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Veröffentlicht am 01.11.2024

Beeindruckende Frau, die wir von ganz unten nach ganz oben begleiten

Coco und die Revolution der Mode
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Irgendwie hat doch jeder schon einmal von Coco Chanel gehört oder? Doch vermutlich denkt bei ihrem Namen jeder an die glamouröse Mode und weniger an ihre Biografie, die alles andere als rosig begann. Genau ...

Irgendwie hat doch jeder schon einmal von Coco Chanel gehört oder? Doch vermutlich denkt bei ihrem Namen jeder an die glamouröse Mode und weniger an ihre Biografie, die alles andere als rosig begann. Genau die bringt uns der Roman Coco und die Revolution der Mode nahe, sodass wir Gabriel Chanel, wie sie mit bürgerlichem Namen heißt, von ihrer Kindheit an bis zu ihrem großen Durchbruch kennenlernen können.
Mich interessieren solche besonderen Erfolgsgeschichten insbesondere dann, wenn sich die sogenannten einfachen Leute von ganz unten hocharbeiten. Gabriel Chanel wächst in ärmlichen Verhältnissen auf und muss früh miterleben, wie ihre Mutter an den Folgen der Armut stirbt. Ihr Vater kümmert sich mehr um sein eigenes Leben und die krummen Dinger, die er dreht, als um seine drei Töchter und zwei Söhne. Infolgedessen entledigt er sich seiner Mädchen, indem er sie in die Obhut einer Ordensgemeinschaft gibt, wo Gabriel und ihre Schwestern aufwachsen und das Nähen erlernen. Am Ende der Schulzeit schließlich werden sie zu ihren Großeltern gebracht, wo Gabriel mit ihrer fast gleichaltrigen Tante Adrienne eine echte Seelenverwandte und ihre Weggefährtin für die nächsten Jahre findet. Die Mädchen halten sich mit dem Nähen und Ausbessern über Wasser, bis Gabriel zu immer größeren Zielen strebt.
Gabriel ist schon immer die Starke unter den Schwestern und sieht sich in der Verantwortung zumindest sie drei zusammenzuhalten. Doch auch ihre Träume will sie verfolgen und endlich aus der Armut herauskommen. Das verfolgt sie mit einer beeindruckenden Beharrlichkeit und setzt dabei mehr auf ihr eigenes Können als auf eine vorteilhafte Hochzeit, wie es vielleicht damals der einfachere Weg gewesen wäre. Sie lässt sich von nichts unterkriegen und ist trotz der ambitionierten Ziele sympathisch und lustig. Sie verliert die Freude nicht am Leben und findet später sogar die Liebe. Und obwohl auch die nicht so läuft, wie es sich wünschen würde, lässt sie sich nicht unterkriegen. Das macht sie nur noch mehr bewundernswert. Spannend fand ich auch, wie sie immer ein Gespür dafür hatte, was es gerade braucht, um voran zu kommen und wie sie das trotz des ersten Weltkriegs vorangetrieben hat.
Besonders gut hat mir auch gefallen, dass wir Coco mit einem geschichtenartigen Schreibstil kennenlernen und mit ihr durch die prägendsten Erlebnisse gehen und sie so richtig in Aktion erleben. Coco ist mit diesem Buch ein richtiges Vorbild geworden, die zeigt, dass man beharrlich und dennoch liebevoll sein kann. Es war mir eine große Freude sie kennenlernen zu dürfen.

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Veröffentlicht am 31.10.2024

Coole Idee

Drei
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Manchmal sitze ich vorm Anzeigenblättchen und sehe ein bestimmtes Gemüse im Angebot und frage mich, was ich daraus wohl kochen könnte. Kennt Ihr das? Wie praktisch wäre es da, wenn man ein Kochbuch hätte, ...

Manchmal sitze ich vorm Anzeigenblättchen und sehe ein bestimmtes Gemüse im Angebot und frage mich, was ich daraus wohl kochen könnte. Kennt Ihr das? Wie praktisch wäre es da, wenn man ein Kochbuch hätte, wo man nach diesem speziellen Gemüse sucht und direkt drei verschiedene Rezepte dazu präsentiert bekommt. Genau so geht dieses Kochbuch vor.
Hier werden zwanzig gängige Zutaten präsentiert und zu ihnen mehr oder weniger ausgefallene Rezepte. Diese sind so sortiert, dass jede der 20 Zutaten ein eigenes Kapitel hat, in dem sich die drei Rezepte finden. Sie gehören der klassischen Küche, dem mediterranen Repertoire oder der asiatischen Genusswelt an und bieten mal etwas Neues. Ich mag die Idee, dass man nach den Zutaten suchen kann und dazu Rezepte findet. Das ist nicht nur für mein beschriebenes Anzeigenblättchenbeispiel praktisch, sondern hilft auch bei der Verwertung von Resten.
Die Anleitungen zum Nachkochen finde ich leicht und verständlich beschrieben und auch die Bilder machen Lust zum Nachkochen. Ganz besonders habe ich mich auch über die einzelnen Querverweise gefreut, was wozu passt. Lediglich die Kalorienangabe zu den einzelnen Rezeptideen könnte für meinen Geschmack noch ergänzt werden.
Von mir gibt es ein fettes Lob für diese coole Idee eines Kochbuchs. Für meinen Geschmack darf es diese Rezeptanordnung rund um Zutaten gerne nochmal geben mit mehr klassischer Küche und etwas weniger asiatisch angehauchten Rezepten, weil das nicht ganz so mein Geschmack ist.

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Veröffentlicht am 31.10.2024

Eine schöne Mischung aus Kochen und Schmökern

Italien - unsere Liebe
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Die perfekte Beschreibung des italienischen Lebensgefühls, angereichert mit vielen tollen Rezepten und Bildern, so könnte man diese Mischung aus Kochbuch und Italienguide wohl am besten beschreiben.
Dieses ...

Die perfekte Beschreibung des italienischen Lebensgefühls, angereichert mit vielen tollen Rezepten und Bildern, so könnte man diese Mischung aus Kochbuch und Italienguide wohl am besten beschreiben.
Dieses Buch startet mit ganz viel Liebe und zwar der Liebe zu Italien. So ist es nicht verwunderlich, dass zunächst Bilder der schönsten Orte in Italien präsentiert werden und wir lesen dürfen, was wir Deutsche so an Italien bewundern. Danach gibt es viele interessante Informationen zu Italien und zu den potenziellen Fettnäpfen für Nichtwissende, so zum Beispiel, dass der Italiener Spaghetti bolognese, wie wir sie lieben, gar nicht kennt und in der Form auch nicht kochen würde. Die Autoren nehmen uns dann mit in verschiedene Lebenssituationen in Italien, wie beispielweise an den Strand, in die Bar oder in die Welt des Genusses. In diesen Kapiteln werden weitere interessante Fakten geteilt, Erlebnisse beschrieben und schließlich passende Rezepte präsentiert. Nicht nur die Erzählungen, sondern auch die Rezepte punkten mit einnehmenden Bildern. Die Rezepte sind leicht verständlich geschrieben und machen Lust, mit dem entsprechenden Gefühl, was die Texte vermittelt haben, direkt mit dem Nachkochen zu starten.
Das Buch ist für mich eine herrliche Mischung aus einer Ode an Italien und einer Rezeptsammlung, mit der man sich ein Stück Italien nachhause holen kann.

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Veröffentlicht am 31.10.2024

Echte italienische Küche leicht erklärt, aber mit viel Fleisch

La Cucina Romana - Die Trattoria-Küche der Signora Lella
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Meine Kenntnisse der italienischen Küche haben sich bisher auf die gängigen Pizza- und Nudelgerichte beschränkt. Und weil ich die so gerne esse, habe ich mit diesem Kochbuch den Schritt gewagt, mich auch ...

Meine Kenntnisse der italienischen Küche haben sich bisher auf die gängigen Pizza- und Nudelgerichte beschränkt. Und weil ich die so gerne esse, habe ich mit diesem Kochbuch den Schritt gewagt, mich auch den gehobenen italienischen Gerichten zu öffnen.
In Cucina Romana spürt man richtig das italienische Lebensgefühl, was durch atmosphärische Bilder untermalt wird. Neben den Rezepten bekommen wir auch immer wieder Einblicke in Sora Lellas Leben und in ihre Trattoria, sodass dieses Kochbuch auch gleichzeitig eine kleine Biografie sein könnte. Die Rezepte die zusätzlich mit uns geteilt werden, sind in Kapitel unterteilt, die sich weitestgehend an den gängigen Zutaten orientieren. Die Rezeptideen selbst gehören der echten italienischen Küche an und sind nichts, was man aus der einfachen Pizzeria um die Ecke kennt. Das hat mir bei einigen Nudelgerichten zum Beispiel sehr gut gefallen. Bei anderen Gerichten wie den Kutteln oder dem Milchlamm war es dann nicht mehr ganz mein Geschmack. Dennoch mochte ich die Unterteilung in Geschichten und Rezepte. Auch die Art, wie das Vorgehen beim Kochen beschrieben wird, ist leicht verständlich und gut nachzuvollziehen.
Da es aber nicht alles meinem Geschmack entsprochen hat und daher meine Erwartungen nicht ganz getroffen wurden, kann ich nur 4 Sterne geben, freue mich aber, etwas Neues ausprobiert zu haben.

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Veröffentlicht am 31.10.2024

Richtig lecker und leicht gemacht!

kali orexi - Deutscher Kochbuchpreis 2024 Gold
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Ich esse sehr gerne griechisch, aber für mich sind die Beilagen und Gemüsegerichte oft viel ansprechender als Gyros, Souflaki und co. Mit dieser Vorliebe bin ich zu dem griechischen Familienkochbuch Kali ...

Ich esse sehr gerne griechisch, aber für mich sind die Beilagen und Gemüsegerichte oft viel ansprechender als Gyros, Souflaki und co. Mit dieser Vorliebe bin ich zu dem griechischen Familienkochbuch Kali Orexi gekommen, das ausschließlich vegetarische und vegane Rezepte der griechischen Küche präsentiert.
Nach einem Einstieg mit den Basics der griechischen Küche unterteilen sich die Rezepte in die nachfolgenden Kategorien: Mezze und kleine Gerichte, Salate, Suppen und Gemüsegerichte, Pasteten, Teigtaschen und Brot, Nudeln, Reis und Hülsenfrüchte sowie Desserts, Gebäck und Kaffee. Hier findet sich alles, was das Herz begehrt und es gibt zu jeder Idee, ein Hinweis, wie man das jeweilige Gericht vegan oder glutenfrei hinbekommt. Das hat mir wirklich gut gefallen. Genauso super fand ich die Bilder sowohl von den Gerichten als auch von den Familienfeiern und zur Unterstreichung der Atmosphäre beim griechischen Essen. Hin und wieder gab es zu den komplexeren Arbeitsschritten ja auch Schritt für Schritt Bilder wie zum Beispiel bei dem griechischen Nudelauflauf. Normalerweise waren aber auch die einfachen schriftlichen Anleitungen so gut verständlich, dass ich alles gut umsetzen konnte.
Vieles von den griechischen Rezepten habe ich schon selbst ausprobiert und bin wahrlich begeistert von diesem Kochbuch!

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