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Veröffentlicht am 15.09.2024

la presencia!

Die Unmöglichkeit des Lebens
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Die Unmöglichkeit des Lebens von Matt Haig ist die Geschichte der pensionierten Mathematiklehrerin Grace. So wunderschön, lebensbejahend, mystisch und warnend zugleich. Ich habe das Gefühl, als wäre keines ...

Die Unmöglichkeit des Lebens von Matt Haig ist die Geschichte der pensionierten Mathematiklehrerin Grace. So wunderschön, lebensbejahend, mystisch und warnend zugleich. Ich habe das Gefühl, als wäre keines meiner Worte genug um Die Unmöglichkeit des Lebens passend zu beschreiben. Es gibt wenige Bücher von denen ich sage, sie haben mich so sehr bewegt. Aber anscheinend habe ich im Augenblick ein Gefühl für Bücher, ganz besondere Bücher. Denn dieses ist so ein Buch. So wunderschön geschrieben, so voller Leben und tiefgründig.

Das Buch beginnt mit einer Email an Grace von einem früheren Schüler, der ihr Andeutungsweise sein Herz ausschüttet und sie damit dazu bringt ihm zu antworten. Sie antwortet ihm auf besondere Weise. Denn sie berichtet ihm aus ihrem Leben, in dem sie und ihr Mann den Sohn bei einem Unfall verloren und über ihre Trauer, die später auch durch den Tod ihres Mannes weiter lebte. Von ihrer Begegnung mit ihrer Freundin, die sie selbst nie als Freundin sah. Davon dass diese ihr ein Häuschen auf Ibiza vererbt hat. Doch etwas an dem Tod dieser Freundin ist merkwürdig. Es gibt keine Leiche! Und dann ist da dieser Mann mit dem sie nachts tauchen geht und der die Lösung zum Tod der Freundin ist. Doch beim nächtlichen Tauchgang im Seegras passiert etwas mystisches. Grace begegnet la presencia! Ab dem Augenblick ist alles anders, denn mit Grace passieren einige Dinge. Dinge, die sie niemals für möglich hielt und doch so eingreifend sind, dass sie ihr Leben völlig auf den Kopf stellen.

Es gleicht einem Geniestreich, dass Matt Haig Grace ihre Ibiza Geschichte in Form dieser Email erzählen lässt. Sie ist so lebendig und lebensbejahend geschrieben und doch auch voller Zweifel, aber auch mit so viel Kampfgeist und Zusammenhalt geprägt. Am liebsten würde man gleich in ein Flugzeug steigen und zusammen mit ihnen für die Erhaltung eines einzigartigen Naturgebietes kämpfen. Oder einfach nur Zeit mit dieser beeindruckenden Frau verbringen.

Eine absolute Leseempfehlung für jeden, aber auch besonders für all diejenigen die den Blick auf Die Unmöglichkeit des Lebens verloren haben.

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Veröffentlicht am 08.09.2024

schmerzhaft schön

Almost isn't enough. Whispers by the Sea (Secrets of Ferley 1)
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Das Cover von Almost isn’t enough – Whispers by the Sea ist so wunderschön und dieses Schönheit zieht sich Dank des atemberaubenden Farbschnitt in eine ungeahnte Tiefe weiter. Dieser beeindruckende Farbverlauf ...

Das Cover von Almost isn’t enough – Whispers by the Sea ist so wunderschön und dieses Schönheit zieht sich Dank des atemberaubenden Farbschnitt in eine ungeahnte Tiefe weiter. Dieser beeindruckende Farbverlauf von zartem rosè mit angedeuteten Wolken bis zu dem dunkle lila mit Wellen die an einen angedeuteten Strand branden und verführerisch in rosè und lila glitzern. Beim Anblick hat man schon fast das Gefühl sich in dem Farben- und Wellenspiel zu verlieren.
Der Klappentext weckt ein gewisses Kopfkino und eigentlich würde man ja schon einen der bequemen Lesesessel im Buchladen suchen um sofort vor Ort mit dem Lesen zu beginnen. Sich sofort in eine Geschichte voller Liebe, Zweifel, Ängsten, Vergangenheit und Zukunft verlieren.

Der Schreibstil und die Nähe zu ihren Protagonisten fällt sofort auf und sorgt dafür, dass Jennifer Bright ein unglaublich authentisches Setting erschafft. Sie hat dieses Feingefühl den Leser mit Summer und Ares zwei sehr starke Charaktere zu zeigen, die trotz oder auch wegen den erlittenen Schicksalsschlägen nicht aufgeben oder gar die Hoffnung auf Liebe und das Leben aufgegeben haben. Mir hat besonders gefallen, dass ich mich beim Lesen diese Bindung zu Summer und Ares aufbauen konnte um mich in sie hinein versetzen konnte. Es fühlte sich an, als wäre ich Summer. So viele Gefühle und Schmerz und dann noch dieses Hass/Liebe-Ding zu Ares. Wow, es war absolut authentisch. Mehr kann ich hier nicht schreiben, denn dann müsste ich zu viel verraten, daher meine Empfehlung holt Euch Almost isn’t enough – Whispers by the Sea und erlebt es selbst.

Ich bin förmlich durch das Buch geflogen und freue mich sehr auf den zweiten Teil und dann mehr über Damian zu erfahren. Denn die Freunde von Summer und Ares haben auch so viel zu bieten.

Nun könnte man sagen alles an Almost isn’t enough – Whispers by the Sea ist einfach nur wunderschön. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass ernste und auch triggernde Themen behandelt werden. Aber dennoch ist es eine perfekte Mischung aus Spannung und Liebe und für mich somit eine perfekte Sommerlektüre.

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Veröffentlicht am 02.09.2024

flach gedacht und charakterlos

Love Letters to a Serial Killer
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Ein blutiges Messer mit blumig buntem Griff auf schwarzen Hintergrund und der Buchtitel in weißer Schrift ziert das Cover. Das hat mich zusammen mit dem Klappentext und der Leseprobe neugierig gemacht.

Love ...

Ein blutiges Messer mit blumig buntem Griff auf schwarzen Hintergrund und der Buchtitel in weißer Schrift ziert das Cover. Das hat mich zusammen mit dem Klappentext und der Leseprobe neugierig gemacht.

Love Letters to a Serial Killer von Tasha Coryell begann wirklich viel versprechend und spannend. Zu Beginn hatte ich noch das Gefühl, dass sich Hannah als weiblicher Hauptcharakter viel Potenzial hat. Doch dann fand eine flachdenkende und charakterschwache Protagonistin vor. Sie hätte das Potenzial gehabt zu wachsen und eine starke Frau zu sein, aber nein dies kam der Autorin wohl nicht in den Sinn. Denn Hannah immer einer Person die ich als dumm und ekelig empfand. Ständig hatte sie an allem und jeden etwas auszusetzen, fühlte sich ständig zurückgesetzt und von Männern, die sie eigentlich nur für eine Nacht benutzt hat ungeliebt. Als sie dann endlich aufhört ihren Ex der eigentlich gar kein Ex ist zu stalken verfällt sie ins nächste Extrem. In einem True-Crime-Internet-Forum wird sie aktiv als eine junge Frau verschwindet und später in einer Schlucht gefunden wird. Spätestens bei der zweiten toten jungen Frau wird es albern. Denn genau diese junge Frau findet erst eine weitere Leiche um dann dort selbst tot aufgefunden zu werden. Tja, es könnte nicht noch offensichtlicher werden als der gutaussehender Anwalt William wegen der Morde verhaftet wird.

Kurz darauf beginnt Hannah dem inhaftierten William Briefe zu schreiben. Der erste Brief war für mich noch verständlich, aber auch dies verliert schnell an Spannung. Es kommt zu einem Hin und Her Geschreibe was aber von Hannah sehr, viel zu sehr, ins Extrem gezogen wird. An dem Punkt als sie nichts besseres zu tun hatte als nach dem dritten Brief, ich glaube zu mindestens das es dritte Brief von William war, in Selbstbefriedigung zu enden, war dieses Buch für mich zu Ende!!! Ich empfand dies einfach nur ekelig und absolut unverständlich.
Mag sein, dass Love Letters to a Serial Killer von Tasha Coryell irgendwann einen spannenden Punkt erreicht hat, aber ich für mich war der Einstieg einfach zu naiv und einfach nur ekelig!

Der Anfang klang noch nach einem Thriller. Allerdings frage ich mich, was eine naive und kindliche ‚Yeah, ich bin die Freundin eines Serien-Killers‘ Einstellung mit einem Thriller zu tun hat. Vielleicht hätte ich dafür einfach nur meinen Ekel vor diesem Buch abschütteln müssen, aber dazu war ich nicht in der Lage. Kurz gesagt, ich kann und möchte für diese Buch keinerlei Leseempfehlung geben.

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Veröffentlicht am 02.09.2024

Bandenkrieg oder doch mehr?

Tode, die wir sterben
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Das Cover begrüßt den Leser mit einem Blick auf die Öresundbrücke, einem wolkigen Himmel und einem Stück Meer. Eigentlich ein ruhiger und schöner Ausblick, aber in Tode, die wir sterben ist die Welt in ...

Das Cover begrüßt den Leser mit einem Blick auf die Öresundbrücke, einem wolkigen Himmel und einem Stück Meer. Eigentlich ein ruhiger und schöner Ausblick, aber in Tode, die wir sterben ist die Welt in Malmö nicht so schön wie das Cover.

Wie bei einem Reihenstart üblich lernen wir die beiden Hauptprotagonisten Svea Karhuu und Jon Nordh ausführlich kennen. Sie könnten nicht verschiedener sein. Svea Karhuu, Mitte zwanzig und ehemalige Undercover-Ermittlerin aus Nordschweden und strafversetzt nach Malmö. Jon Nordh, Mittel vierzig und frisch verwitwet. Seine Frau starb bei einem Autounfall zusammen mit seinem Partner und besten Freund. Beide haben also ihr Päckchen zutragen und müssen plötzlich als Partner in dem Fall eines toten dreizehn Jährigen Jungen ermitteln. Alles sieht aus wie Fall von Bandenkriminalität, aber in Malmö scheint nichts so zu ein wie es scheint. Denn es ist nicht immer das Offensichtliche was zählt.

Zu Beginn empfand ich Tode, die wir sterben etwas langatmig, weil wir wirklich sehr viel über Svea und Jon erfahren. Ich habe etwas mit den beiden gefremdelt, denn manchmal war mir das Gejammere von Jon etwas zu viel. Aber dann nimmt der Fall ungeahnte Wendungen auf und die Kommissare wurden mir immer sympathischer. Durch den Twist nach dem zweiten Mord und der nicht enden wollenden Beharrlichkeit von Svea wurde es wirklich spannend.
Besonders Svea ist mir ans Herz gewachsen. Allein durch ihre Art die Ermittlungen anzugehen und dabei ihre eigenen Wege zu gehen. Am Ende konnte ich mich auch für Jon erwärmen. Denn durch die Ermittlungen und sein in der Situation herein zu wachsen, was der Leser quasi live miterlebt, wurde er immer sympathischer.

Der Bezug zu aktuellen Themen wie Bandenkriminalität in Schweden bis hin zum russischen Geheimdienst bietet Tode, die wir sterben von Roman Voosen & Kerstin Signe Danielsson dann doch alles was ein guter Krimi benötigt. Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Fall dieser beiden ungleichen aber doch sich perfekt ergänzendem Ermittler-Duo.

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Veröffentlicht am 11.08.2024

sehr gefühlvoller Blick auf eine schwere Zeit

Und dahinter das Meer
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Das Cover zaubert seine ganz eigene Atmosphäre. Eine Frau steht an einer zerklüfteten Stelle am Meer. Mit dem Rücken zum Leser und den Blick auf das Meer gerichtet. Bei dem Anblickt spürt man all ihre ...

Das Cover zaubert seine ganz eigene Atmosphäre. Eine Frau steht an einer zerklüfteten Stelle am Meer. Mit dem Rücken zum Leser und den Blick auf das Meer gerichtet. Bei dem Anblickt spürt man all ihre Sehnsucht und ihre Gedanken an Erinnerungen. Zu mindestens geht es mir so, denn genauso würde ich mich fühlen, wenn ich an einer solchen Stelle an Meer stehen würde. Zugegeben braucht dieses Buch auch nichts anderes als genau dieses Bild um all die Gefühle des Buches zu beschreiben.
Mit voller Gewalt der Gefühle nimmt die Autorin Laura Spence-Ash die Leser mit in das Leben von Beatrix Thompson. Anders kann man es nicht bezeichnen was wir zusammen mit Beatrix in Und dahinter das Meer erleben.

Die Angst und Verzweiflung in London im Jahr 1940 könnte kaum größer sein. Eltern haben Angst ihre Kinder könnten bei den Luftangriffen ums Leben zu kommen. Daher werden viele Kinder in die USA ‚verschickt‘. So ergeht es auch der elf-jährigen Beatrix Thompson. Ihre Eltern sind sehr verzweifelt, zumal Beatrix sich offensichtlich über die Gefahren eines Luftangriffes mit Reizgas auseinander setzt. Da kann es nur sicherer sein die gegen ihren Willen nach Amerika in eine Gastfamilie zu schicken.

In Amerika angekommen lernt Beatrix ihre Gastfamilie die Gregorys kennen und stellt sofort riesige Unterschiede fest. Ja irgendwie fürchtet sie sich in der Familie. Plötzlich hat sie zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch bald legt sich diese Angst und sie wächst in einer tollen Familie auf und verbringt mit ihnen zusammen die Sommer in Maine auf einer kleinen Privat-Insel. Ihr Geburtstag ist immer etwas ganz Besonderes. Denn alle drei Kinder haben im August Geburtstag. Dieser wird immer in einem kleinen Restaurant mit Hummer-Essen gefeiert! Je mehr Bea sich in der Familie heimisch fühlt und die Verbindung zu ihren Pflege-Brüdern sich vertieft umso schwerer wiegt später das Verlassen müssen. Die Tiefe der Verbindungen von Beatrix mit William und Gerald und die daraus folgende Beeinflussung der drei aufeinander ist beeindrucken und bedrückend. Denn im Grunde haben all diese Gefühle kaum eine Chance.

Nach der Rückkehr von Beatrix zu ihrer Familie nach London zeigt sich schnell die Eifersucht ihrer Mutter auf das Leben in Sicherheit ihrer Tochter. Dieses Gefühl werden nicht viele nachvollziehen können, außer sie haben diese unerklärliche Eifersucht einer Mutter auf ihr Kind selbst erlebt haben. Beatrix leidet unter diesem Gefühl, doch schafft sie es ihre Erinnerungen zu bewahren, auch wenn der Kontakt zu ihrer anderen Familie teilweise mehr wie einschläft.

Und dahinter das Meer von Laura Spence-Ash ist ein sehr gefühlvoller Blick auf eine schwere Zeit, die doch von dem Wunder und dem Glück zwei Familien zu haben. Seinen eigenen Weg zu finden und ihn zu bewahren. Die Macht der Erinnerungen niemals zu unterschätzen und von einem unbeschwerten Leben in einer der schlimmsten Zeiten.

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