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Veröffentlicht am 10.05.2025

Love and music

Hidden Tracks 2. All Our Secret Melodies
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Hidden Tracks 2 – All Our Secret Melodies ist eine sehr gefühlvolle Geschichte über Musik, Nähe und das Überwinden innerer Mauern, die Leser auch merklich dazu ermutigen möchte dies selbst auch einmal ...

Hidden Tracks 2 – All Our Secret Melodies ist eine sehr gefühlvolle Geschichte über Musik, Nähe und das Überwinden innerer Mauern, die Leser auch merklich dazu ermutigen möchte dies selbst auch einmal zu tun. Obwohl der Roman unabhängig vom ersten Band gelesen werden kann, lohnt es vermutlich sich, die Reihenfolge einzuhalten, denn gerade zu Beginn fiel es mir schwer, in die Atmosphäre und Dynamik hineinzufinden.

Kian, der sich hinter einer charmanten Fassade verbirgt, ist eine besonders vielschichtige Figur. Seine Unsicherheiten und seine Entwicklung stehen stark im Fokus. Leia, die kleine Schwester seines besten Freundes, wirkt in ihrer Liebe zur Musik aufrichtig und sensibel, auch wenn ich mir in vielen entscheidenden Momenten mehr emotionale Tiefe oder Reaktion von ihr gewünscht hätten.

Inhaltlich überzeugt der Roman mit Themen wie Selbstzweifel, Trauerbewältigung, Vertrauen und der Suche nach dem eigenen Weg, für mich etwas überdramatisiert, für andere könnte es aber mit genug Fingerspitzengefühl umgesetzt sein.
Die Kommunikation zwischen den Figuren wirkt stellenweise unausgereift, was zu einem seeehr frustrierenden Hin und Her führt. Trotz emotionaler Tiefe fehlt es an manchen Stellen an klaren Reaktionen, die bestimmte Schlüsselszenen stärker gemacht hätten.

Am Ende bleibt ein gefühlvoller Roman mit einer atmosphärisch gelungenen musikalischen Kulisse und einer Liebesgeschichte, die berührt – auch wenn sie nicht ganz die volle emotionale Wucht entfalten kann. Wer Geschichten über erste Liebe, innere Verletzlichkeit und den Zauber der Musik mag, wird hier richtig sein.

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Veröffentlicht am 10.05.2025

Blutrote Tinte

Liga Lexis – Blutrote Tinte
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Mit Blutrote Tinte liefert Anika Beer eine atmosphärisch dichte und fantasievolle Fortsetzung ihrer Buchwelt-Saga. Die Handlung setzt nahtlos an die Ereignisse von Band 1 an: Ein Mord erschüttert die Lexis, ...

Mit Blutrote Tinte liefert Anika Beer eine atmosphärisch dichte und fantasievolle Fortsetzung ihrer Buchwelt-Saga. Die Handlung setzt nahtlos an die Ereignisse von Band 1 an: Ein Mord erschüttert die Lexis, Bookford Manor steht unter Schock, und Annie gerät immer tiefer in die Geheimnisse um die Interlineas – der mysteriösen Welt zwischen den Zeilen.

Annie bleibt als Protagonistin stark und mutig, wenn auch manchmal impulsiv. Ihr Wissensdrang und ihre Entschlossenheit treiben die Geschichte voran, auch wenn sie dabei nicht immer auf die Erwachsenen hören will. Besonders gelungen ist ihre Entwicklung, die auch durch die spannungsgeladene Suche nach ihrer Mutter an Tiefe gewinnt. Die Beziehung zu ihren Freunden – besonders Fritz und Mac – wirkt authentisch und berührend, während Caspian in diesem Band eine ambivalentere Rolle spielt, aber durch eigene Kapitel endlich mehr Profil erhält.

Die Welt der Literatur, Buchfiguren und -orte ist erneut faszinierend umgesetzt. Die düstere Grundstimmung und die zunehmende Bedrohung für die Buch- wie auch die Menschenwelt sorgen für durchgehende Spannung. Dass es dabei auch zu Opfern kommt, macht den zweiten Band emotional komplexer und ernsthafter.

Obwohl es im Mittelteil Längen gibt, überzeugt Blutrote Tinte mit seiner Detailverliebtheit, der kreativen Welt und starken Charakterbeziehungen. Die Verweise auf bekannte Literaturfiguren und die Idee der Interlineas sind ein Highlight für Buchliebhaber wie mich. Die dramatischen Entwicklungen gegen Ende machen neugierig auf den Abschluss der Trilogie.

Fazit:
Ein starker Mittelband, der die Weichen für ein episches Finale stellt – düsterer, emotionaler und voller literarischer Magie. Empfehlenswert für alle, die Geschichten über Bücher lieben und sich gerne in fantastische Welten zwischen den Seiten entführen lassen.

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Di & Lu

Glow of the Everflame
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Glow of the Everflame von Penn Cole hat mich wieder völlig in seinen Bann gezogen. Schon mit Band 1 der Kindred’s Curse Saga war ich begeistert, doch dieser zweite Teil hat es tatsächlich geschafft, die ...

Glow of the Everflame von Penn Cole hat mich wieder völlig in seinen Bann gezogen. Schon mit Band 1 der Kindred’s Curse Saga war ich begeistert, doch dieser zweite Teil hat es tatsächlich geschafft, die Messlatte noch ein Stück höher zu legen. Ich bin vollkommen eingetaucht in die faszinierende und gefährliche Welt von Lumos, voller Descended, Mortals und undurchsichtiger Machtspiele.

Besonders gefreut habe ich mich über die kurze Zusammenfassung am Anfang, die den Einstieg unglaublich erleichtert hat. So konnte ich ohne Probleme wieder in die Geschichte finden und direkt an den fiesen Cliffhanger aus dem ersten Band anknüpfen.

Diem, unsere Protagonistin, entwickelt sich in diesem Band enorm weiter – auch wenn mich ihre ständigen Zweifel und das emotionale Hin und Her manchmal etwas frustriert haben. Trotzdem war ihre Zerrissenheit immer nachvollziehbar, denn sie steht zwischen zwei Welten und muss alles, was sie über sich selbst geglaubt hat, hinterfragen. Ihre Entwicklung ist authentisch und echt, auch wenn sie manchmal Umwege geht, bevor sie Entscheidungen trifft.

Luther hat sich endgültig in mein Herz geschlichen. Seine Loyalität, seine Selbstlosigkeit und die Last, die er seit seiner Kindheit trägt, haben mich tief berührt. Es tut weh zu sehen, wie wenig er seinen eigenen Wert erkennt – und umso mehr fiebert man mit ihm mit. Die Slow Burn Romance zwischen ihm und Diem ist einfach nur zum Niederknien. Selten habe ich so sehr gespürt, wie intensiv zwei Charaktere miteinander verbunden sind, auch wenn äußerlich noch so wenig passiert. Die Anziehung zwischen ihnen knistert auf jeder Seite.

Auch die Nebencharaktere sind wunderbar ausgearbeitet. Besonders Taran mit seinem Humor, Eleanor mit ihrer Stärke und Sanftheit, aber auch neue Figuren wie Alixe bringen frischen Wind in die Geschichte. Dagegen konnten Henri und Aemonn mich erneut nicht überzeugen – und ehrlich gesagt wäre es keine große Tragödie, wenn sie einfach verschwinden würden.

Penn Coles Schreibstil ist weiterhin unglaublich atmosphärisch, fesselnd und bildhaft. Die düstere Stimmung, die gefährlichen Intrigen und die emotionalen Konflikte werden so lebendig erzählt, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, obwohl das Printexemplar beeindruckende 867 Seiten hat – ein Detail, das mich beim Lesen völlig vergessen ließ.

Thematisch bleibt die Geschichte tiefgründig: Es geht um Selbstakzeptanz, um Vorurteile und die Erkenntnis, dass Gut und Böse nicht immer klar voneinander zu trennen sind. Besonders gefallen hat mir, wie komplex die politischen und moralischen Fragen dargestellt werden, ohne je zu belehrend zu wirken.

Und dann dieses Ende! So viele Ereignisse, Enthüllungen und neue Fragen auf einmal – ich habe das Buch mit offenem Mund beendet. Der Cliffhanger ist brutal, aber gleichzeitig auch ein Zeichen dafür, wie meisterhaft Penn Cole Spannung aufbaut.

Für mich ist Glow of the Everflame eine der stärksten Fortsetzungen, die ich je gelesen habe. Die Mischung aus Intrigen, Romantik, starken Charakterentwicklungen und einer so dichten Atmosphäre macht diese Reihe zu einem absoluten Highlight. Ich kann es kaum erwarten, endlich Band 3 in Händen zu halten – auch wenn das Warten bis Januar 2026 sich jetzt schon wie eine Ewigkeit anfühlt.

Ganz klare Leseempfehlung für alle Fantasy-Fans, die Geschichten mit Herz, Tiefe und Spannung lieben!

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Veröffentlicht am 22.04.2025

L & D

Florida Falcons - Play me naughty
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Play Me Naughty ist der vierte Band der Florida Falcons-Reihe, und als begeisterte Leserin der vorherigen Teile hatte ich entsprechend hohe Erwartungen – die zum Glück nicht enttäuscht wurden. Im Gegenteil: ...

Play Me Naughty ist der vierte Band der Florida Falcons-Reihe, und als begeisterte Leserin der vorherigen Teile hatte ich entsprechend hohe Erwartungen – die zum Glück nicht enttäuscht wurden. Im Gegenteil: Liv und Davis haben sich mit ihrer stillen, aber intensiven Geschichte direkt in mein Herz geschlichen und sich einen ganz besonderen Platz in der Reihe gesichert.

Liv, erfolgreicher Popstar, steht kurz vor dem wohl größten Auftritt ihrer Karriere – der Halbzeitshow beim Super Bowl. Um sich auf das Event einzustimmen, besucht sie inkognito ein Spiel der Florida Falcons. Dort begegnet sie Davis, einem der Spieler, der genauso wenig auf Menschenmengen und Öffentlichkeit steht wie sie selbst. Was als zufälliges, unspektakuläres Gespräch beginnt, endet am nächsten Tag mit einem Foto in der Presse – und plötzlich gelten die beiden als das neue Traumpaar. Anstatt das Gerücht zu dementieren, beschließen Management und Verein, es für Werbezwecke auszuschlachten. Liv und Davis bleiben kaum andere Möglichkeiten – sie lassen sich auf eine Fake-Beziehung ein.

Was diese Geschichte für mich so besonders macht, ist, wie feinfühlig sie erzählt wird. Liv und Davis sind beide eher introvertierte, zurückhaltende Charaktere, die mit ihrer jeweiligen Vergangenheit zu kämpfen haben. Gerade, weil sie sich in ihrer Unsicherheit so ähnlich sind, dauert es, bis sie sich einander wirklich öffnen können – aber genau dieses langsame, leise Näherkommen hat mich total in seinen Bann gezogen.

Ich habe mich sehr gefreut, bekannte Gesichter aus den vorherigen Bänden wiederzutreffen, und finde es toll, wie die Autorin es schafft, jedem Band seine eigene Note zu geben. Play Me Naughty ist ruhiger als manche der Vorgänger, aber gerade das hat mir besonders gut gefallen. Es ist eine Liebesgeschichte, die unter die Haut geht – ehrlich, berührend und mit genau der richtigen Portion Herzklopfen.

Für mich ist dieser Band ein weiteres Highlight der Reihe. Wer die Florida Falcons bisher geliebt hat, wird mit Liv und Davis erneut voll auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 13.04.2025

City of Flames

A City of Flames
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Rina Vasquez gelingt mit A City of Flames ein vielversprechender Auftakt ihrer Romantasy-Reihe, der Leser*innen in eine düstere, magische Welt voller Drachen, Intrigen und gefährlicher Wahrheiten entführt. ...

Rina Vasquez gelingt mit A City of Flames ein vielversprechender Auftakt ihrer Romantasy-Reihe, der Leser*innen in eine düstere, magische Welt voller Drachen, Intrigen und gefährlicher Wahrheiten entführt. Im Zentrum steht die junge Nara, die seit dem gewaltsamen Tod ihres Vaters von einem Drachen von Rachegedanken getrieben ist. Als ihr Dorf Jahre später erneut von einem Feuerdrachen angegriffen wird, sieht sie ihre Chance gekommen – doch die Begegnung mit dem vermeintlichen Feind verläuft völlig anders als erwartet. Statt eines Kampfes entsteht eine seltsame Faszination. Kurz darauf wird Nara in den Orden der Venatoren aufgenommen, einer Eliteeinheit, die magische Wesen jagt. Dort beginnt ihre Ausbildung, doch bald schon wird deutlich, dass in dieser Welt nicht alles so schwarz-weiß ist, wie sie immer dachte. Zwischen Wahrheit und Lüge, Pflicht und Gefühl muss sie ihren eigenen Weg finden – und das ausgerechnet an der Seite des Wesens, das sie eigentlich vernichten wollte.

Die Geschichte punktet mit einem spannenden Einstieg, der sofort fesselt, sowie mit überraschenden Wendungen, die bis zum Ende für Nervenkitzel sorgen. Besonders gelungen ist der langsame Aufbau der Beziehung zwischen Nara und Darius, dem charismatischen Drachenwandler, der mit seiner frechen Art nicht nur Nara, sondern auch mich schnell für sich gewonnen hat. Der Enemies-to-Lovers-Trope wird hier in Form eines feinfühligen Slowburns umgesetzt, was der Story Raum gibt, sich zu entwickeln – ohne übertriebene Romantik, aber mit viel knisternder Spannung.

Trotz der vielen positiven Aspekte gibt es aber auch ein paar Schwächen. Besonders im Worldbuilding bleibt die Geschichte stellenweise zu oberflächlich. Einige Hintergründe zur magischen Welt, den Venatoren oder den magischen Regeln bleiben unklar oder werden nur am Rande erklärt. Das ist schade, da das Potenzial der Welt groß ist, aber noch nicht voll ausgeschöpft wird. Auch bei den Gefühlen – sei es in platonischen oder romantischen Beziehungen – fehlt manchmal die Tiefe. Zwar wird beschrieben, was Nara fühlt, doch die Emotionen bleiben gelegentlich schwer greifbar. Hinzu kommt, dass in spannungsgeladenen Szenen das Tempo durch erklärende Dialoge unterbrochen wird, was die Dynamik etwas ausbremst.

Trotz dieser Kritikpunkte liest sich das Buch flüssig und unterhaltsam. Der Schreibstil ist angenehm leicht, die Atmosphäre dicht, und die Figuren – allen voran Nara mit ihrem großen Herzen und inneren Zwiespalt – wachsen einem schnell ans Herz. Auch wenn nicht alles perfekt ausgearbeitet ist, gelingt es der Autorin, mit Drachen, Geheimnissen und einer verbotenen Liebe eine fesselnde Geschichte zu erzählen, die neugierig auf die Fortsetzung macht.

A City of Flames ist damit genau das Richtige für alle, die nach „Fourth Wing“ weiterhin Lust auf Drachen, Magie und düstere Romantik haben. Wer sich gerne in komplexe Welten verliert, in denen nicht immer alles ist, wie es scheint, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.

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