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Veröffentlicht am 24.03.2025

spannende Dystopie mit lokaler Einschränkung

The Last Bookstore on Earth
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Das Thema hat mich sofort angesprochen. In einer Welt, die durch Säureregen vernichtet wurde, hält die Protagonistin Stellung in einer alten Buchhandlung zwischen Kinderbüchern, Dystopien und Klassikern. ...

Das Thema hat mich sofort angesprochen. In einer Welt, die durch Säureregen vernichtet wurde, hält die Protagonistin Stellung in einer alten Buchhandlung zwischen Kinderbüchern, Dystopien und Klassikern. Es ist alles, was ihr geblieben ist, und sie verteidigt es bis auf die Knochen. Das Cover passt unglaublich gut zu dieser Oase inmitten einer Endzeitstimmung.

Letztere hat man auch deutlich gespürt. Der radikale Überlebenswille, das Zurückstecken von Moral und Menschlichkeit während des Endes der Welt war mit Händen zu greifen und sorgte für allerhand Gänsehautmomente. Besonders die Szenen mit dem Säureregnen waren definitiv nichts für schwache Mägen! Es war richtig unheimlich und man hat sich durchweg gefragt, was man selbst in dieser schrecklich Situation tun würde. Besonders das Schicksal von Liz' Familie hat mich mitgenommen, und natürlich die nagende Schuldfrage.

Da der Fokus fast ausschließlich auf dem Bookstore liegt, habe ich mich jedoch immer wieder gefragt, wie die Welt außerhalb aussieht, was für eine Lösung gefunden werden kann, wie und wo die anderen leben, wie die globale Situation ist - hier hat mir etwas mehr Makrospektive gefehlt.

Die Nebencharaktere fand ich allesamt wirklich stark. Ich wusste nie so recht, wem ich an Liz' Stelle vertrauen würde, die Figuren waren durch das dystopische Chaos dunkelgrauer als morally grey.
Maeve als Love Interest, besonders aber als Menschen habe ich am meisten ins Herz geschlossen, wenngleich ich mir auch hier mehr background context erhofft habe. Sie war ein unglaublich starker und taffer Charakter.

Das Buch war durchweg spannend, es gab keine Längen und hat mich von vorne bis hinten gefesselt. Der Erzählstil war schonungslos, emotional und heftig, aber wirklich unglaublich stark gemacht.
Man muss sich darauf einstellen, dass der Fokus ganz auf Liz und ihrem Bookstore liegt und das Darumherum etwas ausgespart wird. In Kombination mit den Rückblenden ist es allerdings ein wirklich großartiges, bildgewaltiges Jugendbuch geworden!

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Veröffentlicht am 24.03.2025

Spannende Charaktere, Plot zum Nachdenken

Engel der letzten Nacht
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Es ist gar nicht so leicht, das Buch zusammenzufassen. Es geht um einen Teenager, der die beste Nacht seines Lebens erleben möchte, ehe er sich das Leben nimmt. Vom Erzählton her ist es aber gar nicht ...

Es ist gar nicht so leicht, das Buch zusammenzufassen. Es geht um einen Teenager, der die beste Nacht seines Lebens erleben möchte, ehe er sich das Leben nimmt. Vom Erzählton her ist es aber gar nicht so drückend, wie es sich auf den ersten Blick anhört, sondern wie ein ganz lockeres Jugendbuch geschrieben.

Dabei finde ich die Herangehensweise besonders gelungen. Wir begleiten Kester durch die ganze Nacht und immer dann, wenn etwas passiert, das lebensgefährlich enden könnte, endet der Autor kurz vorher mit einem "Aber was, wenn es anders gelaufen wäre?". Heißt, es wird auf grau gedruckten Seiten der worst case beschrieben, der letztlich aber gar nicht eintritt - wie in diesen Kinderbüchern, bei denen man sich den Weg/das Ende aussuchen kann. Das war richtig gut durchdacht.

Die teils skurrilen, interessantan Charaktere, die er während seiner letzten Nacht trifft, überzeugten durch Authentizität, die Figurenentwicklung und dieses Aufeinandertreffen mit ganz eigenen Persönlichkeiten machten das Lesen richtig spannend. Innenschau und Figuren standen definitiv im Fokus.

Der flüssige, lockere und überhaupt nicht düstere Schreibstil haben mich von Anfang an gepackt, wobei der Plot zum Ende hin irgendwie etwas ins Philosophische ging und ich ehrlich gesagt gar nicht 100% verstanden habe, wie genau es ausging und ob der Protagonist überlebt hat - aber vlt ist das der Sinn der Sache? Dass es zur Interpretation offen bleibt?

Das Lesen hat definitiv Spaß gemacht, was merkwürdig klingen mag bei dem prägnanten Mental Health Plot, aber die Figuren machten es einfach so eigenwillig und interessant, dass ich es nicht anders sagen kann. Außerdem fand ich diese "was wäre wenn"-Message einfach unglaublich gut ausgearbeitet, sie regt definitiv zum Nachdenken an.
Gefehlt haben mir so ein bisschen die tieferen Beweggründe des Protagonisten und dass das Thema Suiz1dgedanken nicht ganz so auf die leichte Schulter genommen wird von den handelnden Figuren.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Reality TV meets Magic - ich liebe diese Protagonistin :)

Chosen – Träume aus Gold
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Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen, ich hatte das Buch an zwei Abenden durch. Besonders Iris hat den Anfang einfach unglaublich lustig gemacht mit ihrer forschen, frechen Art, dass sie ...

Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen, ich hatte das Buch an zwei Abenden durch. Besonders Iris hat den Anfang einfach unglaublich lustig gemacht mit ihrer forschen, frechen Art, dass sie stets Konter gab und unkonventionelle Ideen hatte. Sie hatte diese ADHS Vibes, mit denen ich mich sofort identifizieren konnte, oder dass sie dauernd random auf dem Boden saß 😂 Ich mochte sie als Protagonistin unheimlich gern.
Ihre Mom hab ich so sehr gehasst für alles, was sie ihr angetan hat, wie mies sie sie behandelt hat und gegaslightet, das Buch weckt von Anfang an diese Vielzahl an unterschiedlichen Emotionen.

Die Gestaltung des Buches mit den Chat Nachrichten aus der App rund um die Royal Games waren wirklich cool und realistisch gemacht, einfach sehr realitätsnah, genauso wie die Moderation. Es war wirklich als würde man den Bachelor schauen mit Ballkleidern und magischen Aufgaben, wobei das TV Format ganz klar im Fokus stand und die Magie mMn eher sekundär, die Mischung war aber echt gut gemacht. Dass Frauen für die Gunst eines Mannes sterben und sich gegenseitig bis in den T0d batteln, finde ich wie immer nicht so berauschend, aber das ist eben der Selection meets Bachelor Vibe, wenn er mit Fantasy gepaart wird. Andersherum fände ich es mal nicht schlecht, aber dann haben wir wrsl so ein Reverse Harem Genre :D

Die Lovestory fand ich wirklich gut gemacht und authentisch, nur die 180 Grad seines Charakters am Ende war für mich nicht nachvollziehbar, weil er vorher ja stets alle Lügen durchschaut hatte. Der Bachelor-Prinz C blieb etwas blass, er war so der good guy next door.

Insgesamt hat mir das Buch aber wirklich gut gefallen, es war sehr spannend erzählt und ich habe Iris direkt ins Herz geschlossen.
Die Message hinter Reality TV fand ich auch super gemacht, dieses Inszenierte, Trügerische, Manipulative und diese random Hater in den Chats.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

blutige Dystopie mit wichtiger Message

Hell Followed with us – Das Monster in uns: Eine düstere postapokalyptische Fantasy – Auf Goodreads gefeiert! Erstauflage mit gestaltetem Farbschnitt
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Ich war nach dem Lesen ganz unschlüssig, wie meine Meinung dazu ist. Ich habe es an 2 Abenden durchgelesen, weil die Sogkraft enorm war. Das dystopische Setting war so greifbar & unheimlich, dass ich am ...

Ich war nach dem Lesen ganz unschlüssig, wie meine Meinung dazu ist. Ich habe es an 2 Abenden durchgelesen, weil die Sogkraft enorm war. Das dystopische Setting war so greifbar & unheimlich, dass ich am liebsten weggeschaut hätte, aber nicht konnte. Und was war das bitte für ein Plot 🤯

Es geht um den Trans Jungen Benji, der aus einer Sekte flieht, die durch einen Virus beinahe die ges. Weltbevölkerung ausgelöscht hat. Bei diesem Virus hätte ich eine wth-Vorwarnung gebraucht, weil WTH. Das war echt blutig & zT hat sich mir der Magen umgedreht, weil sich die Menschen in äußerlich monsterartige Wesen verwandeln, die ihre Organe ausspucken und die Glieder verformen sich und - ich hör lieber auf an dieser Stelle, aber es war echt übel und mir schon zT bisschen zu viel des Guten. Hat mich an die Verwandlung der Kinder aus dem Anime Made in Abyss erinnert, was es leider noch bildhafter gemacht hat 😂🙈

Benji wird von einer LGBTQ+ Gruppe gerettet und verliebt sich in den Anführer, der wiederum ganz eigene Pläne hat. Zusätzlich verwandelt sich Benji, weil er eine zu einem Monster mutierte Biowaffe für diese Sekte werden sollte. Es ging darum, wie weit manche Menschen für ihren Glauben gehen, was mit sehr vielen heftigen Bibelversen unterstrichen wurde. Das alles zusammen war für meinen Kopf so: 🤯🤯🤯

Die Message hinter diesem actionreichen Plot hat mir am besten gefallen. Es geht um Identität. Darum, wer du bist, wenn du keine Kontrolle darüber hast, in welchem Körper du steckst, wofür diese Mutationen einfach die perfekte Metapher waren. Man hat so sehr mit Benji gelitten, gehofft, war soo wütend für ihn, als die eigene Mutter ihn wieder in ein Kleid gesteckt hat und dann noch dieser furchtbare Verlobte... Es ging um queeres Aufbegehren, für sich selbst zu kämpfen und einzustehen, herauszufinden, wer man ist, wenn die Welt aufhört, einem ihren Stempel auszudrücken. Es drückte so viel Wut des Autors aus, er drückt aus, wie er selbst durch die Hölle ging & überlebte. Wow, but bloody

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Frankreich des 19. Jhdts: Wundervolle Atmosphäre!

Kiss of the Nightingale
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Also erstmal: wow, wie hübsch kann ein Buch gestaltet sein? Cover und Farbschnitt sorgen für ein riesiges Highlight in meinem Bücherregal 🧡

Das Setting war unglaublich. Romantasy in Frankreich zur Zeit ...

Also erstmal: wow, wie hübsch kann ein Buch gestaltet sein? Cover und Farbschnitt sorgen für ein riesiges Highlight in meinem Bücherregal 🧡

Das Setting war unglaublich. Romantasy in Frankreich zur Zeit der Belle Époque (19. Jhdt). Es spielt nach Bridgerton, aber ich hatte beim Lesen die wunderschönen Kleider, Gärten und goldenen Ballsäle im Kopf. Und natürlich die Oper! Das alles war so bildhaft beschrieben, dass es nur als magisch romantisch bezeichnet werden kann. Ich hab es geliebt 🧡

Die Idee selbst hat mich durchweg begeistern können, weil sie einfach mal etwas ganz anderes, etwas Neues und Einzigartiges war: Talente in Form von magischen Edelsteinen, d.h. durch den Stein kann man z. B. richtig großartig singen, zeichnen, nähen o. Ä. und war über ein solches Talent besitzt, zählt zur High Society. Die Protagonistin wird beauftragt, diese zu stehlen, was ein unglaublich spannender Ausgangspunkt war.

Cleodora mochte ich wirklich gern. Ich konnte mich in sie reinversetzen, habe mir aber z. T. etwas mehr moralischen Anstand gewünscht. Ich mochte ihre mutige, selbstbewusste Art und habe mit ihr gehofft und gebangt.
Die zwischenmenschliche Beziehung zu Dahlia und Nuriel kam allerdings nicht wirklich bei mir an, hier hätte ich mir tiefere Emotionen und mehr Innenschau gewünscht, weshalb ich es nicht unbedingt als Romantasy gelesen habe, sondern eher als Fantasy Jugendbuch.

Es gab definitiv einen roten Faden, dem ich auch gut folgen konnte, aber es war schon sehr cosy und hat mir manchmal an Spannung gefehlt. Wenn man es aber von Anfang an im Hinterkopf als cosy Fantasy einstuft, ist es wirklich super.

Insgesamt konnten mich sowohl Idee als auch Setting vollends überzeugen, wenngleich ich bei den Figuren doch ein paar Pünktchen abziehen würde. Die Magie des Zeitalters und die Atmosphäre hingegen waren unglaublich gut gelungen.
4 ⭐

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