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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.08.2018

Ein Riss im Weltall und Drachen im Garten

Der Riss im Raum
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Seit ihrer Rückkehr von Camazotz kränkelt Charles Wallace. Eine Mitochondritis vermutet die Mutter und versucht verzweifelt ihm zu helfen. Doch sie ist dabei allein: Ihr Mann wurde nach Washington gerufen, ...

Seit ihrer Rückkehr von Camazotz kränkelt Charles Wallace. Eine Mitochondritis vermutet die Mutter und versucht verzweifelt ihm zu helfen. Doch sie ist dabei allein: Ihr Mann wurde nach Washington gerufen, da beunruhigende Beobachtungen im All gemacht wurden. Ob es einen Zusammenhang mit Charles Wallace Krankheit gibt? Der geheimnisvolle Blajeny behauptet es und schickt Meg, Calvin sowie den Cherubim Progo auf eine unglaubliche Missionen: drei Prüfungen müssen sie bestehen, um schließlich in Charles Wallace Körper die Ordnung von Makro- und Mikrokosmos wieder herzustellen.

Eine absolut außergewöhnliche Geschichte, die von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Der einzige Kritikpunkt ist, dass sie mit 200 Seiten ein viel zu kurzes Lesevergnügen bietet. Noch das Doppelte wäre zu wenig gewesen. Die Geschichte selbst ist in sich stimmig, es fehlt nichts, kein Wort zu wenig, keines zu viel – und doch möchte man dieses wunderbare Abenteuer gar nicht abschließen. Selten ein so brillantes, anspruchsvolles und gut durchdachtes Fantasybuch in Händen gehalten, das Philosophie, Religion, Wissenschaft und Phantasie miteinander verwebt. Ich liebe die Bücher von Madeleine L’Engle! Ihre Vielschichtigkeit und Tiefe ist bei jeder einzelnen Lektüre ein pures Lesevergnügen und immer wieder fällt einem etwas Neues auf. Eine klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 11.08.2018

Gefahr für den Olymp

Percy-Jackson-Schuber (Percy Jackson)
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Percy ist ein ganz normaler Zwölfjähriger – nun ja, solange Zwölfjährigen ständig ein derartiges Chaos veranstalten, dass sie permanent von der Schule fliegen. Doch dann erfährt er den Grund für die seltsamen ...

Percy ist ein ganz normaler Zwölfjähriger – nun ja, solange Zwölfjährigen ständig ein derartiges Chaos veranstalten, dass sie permanent von der Schule fliegen. Doch dann erfährt er den Grund für die seltsamen Zusammenstöße: er ist der Sohn Poseidons, ein Halbgott. In Camp Half-Blood soll er lernen seine Kräfte zu beherrschen. Kaum hat er sich daran gewöhnt, dass sein Lehrer ein Zentaur und sein bester Freund ein Satyr ist, steht er schon vor dem nächsten Problem: Zeus wurden seine Blitze gestohlen und er macht Percy dafür verantwortlich. Dass das erst der Beginn seiner Probleme ist kann Percy nicht einmal ahnen.

Ein atemberaubendes, geniales und absolut schräges Fantasyabenteuer, das sich gar nicht aus der Hand legen lässt. Die griechischen Götter waren noch nie so modern und noch nie so sehr sie selbst. Die perfekte Mischung und ein rasantes Leseerlebnis. Jedes Buch möchte man auf der letzten Seite sofort wieder von vorne anfangen. Selten ein Buch in Händen gehabt, das einen solchen Sprachwitz (es verliert auch in der deutschen Übersetzung nichts), mythologische Fakten und unterhaltsame Abenteuer zu einem so originellen, einzigartigen Werk vereint. Hut ab vor dem Talent Rick Riordans! Ein Jugendbuch, in der Ich-Perspektive, das männliche wie weibliche Leser in ihren Bann zieht und dabei sprachlich immer niveauvoll bleibt ohne an Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Die Percy-Jackson-Penthalogie ist an sich bereits ein einmaliges Leseerlebnis. Die Ausgabe als Hardcover-Buchbox ist zudem ein Blickfänger im Regal und liegt gut in der Hand. Nicht zu unterschätzen ist, dass man sofort zum nächsten Band greifen kann, wenn der vorhergehende ausgelesen ist.

5 Sterne für eines der genialsten Fantasyabenteuer, das ich je gelesen habe! Percy Jackson muss man kennen. Man wird die griechischen Götter nie wieder vergessen – und dabei auch noch einmaliges Mythenwissen verinnerlichen. Die Reihe muss griffbereit bleiben – ein Reread ist unumgänglich. Eine Leseempfehlung ist zu wenig. Percy Jackson ist Pflichtlektüre!

Veröffentlicht am 11.08.2018

Mystery vom Feinsten

Wen der Rabe ruft (Band 1)
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Blue hat es nicht einfach: Als einzige Nicht-Begabte in einem Haus voller Wahrsagerinnen aufzuwachsen ist nicht leicht. Ihr Talent beschränkt sich darauf, die Gabe der anderen zu verstärken. Doch an diesem ...

Blue hat es nicht einfach: Als einzige Nicht-Begabte in einem Haus voller Wahrsagerinnen aufzuwachsen ist nicht leicht. Ihr Talent beschränkt sich darauf, die Gabe der anderen zu verstärken. Doch an diesem Markustag, dem Tag der Toten des folgenden Jahres, ist alles anders. Zum ersten Mal sieht sie einen Geist: Gansey. Ist er nun ihre große Liebe oder wird sie ihn töten? Laut ihrer Tante Neeve sind das die einzigen Gründe, weshalb sie ihn sehen konnte. Da Gansey zu der snobistischen Aglionby-Academy gehört, sie Blue keine Gefahr, doch schon kurze Zeit später ist sie Teil der mystischen Ereignisse rund um die Leylinien, einen walisischen König und einen alten Mord.

Ein Fantasyroman der Sonderklasse. Statt banaler Romantasy erwartet den Leser eine mystische Geistergeschichte, mit packendem Gruselfaktor und fesselndem Stil. Um Längen besser als ihre erste Trilogie hat Maggie Stiefvater mit den „Raven Boys“ eine Reihe vorgelegt, die von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt, überrascht und völlig anders ist.

Ich war sofort gefesselt. Keine Schablone, kein banales Romantasy-Motiv zerstört die meisterhaft aufgebaute Schauergeschichte. Jeder Charakter hat mein Herz erobert. Jeder ist ungewöhnlich, originell und so einzigartig mit so viel Stil, dass ich ihn nie wieder vergessen werde. Mystik wird mit Kriminalelementen verwoben, walisische Sagenmotive mit Esoterik, Geister mit Märchen – dabei kommt ein hochspannendes und dabei fast leises Buch heraus, das einen besonderen Platz bei mir einnimmt.

Die Sprache hat mich am meisten überrascht. So poetisch und fast literarisch, dass ich überwältigt bin. Das verleiht der ganzen Geschichte ein einmaliges Flair und unterstützt den Gänsehautfaktor der Schauergeschichte. Man sieht: Auch heute ist es möglich Bücher für Jugendliche zu schreiben ohne umgangssprachlich, flach oder ordinär zu werden.
Diese Reihe werde ich noch öfter zur Hand nehmen. Für mich ein absolutes Lieblingsbuch!

Veröffentlicht am 11.08.2018

Zwei ungleiche Schwestern

Verstand und Gefühl
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Nach dem Tod ihres Vaters müssen die beiden Schwestern Elinor und Marianne Dashwood zusammen mit ihrer Mutter ihr Zuhause verlassen. Ein sozialer Abstieg, der Elinor von ihrer großen Liebe Edward Ferrars ...

Nach dem Tod ihres Vaters müssen die beiden Schwestern Elinor und Marianne Dashwood zusammen mit ihrer Mutter ihr Zuhause verlassen. Ein sozialer Abstieg, der Elinor von ihrer großen Liebe Edward Ferrars trennt. Marianne trifft in der neuen Umgebung allerdings auf den attraktiven Willoughby.

Die beiden Hauptcharaktere personifizieren den Titel: Elinor als Verstand und Marianne als lebendiges Gefühl – beide werden in ihrer Einseitigkeit porträtiert, die fast ihr Lebensglück zerstört. Marianne ruiniert sich mit ihrer Überschwänglichkeit fast und Elinor bleibt mit ihrer rationalen Kälte einsam. Die Mutter ist unfähig die richtigen Werte zu vermitteln. Die dritte Tochter bleibt so blass, dass das Auftauchen ihres Namens den Leser immer wieder verwirrt, da er kaum zugeordnet werden kann.

Ich habe hier eine sehr weinerliche Geschichte befürchtet und wurde angenehm enttäuscht. Gerade Jane Austens kühler Ton macht das Buch zu einer tollen Lektüre. Das große Interpretationspotential reizt mich zusätzlich. Wenn es mir auch schwer fiel mich in die Geschichte einzufühlen, so sorgte der Stil dafür, dass es ein großes Vergnügen war sie zu lesen. Ein wunderbares Gesellschaftspanorama und eine wunderschöne Geschichte!

Veröffentlicht am 11.08.2018

Mord im verschlossenen Raum

Mord im Orientexpress
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Hercule Poirot ist auf dem Weg zurück nach London als der Orientexpress in einer Schneewehe stecken bleibt. Im nächsten Moment wird ein ermordeter Fahrgast entdeckt. Poirot übernimmt die Ermittlung.

Ein ...

Hercule Poirot ist auf dem Weg zurück nach London als der Orientexpress in einer Schneewehe stecken bleibt. Im nächsten Moment wird ein ermordeter Fahrgast entdeckt. Poirot übernimmt die Ermittlung.

Ein Krimiklassiker von Agatha Christie mit einem meiner Lieblingsdetektive. Ich mag Hercule Poirot und seine Ermittlungskünste. Dieses so bekannte Werk von Agatha Christie zeigt meisterhaft was eine brillante Detektivgeschichte ausmacht, der außergewöhnliche Schluss ist für den Leser dann ein ganz besonderes Vergnügen. Wer vorher noch nie etwas von dem Buch gehört hat, steht genaus ratlos und verwirrt vor den Ereignissen wie Poirot. Die verzwickten Verwirrungen und geschickt gelegten „red herings“ machen diesen Kriminalroman zu einer spannenden Lektüre. Der Leser kann mitraten und seine „kleinen grauen Zellen“ anstrengen. Alle Hinweise, die er braucht sind hinterlegt. Das macht für mich einen guten Kriminalroman aus.

Fazit: Ein Klassiker, der ein besonderes Lesevergnügen bietet. Mag er auch mit wenig Action auskommen und durch den allgemeinen Bekanntheitsgrad viel von seinem Mysterium einbüßen so bereitet er doch kurzweilige Lesestunden. Eine klare Leseempfehlung!