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Veröffentlicht am 16.04.2021

Doras Geschichte geht unter

Was von Dora blieb
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Dora und ihre Enkelin trennen 100 Jahre. Isa´s Mutter übergibt ihr einen Karton mit den Habseligkeiten ihrer Großmutter Dora. Durch die Beschäftigungen mit den alten Zeitzeugendokumenten gewinnt Isa nach ...

Dora und ihre Enkelin trennen 100 Jahre. Isa´s Mutter übergibt ihr einen Karton mit den Habseligkeiten ihrer Großmutter Dora. Durch die Beschäftigungen mit den alten Zeitzeugendokumenten gewinnt Isa nach und nach ein immer genaueres Bild von ihrer Großmutter, die sie als eine doch sehr garstige alte Frau im Gedächtnis hat. Mit Hilfe der Unterlagen begibt sie sich auf eine Zeitreise. Man lernt die junge Dora kennen und ihr doch sehr distanziertes aber auch zeitgenössisches Verhältnis zu den Eltern. Wie sich ihr Leben ändert erst durch den 1. WK, als ihr Vater als ein ganz anderer Mensch heimkehrte. Dann verliert sie ihre ganz große Jugendliebe an ihre beste Freundin. Und ihren großen Zusammenbruch. Wie sie dann auf Druck ihrer Eltern ihre geliebte Kunstschule verlassen und bald heiratete. Das erstärken der Nazis und die Folgen für ihre junge Familie. Wie ihre Jungs traumatisiert und dieses Trauma dann auch noch auf die nachfolgenden Generationen weitergeben wurde.

Die Autorin präsentiert eine turbulente und aufregende Zeit so nüchtern und kalt, wie eine Schlaftablette. Zudem ist ihr Erzählstil Zusehens flatterhaft. Die vielen Gedankensprünge und Abschweifungen tun den Roman nicht wirklich gut.

War ich anfangs sehr angetan von den konträren Handlungssträngen, die sich aufeinander zu bewegen, war ich am Ende einfach nur noch genervt. Dora sollte ja als Hauptfigur aufgebaut werden, jedoch bleibt diese auch gegen Ende des Romans einfach farblos. Am Ende bleiben mehr Fragen offen als geklärt wurden. Auch das scheinbar wahllose einstreuen von geschichtlichen Fakten hat mich als Leser eher aus dem Lesefluss rausgerissen, als das es der Geschichte gut getan hätte. Von der geschichtlichen Aufarbeitung bzw. Vergangenheitsbewältigung ob nun Opfer- oder Täterperspektive ist auch gründlich schiefgegangen. Teils viel zu oberflächlich bis naiv über ein Gedankenkarussell, dem man nicht wirklich folgen konnte. Zudem konzentriert sich die Autorin in Teil 2 und 3 kaum noch auf die Hauptfigur und konzentriert sich auf den Vater von Isa und dann auf Isa. So wirkt die Geschichte am Ende alles andere als rund und gut durchdacht.

Die Autorin schafft es leider nicht dem Leser die Figuren näher zu bringen. Für mich bleibt Dora leider am Ende des Romans immer noch ein unscharfe körnige Fotografie. Besonders aufgestoßen ist mir hierbei, es ihr alles andere als gut gelungen ist fiktionale Teile glaubhaft nichtfiktionale Teile einzubinden. Unglaubwürdig hat sie sich noch dazu gemacht als sie Isa in den Mund legt große Teile fantasievoll ausgeschmückt zu haben. Und als dann noch der Name Dora auch noch mit Zweifel besetzt wurde, habe ich fast die Krise bekommen.

Was bleibt denn nun von Dora? Hieß sie überhaupt Dora? Hat die Zeit Dora von dem liebenswürdigen Mädchen zu einer garstigen, kühlen und distanzierten ja gar lieblosen Frau gemacht oder waren es die Menschen und die Umstände? Hat sie sich je wirklich wohl gefühlt in der Rolle der Mutter? Hätte sie im Nachhinein vielleicht etwas anders gemacht?

Fazit: Ich hatte mich wirklich auf dieses Buch gefreut und die Geschichte darin. Jedoch hat ich leider gar keine Freude an der Geschichte. Die Autorin hat es nicht geschafft mich zu fesseln und zu unterhalten. Die Figuren blieben farblos und oberflächlich nicht zuletzt durch die kühle und distanzierte ja flatterhafte Erzählweise. Ich denke es gibt da wesentlich bessere Bücher die sich mit der Vergangenheitsbewältigung auseinandersetzen. Leider ein wirklich enttäuschender Roman.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.04.2021

normal sein wird überbewertet

Hier im echten Leben
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Als Ware erfährt, dass er einen ganzen Sommer im städtischen Sommercamp verbringen soll, weil seine Eltern Doppelschichten arbeiten wollen, um sich den Traum vom eigenen Haus erfüllen wollen, bricht für ...

Als Ware erfährt, dass er einen ganzen Sommer im städtischen Sommercamp verbringen soll, weil seine Eltern Doppelschichten arbeiten wollen, um sich den Traum vom eigenen Haus erfüllen wollen, bricht für ihn eine Welt zusammen. Er hasst dieses Camp, es ist laut, voll und er als Einzelgänger hat schon in den Jahren zuvor keine Kontakte knüpfen können. Doch dann entdeckt er auf dem Grundstück neben dem Camp eine Kirchenruine und in ihm beginnt ein Plan zu reifen. Er hat gerade ein besonders Interesse an Burgen und Rittern und so will er aus der Ruine eine Burg erschaffen, nur hat er nicht mit Jolene gerechnet, die einen ganz anderen Plan verfolgt. Sie pflanzt Papayapflanzen, die sie selbst sieht. Und dann kommt auch noch Ashley, die auch einen ganz besonderen Plan hat. Nachdem sich Ware und Jolene angefreundet haben verfolgen sie zunächst den Plan einen ziemlich großen Burggraben für die Kraniche zu bauen, damit diese sich nicht verletzen wenn sie landen. Es beginnt ein Sommer in dem nicht nur die beiden schwer arbeiten sondern sich auch immer kennen lernen und sich nicht körperlich weiterentwickeln sondern auch geistig reifen.

Die Autorin schafft es den Leser mit einen ganz besonderen Schreibstil, den Leser für die Sorgen und Nöte von Kindern zu sensibilisieren, die ein alles andere als normales und stabiles Elternhaus haben. Einen besonderen Fokus legt sie dabei scheinbar auf Wares „Inselbegabung“.

Besonders schön fand ich an diesem Roman, dass hier zwei Kinder im Mittelpunkt stehen, die es nicht einfach haben. Auch wenn es anfangs so wirkt als wäre Ware überbehütet von einer Mutter, die alles minutengenau mit Listen für ihn plant, ihn dann aber abschiebt und sich nicht mehr wirklich um ihn kümmert. Die Eltern verfolgen ohne Rücksicht auf Verluste ihren eigenen Plan vom Glück. Sehen nicht was für einen tollen einzigartigen Jungen sie haben und wünschen sie dann auch noch einen ganz normalen. Ihnen fällt dabei nicht mal auf, wie sie ihren Jungen damit den Boden unter den Füßen wegziehen, sondern ihn damit auch von sich wegstoßen. Und Jolenes Leben ist zwar das ganze Gegenteil von Wares aber auch sie hat mit einen Totallausfall von Erziehungsberechtigten zu kämpfen, die Mutter abgehauen und die Tante frönt dem Alkohol. Dass dieses Zusammentreffen der beiden Figuren dann in ein „Naturschutzprojekt“ mündet, das auch noch illegal ist, aber eine Wirkung hat, finde ich richtig klasse.

Der Autorin ist es richtig gut gelungen, die Entwicklung der beiden Hauptfiguren aufzuzeigen. Sie zeigt nicht nur was unbedarft gesagte Worte für Schaden anrichten können sondern auch wie Kinder über sich hinauswachsen können. Sie sich den Eltern stellen und ihnen die Stirn bieten. Ware und Jolene sind mir am Ende des Buches so ans Herz gewachsen, dass ich richtig traurig war sie nicht noch ein kleines Stück weiter begleiten zu können.

Fazit: „Hier im echten Leben“ passieren doch kleine Wunder, die das Leben aller beeinflussen. Ein wirklich herzerwärmendes Buch für die Individualität und Herzlichkeit. Ich bin begeistert von diesem Buch. Besonders sensible Kinder/Jugendliche werden dieses Buch lesen. Denn es geht nicht nur die persönliche Entwicklung, sondern auch um soziales Miteinander, Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Alles Themen, mit denen sich die Jugend gerade sehr auseinander setzt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2021

witziger und gefühlvoller Wohlfühlroman

Pension Herzschmerz
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Anna, Kim und Lou sind seit vielen Jahren beste Freundinnen, dass zeigt sich einmal mehr als Anna von ihren Freund betrogen wird und diese dann von jetzt auf gleich bei Lou unterschlüpft. Lous Freund ist ...

Anna, Kim und Lou sind seit vielen Jahren beste Freundinnen, dass zeigt sich einmal mehr als Anna von ihren Freund betrogen wird und diese dann von jetzt auf gleich bei Lou unterschlüpft. Lous Freund ist alles andere als davon begeistert. Als sie dann ein Hilferuf aus Norderney erreicht, wo Kim sich durch eine halsbrecherische Aktion den Fuß schwer verletzt hat, machen sich Lou und Anna auf zur Insel. Doch auch dort treffen die beiden nicht nur auf eine verletzte Kim sondern auch auf eine Freundin mit ernstem Liebeskummer. Und Kim braucht auch ihre Hilfe, wie soll sie sonst alleine zu ihren Terminen zu ihren Fußpflegekunden kommen. Für das Transportproblem findet sich schnell eine Lösung, doch nun trennt sich Lous Freund per Handynachricht von ihr. Und kämpfen plötzlich alle drei gegen den Liebekummer. Fast zeitnah kommen sie auf die Idee auf Norderney eine Pension für gebrochene Herzen zu eröffnen. Wie es der Zufall will, will eine alte Dame ihre Pension verpachten aber sie will von den drei auch Fürsprecher sehen und zwar Insulaner, die hinter dem Projekt der Freundinnen steht. So beginnt für die drei eine Suche nach Führsprechern mit der einen oder anderen Hürde und ein sehr aktiver Amor.

Die Autorin hat mit ihren nicht nur flüssigen Schreibstil sondern auch mit ihren Humor, Witz und Scharm einen wirklichen Inselwohlfühlroman geschaffen, der einen nicht nur nach Norderney verfrachtet, sondern auch richtig abschalten lässt.

Im Vordergrund dieser Geschichte stehen die drei Freundinnen mit ihren Liebeskummer und später eben das Buhlen um Führsprecher für die Pension. Besonders schön fand ich die wirklich witzigen Momente, wo ich schallend losgelacht habe. Gefühlsbetont schildert die Autorin den Weg der drei Freundinnen raus aus ihren Liebeskummer und auch wie die ersten neuen Funken beginnen zu fliegen. Ich habe mich köstlich amüsiert, auch wenn es die eine oder andere Länge gab.

Die Figuren sind einfach richtig cool. Gerade weil sie so cool und dynamisch sind glaubt man den Protagonistinnen. Besonders schön fand ich an dieser Stelle das die Romantik im Mittelpunkt der Handlung steht und eben nicht nur der Sex. Gerade die Dynamik in der Handlung zwischen den Figuren macht den Witz und nicht zuletzt den Scharm dieser Geschichte aus. Ich hatte jedenfalls die meiste Zeit beim Lesen ein Lächeln im Gesicht.

Schon das Cover macht gute Laune und stimmt auf die Geschichte ein. Wirklich richtig gut gelungen. Was mir jedoch fehlt bzw. das Tüpfelchen auf dem i gewesen währe, währe ein grobe Karte von Norderney mit den Haupthandlungsorten gewesen.

Fazit: Ein wirklich gelungener romantischer Inselroman der vor Witz und Scharm sprüht eine angenehme Wohlfühlatmosphäre schafft. Perfekt zum Abschalten und Abtauchen. Ich kann jedem diesen wirklich tollen Roman nur jeden ans Herz legen, der einen leichten Unterhaltungsroman sucht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2021

Geschichte hat noch Luft nach oben

Aus der Mitte des Sees
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Lukas, ein Mönch Anfang 40, ist schon sein halbes Leben in einem Kloster. Dieses Kloster ist in all den Jahren zu einer Heimat und auch zu einem Zuhause geworden. Doch nachdem ein Mitmönch, der zur gleichen ...

Lukas, ein Mönch Anfang 40, ist schon sein halbes Leben in einem Kloster. Dieses Kloster ist in all den Jahren zu einer Heimat und auch zu einem Zuhause geworden. Doch nachdem ein Mitmönch, der zur gleichen Zeit wie er ins Kloster eintrat und seine Entscheidung revidierte und eine Familie gründete und dann auch noch konvertierte, geraten seine eingefahrenen Gedankenwege und Gefühle in Aufruhr. Er ist wütend auf Andreas, so hieß der Mönch, weil er ihn mit den alten Mönchen allein ließ. Und nun da nach und nach durch den Tod des einen oder anderen Mönches die Gemeinschaft, seine Familie, immer kleiner wird kommt er ins Grübeln ob dies wirklich sein Weg ist. Als Sarah dann auch noch in sein Leben tritt und seine Mitbrüder schon glauben die beiden hätten ein Verhältnis, nimmt er es erst noch mit Humor dann jedoch ist doch sehr pikiert darüber. Auch wenn er laut über das Zölibat nachdenkt und sein Verhältnis zu Gott. Seine entfachten Triebe versucht er durch lange Schwimmeinheiten zu zügeln. Kurz er befindet sich seelisch in einen Strudel der Gefühle, die er erstmal ordnen muss, wenig hilfreich ist dabei dass sein engster Vertrauter einen Schlaganfall erleidet.

Der Autor schafft es mit Hilfe seiner fast schon meditativen Erzählweise, den Leser zu entschleunigen. Jedoch kratz er mit den Themen Zölibat, Rechte der Geschiedenen etc. lediglich an der Oberfläche. Und das finde ich wirklich schade, denn er hatte so viele Steilvorlagen und hat sie einfach verpuffen lassen.

Durch einen inneren Monolog und wenige Dialoge wird die Handlung bestimmt. Bemerkenswert ist wie sich der Hauptprotagonist entwickelt. Da Lukas sich in einen Gewissenskonflikt befindet und emotional aufgeladen ist. So ist er Anfangs richtig wütend auf Andreas, der gegangen ist um sein Leben wieder aufzunehmen. Und er ist der der zurückblieb, auf dem jetzt alle Hoffnung ruht auch der Fortbestand des Klosters. Hin und hergerissen sinniert er grübelt und versucht seine Gedanken beim Schwimmen zu ordnen. Insgesamt ist mir die Handlung jedoch viel zu oberflächlich. Auch wenn der Glaube der Dreh- und Angelpunkt dieser Geschichte ist fehlt mir doch dieses gewisse Etwas, was mich sagen lässt toll, aber das fehlt hier leider

Auch die Person des Lukas wird nicht unbedingt greifbar. Man erfährt zwar so einiges über ihn und seine Familie. Aber richtig nachvollziehen, warum er ausgerechnet das Leben als Mönch gewählt hat, kann ich auch am Ende nicht. Auch jetzt wo er mit sich einen Gewissenskonflikt ausficht bleiben oder gehen wird er nicht greifbar. Man könnte auch sagen er ist tief in seinem Glauben verwurzelt. Aber eine Entwicklung findet bei ihm erst statt als er diese Schauspielerin Sarah trifft.

Fazit: Ein schönes Buch zum entschleunigen und runterkommen und nachdenken. Jedoch hat die Handlung als auch die Ausgestaltung der Figuren und reichlich Luft nach oben. Das Buch ist schon sehr speziell und bestimmt nicht für jedes was, aber doch ein netter zeitvertreib.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.04.2021

nicht wirklich spannend

Hüte deine Zunge
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Emily betreibt zusammen mit ihrer Freundin Becca einen Entrümplungsdienst, der Menschen hilft sich von alten Dingen zu trennen. Eines Tages bekommen sie kurz hintereinander zwei Anfragen, die beide möglichst ...

Emily betreibt zusammen mit ihrer Freundin Becca einen Entrümplungsdienst, der Menschen hilft sich von alten Dingen zu trennen. Eines Tages bekommen sie kurz hintereinander zwei Anfragen, die beide möglichst schnell bearbeitet werden soll. Aus Zeitnot muss Emily beide übernehmen. Auf den ersten Blick scheinen beide Aufträge kein großer Aufwand zu sein, was sich jedoch sehr schnell als Fehleinschätzung entpuppt. Zumal jemand heimlich an der Lagerhalle zuschaffen macht die Emily entrümpeln soll. Schnell stellt sich heraus, dass die dort eingelagerten Gegenstände Diebesgut aus Bibliotheken sind. Als dann auch noch eine Leiche dort gefunden wird überschlagen sich die Ereignisse und Emily gerät in Lebensgefahr.

Auch wenn sich dieser Roman relativ schnell ließt, dem flüssigen Schreibstil sei dank. Allerdings konnte mich die Autorin nicht wirklich mit ihrer Geschichte überzeugen.

Die Handlung ist viel zu konstruiert und oberflächlich. Der erste Teil eher langweilig und zäh. Auch wenn es dann ein wenig spannender wird und man langsam die eine oder andere Vermutung aufstellen kann. Kommen dem Leser die beiden Hauptverdächtigen doch sehr schnell in Visier. Und wenn man als Leser nach dreiviertel der Geschichte schon so ungefähr weiß wer mit wem und vielleicht auch warum. Macht es dann auch nicht mehr sonderlich viel Spaß den Rest zu lesen. Gut als Leser wird man dann doch noch ein wenig überrascht, aber ich hätte mir wesentlich mehr Spannung gewünscht.

Die Protagonisten waren nicht wirklich gut ausgearbeitet. Hier hätte ich mir mehr gewünscht. Selbst die eheliche Beziehung wurde viel zu flach dargestellt. Auch die Emily und ihr Mann Frank schon in unterschiedlichen Teams spielen. Sie die Aufräumerin er der Sammler, was schon für Konfliktpotential sorgt, wurde darauf nur am Rande eingegangen. Selbst die Ermittlungen der Polizei, das war ja wohl der Witz schlecht hin. Hier war die Autorin viel zu oberflächlich. Und dann sollte Emily mal eben alles im Alleingang lösen? Sorry aber das habe ich der Figur nicht abkaufen können. Und ein gewiefter Anwalt wie Frank, hätte unter normalen Umständen doch einen Kollegen hinzugezogen. Aber was tut der Mensch nicht alles wenn die Gier den Verstand vernebelt.

Fazit: Ehrlich gesagt bin ich sowohl von dem Schreibstil als auch vom Handlungsverlauf enttäuscht. Die Figuren waren zu flach. Und es waren viel zu wenige Spannungselemente enthalten, die die Handlung von Anfang bis zum Schluss getragen hätte. Und wenn man den Täter bereits viel zu früh ins Visier nehmen kann macht das Lesen dann auch nicht mehr wirklich Spaß.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere