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Bisco

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Veröffentlicht am 05.11.2020

Eine tolle Mischung aus Krimi, Fantasy und Historischem

JACKABY
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Ein Detektiv, eine junge Frau, ein Geist, eine Ente und ein Frosch treffen sich in einem Haus. Nein das wird kein Witz mit einer dämlichen Pointe. Dies ist die Geschichte von genau diesen „Personen“ und ...

Ein Detektiv, eine junge Frau, ein Geist, eine Ente und ein Frosch treffen sich in einem Haus. Nein das wird kein Witz mit einer dämlichen Pointe. Dies ist die Geschichte von genau diesen „Personen“ und ein paar anderen besonderen Wesen.

Wir finden uns im Jahr 1892, in einer kleinen amerikanischen Stadt wieder. Die junge Abigail Rook hat die Universität geschmissen und möchte frei und unabhängig sein. Um diesem Umstand nachkommen zu können, muss aber natürlich Geld her. Kaum ist Abigail in der Stadt angekommen versucht sie ihr Glück in den Unterschiedlichsten Läden. Nach dem alle Versuche scheiterten kommt sie an einer Anzeige, mit dem Gesuch nach einer persönlichen Assistentin, in Jackabys Büro hinein.

Hier soll für sie ein Abenteuer beginnen wie sie es sich seit ihrer Kindheit wünscht. Denn anders als andere Mädchen, war es nie ihr Traum als Ehefrau und Mutter zu enden, sondern will ihren Horizont erweitern und ihre unglaublich gute Auffassungsgabe nutzen, um die Welt damit zu erkunden. Wie gut das sie damit genau dort gelandet ist wo sie nun ist.

R.F. Jackaby, nur Jackaby die meiste Zeit, ist ein ungewöhnlich scharsinniger Detektiv, welche die etwas ungewöhnlicheren Fälle bearbeitet. Man könnte sagen, der Witz von Sherlock Holmes aus den Filmen mit Benedict Cumberbatch, gepaart mit Buffy und dazu etwas Dr. Who, und schon hat man das Bild von ihm vor Augen. So scharfsinnig er ist, so ist sein Verstand manchmal etwas zu fixiert und Abigail wird in der Geschichte für den Weitblick sorgen. Seine lockere Art mit den Polizisten umzugehen, selbst gefährliche Situation locker zu nehmen und die Ruhe zu bewahren und das mit viel Humor macht ihn mysteriös und interessant und unheimlich sympathisch.

Sehr schöne Nebencharaktere sind hierbei die anderen Bewohner des Hauses, auf die ich hier nicht eingehen werde aber die mich auch sehr zum lachen brachten.

Die Geschichte ist flüssig zu lesen, man erfährt ein bisschen über die Zeit, aber ist wenig historisch, eher Situationsabhängig geschrieben. Ein bisschen Blut gehört genauso dazu wie sehr viel Mysteriöses. Viele Fragen bleiben offen, was ich aber gut finde, da es mehr Hintergrundfragen sind, welche sicherlich in den weiteren Teilen behandelt werden.

Ich kann daher jedem dieses Buch nur empfehlen und gebe den Tipp: Start nicht den Frosch an !!!

Veröffentlicht am 05.11.2020

Alles nicht das was es zu sein scheint

JACKABY - Die verschwundenen Knochen
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biscoteria
01 Mai, um 21:05 Uhr
Es gibt Detektive, die haben so ihre Eigenart. R.F. Jackaby ist nochmal ganz besonders. Denn er ist Detektiv für besondere Fälle. Die Krimi-Fantasyreihe von William Ritter ...

biscoteria
01 Mai, um 21:05 Uhr
Es gibt Detektive, die haben so ihre Eigenart. R.F. Jackaby ist nochmal ganz besonders. Denn er ist Detektiv für besondere Fälle. Die Krimi-Fantasyreihe von William Ritter zeigt sich in seinem Humor, den großartigen Charakteren und der schnell gelesenen Bücher, die es einem nicht zu schwer machen, diese zu lesen und dennoch bis zum Ende eine gewisse Spannung aufrechterhalten.

Im zweiten Roman der Reihe, steht das Zwischenmenschliche schon fast mehr im Vordergrund als der neue Fall. Denn zum Anfang merken wir einen sehr aufgebrachten Hausgeist Jenny, welche ihr Zimmer fast in Schutt und Asche zerlegt.

Da kommt der neuste Fall rein, Katzen mit Fischflossen. Nur das die keine mutierte Katze ist, sondern ein fleischfressender Gestaltenwandler. Süße Kätzchen, die Katzen fressen mussten, um Katzen zu sein.

Kaum sind die „Katzen“ untergebracht kommt ein Auftrag auf dem Land rein. Dort wo der Polizist Charlie seinen neuen Dienstort hat. Der ist nicht ganz unerfreut Abigail, die Assistentin von Jackaby, wieder zu sehen.

Wir lernen als neue Hauptperson Hank Hudson kennen, der beste Freund von Jackaby, und welcher weiß für was die Initialen stehen.

Vor Ort gab es einen plötzlichen Tod einer alten Dame und es wird ein riesiges Dinosaurierskelett gefunden. Zwei anerkannte Wissenschaftler streiten sich um die Knochen und Abigail kann ihre Erfahrung als Tochter eines Paläontologen zur Verfügung stellen.

Der zweite Teil ist leider sehr viel schwächer als der Erste. Schön fand ich, dass die Charaktere etwas mehr im Vordergrund stehen, aber die Geschichte um das Skelett, welches doch kein Dino ist, ist recht unspektakulär und uninteressant. Auch die Kulissen, in denen die Geschichte spielt, sind recht wenig und die „Gastcharaktere“ bleiben blass und stören stellenweise durch ihr Verhalten.

Ein zweiter Teil, den man lesen kann, aber fast schon überspringen kann und zum dritten übergeht.

Veröffentlicht am 05.11.2020

Der Sommer deines Lebens

Insel der blauen Delfine
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Es gibt Jugendbücher, die wollen einfach nur eine Geschichte erzählen und es gibt Bücher, die gehen einfach tiefer, dazu gehört dieses Buch.

Es ist Sommer in Amerika. Die 15-jährige Smilla wird als Austauschschülerin ...

Es gibt Jugendbücher, die wollen einfach nur eine Geschichte erzählen und es gibt Bücher, die gehen einfach tiefer, dazu gehört dieses Buch.

Es ist Sommer in Amerika. Die 15-jährige Smilla wird als Austauschschülerin ein Jahr in Amerika verbringen. Da sie ihre Englischkenntnisse wiederauffrischen will und sich dem Tempo der Sprache wieder anpassen will, fliegt sie Wochen vor dem Start rüber. Dort wird sie bei einer ihr bekannten Gastfamilie leben. Diese hat sie vor fünf Jahren zuletzt gesehen. So ist sie auch gespannt wie es ihrer Kinderliebe Alec geht. Immerhin ist es lange her das sie ihren Gastbruder gesehen hat. Aber es soll anders kommen als sie denkt. Dieser sieht in ihr ein kleines nerviges Kind und ist alles andere als begeistert von ihrer Anwesenheit.

So kommt auch von ihm nicht die Einladung zu einer Party am Strand, sondern von seinem Kumpel Josh. Dort begegnen sie den dortigen Bewohnern, welche noch Wurzeln der Ureinwohner Amerikas in sich tragen. Smilia erfährt das es im Sommer einen Vorfall gegeben haben soll, aber nicht welchen. Zu den stärksten Hasser der „Weißen“ gehört Conrad. Die beiden lernen sich kennen und Smilia verliebt sich sogar in diesen.

Über diese Liebesgeschichte hinaus erfährt man Stück für Stück was vorgefallen ist und wie schnell Alkohol und Drogen von einer tollen Party in den Höllentrip führen können. Es ist ein Buch was aufzeigt was die Nebenwirkungen sind, wie Menschen sich verändern und das, ohne den Zeigefinger zu heben, sondern es ist ehrlich und wahrhaftig.

Ergänzt wird die Geschichte durch die schönen Detailreichen Erläuterungen der Natur. Man riecht förmich das Salz der Luft und spürt den Sand, sieht vor den geistigen Augen die Umgebung.

Ein tolles Jugendbuch mit einer tiefe wie wenige diese haben. Für mich ein absolutes Muss für jeden Teenager.

Veröffentlicht am 01.11.2020

Hot Mama ist mal eher die Bad Zicke

Hot Mama
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Bigtime 1 war für mich ein etwas erwachseneres Buch von Jennifer Estep, von der ich bis jetzt eher die sehr erfolgreichen Jugendbücher gelesen habe.

So war für mich nach dem ersten Teil ganz klar, dass ...

Bigtime 1 war für mich ein etwas erwachseneres Buch von Jennifer Estep, von der ich bis jetzt eher die sehr erfolgreichen Jugendbücher gelesen habe.

So war für mich nach dem ersten Teil ganz klar, dass ich auch den zweiten Lesen würde. Leider kann ich vorwegsagen, dass mir dieser nicht so gut gefallen hat wie der erste.

Zum Inhalt:

Wir schließen an das erste Buch an, wo Carmen und Sam nun vor ihrer Hochzeit stehen und mit anschließend großer Flitterwochentour durch Europa. Carmen ist als Karma Girl ein Teil der Superheldengruppe Fearless Five geworden und Fiona mag Carmen mittlerweile sogar ein bisschen.

Durch Carmen ist auch deren Freundin Lulu hinzugekommen. Die junge Frau ist die IT-Spezialistin und hilft aus dem Background mit, da sie selbst im Rollstuhl sitzt. Mit Fiona nimmt sie sich den Spaß, ihre Witze zum Thema Feuer unter die Nase zu reiben. Daher mag Fiona sie natürlich überhaupt nicht leiden.

Wir lernen Fiona etwas mehr kennen. Ihren Job als Designerin, ihre außergewöhnlichen Essensgewohnheiten und ihren Alltag aus Chefin und Superheldin.

So lernt sie auf der Hochzeitsfeier von Carmen und Sam den natürlich übernatürlich gutaussehenden und super sexy gebauten Johnny Bulluci kennen. Den Bruder ihrer größten Modekontrahentin in New York.

So sehr Fiona ihrem toten Verlobten nachweint, so ganz kann sie die Augen und die Gedanken nicht von Johnny fernhalten.

Neben ihrem nun sehr aufwallenden neuen Liebesleben, ist auch der Nebenjob als Superheldin am Florieren. Zwei böse Mädels sind in der Stadt und verursachen Unfälle, Diebstähle und verletzten Menschen.

Zur Hauptdarstellerin Fiona:

Die ganze Geschichte findet nach wie vor aus der Ich-Perspektive statt, so dass wir Fionas Gefühlsleben hautnah erleben. Den Zwiespalt zwischen Johnny und ihrem Ex-Verlobten. Der Stress mit Lulu und so vielen Dingen die sie unheimlich nerven.

Und da sind wir schon an dem Punkt, der einfach mal gar nicht ging. Schon zum Anfang des Buches regt sie sich darüber auf, das Carmen und Sam überall in der Zentrale Sex haben. In gefühlt jedem Zimmer und jeder Ecke. Aber genau wird sie im laufe des Buches das gleiche mit Johnny machen. Andere verübeln was man selber macht. Ne ne ne. Unsympathisch Teil 1.

2. Moralapostel Fiona kann eine Reporterin nicht leiden, welche in ihren Augen immer super schlampig wirkt. Billige Kleider die nichts verbergen, Dekolletés die alles sprengen und generell das fast schon Flachlegen mit Blicken. Sie verachtet die Alte, aber selbst ist sie kaum besser. Schon nach dem zweiten Date landet sie mit Johnny im Bett und in anderen Ecken. Zeige nicht auf andere, wenn du nicht besser bist.

So war mir Fiona als Charakter einfach nicht interessant genug und alles in allem einfach viel zu unsympathisch. Dieses sich über andere stellen aber nicht besser sein, kann ich gar nicht leiden. Zudem die Autorin immer wieder betonen muss, wie schnell ihr Stoffwechsel ist und sie deswegen ständig essen muss. Es war schon fast wie „Das große Fressen“ und einfach nur noch widerlich. Zwei oder drei Mal hätte gereicht, aber so isst sie gefühlt in jedem Kapitel Unmengen was ein normaler Mensch nicht essen kann. Der Grund ist ja verständlich, aber man muss es doch nicht ständig wiederholen.

Fazit:

Für mich ist das der schwächere Teil und das um Welten. Den ersten fand ich super und das liegt neben der sympathischen Carmen einfach daran, dass die Geschichte mehr Pepp, Humor und Tiefgang hatte. Man hat mitgefiebert wer hinter den Superhelden steckt, hat ihr gewünscht, dass sie ihr Ziel erreicht. Der Druck der Konsequenzen war höher. Hier ist es für mich eine Liebesgeschichte die aus Sex entsteht und einfach in sich so willkürlich und oberflächlich erscheint. Dazu Fiona, welche nicht gerade mit Charme beflügelt.

Das dritte Buch steht noch im Regal und wird daher gelesen, hätte ich das Buch extern erhalten, würde ich es mir nochmals überlegen, auch wenn im dritten Teil ein andere Charakter im Vordergrund steht.

Veröffentlicht am 01.11.2020

Es stiehlt dir den Schlaf, so gut ist es

Heartless, Band 1: Der Kuss der Diebin
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In einer Welt wo die Hexen und die Menschen sich bekämpfen, gibt es eine weiter Gruppe, die Herzlosen, welche am meisten vom Krieg leiden müssen. Zwischen Tod und Lebendig gefangen, sind sie von den Hexen ...

In einer Welt wo die Hexen und die Menschen sich bekämpfen, gibt es eine weiter Gruppe, die Herzlosen, welche am meisten vom Krieg leiden müssen. Zwischen Tod und Lebendig gefangen, sind sie von den Hexen versklavt und den Menschen gejagt. So auch Zera. Ihr Herz ist in einem Glas bei einer Hexe und somit in deren Gewalt. Durch das herzlose Wesen, welches sie nun ist, auch wenn optisch durch und durch menschlich, fühlt sie in sich eine unheimlich starke Glut. Diese „Glut“ wie sie diese nennt, ist die negative und hungrige Macht welchen Tod und Unheil verbreiten möchte. Durch die Speisen rohen Fleisches und Organen, ist diese bis zu einem gewissen Punkt unterdrückbar.

Drei Jahre lang existiert sie nun als Herzlose. Bis ihr ein Deal bereitet wird, sie soll das Herz des Prinzen stehlen und bekommt ihr Herz zurück. Leichter gesagt als getan, vor allem wenn man diesen dann zu mögen beginnt.

Anders als in vielen Fantasy Romanen, ist hier die Mischung einfach perfekt gelungen. Die Charaktere sind einfach alles super stimmig und bringen für sich die richtigen Charakterzüge mit. So mag man die guten und hasst einfach die schlechten. Man spürt die Entwicklung der Charakter und sieht die kleinen Züge und Einzelheiten ihres individuellen Seins die sich ändern.

Zera ist tapfer und stark und zugleich auf ihre Art Schwach. Die Macht, welche die Glut über sie hat und es schafft diese unter Kontrolle zu bekommen ist einfach super beschrieben.

Der Prinz, welcher zuerst eitel und distanziert wirkt, und sich dann immer mehr öffnet.

Sein treuer Begleiter und Beschützer, mit dem schicken schwarzen Humor. Genial.

Ich werde an dieser Stelle nicht alle Charaktere ansprechen, da ich gar nicht so weit vorgreifen will.

Aber die Geschichte und die Charaktere entwickeln sich im genau richtigen Tempo. Nicht zu schnell und nicht zu langsam. Das Zusammenspiel passt und das der Zeitraum nur eine Woche ist und nicht monatelang ist sehr gut gewählt.

Ich habe dieses Buch sehr genossen und es war für mich eins der besten Fantasybücher dieses Jahres.