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Bisco

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.12.2019

Die tote Ente aber eine lebendige Freundschaft

About a Boy
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Wenn zwei Menschen, welche ihrem Alter nicht entsprechen aufeinander treffen, und sich helfen in ihrem Leben anzukommen

Eine Geschichte von zwei Menschen so unterschiedlich und dennoch so ergänzend.

Marcus ...

Wenn zwei Menschen, welche ihrem Alter nicht entsprechen aufeinander treffen, und sich helfen in ihrem Leben anzukommen

Eine Geschichte von zwei Menschen so unterschiedlich und dennoch so ergänzend.

Marcus ist der junge Protagonist dieser Geschichte. Er ist 12 Jahre alt und ist kürzlich mit seiner Mutter nach London gezogen. Diese ist psychisch angeschlagen und daher keine wirklich gute Mutter für Marcus. Der Junge fällt in der Schule durch seine Kleidung und seiner untypischen Musikleidenschaft bei Mitschülern negativ auf und wird daher regelmäßig Opfer deren Mobbingattacken. Die Trennung seiner Eltern macht ihm merklich zu schaffen.

Will ist vom Alter, aber nicht von der geistigen Reifer her, der ältere der beiden Charaktere. Er lebt mit seinen 36 Jahren in den Tag hinein und lebt von dem Geld was er aus dem Musikerfolg seines Vaters jeden Monat erhält. Keine Verpflichtung und keine Sorgen, aber auch keine Frau gibt es in seinen Leben.

Die Charaktere treffen aufeinander als Will sich und seinen „imaginären“ Sohn bei einer Singlegruppe für Alleinziehende Eltern anmeldet. Bei einem Treffen im Park, wo sich der deutsche Untertitel „Tag der toten Ente“ erklärt, treffen Will und Marcus aufeinander.

Es folgen gemeinsame Tage und viele Gespräche. Will der keine Kinder will und selbst noch eines ist und der viel zu ernste Marcus der die Depressionen seiner Mutter ertragen will und selbst nicht sicher im Leben steht.

Ich fand das Buch angenehm zu lesen und man mochte die beiden Charaktere trotz ihrer Eigenarten. So sehr man auch der Mutter die Schuld nicht geben will, so entwickelt man dennoch ein Unverständnis wie sie Marcus so hängen lassen kann und freut sich für ihn mit Will eine Konstante im Alltag zu finden.

Veröffentlicht am 02.12.2019

Außergewöhnlich und sehr spannend

Dunkler Wahn
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Du weißt nicht wer sie ist. NIcht wie sie heißt. Woher sie dich kennt. Aber sie kennt dich und sie will dich, ob du willst oder nicht.

Thriller wo eine psychische Störung vorliegt, sind ja genau meins. ...

Du weißt nicht wer sie ist. NIcht wie sie heißt. Woher sie dich kennt. Aber sie kennt dich und sie will dich, ob du willst oder nicht.

Thriller wo eine psychische Störung vorliegt, sind ja genau meins. So war für mich „Dunkler Wahn“ ein Buch ganz nach meinem Geschmack.

Wir lernen den Psychiater Jan Forstner kennen. In seinem Beruf angesehen und sehr beliebt hat er den Bau einer weiteren Klinik erreicht. Auch privat läuft es gut mit einer Frau, welche ihm viel bedeutet. Umso erstaunter war er, dass er auf einmal rote Rosen in die Klinik geschickt bekommt und diese nicht von ihr stammen.

Dann meldet sich noch ein bekannter Journalist bei ihm, welcher mit ihm über eine psychisch kranke Frau in Blond mit ihm reden will. Dieser wird aber nur kurze Zeit später tot aufgefunden, bevor es überhaupt so weit kommt.

In einer kleinen Kirche erfährt derweilen ein Pfarrer die Beichte einer jungen Frau, welche einen Mord begeht. Sein Schweigegelöbnis bringt ihn schier um den Verstand.

Wie dies alles zusammenhängt, wird erst nach und nach an Licht kommen.

Spannend war die Geschichte alle mal und welche Erkrankung dahinter steckt ebenfalls. Nur nach der Auflösung zog sich das Buch ein bisschen. Ansonsten hat man, sobald der Einstige da war, es gerade zu verschlungen. Zu sehr ist die Neugier da, was es mit allen Personen auf sich hat und wer die Frau in Blond ist.

Einer der besten Thriller für mich in diesem Jahr.

Veröffentlicht am 02.12.2019

Der Sommer deines Lebens

Indigosommer
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Es gibt Jugendbücher, die wollen einfach nur eine Geschichte erzählen und es gibt Bücher, die gehen einfach tiefer, dazu gehört dieses Buch.

Es ist Sommer in Amerika. Die 15-jährige Smilla wird als Austauschschülerin ...

Es gibt Jugendbücher, die wollen einfach nur eine Geschichte erzählen und es gibt Bücher, die gehen einfach tiefer, dazu gehört dieses Buch.

Es ist Sommer in Amerika. Die 15-jährige Smilla wird als Austauschschülerin ein Jahr in Amerika verbringen. Da sie ihre Englischkenntnisse wiederauffrischen will und sich dem Tempo der Sprache wieder anpassen will, fliegt sie Wochen vor dem Start rüber. Dort wird sie bei einer ihr bekannten Gastfamilie leben. Diese hat sie vor fünf Jahren zuletzt gesehen. So ist sie auch gespannt wie es ihrer Kinderliebe Alec geht. Immerhin ist es lange her das sie ihren Gastbruder gesehen hat. Aber es soll anders kommen als sie denkt. Dieser sieht in ihr ein kleines nerviges Kind und ist alles andere als begeistert von ihrer Anwesenheit.

So kommt auch von ihm nicht die Einladung zu einer Party am Strand, sondern von seinem Kumpel Josh. Dort begegnen sie den dortigen Bewohnern, welche noch Wurzeln der Ureinwohner Amerikas in sich tragen. Smilia erfährt das es im Sommer einen Vorfall gegeben haben soll, aber nicht welchen. Zu den stärksten Hasser der „Weißen“ gehört Conrad. Die beiden lernen sich kennen und Smilia verliebt sich sogar in diesen.

Über diese Liebesgeschichte hinaus erfährt man Stück für Stück was vorgefallen ist und wie schnell Alkohol und Drogen von einer tollen Party in den Höllentrip führen können. Es ist ein Buch was aufzeigt was die Nebenwirkungen sind, wie Menschen sich verändern und das, ohne den Zeigefinger zu heben, sondern es ist ehrlich und wahrhaftig.

Ergänzt wird die Geschichte durch die schönen Detailreichen Erläuterungen der Natur. Man riecht förmich das Salz der Luft und spürt den Sand, sieht vor den geistigen Augen die Umgebung.

Ein tolles Jugendbuch mit einer tiefe wie wenige diese haben. Für mich ein absolutes Muss für jeden Teenager.

Veröffentlicht am 02.12.2019

Extrem grausam und blutig

Angst
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Fünf, vier, drei, zwei, eins. Lauf weit und schnell. Denn sie kommen und sie wollen Spaß. Den Spaß dich zu quälen und zu töten

Ein kleiner Ort in Amerika. Wälder, knapp tausend Einwohner. Safe Haven. ...

Fünf, vier, drei, zwei, eins. Lauf weit und schnell. Denn sie kommen und sie wollen Spaß. Den Spaß dich zu quälen und zu töten

Ein kleiner Ort in Amerika. Wälder, knapp tausend Einwohner. Safe Haven. Sicher und traumhaft für jeden Wald und Wiesenfan.

Dann die große Überraschung. Die ganze Stadt hat in der Lotterie gewonnen. Sie alle treffen sich in der Sporthalle der Schule. Naja, fast alle.

Männer in Schwarz, gefährlich und grausam. Sie bringen einiges mit, aber sicherlich nicht den erwarteten Lottogewinn. Fünf der schlimmsten Mörder und Psychopathen sind mit einem Hubschrauber abgestürzt. Die meisten von ihnen als tot erklärt. Aber sie leben und sie haben eine Mission.

„Angst“ ist genau der richtige Titel für das Buch. Was zum Anfang noch recht harmlos wirkt, entwickelt sich für die Charaktere zum Alptraum ihres Lebens. Der Leser muss gefasst sein auf viel Blut, Schmerz und Lust am Verstümmeln. Die Mörder, einer schlimmer und gestörter als der andere. Man leidet mit den Charakteren. Stellenweise musste ich Seiten überspringen, denn die Misshandlung war so detailreich geschrieben, dass man den Schmerz beinahe selbst spüren konnte.

Ich habe die Rezension bewusst sehr kurzgehalten, da ich weder in die Charaktere vorgreifen will (würde verraten wer den ersten Angriff überlebt und wer nicht) noch will ich zu sehr ausschweifen da es zu viel spoilern würde.

Horror: 4/5

Blut: 5/5

Charaktere: 4/5

Story: 4/5

Nicht für Kinder und Jugendliche geeignet.

Veröffentlicht am 02.12.2019

Magie die unter die Haut geht

Fillory - Die Zauberer
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Die ist das Gegenteil von der Massenware für Groß und Klein. Dieses Buch ist nur für die Großen und für diese ist es eins der besten Bücher der letzten Jahre

Für mich war Fillory eins der besten Bücher ...

Die ist das Gegenteil von der Massenware für Groß und Klein. Dieses Buch ist nur für die Großen und für diese ist es eins der besten Bücher der letzten Jahre

Für mich war Fillory eins der besten Bücher der letzten Jahre und ein toller Glückstreffer. Die Generation Harry Potter und Kuschelzaubern ist hier vollkommen fehl am Platz. Hier ist Magie wild, gefährlich, erwachsen. Die Protagonisten keine Kinder mehr, sondern Teenager bzw. junge Erwachsene. So ist ihr Lebensstil mit nun einmal neben der Magie und dem College verbunden mit Sex, Alkohol, Drogen, Freundschaften und Liebesangelegenheiten. Wer also lieber ein kinderfreundliches Buch sucht, sollte hier schon aufhören zu lesen und wieder in die Kinderabteilung zu Harry gehen.

Das Buch beginnt in unsere heutige Zeit und dort mit Quentin Coldwater. Er und seine Jugendfreundin Julia wissen nicht so recht wo sie nach der Highschool hinwollen. Quentin ist ein Tageträumer und träumt sich am meinsten in die Bücherwelt von Fillory. Er zaubert mit seinen Händen kleine Zaubertricks, welche alle – ihn miteingeschlossen – für Taschentricks halten. Eines Tages erhält er die Möglichkeit eines etwas anderen Vorstellungsgesprächs. Es verschlägt ihn also nach kurzem Einstieg nach Fillory.

Dort erfahren wir einiges über Magie und das die Fillory Bücher auf einer Wahrheit basieren. Wir bekommen es mit bösen Wesen zu tun, Zaubern die nicht so ganz funktionieren und einem leicht komplizierten Zusammenspiel aus Freundschaften und Sexbekanntschaften.

Toll fand ich in der Story das der Ton halt recht rau ist. Die Welt zwar Magie beherrscht aber diese nicht so Friede, Freude, Eierkuchen wie in anderen Büchern ist. So gibt es hier kein dummes gefuchtle mit einem Stab, wo der größere ähhh bessere gewinnt. Nein den Charakteren wird abverlangt die Magie mit Finger- und Handbewegung zu steuern. Liest sich besser und in den verfilmten Serien auch viel schöner anzusehen.

Die Charaktere sind vielseitig und man mag sie. Die Bösen natürlich weniger aber auch die sind einfach nur sehr gut in Szene gesetzt.

Alles in allem ist es einfach ein Buch für Erwachsene. Tode, Gewalt und Exzesse sind ein kleiner Teil des Buchs und nicht so schlimm wie es überall überdramatisiert wird.

Für Freunde von Fantasy mit Erwachsenen Charakteren und wirklichem Leben ein Muss.