Platzhalter für Profilbild

Buecherbiene

Lesejury Profi
offline

Buecherbiene ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Buecherbiene über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.10.2025

Tolle Umsetzung

One On One
0

“One on One” von Jamie Harrow ist eine tolle Sports-Romance mit ernstem Hintergrund.

Annie Radford kehrt zurück an ihr altes College, um dort als Social Media Managerin für das Basketballteam zu arbeiten. ...

“One on One” von Jamie Harrow ist eine tolle Sports-Romance mit ernstem Hintergrund.

Annie Radford kehrt zurück an ihr altes College, um dort als Social Media Managerin für das Basketballteam zu arbeiten. Doch dort warten nicht nur alte Erinnerungen, sondern auch alte Bekannte. Unter anderem ihr ehemaliger Kollege Ben und der ist gar nicht gut auf sie zu sprechen.

Ich hatte eine Standard-Sport-Romance erwartet und wurde mehr als überrascht. Die Charaktere haben so viele Facetten im Umgang miteinander, dass ich mehr als einmal gelacht und mitgefiebert habe, wie sich alles entwickelt. Annie und Ben haben zuerst einen ziemlich angespannten Umgang miteinander, wo auch ich mich öfter schütteln musste, um die Anspannung loszuwerden. Beide haben ihr Päckchen zu tragen, was erst im Laufe der Geschichte immer deutlicher wird und so für konstante Spannung gesorgt hat.
Der Schreibstil ist sehr locker und hat viel Humor, was mir persönlich super gut gefällt. Allerdings kommen auch die ernsten Themen nicht zu kurz und werden passend umgesetzt.
Ein kleines Manko gab es allerdings. Durch die Aneinanderreihung verschiedener Situationen kam der zeitliche Aspekt nicht mehr wirklich durch. Es gab keinen Anhaltspunkt, wie viel Zeit zwischen den einzelnen Situationen vergangen ist, was mich ein wenig gestört hat, aber das ist Kritik auf höchstem Niveau.

Alles in allem ist es eine tolle Sports-Romance im Basketballsport, mit viel Humor, etwas Tragik und vielen tollen Charakteren.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 30.08.2025

Durchaus spannend

Eine falsche Lüge – Wird es ihre letzte sein?
0

“Eine falsche Lüge: wird es ihre letzte sein?” von Sophie Stava ist ein gelungener Thriller mit Spannung und Überraschungen.

Sloane hat viel im Leben gemacht. Vorallem hat sie gelogen. Das tut sie immer ...

“Eine falsche Lüge: wird es ihre letzte sein?” von Sophie Stava ist ein gelungener Thriller mit Spannung und Überraschungen.

Sloane hat viel im Leben gemacht. Vorallem hat sie gelogen. Das tut sie immer noch bei jeder Gelegenheit. Auch im Park, als ein junges Mädchen von einer Biene gestochen wird, wird die Mitarbeiterin im Nagelstudio plötzlich zur Krankenschwester. So lernt sie auch dessen Vater kennen und anschließend seine Frau. Als die beiden sich anfreunden, merken sie schnell, dass sie einiges gemeinsam haben. Vielleicht zu viel.

Das Buch lässt sich in drei Teile unterteilen, welche aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden. Jeder der Protagonisten kommt so zu Wort und man lernt sie noch einmal auf eine ganz andere Art und Weise kennen. So lassen sich auch manche Dinge anders erklären.
Sloane als Charakter finde ich sehr schwierig. Ohne zu viel vorwegzunehmen kann ich sagen, dass sie ein riesiges Problem hat und das eventuell mal behandeln lassen sollte. So viele Lügen auf einem Haufen habe ich selten gesehen (bzw. gelesen).
Ich konnte mich mit ihr überhaupt nicht identifizieren, mit den anderen beiden Protagonisten allerdings auch nicht. Auch diese fand ich sehr schwer zugänglich.
Dafür war umso mehr Spannung im Buch. Immer wieder wurde eine neue Überraschung eingebaut und ein neues Geheimnis gelüftet. Durch verschiedene Sprünge in die Vergangenheit wurden auch da so manche Rätsel aufgedeckt, was die Spannung durchgängig oben gehalten hat.
Den Schreibstil fand ich sehr flüssig und leicht zu lesen und so konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.

Alles in allem ein wahrer Pageturner, mit sehr schwierigen Charakteren.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.08.2025

Eine etwas andere Perspektive

Mit kalter Hand
0

“Mit kalter Hand” von Michael Tsokos ist Band 3 der Thriller-Reihe um die Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao.

Auch in diesem Teil der Reihe ermittelt sie wieder in der BKA-Einheit “Extremdelikte”. Dieses ...

“Mit kalter Hand” von Michael Tsokos ist Band 3 der Thriller-Reihe um die Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao.

Auch in diesem Teil der Reihe ermittelt sie wieder in der BKA-Einheit “Extremdelikte”. Dieses Mal unterstützt sie außerdem den Profiler Milan Hasanovic in einem besonderen tierischen Fall. Nämlich beim Pferderipper von Lübars. Dieser schleicht sich nachts auf ein Pferdegestüt und tötet mehrere Pferde. Doch damit nicht genug. Bleibt es bei den Pferden oder ist das nur der Anfang?
Außerdem werden mitten in Berlin verschiedene Leichenteile gefunden. Doch gehören diese zusammen? Und wer hat sie entsorgt?

Für mich ist es der erste Band, den ich aus dieser Reihe lese und ich bin begeistert. Alle Bände können unabhängig voneinander gelesen werden und sind in sich schlüssig.
Das Buch ist kein klassischer Thriller aus der Perspektive der Ermittler, sondern aus der Sicht der Rechtsmedizin, was nochmal einen ganz anderen Vibe in die Geschichte bringt. Es geht sehr viel um medizinische Fakten, die sehr detailliert beschrieben werden und das sehr verständlich. Ich als Laie hatte zu keinem Zeitpunkt Verständnisschwierigkeiten.

Dr. Sabine Yao als Charakter gefällt mir gut, wenn ich sie als Mensch auch sehr gerne etwas intensiver kennengelernt hätte. Als Rechtsmedizinerin hat sie mir gut gefallen. Sie ist taff, versteht etwas von ihrer Arbeit und lässt sich von niemandem ihre Fachkenntnisse absprechen.

Es wird ab und an auch aus der Perspektive des Täters berichtet, was nochmal ein ganz neues Licht auf so manche Entwicklung geworfen hat.

Alles in allem bin ich wirklich begeistert von diesem Buch und kann es jedem empfehlen, der auch nur ein kleines bisschen Interesse an True Crime und einem etwas anderen Ermittlungsansatz hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.08.2025

Sehr tiefgreifend

Das Pubquiz für einsame Herzen
0

“Das Pubquiz für einsame Herzen” von Lauren Farnsworth ist ein bewegender Roman über Einsamkeit, Freundschaft und das Schicksal.

Vier Menschen treffen sich aufgrund einer Anzeige im Pub, zu einem Pubquiz-Abend. ...

“Das Pubquiz für einsame Herzen” von Lauren Farnsworth ist ein bewegender Roman über Einsamkeit, Freundschaft und das Schicksal.

Vier Menschen treffen sich aufgrund einer Anzeige im Pub, zu einem Pubquiz-Abend. Vier Menschen, die sich vorher noch nie begegnet sind. Jeder mit seinem eigenen Schicksal, doch alle haben dasselbe Ziel: das Finale der London Pubquiz-Liga.

Das Buch ist abwechselnd aus den vier verschiedenen Perspektiven, der Protagonisten erzählt. Das macht es leichter, die Charaktere kennenzulernen. Alle vier Charaktere sind wirklich tolle Protagonisten. Sie sind vielschichtig, haben alle dasselbe Problem (Einsamkeit) und versuchen alle daran etwas zu ändern. Jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen und seine ganz eigenen Probleme. Doch manchmal finden sie auch Gemeinsamkeiten, was sie näher zueinander bringt.
Ich finde es toll, dass der Kern der Geschichte sich wirklich durch das gesamte Buch gezogen hat: wer zusammen ist, ist weniger allein.
Ich habe jede Seite mitgefiebert, ob sie es bis ins Finale schaffen und ehrlicherweise konnte ich die ein oder andere Frage des Quizzes wirklich nicht beantworten. Also Hut ab, an die Kandidaten.
Die Geschichte war sehr leicht erzählt, obwohl durchaus ernste Themen angesprochen wurden. Gerade mit der Tiefe der Probleme der einzelnen Charaktere habe ich so nicht gerechnet, was mich sehr überrascht hat. Das drückte etwas die Stimmung und hat sehr viel von der Leichtigkeit genommen, was ich aber als sehr positiv wahrgenommen habe.

Alles in allem ist es kein leichter Roman für zwischendurch, aber eine Geschichte, die bewegt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.08.2025

Langatmig

Deckname: Bird
0

“Deckname: Bird” von Louise Doughty erzählt die Geschichte einer Agentin auf der Flucht.

Heather ist Agentin in einer Geheimorganisation, welche der Regierung zuarbeitet. Von jetzt auf gleich gerät sie ...

“Deckname: Bird” von Louise Doughty erzählt die Geschichte einer Agentin auf der Flucht.

Heather ist Agentin in einer Geheimorganisation, welche der Regierung zuarbeitet. Von jetzt auf gleich gerät sie allerdings selbst ins Fadenkreuz der Ermittlungen und muss sofort fliehen. Sie lässt alles zurück. Ihr Leben, ihr Zuhause, ihren Job und versucht dabei ihren eigenen Fall aufzuklären.

Das Buch ist in drei große Abschnitte unterteilt. Der Moment der Flucht, ihre Vergangenheit und die Zeit nach der Flucht. Allerdings bleibt sehr lange ungeklärt, wieso sie sich überhaupt auf der Flucht befindet.
In der Geschichte selbst finden sich sehr wenige Passagen, wo Spannung auftritt oder eine gewisse Dynamik ins Spiel kommt. Stattdessen wird viel über ihre Vergangenheit philosophiert, was sehr wenig mit der Handlung selbst zu tun hat.
Die eigentliche Handlung bleibt vollständig auf der Strecke und wird eher als Randgeschehen wahrgenommen, was wirklich sehr schade ist, denn genau darum sollte es eigentlich gehen.
Heather als Charakter ist eher abgestumpft und ziemlich leidig (was man stellvertretend in ihrer Situation vermutlich auch wäre).
Leider hat sich das Geschehen so allerdings sehr langatmig gestaltet und künstlich in die Länge gezogen, weshalb das Lesen eher quälend war.

Alles in allem hat mich der Thriller als solches nicht überzeugt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere