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Bisco

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.12.2019

Der Sommer deines Lebens

Indigosommer
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Es gibt Jugendbücher, die wollen einfach nur eine Geschichte erzählen und es gibt Bücher, die gehen einfach tiefer, dazu gehört dieses Buch.

Es ist Sommer in Amerika. Die 15-jährige Smilla wird als Austauschschülerin ...

Es gibt Jugendbücher, die wollen einfach nur eine Geschichte erzählen und es gibt Bücher, die gehen einfach tiefer, dazu gehört dieses Buch.

Es ist Sommer in Amerika. Die 15-jährige Smilla wird als Austauschschülerin ein Jahr in Amerika verbringen. Da sie ihre Englischkenntnisse wiederauffrischen will und sich dem Tempo der Sprache wieder anpassen will, fliegt sie Wochen vor dem Start rüber. Dort wird sie bei einer ihr bekannten Gastfamilie leben. Diese hat sie vor fünf Jahren zuletzt gesehen. So ist sie auch gespannt wie es ihrer Kinderliebe Alec geht. Immerhin ist es lange her das sie ihren Gastbruder gesehen hat. Aber es soll anders kommen als sie denkt. Dieser sieht in ihr ein kleines nerviges Kind und ist alles andere als begeistert von ihrer Anwesenheit.

So kommt auch von ihm nicht die Einladung zu einer Party am Strand, sondern von seinem Kumpel Josh. Dort begegnen sie den dortigen Bewohnern, welche noch Wurzeln der Ureinwohner Amerikas in sich tragen. Smilia erfährt das es im Sommer einen Vorfall gegeben haben soll, aber nicht welchen. Zu den stärksten Hasser der „Weißen“ gehört Conrad. Die beiden lernen sich kennen und Smilia verliebt sich sogar in diesen.

Über diese Liebesgeschichte hinaus erfährt man Stück für Stück was vorgefallen ist und wie schnell Alkohol und Drogen von einer tollen Party in den Höllentrip führen können. Es ist ein Buch was aufzeigt was die Nebenwirkungen sind, wie Menschen sich verändern und das, ohne den Zeigefinger zu heben, sondern es ist ehrlich und wahrhaftig.

Ergänzt wird die Geschichte durch die schönen Detailreichen Erläuterungen der Natur. Man riecht förmich das Salz der Luft und spürt den Sand, sieht vor den geistigen Augen die Umgebung.

Ein tolles Jugendbuch mit einer tiefe wie wenige diese haben. Für mich ein absolutes Muss für jeden Teenager.

Veröffentlicht am 02.12.2019

Extrem grausam und blutig

Angst
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Fünf, vier, drei, zwei, eins. Lauf weit und schnell. Denn sie kommen und sie wollen Spaß. Den Spaß dich zu quälen und zu töten

Ein kleiner Ort in Amerika. Wälder, knapp tausend Einwohner. Safe Haven. ...

Fünf, vier, drei, zwei, eins. Lauf weit und schnell. Denn sie kommen und sie wollen Spaß. Den Spaß dich zu quälen und zu töten

Ein kleiner Ort in Amerika. Wälder, knapp tausend Einwohner. Safe Haven. Sicher und traumhaft für jeden Wald und Wiesenfan.

Dann die große Überraschung. Die ganze Stadt hat in der Lotterie gewonnen. Sie alle treffen sich in der Sporthalle der Schule. Naja, fast alle.

Männer in Schwarz, gefährlich und grausam. Sie bringen einiges mit, aber sicherlich nicht den erwarteten Lottogewinn. Fünf der schlimmsten Mörder und Psychopathen sind mit einem Hubschrauber abgestürzt. Die meisten von ihnen als tot erklärt. Aber sie leben und sie haben eine Mission.

„Angst“ ist genau der richtige Titel für das Buch. Was zum Anfang noch recht harmlos wirkt, entwickelt sich für die Charaktere zum Alptraum ihres Lebens. Der Leser muss gefasst sein auf viel Blut, Schmerz und Lust am Verstümmeln. Die Mörder, einer schlimmer und gestörter als der andere. Man leidet mit den Charakteren. Stellenweise musste ich Seiten überspringen, denn die Misshandlung war so detailreich geschrieben, dass man den Schmerz beinahe selbst spüren konnte.

Ich habe die Rezension bewusst sehr kurzgehalten, da ich weder in die Charaktere vorgreifen will (würde verraten wer den ersten Angriff überlebt und wer nicht) noch will ich zu sehr ausschweifen da es zu viel spoilern würde.

Horror: 4/5

Blut: 5/5

Charaktere: 4/5

Story: 4/5

Nicht für Kinder und Jugendliche geeignet.

Veröffentlicht am 02.12.2019

Magie die unter die Haut geht

Fillory - Die Zauberer
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Die ist das Gegenteil von der Massenware für Groß und Klein. Dieses Buch ist nur für die Großen und für diese ist es eins der besten Bücher der letzten Jahre

Für mich war Fillory eins der besten Bücher ...

Die ist das Gegenteil von der Massenware für Groß und Klein. Dieses Buch ist nur für die Großen und für diese ist es eins der besten Bücher der letzten Jahre

Für mich war Fillory eins der besten Bücher der letzten Jahre und ein toller Glückstreffer. Die Generation Harry Potter und Kuschelzaubern ist hier vollkommen fehl am Platz. Hier ist Magie wild, gefährlich, erwachsen. Die Protagonisten keine Kinder mehr, sondern Teenager bzw. junge Erwachsene. So ist ihr Lebensstil mit nun einmal neben der Magie und dem College verbunden mit Sex, Alkohol, Drogen, Freundschaften und Liebesangelegenheiten. Wer also lieber ein kinderfreundliches Buch sucht, sollte hier schon aufhören zu lesen und wieder in die Kinderabteilung zu Harry gehen.

Das Buch beginnt in unsere heutige Zeit und dort mit Quentin Coldwater. Er und seine Jugendfreundin Julia wissen nicht so recht wo sie nach der Highschool hinwollen. Quentin ist ein Tageträumer und träumt sich am meinsten in die Bücherwelt von Fillory. Er zaubert mit seinen Händen kleine Zaubertricks, welche alle – ihn miteingeschlossen – für Taschentricks halten. Eines Tages erhält er die Möglichkeit eines etwas anderen Vorstellungsgesprächs. Es verschlägt ihn also nach kurzem Einstieg nach Fillory.

Dort erfahren wir einiges über Magie und das die Fillory Bücher auf einer Wahrheit basieren. Wir bekommen es mit bösen Wesen zu tun, Zaubern die nicht so ganz funktionieren und einem leicht komplizierten Zusammenspiel aus Freundschaften und Sexbekanntschaften.

Toll fand ich in der Story das der Ton halt recht rau ist. Die Welt zwar Magie beherrscht aber diese nicht so Friede, Freude, Eierkuchen wie in anderen Büchern ist. So gibt es hier kein dummes gefuchtle mit einem Stab, wo der größere ähhh bessere gewinnt. Nein den Charakteren wird abverlangt die Magie mit Finger- und Handbewegung zu steuern. Liest sich besser und in den verfilmten Serien auch viel schöner anzusehen.

Die Charaktere sind vielseitig und man mag sie. Die Bösen natürlich weniger aber auch die sind einfach nur sehr gut in Szene gesetzt.

Alles in allem ist es einfach ein Buch für Erwachsene. Tode, Gewalt und Exzesse sind ein kleiner Teil des Buchs und nicht so schlimm wie es überall überdramatisiert wird.

Für Freunde von Fantasy mit Erwachsenen Charakteren und wirklichem Leben ein Muss.

Veröffentlicht am 02.12.2019

Einfühlsam und traurig und ein absolutes Muss. Wenig Worte, viel Gefühl, tolles Buch.

Sehen wir uns morgen?
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Wenn ein Post-it deine ganze Welt verändert.

Das Cover zeigt uns einen Kühlschrank mit Stift und Post-it. Diesen Kühlschrank kann man sich wunderbar die ganze Story über vorstellen und die dazugehörige ...

Wenn ein Post-it deine ganze Welt verändert.

Das Cover zeigt uns einen Kühlschrank mit Stift und Post-it. Diesen Kühlschrank kann man sich wunderbar die ganze Story über vorstellen und die dazugehörige Küche, denn dies ist so gesehen der ganze Schauplatz. Die fünfzehnjährige Claire lebt mit ihrer alleinerziehenden Mutter zusammen. Da diese Frauenärztin ist und spezialisiert auf Geburtshilfe hat diese einen 24/7 Job und ist viel außerhalb der Wohnung unterwegs. So kommt es das Claire und ihre Mutter sich eigentlich nie sehen. Bis jetzt hat das Claire auch nie gestört. Kleine Post-ist an der Kühlschranktüre wiesen sie bis jetzt auf Aufgaben im Haushalt, Einkäufe und daraufhin für die Schule zu lernen. Alles super.

Aber dann ändern sich die Nachrichten, den Claires Mutter erfährt, dass sie Brustkrebs hat. Aus den belanglosen Notizen werden Gespräche über Ängste, Zukunft und das man füreinander da ist. Sie sollen Mut machen, unterstützen und zeigen das auch wenn man sich nicht immer sieht, immer füreinander da ist.

Ich fand die Geschichte sehr schön und einfühlsam. Manch einer würde sagen die Geschichte kann nicht funktionieren, weil keine Dialoge stattfinden, aber muss es denn immer ein Dialog sein? Ich denke nicht, denn auch Geschichten, die nur aus Tagebüchern bestehen nehmen uns mit. Lassen uns mit den Protagonisten mitleiden, man fühlt mich ihnen und will ihnen beistehen. So eine Geschichte ist das hier auch. Ein Kind muss erwachsen werden und wenn es Pech hat ohne die Mutter. Von heute auf Morgen kann sich alles ändern, was sonst so beiläufig war ist das Wichtigste Medium überhaupt.

Veröffentlicht am 02.12.2019

Leider eine Zeitverschwendung

Arkadien-Reihe 1: Arkadien erwacht
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Wenn Rome und Julia im modernen Italien leider keinen Tiefgang mehr haben

Eine Insel in Italien. Wunderschöne Aussichten, Blumen, Tiger, Löwen, Panther und eine Riesenschlange. Moment, da stimmt doch ...

Wenn Rome und Julia im modernen Italien leider keinen Tiefgang mehr haben

Eine Insel in Italien. Wunderschöne Aussichten, Blumen, Tiger, Löwen, Panther und eine Riesenschlange. Moment, da stimmt doch was nicht? Dieses Empfinden habe ich leider das ganze Buch über nicht abschieben können.

Italien, Mafia und Romeo und Julia. Ja das passt schon eher. Aber so einfach ist es dann doch nicht.

Von vorne: Wir starten in einem Flugzeug, welches auf dem Weg von Amerika nach Italien ist. An Bord die bald 18 Jahre alt werdende Rosa. In Italien besucht sie ihre Schwester Zoe sowie ihre Tante Florianda. Ihr Vater war bis zu seinem Tod der Erbe eines Mafiaclans auf Sizilien gewesen. Die Leitung hat derzeit nun Florianda inne. Rosa ist sich über diese Situation bewusst, hat selbst aber so keine Berührungspunkte damit. Im Gegenteil, sie möchte in Amerika bleiben und mit dem Betrügen und den ungesetzlichen Taten der Mafiafamilie nichts zu tun haben.

Wie in vielen Büchern trifft nun Person A auf Person B, was für ein Zufall ist es nun mitten im Flugzeug wo sie auf Alessandro trifft. Verkörperung des hübschen Italieners, braungebrannt und fesselnde Augen. Klar, wie der Typ so ist, lässt er sich gerne auf einen Flirt ein. Es stellt sich heraus, dass er ebenfalls auf dem Weg nach Sizilien ist, denn sein Vater ist vor kurzem gestorben und er soll das Erbe antreten. Das Erbe des Mafiaclans Nummer zwei auf der Insel und somit die Verfeindete Familie zu Rosas Familie. Zudem das sein Onkel ihn tot sehen will, um die Chefrolle zu übernehmen.

Die Romeo und Julia Story ist geboren. Nur wird es nun etwas abgedrehter, wäre ja sonst langweilig.

Mitten in der Nacht erlebt Rosa einen Albtraum der sich später als sehr real herausstellt. Auf der Insel wird sie von Großkatzen angegriffen, welche es so niemals dort geben kann. Um dem ganzen einen Drauf zu setzen, rettet sie eine Riesenschlange, welche jedoch gut einstecken muss. Am nächsten Tag in der Küche erzählt man ihr das sie einen sehr heftigen Traum hatte und das alles ja niemals so passiert sein kann. Nur merkwürdig, wenn die Schwester auf einmal überseht von blauen Flecken und Kratzern ist.

Rosa erfährt recht schnell was das Geheimnis der Insel ist und wieso dort so exotisches Getier unterwegs ist. Zudem ihre Liebelei mit Alessio die beiden Banden nicht sehr erfreut.

Ich muss leider sagen, so gut mir der Anfang gefallen hat, ging es dann sehr schnell bergab. Ich verstand die unlogischen Reaktionen von Rosa nicht. Wie sie so einfach hinnehmen kann was das Geheimnis der Bewohner ist und die Gefahr damit nicht sieht. Die Charaktere waren mir einfach zu blauäugig, zu blass und klar, der Italiener zu sehr auf „hübsch“ und „wow“ gemacht.

Auf die Folgeteile verzichte ich