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Veröffentlicht am 28.10.2024

Schnelllebiges Fantasy-Abenteuer

Tage einer Hexe
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„Tage einer Hexe“ ist eine Mischung aus Abenteuerreisen und einem Wettkampf gegen die Zeit, welche sich in der zeitlebens währenden Auseinandersetzung zwischen zwei Stadtteilen abspielen.
Ich bin ehrlich ...

„Tage einer Hexe“ ist eine Mischung aus Abenteuerreisen und einem Wettkampf gegen die Zeit, welche sich in der zeitlebens währenden Auseinandersetzung zwischen zwei Stadtteilen abspielen.
Ich bin ehrlich gesagt nach dem Klappentext mit der etwas falschen Vorstellung in das Buch gestartet, dass der Zmey am Ende der Love Interest und daher in Wahrheit doch gar nicht so böse sein wird. So viel sei gesagt: Der Zmey ist tatsächlich und eindeutig ein Antagonist. Damit erspare ich ggf. dem ein oder anderen das Warten auf eine große Enthüllung.

Was mich am Buch zunächst fasziniert hat, war das Worldbuilding: Eine Stadt, die durch eine riesige Mauer in zwei Teile gespalten ist und während der sog. „Schmutzigen Tage“ innerhalb der ersten zwölf Tage eines jeden neuen Jahres wird der eine Stadtteil von Monstern aller Art überrannt. Diese Ausgangssituation hat dem Buch eine gewisse düstere, leicht lebensbedrohliche Atmosphäre verliehen, die sich die gesamte Geschichte über auch halten konnte.

Kosara ist als Protagonistin gleichzeitig tough und voller Angst vor dem Zaren aller Monster, dem Zmey. Ihre charakterliche Entwicklung, sich endlich gegen ihr Schicksal und ihre Angst aufzulehnen und sich gegen den Zmey zu wehren, war interessant mitzuverfolgen.

Indem Kosara eigentlich fast das ganze Buch hinweg auf der Jagd nach ihrem Schatten ist, ohne den sie über kurz oder lang dem Tode geweiht ist, konnte sich eine gute Spannung aufbauen und auch relativ konstant halten. Dennoch hatte das Buch in der Mitte einige Längen und ich hatte das Gefühl, der ein oder andere Handlungsstrang wurde nur aufgenommen, um der Geschichte noch ein paar mehr Seiten zu verpassen, ohne dass diese notwendig für die Handlung gewesen wären.

Die Nebencharaktere waren interessant, vielseitig und meist verschlagen. Auch Asen hatte als Kosaras Begleitperson mit seinen eigentümlichen Fähigkeiten einen Spannungseffekt auf die Geschichte.

Speziell die Auflösung der verschiedenen Handlungsstränge am Ende hat mir gefallen. Nicht nur hat es den Hauptkonflikt des Buches zufriedenstellend zu einem Ende gebracht, es hat das Worldbuilding auch noch einmal auf eine ganz neue Ebene gehoben.

Ab der Mitte gab es leichte Andeutungen für eine Liebesgeschichte, die aber auch nie darüber hinausgingen. In diesem Fall hat sich diese leichte Prise aber genau perfekt in die restliche Geschichte eingefügt, die sehr handlungsgeprägt war und mit viel Action und Spannung aufwarten konnte.
Empfehlung:
Man findet ohne Probleme in die Geschichte hinein und das Buch lässt sich wirklich schnell lesen. Gerade wenn man auf der Suche nach einem nicht ganz so anspruchsvollen High Fantasy Roman ist und trotzdem noch etwas mehr Worldbuilding mit einer Prise Romantik lesen will, ist „Tage einer Hexe“ in meinen Augen die perfekte Wahl.

Fazit:
Insgesamt hat sich das Buch im Mittelteil etwas „abgehackt“ angefühlt, als würde sich die Autorin von Handlungsstrang zu Handlungsstrang und keine richtige Harmonie hineinbringen. Dafür haben mir die kleinen, hie und da gesäten Hinweise und deren Auflösung umso mehr gefallen.
4*

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.10.2024

Tolle Charaktere und eine schöne Liebesgeschichte

Stronger Than Ever (Erstauflage exklusiv mit Farbschnitt und Character Card)
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„Stronger than ever“ ist ein eher ernster New Adult Romance Roman, in dem es sich hauptsächlich darum dreht, sich selbst anzunehmen bzw. herauszufinden, wer man eigentlich ist; gerade in einer Lebensphase, ...

„Stronger than ever“ ist ein eher ernster New Adult Romance Roman, in dem es sich hauptsächlich darum dreht, sich selbst anzunehmen bzw. herauszufinden, wer man eigentlich ist; gerade in einer Lebensphase, in der noch alles möglich erscheint, gleichzeitig aber irgendwie auch schon ein vorgezeichneter Weg vorhanden sein sollte.

Es werden psychische Probleme recht tiefgründig mit der Geschichte verwoben; und zwar auf eine Art, die die Charaktere noch authentischer wirken lässt. Insgesamt waren die Hauptcharaktere und deren Interaktionen und innere Monologe definitiv die größte Stärke dieses Buchs. Man hat sich Josie und Ryan bereits in den ersten Kapiteln sehr nahe gefühlt und beide hatten bereits schnell eine ganz eigene Stimme.

Die Darstellung von Josies Zweifeln und Sozialphobie fand ich persönlich bereits von Anfang an extrem gut umgesetzt – bis zu dem Punkt, an dem ich schon beinahe genervt von ihrer zwanghaften Art war, nur um zu realisieren, dass es für Personen mit einer solchen Einschränkung noch 10000-Mal schlimmer sein muss.
Dagegen ging mir Ryans Problem – das zwar angedeutet, aber erst später aufdeckt wird – leider nicht so nahe und ich konnte seine Handlungen nicht immer nachvollziehen. Das war gerade deshalb so unverständlich, weil Ryan an und für sich eigentlich ein bodenständiger Typ ist, der weiß, was er will, und das Selbstbewusstsein hat, seine Träume zu verwirklichen. Klar wird er hin und wieder aus der Bahn geworfen und hat Zweifel, genau das macht ihn ja auch so authentisch als Charakter. Gleichzeitig zeigt es aber nur einmal mehr, wie souverän er auch mit sehr schwierigen Situationen umgehen kann – gerade weil er eigentlich schon genau weiß, wer er ist und auch sein will.

Obwohl die beiden so gegensätzlich waren, hat die Chemie zwischen ihnen aus irgendeinem Grund sofort gestimmt. Aus als Leser war das gegenseitige Interesse der beiden gut nachvollziehbar (ehrlicherweise ist Ryan eben auch Book-Boyfriend-Material).

Hin und wieder hatte das Buch aber auch lustige Momente, welche die ernste Stimmung auflockern konnte. Und sei es nur das Verstecken vor stark redebedürftigen Arbeitskollegen oder dass Ryan zum 50sten Mal denkt, Josie würde ihn abblitzen lassen, worüber ich irgendwann nur noch wohlwollend die Augen verdrehen konnte.

Gleichzeitig war die Rahmengeschichte rund um die Zeitung und den Podcast richtig interessant und hatte ihren ganz eigenen Spannungsfaktor, den ich gar nicht habe kommen sehen. Das war tatsächlich auch das erste Mal, dass eine Social Media Krise in einem Buch gut umgesetzt war, ohne dass ich das Gefühl hatte, alles wäre nur affektiert und ein einziges Theater.

Insgesamt ein gutes Buch mit ernsten (ggf. alltäglichen) Themen, ohne dass es aber auf das Gemüt schlagen würde.
4*

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.09.2024

Wunderbar sommerliches Wohlfühlbuch

This could be love
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Es ist zugegebenermaßen schon eine Weile her, dass ich dieses Buch gelesen habe, daher sind die Erinnerungen mittlerweile etwas verblasst – aber Lilly Lucas hat es mit „This could be Love“ wieder getan: ...

Es ist zugegebenermaßen schon eine Weile her, dass ich dieses Buch gelesen habe, daher sind die Erinnerungen mittlerweile etwas verblasst – aber Lilly Lucas hat es mit „This could be Love“ wieder getan: Wenn ich nach einem ihrer Bücher greife, dann erwarte ich ein Wohlfühlbuch mit authentischen Charakteren und einer glaubhaften Liebesgeschichte. Louisa und Vince haben mich nicht enttäuscht!

Zunächst einmal war das Setting einfach fantastisch. Das sommerliche Gefühl von Strand und Meer kam in vollem Umfang bei mir an. Realistischer wäre es nur noch dann gewesen, wenn ich das Buch tatsächlich im Urlaub am Strand gelesen hätte.

Die Spannung zwischen Lou und Vince war praktisch vom ersten Moment an mit Händen zu greifen, dann hat aber ein kleines Missverständnis erst einmal dazwischengefunkt. Ich konnte Vinces Reaktion und Frustration absolut nachvollziehen und fand Louisas Tante und deren Verbissenheit mit der Zeit ermüdend und nicht mehr sonderlich sympathisch. Gleichzeitig wuchs mir Lou und ihr Versuch, überall eine passende Lösung für alle zu finden und "Brücken zu bauen", im Verlaufe der Geschichte immer mehr ans Herz. Auch Vince, hinter dessen zunächst ruppiger Fassade ein echter Good Guy steckt, war der perfekte Love-Interest. Die Chemie zwischen den beiden stimmte und wurde ggf. gerade wegen der anfänglichen Abneigung umso besser.

Profi-Tennis und Liebe lassen sich nicht vereinen? Wenn sich die liebe Tante da mal nicht – mehr oder weniger – geirrt hat (denn ganz so einfach ist es dann ja leider doch wieder nicht).

Fazit: Mein bislang liebstes Setting, weil ich Sommerbücher mit Strand und Meer einfach immer noch am meisten mag. Lou und Vince und auch sämtliche Nebencharaktere waren liebenswürdig und authentisch. Die Tante hätte nach meinem Geschmack etwas früher mit ihren Vorurteilen aufräumen dürfen, das hat sich zu lange gezogen und wurde irgendwann nur noch nervig.

4,5*

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Veröffentlicht am 26.09.2024

Moralische Grauzonen und ein spannender Wettkampf

Immortal Longings
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Der Einstieg in die Geschichte fiel mir etwas schwer – gerade zu Anfang ist der Schreibstil etwas blumig und anspruchsvoller, was den Lesefluss ein wenig gestört hat.
Es hat ca. 30 Seiten gebraucht, bis ...

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir etwas schwer – gerade zu Anfang ist der Schreibstil etwas blumig und anspruchsvoller, was den Lesefluss ein wenig gestört hat.
Es hat ca. 30 Seiten gebraucht, bis ich mich in den Zwillingsstädten San-Er zurechtfinden und die drei Protagonisten zuordnen konnte. Indem die Charaktere praktisch Schlag auf Schlag – teilweise im selben Kapitel – vorgestellt wurden, dauerte es ein wenig, bis man sich in deren jeweiligen Szenen zurechtfand. Dass hier in der dritten Person geschrieben wurde, hat der Zuordnung allerdings sehr geholfen. Ich lese grds. lieber in der Ich-Perspektive; für dieses Buch war der neutrale Erzähler aber definitiv die richtige Wahl und hat sich auch nicht sperrig gelesen.

Die Charaktere sind allesamt relativ zielorientiert und moralisch grau angehaucht, ohne dass die moralisch verwerflichen Taten aber allzu sehr im Buch thematisiert oder reflektiert wurden. Immortal Longings ist eine action-geladene Geschichte mit Protagonistin, die einen eigenen moralischen Kompass haben und die man kennenlernt, ohne je zu wissen, wie sie sich schlussendlich entscheiden. Obwohl ich insbesondere bei Calla und Anton zum Ende hin das Gefühl hatte, sie wirklich zu kennen, konnten sie mich trotzdem beide noch mit ihren Handlungen überraschen. Die Autorin hat es geschafft, authentische Charaktere zu erschaffen, die auch nach 400 Seiten noch mysteriös auf den Leser wirken.

Der Plot war dicht gesät mit Actionszenen, die wie ein Film vor meinem inneren Auge abliefen. Der Wettkampf nahm die zentrale Rolle ein, nebenher gab es aber noch mehrere Erzählstränge, die sich gut in die Hauptgeschichte einfügten: Hinterhalte, Geheimnisse, Mord und Totschlag – und das alles im Namen der Liebe und der Macht unter dem Deckmantel der Rechtschaffenheit.

Immortal Longings ist mehr Fantasy als Romantasy, der Romance-Anteil kommt erst spät. In der ersten Hälfte ist davon nicht einmal ein Hauch zu spüren und eine wirkliche Entwicklung dahin gibt es erst im letzten Viertel. Zwar war die Liebesgeschichte gut umgesetzt und für den Handlungsverlauf zum Ende hin auch sehr wichtig, jedoch keinesfalls Hauptaugenmerk der Geschichte.

Das Finale war dann nochmal richtig spannend und hielt die ein oder andere überraschende Wendung bereit. Natürlich wurde jedoch noch nicht alles an Geheimnissen und Intrigen aufgedeckt, es bleibt also spannend hinsichtlich Band 2.

Fazit: Immortal Longings glänzt durch die schnelllebigen, bildlichen Action-Szenen, den gut umgesetzten, intelligenten Plot und durch mysteriöse Charaktere (insbesondere bei August bin ich bis jetzt nicht sicher, ob er selbst überhaupt wusste, ob er zu den Guten oder Bösen gehört). Die hauchzarte Liebesgeschichte ist gut umgesetzt, aber keinesfalls explosiv und nimmt nur wenig Raum im Buch ein. Wer sich also primär wegen der Vermarktung als „Enemies to Lovers“ auf Immortal Longings freut und auf eine Romanze à la Fourth Wing oder ACOTAR hofft, dessen Erwartungen werden vermutlich enttäuscht.
4,25 *

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Veröffentlicht am 19.09.2024

Süß, aber belanglos

Spellshop
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Ich mochte den Einstieg in das Buch sehr gerne. Es entsteht sofort Spannung und man bekommt schnell ein Gefühl für Kieras Charakter. Die Szene war auch so bildlich beschrieben, dass ich mich wunderbar ...

Ich mochte den Einstieg in das Buch sehr gerne. Es entsteht sofort Spannung und man bekommt schnell ein Gefühl für Kieras Charakter. Die Szene war auch so bildlich beschrieben, dass ich mich wunderbar in diese neue Welt hineinversetzen konnte. Caz als sprechende Zimmerpflanze, die immerzu Angst hat, von Tieren gefressen zu werden, war dabei unfassbar witzig.

Auch die Flucht und Ankunft auf der Insel waren sehr interessant. Man erkennt schnell, dass beide Hauptcharaktere eher zurückgezogen leben und sehr schüchtern sind. Kiera traut sich kaum aus dem Haus und wird sozusagen zu ihrem Glück gezwungen, als plötzlich der (ebenfalls leicht eremitische) Nachbar auf der Matte steht (oder so ähnlich...).

Leider hat dieses Buch ab diesem Zeitpunkt aber rasant an Fahrt verloren. Es war irgendwann anstrengend, Kieras Gedankengang zu folgen – v. a. weil diese innere Unruhe den ganzen Hauptteil über der einzige Konfliktpunkt zu sein scheint. Ich bin eigentlich ein Fan davon, wenn innere Konflikte im Vordergrund stehen, aber hier haben sie sich im Laufe des Buches leider tot gelaufen und für mich kam der nächste Spannungsbogen viel zu spät (denn auch Cozy Fantasy kann spannend sein).

Den späteren Neuzugang, den Cactus Miep, fand ich richtig knuddelig. Frischen Wind in die Geschichte haben aber nur Caz‘ Auftritte und die lebendige Bäckerin gebracht.
Ich würde The Spellshop auch nicht als Romantasy betiteln, weil es sich für mich schlichtweg nicht nach einer Liebesgeschichte angefühlt hat. Da war keinerlei Spannung zwischen den Protagonisten und mir wäre es lieber gewesen, wenn sich in diesem Fall eine rein freundschaftliche Beziehung zwischen Kiera und Larran entwickelt hätte.

Der finale Konflikt rund um das Verbot, Magie auszuüben, fand ich im Weltgefüge des Buches sehr gelungen. Insgesamt war das Worldbuilding interessant, lebendig und farbenfroh, ohne kompliziert zu sein. Fabelwesen muss man allerdings mögen, davon gibt es hier nämlich einige.

Fazit: Das Buch hatte im Hauptteil leider einige spürbare Längen. Auch die erhoffte Liebesgeschichte war flach und unausgegoren. Insgesamt ein gutes, locker-leichtes Buch für Zwischendurch ohne höheren Anspruch.
3*

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