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Brombeere

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.02.2026

spannende Mischung

The Spirit Bares Its Teeth
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Worum geht es?
Silas, ein trans Jugendlicher, größtenteils ungeoutet, wird in eine Art Erziehungsheim für ungehorsame Mädchen gesteckt. Er ist lila-äugig, hat damit besondere Fähigkeiten, die als Mädchen ...

Worum geht es?
Silas, ein trans Jugendlicher, größtenteils ungeoutet, wird in eine Art Erziehungsheim für ungehorsame Mädchen gesteckt. Er ist lila-äugig, hat damit besondere Fähigkeiten, die als Mädchen aber gesellschaftlich zu nichts wert sind. Doch Silas ist neugierig und unnachgiebig und kommt dem Schrecken des Heimes auf die Spur.

Worum geht es wirklich?
Ungerechtigkeit, Loyalität und Freundschaft

Lesenswert?
Ja, habe ich sehr gerne gelesen und konnte ich auch kaum noch bei Seite legen als ich einmal mit der Lektüre begonnen hatte.
Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist eine durchweg ungerechte. Für die gleiche Eigenschaft (violette Augen) werden Männer gefeiert und Frauen nur als Gebärmaschinen für weitere Kinder mit dieser Augenfarbe gesehen. Silas scheint der Weg als folgsame Ehefrau vorbestimmt zu sein, dabei will er viel mehr. Er ist interessiert an Chirurgie, eigentlich ein Junge/Mann und hat einen unstillbaren Wissensdurst. Sein Verhalten wird als Absonderlichkeit betrachtet und so kommt er in ein Heim.
Dabei lässt sich gar nicht in Worte fassen, wie grausam es dort zu geht und dass es im folgenden um Verletzungen, Qual und Erziehung gehen wird.
Die Idee hierzu ist durchaus an historische Begebenheiten angelehnt, was das ganze nur noch grausamer macht.
Durch Silas Interesse an Chirurgie und durch die Erziehungsmethoden gibt es ein paar eher eklige Szenen, wobei ich es nie als Ausschlachtung von Ekel wahrgenommen habe. Man sollte aber trotzdem etwas vorsichtig sein bei der Lektüre.
Silas selbst fand ich unglaublich toll, weil er so ein sympathischer und umsichtiger Mensch ist und dabei zeitgleich so mutig. Auch die anderen Figuren waren gut erdacht.
Sprachlich (Übersetzung Katrin Aust) wirklich sehr gelungen und sensibel, ich habe die Lektüre genossen.
Ein weiteres Highlight ist die Gestaltung des Buches, da es einige schwarze Seiten gibt mit einer anderen Art des Erzählers. Fügt sich in den Gesamtkontext wunderbar ein.
Das Buch würde ich sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene empfehlen, sofern man mit dem genannten Ekel umgehen kann. Dann ist es aber ein absolut lohnenswertes Buch!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.02.2026

spezielle Hauptfigur

Tödliches Angebot
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Worum geht es?
Margo möchte unbedingt ein schönes großes Haus für sich und ihren Partner erwerben. Nach mehreren Fehlversuchen hat sie endlich das Gefühl, dass es dieses Mal gelingen wird. Und daran wird ...

Worum geht es?
Margo möchte unbedingt ein schönes großes Haus für sich und ihren Partner erwerben. Nach mehreren Fehlversuchen hat sie endlich das Gefühl, dass es dieses Mal gelingen wird. Und daran wird sie alles setzen.

Worum geht es wirklich?
Kontrolle, fehlende Moral und Siegen

Lesenswert?
Ja, weil es mich wirklich gut unterhalten hat. Trotzdem war es mir im großen und ganzen ein bisschen zu wild.
Man begleitete die Protagonistin Margo auf ihrem Weg zum Traumhaus, von dem sie nahezu besessen ist. Sie ist eine sehr impulsive Person, die schnell aus der Bahn geworfen wird aber auch sofort den nächsten Plan spinnt. Hierbei geht sie - wortwörtlich - über Leichen. Ihr Ziel ist dieses Haus und dafür gibt sie einfach alles.
Das macht sie als Person wirklich unsympathisch. Nettigkeiten kann man nur an einigen wenigen Stellen erahnen. Immerhin kommen keine Kinder und Tiere zu Schaden - das ist schonmal ein Pluspunkt.
Der Spannungsbogen ist gut, der Umfang des Buches auch nicht so riesig. Man schüttelt beim Lesen den Kopf und fragt sich, was als nächstes kommen wird und wie das ganze noch gekrönt werden kann.
Dadurch, dass die Geschichte aus Margo Sicht erzählt wird, hat man auch wenig Zweifel an ihren Intentionen. Sie ist keine moralisch ambivalente Person, sondern eigentlich amoralisch mit einigen wenigen Ausnahmen. Im Klappentext wird angekündigt, dass man Margo lieben wird, aber dem kann ich nicht zustimmen. Sie ist sehr herablassend und gehässig.
Wenigstens hat man das Gefühl, dass sie etwas greifbarer wird, wenn Hintergrundinformationen irgendwann einfließen.
Die anderen Figuren nehmen eine deutlich geringere Rolle ein und zu ihnen erfährt man kaum etwas.
Der Fokus ist also voll auf Margo und ihr Traumhaus.
Sprachlich (Übersetzung Sybille Uplegger) fand ich das Buch angenehm zu lesen, das Cover ist ein Hingucker und passt nach erfolgter Lektüre noch besser zum Inhalt.
Ich würde das Buch empfehlen, wenn man Lust auf einen Thriller hat mit einer amoralischen Protagonistin, über die man an einigen Stellen nur den Kopf schütteln kann.

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