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Veröffentlicht am 21.09.2025

Ein genialer Auftakt zu einer neuen Urban Fantasy-Serie

Das vergessene Museum
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Es war ein ganz gewöhnlicher Kurierauftrag für Liam. Ein nasser, winterkalter Abend in London, ein altmodisches Museum, einer angestaubter Kurator – und plötzlich findet sich Liam in einem Überfall wieder, ...

Es war ein ganz gewöhnlicher Kurierauftrag für Liam. Ein nasser, winterkalter Abend in London, ein altmodisches Museum, einer angestaubter Kurator – und plötzlich findet sich Liam in einem Überfall wieder, bei dem er am Ende mit einem sterbenden Kurator zurückbleibt. Schlimmer kann es nicht werden, denkt Liam, doch der Kurator überträgt ihm ein Symbol aus schwarzer Tinte und macht ihn damit zum neuen Siegelwahrer des Museums. Von da an kommt Liam kaum mehr zu Atem: Magische Artefakte, Geister, Magie – und nicht zuletzt die mysteriösen Attentäter, die noch lange nicht fertig sind stellen sein Leben gründlich auf den Kopf. Dass er dazu als Erbe des Museums für die Polizei der Hauptverdächtige in ihrem Mordfall ist, macht die Sache nicht einfacher. Zum Glück ist Liam nicht allein: Sein bester Freund Harry ist immer an seiner Seite und der Kurator ist zwar tot, aber als Geist immer noch in der Lage als Mentor zu agieren.

Ich war sehr gespannt auf Andreas Suchaneks neue Urban Fantasy-Serie und er hat alle Erwartungen, die ich hatte erfüllt! Von der ersten Seite an hat mich der temporeiche Erzählstil mitgerissen! Die unvergleichliche Mischung aus Action, Mystery und Humor hat mich wieder bestens unterhalten. Ich hab mein Herz sofort an die Hauptcharaktere verloren: der latent überforderte Liam, der trotzdem niemals seinen Humor verliert, der nerdige Harry, der immer noch eine Idee hat, wenn andere längst nicht mehr weiter wissen und der Geist von Mister Bradford, der seine Korrektheit und britische Erziehung auch im Tode nicht verloren hat. Eine besondere Note bekommt das Buch durch unterschiedlichste Anspielungen auf Geek-Wissen (TV-Serien, IT-Wissen), sowie die maischen Artefakte, die aus historischen Fakten und fiktiven Mysterien zusammengesetzt. Beides kann genießen, ob man Vorwissen hat oder nicht.

Der Leser wird wunderbar in die Welt des magischen Museumsnetzwerks und das komplexe Magiesystem eingeführt. Man erfährt viel in diesem ersten Band und weiß doch, dass dies nur der Anfang ist. Und wer den Autor kennt weiß, dass nicht sein muss wie es im ersten Band wirkt (oder im zweiten oder dritten). Auf überraschende Wendungen, fiese Cliffhanger und mysteriöse Andeutungen muss man gefasst sein. Mein bleibt aber nach einem heftigen Showdown durchaus zufrieden zurück. Die offenen Fragen machen neugierig auf mehr, frustrieren aber nicht.

Ich habe dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite geliebt und kann die Fortsetzung nicht erwarten!

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Asiatische Fantasy, die fasziniert

Nightblood Prince
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Eine Prophezeiung überschattet nicht nur das Leben Feis, sondern sämtliche Länder: Von Geburt an ist Fei mit einem Mal gezeichnet, das laut der Sternseherin besagt, dass Fei ausersehen ist, das mächtigste ...

Eine Prophezeiung überschattet nicht nur das Leben Feis, sondern sämtliche Länder: Von Geburt an ist Fei mit einem Mal gezeichnet, das laut der Sternseherin besagt, dass Fei ausersehen ist, das mächtigste Reich der Welt zu regieren. Um dieses Privileg für sich zu sichern hat der Kaiser sie noch in der Wiege mit seinem Sohn verlobt. Seither ist Fei an den kaiserlichen Palast gekettet, ausschließlich darauf vorbereitet die Frau von Prinz Siwang zu werden – doch Fei wünscht sich nichts mehr als die Freiheit. Dafür ist sie bereit alles zu tun, selbst dem feindlichen Prinzen Yexue zur Freiheit zu verhelfen. Den Preis de Fei dafür zahlen muss ist letztendlich so hoch dass Fei daran zu zerbrechen dort – denn alles, was sie lebt, droht in einem Strudel des Krieges zugrunde zu gehen.

Asiatische Fantasy flutet derzeit den Markt, sodass ich schon vorsichtig prüfe, welches Buch tatsächlich eine Geschichte erzählt, die mich interessiert und einen Funken Originalität mitbringt. Von diesem Buch habe ich es erwartet. Am Ende bleibe ich mit zwei Meinungen zurück. Einerseits hat mich die Geschichte gepackt und mitgerissen. Fei ist eine interessante Figur, die sich trotz des klischeebeladenen Anfangs sehr gut weiterentwickelt. Neben den Standardmotiven und Klischeehandlungen bleibt sie doch interessant. Gerade der Schluss verspricht interessante neue Entwicklungen. Auch Yexue weist mehr auf als die typischen Bad-Boy-Allüren mit goldenem Herzen. Ein Charakter, der bis zum Schluss nicht richtig einzuschätzen ist. Mehrfach habe ich meine Meinung über ihn revidiert. Eine spannende Figur, die ganz sicher noch nicht auserzählt ist. Von Siwang hatte ich mir mehr erhofft, aber er scheint im Klischee zu verbleiben.

Die Geschichte hat mir dasselbe Auf und Ab geboten. Der ausgelutschte Start mit einer pseudofeministischen Prinzessin in einer frauenfeindlichen Welt über eine starke Figur, die ihren Platz gefunden hat und originell ausgebaut wurde, wieder runter zu einer sehr abgeklatschten Mulanvariation, die bei mir mehr für Augenrollen als Spannung gesorgt hat – und dann wieder rauf zu einem überwältigenden Finale.

4 ½ Sterne für eine ambivalente, aber letztendlich doch atemberaubende Fantasygeschichte, mit einem vielversprechenden Cliffhanger. Ich hoffe sehr, dass der nächste Band mit weniger Klischees und stattdessen mehr Originalität aufwarten wird. Die Geschichte hat auf jeden Fall das Potential dafür!

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Atemberaubend gezeichnete Idol-Geschichte, die unter die Haut geht

Mein*Star 14
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Endlich beginnen die Filmaufnahmen, die nicht nur Ai entmystifizieren, sondern auch ihren Mörder überführen sollen. Ruby, die ihre Mutter spielen soll, scheint an der Aufgabe zu scheitern, denn niemand ...

Endlich beginnen die Filmaufnahmen, die nicht nur Ai entmystifizieren, sondern auch ihren Mörder überführen sollen. Ruby, die ihre Mutter spielen soll, scheint an der Aufgabe zu scheitern, denn niemand weiß, was hinter Ais gefühllosem Kameralächeln wirklich gesteckt haben könnte. Erneut zeigt sich, welche Abgründe sich in der Welt der Stars und Sternchen verbergen, denn auch der unbekannte Vater der Zwillinge Ruby und Aqua ist ein Opfer.

Die Geschichte nähert sich dem Höhepunkt – und der scheint zutiefst tragisch zu werden. Immer wieder gehen einem die Ereignisse unter die Haut! Die Zeichnungen setzen das schillernde, magische Showbusiness mit seinen Licht- und Schattenseiten unglaublich gut in Szene. Die Charaktere sind vielschichtig, tiefgründig und immer wieder in sich gebrochen, sodass man nie weiß, wohin sie als nächstes driften werden. Dieses Filmprojekt läutet das sicherlich äußerst dramatische Finale ein. Hier wird sich zeigen, ob Ruby und Aqua an der Welt zerbrechen oder ihr mit neuer Stärke entgegentreten.

Ein brillanter Manga, der mich mit seiner Geschichte und den Zeichnungen völlig überzeugt hat.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Es wäre deutlich mehr drin gewesen - 3 ½ Sterne

Oscar Wilde & Mycroft Holmes - Folge 20
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Die Ereignisse in Yorkshire haben Oscar Wilde und Hawthorne eigentlich als Erfolg abgehakt – schließlich wurden alle Vampire vernichtet, aber die blutleere Leiche eines von Mycroft Holmes´ Agenten, die ...

Die Ereignisse in Yorkshire haben Oscar Wilde und Hawthorne eigentlich als Erfolg abgehakt – schließlich wurden alle Vampire vernichtet, aber die blutleere Leiche eines von Mycroft Holmes´ Agenten, die direkt in Mycrofts geheimen Hauptquartier abgeladen wurde, alarmiert die Sonderermittler. Damit ist klar, dass der neue Gegner nicht nur weiterhin aktiv ist, er kennt sogar die sorgsam gehüteten Verstecke Mycrofts. Oscar Wilde, Hawthorne und Wheeler ziehen los, um dem neuen Gegner endgültig das Handwerk zu legen.

Ich hatte mich auf diese Folge gefreut, da die Sonderermittler hier erstmals direkt mit ihrem neuen Gegner Dracula konfrontiert werden, der nicht nur von einem genialen Torsten Michaelis zum Leben erweckt wurde, mit einer Stimme, die Gänsehaut verursacht, sondern auch als äußerst vielversprechender Charakter eingeführt wurde. Umso erstaunter war ich wie diese Folge bei allem Potential – und durch die vorangehende Folge schön aufgebaute Spannung, so dahin dümpeln konnte. Halbwegs gerettet wird das Hörspiel von Sprechern wie Sascha Rotermund als brillanter Oscar Wilde, den trockenen Sprüchen Wheelers, Mycrofts und Hawthornes und wie schon gesagt einem umwerfend inszenierten Dracula. Inhaltlich war dieses Hörspiel allerdings eine Enttäuschung. Sehr schade. So viel verschenktes Potential war schon schmerzhaft.

3 ½ Sterne, da die Sprecher viel geleistet haben.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Witzig inszenierte Abenteuergeschichte

Der blaurote Methusalem
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Der Langzeitstudent Fritz Degenhart, genannt der „Blaurote Methusalem“, sein Faktotum Gottfried von Bouillon und der Gymnasiast Richard Stein machen sich auf den Weg nach China, um Richard zu seinem Onkel ...

Der Langzeitstudent Fritz Degenhart, genannt der „Blaurote Methusalem“, sein Faktotum Gottfried von Bouillon und der Gymnasiast Richard Stein machen sich auf den Weg nach China, um Richard zu seinem Onkel zu bringen, der es in China zum Millionär gebracht hat. Auf der Reise schließen sich den dreien noch der Kapitän Frick Turnerstick, selbsternanntes Sprachgenie, und der ewig hungrige Holländer Mijnherr Willem van Ardappelen-bosch an. Die Reise verläuft turbulent. Piraten, verärgerte Priester, Politik und missgünstige Mitmenschen bringen die Gruppe immer wieder in brenzlige Situationen. Zugleich verfolgt der blaurote Methusalem noch einen weitere Mission: er hat seinem Freund, dem Teehändler Ye-Kin-Li versprochen, ihm seine Familie aus China zu bringen, die er damals bei seiner Flucht vor dem neuen Regime zurücklassen musste.

Gerade als Hörbuch ist diese Geschichte ein Meisterstück. Weniger an Karl Mays Abenteuerromanen zu messen, sondern eher auf dem Niveau seiner Humoresken liefert May hier beste Unterhaltung ab. Mal absoluter Slapstick, manchmal auch etwas plump, mal aus der Zeit gefallen und dann wieder spannend ist dieses „Studentenstück“ ein ganz besonderes Werk, das von Patrick L. Schmitz großartig gelesen wurde.

Karl May wirkt gerne – gerade mit seinen verwendeten Dialekten – besonders gut als Hörbuch/ Hörspiel aber Patrick L. Schmitz stand hier vor einer ganz besonderen Herausforderung. Die Berliner Mundart von Gottfried von Bouillon ist noch die simpelste Hürde in diesem Abenteuer. Mijnherr van Ardappelen-bosch spricht größtenteils holländisch (wird dankbarerer Weise sofort übersetzt, sodass man als Hörer den Witz würdigen und gleichzeitig der Geschichte folgen kann), die auftretenden Chinesen werden ebenfalls nicht nur mit eigener Stimme inszeniert, sondern auch mit asiatischem Akzent. Die größte Herausforderung dürfte aber der aberwitzige Sprachkünstler turnerstick gewesen sein, der mit seiner verballhornten Sprachakrobatik im Buch irgendwann anstrengend wurde, im Hörbuch aber seinen ganzen Witz entfalten konnte. Hut ab! Patrick L. Schmitz inszeniert diesen in manchen Punkten etwas fragwürdigen Charakter so herrlich überzeichnet, dass es geradezu einen Vergnügen ist sich auf diese naiven Arroganz, die sich permanent ohne es zu merken selbst blamiert, einzulassen.

Als Erzähler klingt Patrick L. Schmitz leider etwas atemlos und abgehackt, aber die Charaktere spricht er flüssig, einzigartig und absolut perfekt.

Fazit: 4 ½ Sterne für eine der witzigsten Karl May-Geschichten! Großartig inszeniert bietet dieses Hörbuch beste Unterhaltung!

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