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Veröffentlicht am 05.05.2025

Eine tolle und neuartige Fantasygeschichte wie ich sie nie zuvor gelesen habe

A Magic Steeped in Poison – Was uns verwundbar macht
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Ich bringe mich innerlich zur Ruhe, werde still wie gefrorene Bäume in Winter.“

Dieses Zitat aus dem Buch, ist für mich ein wunderschönes Beispiel über die poetische Sprache, die zugleich so stark und ...

Ich bringe mich innerlich zur Ruhe, werde still wie gefrorene Bäume in Winter.“

Dieses Zitat aus dem Buch, ist für mich ein wunderschönes Beispiel über die poetische Sprache, die zugleich so stark und sanft, so lebendig und bunt ist. Noch nie hat man sich so viele Gedanken über das Zubereiten von Tee gemacht, bis man diese Geschichte gelesen hat.

„Die Shénnóng-Kunst in ein Tanz zwischen Menschen, eine Verbindung zwischen Körpern und jenseits davon.“ Mit dieser Kunst ist es ihnen möglich, Menschen von Krankheiten zu heilen, ihre Körper zu stärken, in ihre Erinnerungen einzutauchen. So ist es auch der Traum von Ning eine Shénnóng-shí (Meisterin der Magie im Umgang mit dem Tee) zu werden. Vor allem weil sie somit in die Fußstapfen ihrer toten Mutter treten möchte und ihre kranke Schwester heilen muss. Die dem Anschein nach an einem Gift erkrankt ist, wo es gefühlt kein Gegengift für gibt. Dieses muss Ning nach dem bestehen der Prüfungen am königlichen Hof und dem gewinnen des Wettkampfes finden.

So werden wir von Anfang an in die Geschichte reingeholt und fühlen uns direkt als einen Teil dieser. Ning war mir sehr sympathisch und ich verstand ihre Gründe, sich einem Wettbewerb zu stellen, der schwierige Prüfungen beinhalten wird, die auch so manchen Toten beinhaltet. Auch de Vetternwirtschaft hat dort ihren Fuß gefasst, auch wenn es offiziell nicht gestattet ist.

So trifft Ning vor Ort auf Li Kang und wird schnell in einen politischen Krieg mit reingezogen, obwohl ihr einziges Anliegen ist, ihre Schwester zu heilen und dafür die hohe Kunst des magischen Teebrauens lernen muss.

Die Magie, die Teesorten, die Zutaten, der Umgang am Hofe, die Intrigen. Es hat mich wahnsinnig in seinen Bann gezogen. Ideen wie der „Silver Needle“, der einen Wahrheitstee entspricht und Tees welche Körper schnellstens heilen, Kräfte verstärken oder Leute wie härtester Alkohol benebeln und das mit der Kraft der Magie, hat mich total überzeug. Ich koche den Tee und es ist Tee. Ning kocht denselben Tee, mit einer Leidenschaft, jeder Griff, jede Bewegung eingeübt und schafft es Magie zu spüren und zu bewirken.

Neben dem Wettkampf, dem finden von Freunden und Feinden, den politischen Thema, die totkranke Schwester und eine sich anbahnende Liebesgeschichte, war dies alles perfekt und harmonisch wie eine Tasse Tee die perfekt abgerundet in ihrem Geschmack ist.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Für eine kostenlose Lektüre ist es ok, aber zum Kauf zu teuer

Sense of Winter
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Frohe und besinnliche Weihnachten. Wer feiert nicht auf diese Art am liebsten. Doch für die Mitglieder der Selektion 47 Charlotte Locke und ihren „doppelt zu verstehenden“ Partner Desmond Percy soll es ...

Frohe und besinnliche Weihnachten. Wer feiert nicht auf diese Art am liebsten. Doch für die Mitglieder der Selektion 47 Charlotte Locke und ihren „doppelt zu verstehenden“ Partner Desmond Percy soll es weniger ruhig zugehen.

In Deutschland sind die beiden im tiefen bayrischen Wald auf der Burg Tannenbaum zu einem Undercovereinsatz eingeplant. Zwischen Schnee, teurer Party und einer Menge Ärger werden die beiden ein weit aus gefährlicheres Weihnachten erleben als geplant.

Hier muss die 30-Jährige als Servicepersonal neben der Suche nach den Attentätern ihren persönlichen Kampf mit einem schrecklichen Küchenchef aufnehmen und Des läuft gutaussehend wie immer als Gast dort rum.

Es soll nicht lange dauern, bis wir erfahren wer es auf das begehrte Ausstellungsstück abgesehen hat, um dessen sich die Party dreht. Zu den Gästen gehören dabei normale Menschen sowie Paranormale, welche mit dem 47 Genpaar besondere Fähigkeiten haben.

Für alle die den ersten Teil nicht gelesen haben, wird gerade im ersten Viertel und auch sehr oft zwischendrin, wiederholt was damals passiert ist und wie toll Des aussieht. Kein Mann der Welt ist ja so schön wie er es ist.

So haben wir im Buch recht viele Wiederholungen und ansonsten gefühlt nur noch Actionszenen. Selbst in Filmen wie John Wick, die ab 18 sind und fast nur Gewalt beinhalten, hat es mehr Dialoge und Szenen die interessant sind als es diese 200 Seiten dünne Novelle hat. Leider ist das Buch daher alles in allem eine recht langweilige Nebengeschichte geworden, die am Ende noch mit ner heftigen Prise Sex abgerundet wurde.

Der Preis von 11 Euro für das EBook und 13 für das Paperback ist daher schon recht unverschämt. So sehr ich den ersten Teil mochte, kann ich selbst Fans, nur von diesem zweiten Teil abraten. Da für das Geld nicht ansatzweise genügend geboten wird.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Ein Trinkspiel auf Wiederholungen, wie die sich regelmäßig hebende Augenbraue

Tales from Haven
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Eine Geschichte die so einzigartig ist, dass der Autor von sich sagt, dass es kein Buch gibt das diesem gleicht. Ja, dies kann ich bis hierhin auf jeden Fall bestätigen. Zudem ich auf 33% um die 5-mal ...

Eine Geschichte die so einzigartig ist, dass der Autor von sich sagt, dass es kein Buch gibt das diesem gleicht. Ja, dies kann ich bis hierhin auf jeden Fall bestätigen. Zudem ich auf 33% um die 5-mal erleben musste, wie eine Augenbraue gehoben wurde. Alleine zwei Mal in etwa 3 Papierseiten, wenn ich diese vom E-Book rüber errechne.

Und ich muss leider sagen, dass genau bei diesen 33% dann auch Schluss für mich war.

Ich bin offen für Bücher die anders sind und ich habe mich auf ein Fantasybuch gefreut, welches mal neu sein wollte. Aber es war für mich einfach nur eine Anreihung an Themen und Wesen und vor allem Beleidigungen und einem absoluten Scheiß unerzogenen Verhalten von der 17-Jährigen Luna die an eine 12-Jährige auf PMS und Zuckerschock erinnert.

Sie sucht ihren Vater in der Vergangenheit auf, bevor sie gezeugt wurde und möchte ihm nicht sagen was die Zukunft bringt. Verständlich. Sie ist aber so aggressiv als wäre sie Dauersauer auf ihn, da er in ihrer Zukunft Mist baut. Aber dieses absolut überzogene negative Verhalten und ihr Auftreten als wäre sie im Gottmodus und dürfte sich alles erlauben nervte mich.

Dann Sprünge von Themen und Wesen und so viel Angefangen und nichts wird richtig beendet. Jonathan kommt auf einem sehr ungemütlichen Transportweg das Essen hoch, er muss sich die Hand vor den Mund halten und Sekunden später lehnt er sich über Luna um aus dem Fenster/ um hinter sie zu schauen. Also ich hätte erwartet er lehnt sich über die andere Seite und übergibt sich. Dann muss er sich an ihr vorbei beugen um etwas zu sehen? So müsste man meinen sie sitzen hintereinander, was aber keinen Sinn machte, da sie sich mit den Füßen auf der gegenüberliegenden Bank abstützte. Gerade solch unüberlegten Stellen und das waren für mich einige, waren auch kein Vergnügen für mich.

Es tut mir leid und es mag andere gefallen, aber ich mag den roten Faden und saubere Übergänge in einer Szene, anders als hier passiert.

Daher leider auch nur 2 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Weniger Thriller als eine Kaffeklatschrunde für einen gemächlichen Krimi

Murder in the Family
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„Murder in the Family“ ist eine unfassbar interessante Idee, einen Mordfall in einen Roman zu bringen. Das der Mordfall an Luke Ryder nach 20 Jahren immer noch ungeklärt ist, lässt den Stiefsohn und heute ...

„Murder in the Family“ ist eine unfassbar interessante Idee, einen Mordfall in einen Roman zu bringen. Das der Mordfall an Luke Ryder nach 20 Jahren immer noch ungeklärt ist, lässt den Stiefsohn und heute Regisseur Guy Howard nicht los. Zusammen mit dem Produzenten Nick Vincent und einen Team voller Experten, von der Polizei bis hin zur Psychologin, sollen in der der berühmten mehrteiligen Serie Infamous« den Cold Case Fall auflösen. Für diejenigen welche den Begriff Cold Case nicht kennen, so kann man es im deutschen mit der Serie „Aktenzeichen xy“ gleichsetzen.

Die Geschichte wird nun nicht einfach nur runtergeschrieben und mit Dialogen und Erinnerungen an die Vergangenheit gefüllt, sondern wir verfolgen die Dreharbeiten zu jeder einzelnen Folge. So erfahren wir am Anfang des Buches, dass ein Zeitungsautor jede Folge nochmals kurz zusammenfassen wird. Der Start des Buches macht dabei eine 10-monatige Sicht in die Zukunft, die den Lesern bereits offenbart, dass das Team die mordende Person gefunden hat.

Dann springt die Geschichte zurück auf den ersten Drehtag. Wir lesen es in Format von Drehbüchern und Regiehinweisen, welche Kleidung die Person trägt und in welcher Räumlichkeit sie sitzt. Wir lesen den Dialog zwischen den Experten und Interviews mit Beteiligten der Familie, ehemalige Freunde und so manche Verdächtige.

Dabei bröselt die monotone Auflistung der Gespräche der ein oder andere Zeitungsartikel oder Landkarte auf. Man muss sich die Kapitel vorstellen wie eine Aufnahme durch die Produktion: Titelbild der Folge, Zeitungsartikel, Regieplan, dann der offene Dialog/Interviews, welche keine festen Vorgaben haben und das vorlegen neuer Beweise und Erfahrungen, am Ende gibt es noch einen E-Mailaustausch und ein Forum wo sich die Zuschauer unterhalten.

Leider hat mich diese feste Vorgabe und dann doch weniger Hinweise und Besonderheiten dabei zu haben etwas enttäuscht.

Was das die Geschichte super konnte, war zum Ende jeder Folge dem Team und dem Zuschauer einen fetten Cliffhanger reinzuwürgen. (Denkt einfach an die Daylisoaps wo jmd. halb tot ist und erst in der nächsten Folge erfahrt ihr ob er überlebt hat). Aber auch die ständig neuen Enthüllungen waren schon heftig. Teilweise waren es dann etwas zu viele Personen, welche in die Geschichte gezogen wurden.

Ein weiterer Minuspunkt war dann für mich gegeben, wie man etwas mehr über die Experten erfahren hat und was für Zufälle dabei gewesen sind, wer es wurde. Da war die Geschichte, welche ohnehin schon sehr stark an einen Fantasy-Thriller erinnert etwas zu unglaubwürdig geworden.

Und so war das Buch für mich kein Thriller, sondern eher eine Krimi-Dialog-Runde, welche immerhin noch 3,5 Sterne für die originelle Idee erhalten hat. Denn ein Thriller hat andere Schwerpunkte als es das Buch hat.

Alles in allem ist es aber einer interessante Grundidee und mit seinen Wendungen alles andere als Langweilig, nur ein bisschen langatmig gewesen. Und ich war recht früh überzeugt zu wissen wer der Täter war und wurde daher nicht von dem Ausgang überrascht, aber manchmal hat man den direkten Hinweis, schon vor der eigenen Nase, ohne es zu merken…

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Sensationell gut

Die Insel des Zorns
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Ein Buch zu schreiben, welches die Kunst besitzt die lesende Person bis zum Ende zu täuschen und an sich zu fesseln, ist genauso wie die hohe Kunst ein Theaterstück auf nur einer Bühne so viel Leben einzuverleiben, ...

Ein Buch zu schreiben, welches die Kunst besitzt die lesende Person bis zum Ende zu täuschen und an sich zu fesseln, ist genauso wie die hohe Kunst ein Theaterstück auf nur einer Bühne so viel Leben einzuverleiben, als wäre man auf einer viel größeren Fläche unterwegs.

Alex Michaelides schafft in seinem Buch beides. Eine Geschichte, welche auf einer kleinen geschlossenen Insel abspielt uns aber hin und wieder von dort wegholt und uns immer wieder zweifeln lässt, zu wissen wer welches Spiel spielt.

So erfahren wir vom Klappentext das auf der griechischen Insel ein Mord passieren wird. Doch wer es ist und warum, dass erfahren wir erst nach und nach in 5 Akten. Liebe, Eifersucht, Untreue und Rache treffen aufeinander. So wie drei Menschen, die alle als Schauspieler, Theaterdarsteller und Regisseure viel Ahnung von der Kunst der Täuschung besitzen und nicht nur das Publikum und die Leser, sondern auch sich selbst untereinander an der Nase herumführen.

Zu viel möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, nur das Michaelides es immer wieder schafft, nach jedem der 5 Akte, einen sprachlos stehen zu lassen. Wenn man am Anfang noch ganz klar erklärt bekommt, dass alles was gesagt wird, der Wahrheit entspricht und man später erfährt das diese sehr dehnbar sein kann, fragt man sich, wer diese sprach und wo die Lüge versteckt war.

So rätselt man ständig mit, wer welche Rolle in diesem Buch und auf dieser Insel gespielt hat. Mit einer sehr überschaubaren Anzahl an Charakteren, aber jeder Menge Wendungen ist jeder Fan von Thrillern hier auf einer unter dauerhaft Stromstehenden Spannung Seite für Seite am Inhalieren, auf der Suche nach dem Körnchen wahren und dem was wirklich geschah.

Die Charaktere haben genau die richtige Tiefe oder auch Oberflächlichkeit um nicht zu viel zu verraten und gleichzeitig unberechenbar zu sein. Der Erzählstil ist flüssig und schnell und mit den teilweise sehr kurzen Kapiteln perfekt für eine schnelle und wendige Geschichte geschrieben.

Alles in allem kann ich den Thriller nur empfehlen, wobei ich hier mehr Psychothriller drin sehe als normalen. Denn muss man als Künstler nicht auch ein bisschen psychotisch sein, so gut wie man die Rolle wechseln und verkörpern können muss ?

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