Cover-Bild Alma
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Pfaueninsel
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesromane
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 02.03.2026
  • ISBN: 9783691310061
Federica Manzon

Alma

Ein italienischer Bestseller: Triest, Liebe und Erinnerung im 20. Jahrhundert – für Fans von Francesca Melandri und Elena Ferrante
Verena von Koskull (Übersetzer)

Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Alma in ihre Heimatstadt Triest zurück - eine Stadt an der Grenze zwischen Ost und West. Hier begegnet sie Vili wieder, ihrer Jugendliebe, der ihr nun das väterliche Erbe übergeben soll. Zwischen den Erinnerungen an die Habsburger Kaffeehäuser ihrer Großeltern, an endlose Kindheitssommer und die Straße gen Osten, auf der ihr Vater einst immer wieder verschwand, wird Alma mit Fragen nach Herkunft, Liebe und Identität konfrontiert. Und da ist auch der Schatten des Krieges jenseits der Grenze, der ihre Liebe zu Vili vor vielen Jahren erschüttert hat ...
»Wer etwas wissen möchte über Triest und Italiens östliche Grenze, der muss Alma lesen. Ein perfekter Roman.« REPUBBLICA
»Federica Manzon schafft mit ganz eigenem, magischem Talent ebenso charismatische wie vielschichtige Figuren.« LA STAMPA
»Nur den ganz großen Romanen gelingt es, eine Welt zu erschaffen, in die die Leserinnen eintauchen können. Sie öffnen uns Zeit und Raum.« ELLE
»Federica Manzon malt ein Fresco aus Geschichten, die uns nicht mehr loslassen.« AVVENIRE




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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.02.2026

Keine leichte Kost, aber atmosphärisch dicht

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Mit einer schönen bildhaften Sprache, mit langen Sätzen, vielen oft geheimnisvollen Andeutungen und Metaphern beschreibt die Autorin Federica Manzon in „Alma“, wie sich die politischen Verwerfungen und ...

Mit einer schönen bildhaften Sprache, mit langen Sätzen, vielen oft geheimnisvollen Andeutungen und Metaphern beschreibt die Autorin Federica Manzon in „Alma“, wie sich die politischen Verwerfungen und der Zerfall des ehemaligen Jugoslawien im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts auf die Menschen der Region um Triest auswirken. Die großbürgerlichen Eltern von Almas Mutter repräsentieren noch das alte Österreich-Ungarn mit seinen konservativen Wertvorstellungen, während ihr kroatischer Vater, obwohl in Triest wohnend, für den sozialistischen Machthaber Marschall Tito arbeitet. Sie hat schon als Kind Mühe, sich in diesem Umfeld zu orientieren, zumal ihre Mutter chaotisch und ihr Vater meistens abwesend ist. Die Situation verschärft sich, als die Familie den gleichaltrigen Serben Vili aufnimmt, der wie viele Menschen nach Triest flieht.
Eindrucksvoll beschreibt Manzon die Entwurzelung besonders der beiden jungen Menschen während ihrer Pubertät und der Zeit, in der sie sich als junge Erwachsene behaupten müssen. Neben dem Privatleben Almas, die ein schwieriges Verhältnis mit Vili eingeht, nehmen die brutalen Auseinandersetzungen zwischen Serben, Kroaten und Bosniern einen breiten Raum in diesem Buch ein. Alma versucht als Journalistin, Erklärungen für den Hass zwischen den jugoslawischen Volksgruppen zu finden und das Verhalten ihres Vaters und Vilis zu verstehen.
Ein atmosphärisch dichter Roman mit einem versöhnlichen Ende.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Triest, eine Stadt zwischen den Fronten

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Alma wächst auf in Triest, der Stadt zwischen Habsburger Nostalgie und Jugoslawien. ihr Großvater versucht ihr, die alten Werte zu vermitteln, Kultur, Sprache, Tradition. Ihre Mutter ist aufgewachsen in ...

Alma wächst auf in Triest, der Stadt zwischen Habsburger Nostalgie und Jugoslawien. ihr Großvater versucht ihr, die alten Werte zu vermitteln, Kultur, Sprache, Tradition. Ihre Mutter ist aufgewachsen in dieser Enge und ausgebrochen, um den charismatischen jugoslawischen Streuner ohne Vergangenheit zu heiraten. Alma genießt sowohl die Zeit mit den Großeltern als auch die Reisen mit ihrem Vater nach Jugoslawien auf Titos Insel, mischt sich dort unter die jungen Pioniere mit Käppi und Halstuch.
Eines Tages bringt ihr Vater Vili mit, den Sohn eines Dissidentenpaares, der in ihrer Familie aufwächst.
Angesichts des aktuellen Krieges in Europa kommt die Erinnerung an diesen furchtbaren Balkankrieg der Neunziger wieder hoch. Man liest Orte, die man aus den Nachrichten kennt: Vukovar, Srebrenica. Liest von unvorstellbaren Gräueltaten.
Alma und Vili lieben sich, hassen sich, lieben sich wieder, die Beziehung der beiden zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman.
Ein bewegendes Buch, das die Geschichte Triests beleuchtet. Das Flair wurde hervorragend eingefangen, die habsburgische Seite genauso wie die verfallenen Lagerhäuser aus der Nachkriegszeit, die Freude der Kinder beim Baden im Meer. Ich selbst habe vieles nachgeschlagen, um alles besser verstehen zu können, die bewegende Geschichte dieser Stadt und auch, was es mit „Der Stadt der Irren“ auf sich hat. Leider sind nur fünf Sterne zu vergeben, ich hätte gerne mehr gegeben.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Ein komplexer, kluger und beeindruckender Roman

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Hauptschauplatz des Romans ist das italienische Triest mit dem heute angrenzenden Slowenien in einer Zeitspanne von über 50 Jahren.
Die Erinnerungen werden erzählt von der heute 53 jährigen Alma, die dort ...

Hauptschauplatz des Romans ist das italienische Triest mit dem heute angrenzenden Slowenien in einer Zeitspanne von über 50 Jahren.
Die Erinnerungen werden erzählt von der heute 53 jährigen Alma, die dort aufgewachsen ist. Mit Einfluss von den großbürgerlichen Großeltern, gebildete Germanisten, vornehm und dem lebendigen aber wenig halt gebenden Elternhaus – die italienische Mutter arbeitet in einer Psychiatrischen Anstalt, der unstete slawische Vater, ein „charmanter Herumtreiber“ und oft in dem damaligen Jugoslawien aus politischen Gründen unterwegs.
Alma beschreibt ihre Eindrücke und ihr Leben von Kindheit an. Auch die Beziehung zu ihrem Kindheitsfreund Vili zieht sich über Jahrzehnte hinweg. Vili ist ein Sohn von intellektuellen jugoslawischen Dissidenten unter Tito und wird in ihrer Familie aufgenommen. Alma wird Reporterin, Redakteurin, Kriegsberichterstatterin, Vili setzt sich ins Kriegsgebiet in die serbische Hauptstadt ab und fotografiert.
Alma erbt keine Beständigkeit in ihrem Leben. Nachdem sich die Eltern mit den Großeltern überworfen hatten, (ihr Vater war Kommunist mit Verbindungen zu Marschall Tito), ziehen sie auf den Triester Karst, dem Grenzgebiet zwischen Italien und dem heutigen Slowenien.
Nach dem Tod ihres Vaters vermacht er Alma ein Kästchen mit Erinnerungsstücken. Diese Erinnerungen vervollständigen das Bild, das Alma im Laufe ihres Lebens von ihm hatte und ergänzt ihr eigenes Bild von Herkunft und Verständnis.
Doch wo gehört Alma hin und wo findet Vili seinen inneren Frieden seine Zugehörigkeit. Alma erkennt, dass sie ihrem unsteten Vater sehr ähnlich ist.
Ein ganzes Leben lang dem Spielball politischer und innerer Wirren ausgeliefert, finden Alma und Vii nach Jahrzehnten wieder zusammen. Beide, auf ihre Weise, möchten verstehen, wo sie ihren Platz finden, wo sie Wurzeln schlagen können.„Geografie siegt immer über Geschichte“ sagte sie einst, doch : „sie hatte gemerkt, dass sich ihre widerstreitenden Facetten natürlich ineinanderfügten“

Das Leben an sich ist kompliziert und komplex und Federica Manzon kombiniert in ihrem Roman beeindruckend politische gesellschaftliche Strömungen mit persönlichen Entscheidungen.
Der Roman umspannt die Zeit vom Beginn der jugoslawischen Tito Ära über die Jugoslawienkriege in den 1990ger Jahren und den Zerfall von Jugoslawien 1998/99. Auch die Entlassung von allen Anstaltsinsassen in Triest, bahnbrechend in Italien, wird angeschnitten.
Fotos aus entsprechenden Zeitabschnitten vervollständigen den Roman und geben ihm auch die geschichtliche Authentizität.
Der Roman ist gnadenlos in der Beschreibung von Kriegsszenarien im Jugoslawienkrieg, besticht auch durch beeindruckende Weisheiten und Humor mit klugen Formulierungen.

Ein Buch, das man aufmerksam lesen muss; einiges habe ich, angeregt, recherchiert.
Ein Roman der nachhallt und auch in Erinnerung ruft und deutlich macht anhand der Protagonisten, was es bedeutet aufgrund von Herkunft und Geografie zerrissen zu sein und dennoch den eigenen Weg zu finden. Beeindruckend, klug und schön geschrieben, spannend und sehr aufschlussreich.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Identität, Erinnerung, Verlust und Zugehörigkeit

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„Alma“ ist ein stiller, berührender Roman, der lange nachwirkt. Schon beim Lesen spürt man die Intimität und Menschlichkeit der Geschichte – sie entfaltet sich ruhig, ohne Effekthascherei, und lädt zum ...

„Alma“ ist ein stiller, berührender Roman, der lange nachwirkt. Schon beim Lesen spürt man die Intimität und Menschlichkeit der Geschichte – sie entfaltet sich ruhig, ohne Effekthascherei, und lädt zum Nachdenken ein. Man nimmt sich Zeit, die Seiten zu genießen, statt sie hastig umzublättern.

Besonders beeindruckend ist die Feinfühligkeit, mit der die Autorin Emotionen beschreibt. Die Gedanken und Gefühle der Figuren wirken ehrlich und echt, fast so, als würde jemand seine innersten Gedanken vorsichtig teilen. Man kann sich leicht in die Protagonistin Alma hineinversetzen und wird oft dazu angeregt, über das eigene Verhalten in ähnlichen Situationen nachzudenken.

Die Erzählweise ist ruhig, poetisch und dennoch fesselnd. „Alma“ ist kein lauter Roman, sondern einer, der sich langsam ins Herz schleicht. Geduld zahlt sich aus: Wer sich auf die Geschichte einlässt, wird mit einer intensiven, nachdenklichen Lektüre belohnt.

Die Handlung ist komplex und vielschichtig: Zeitsprünge und wechselnde Familienkonstellationen machen den Einstieg anspruchsvoll, doch sobald sich die Ebenen ordnen, entfaltet die Geschichte ihre volle Kraft. Alma kehrt nach dem Tod ihres Vaters in ihre Heimatstadt Triest zurück – eine Stadt, die mehr als nur Kulisse ist und als Spiegel ihrer inneren Zerrissenheit dient. Dort begegnet sie alten Erinnerungen, ihrer Jugendliebe Vili und ungelösten Fragen aus der Vergangenheit. Die Figuren wirken authentisch, ihre inneren Konflikte nachvollziehbar.

Die Autorin verbindet persönliche Geschichten mit historischen und politischen Kontexten, insbesondere Krieg und dessen Folgen. Dies wird eindringlich und manchmal verstörend geschildert, wodurch das Buch sehr realistisch wirkt. Fotografische Illustrationen bereichern das Leseerlebnis zusätzlich und lassen die Erinnerungsräume lebendig werden.

„Alma“ ist ein Roman über Identität, Erinnerung, Verlust und Zugehörigkeit – leise, aber tiefgreifend. Er fordert Aufmerksamkeit und Zeit, belohnt jedoch mit einer emotionalen Tiefe, die lange im Kopf bleibt. Für alle, die stille, anspruchsvolle Geschichten mit atmosphärischer Dichte und empathischen Figuren schätzen, ist dieses Buch eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

regt zum nachdenken an

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Von moidlvomberch

Das Buch hat mich nicht nur vom Cover her überzeugt, das ich im übrigen absolut gelungen finde, gerade auch zum Inhalt des Buches finde ich es perfekt gewählt, sondern auch inhaltlich. ...

Von moidlvomberch

Das Buch hat mich nicht nur vom Cover her überzeugt, das ich im übrigen absolut gelungen finde, gerade auch zum Inhalt des Buches finde ich es perfekt gewählt, sondern auch inhaltlich. ein Buch welches mir unwahrscheinlich gut gefallen hat.
Den Schreibstil finde ich sehr gut und flüssig zu lesen, ich mag in weil er mir irgendwie eine solche Ruhe brachte, schon nach wenigen Seiten war ich so von der Geschichte gefesselt, ich mag es wenn sich Geschichten langsam aber stetig aufbauen, die dich nicht anschreien sondern ruhig aber klar ihre Geschichte erzählen, das hier ist so ein Buch das mich dennoch tief berührt hat. und so schnell auch nicht mehr loslässt.
mir hat es unwahrscheinlich gut gefallen und ich hatte tatsächlich einige sehr schöne und entspannte aber interessante und tiefe lesestunden.
das Buch bleibt mir auch noch nach dem lesen im Kopf
ganz klare Leseempfehlung

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