüber dar, vervollständigt aber das Bild von ihr.

Durch diese Vorgeschichte hat sie eine extrem kurze Zündschnur. Sie findet für jede ihrer Übergriffe eine Rechtfertigung. Vom Unrecht das sie begeht, dass sie Unrecht tut, dass sie ihre Mitmenschen, Freunde, Freund tyrannisiert, sie manipuliert, sie unterwirft, den Eigenen Willen und ihre Freiräume nicht akzeptiert nimmt sie nicht wahr.

Alles dreht sich um sie. Selbst ein Antiaggressionstraining und Therapie macht sie nur weil ihre längste Freundin ihr die Pistole auf die Brust setzt.

Im Rahmen dieses Training muss sie sich sich selbst stellen, ihren gewalttätigen Ausbruch nicht nur stellen sondern aufarbeiten. Als Leser ist man dabei an ihrer Seite. Ich persönlich wurde immer wütender auf die Protagonistin, da sie ihre Probleme immer bagatellisierte und herunterspielte. Immer aber auch wirklich immer fand sie eine Rechtfertigung, immer haben alle anderen Schuld nur sie nicht.

Das Cover ist einfach ein richtiger Blickfang und passt perfekt zum Buch.

Fazit: Ein wirklich gelungener Roman der sich mit häuslicher Gewalt beschäftigt, die von Frauen ausgeht. Dabei wird explizit dargestellt wie schnell eine Situation eskalieren kann und wie eingeschüchtert das Umfeld der Täterin ist. Lesenswerter Roman

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