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Veröffentlicht am 17.01.2018

Ein Psychopath der Extra-Klasse!

The Fourth Monkey - Geboren, um zu töten
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Seit Jahren jagt Detective Sam Porter von der Mordkommission einen Serienmörder, der seine Opfer entführt und Ohren, Augen und Zunge in Päckchen verschickt, bevor er sie tötet, um damit Angehörige zu bestrafen, ...

Seit Jahren jagt Detective Sam Porter von der Mordkommission einen Serienmörder, der seine Opfer entführt und Ohren, Augen und Zunge in Päckchen verschickt, bevor er sie tötet, um damit Angehörige zu bestrafen, die sich in seinen Augen schuldig gemacht haben. Er schafft es, außer diesen Päckchen keine Spuren zu hinterlassen. Als Porter zu einem Unfall gerufen wird, bei dem ein Fußgänger von einem Bus erfasst wurde und er dort ein Päckchen mit einem Ohr findet, stellt sich die Frage, ob die Mordkommission so viel Glück hat, den Serienmörder auf diese Weise zu fassen. Doch wer ist der Mann und ist das Opfer, dessen Ohr er verschicken wollte, noch am Leben? Am Tatort wird außerdem das persönliche Tagebuch des Mörders gefunden, das Einblicke in den Kopf eines Psychopathen enthält. Schaffen es Porter und sein Team, die Hinweise am Tatort richtig zu deuten? Wer ist das neuste Opfer und wie lange kann es noch überleben?

Als ich mit dem Buch angefangen habe, habe ich mich noch etwas über den Namen des Serienkillers gewundert (der ja schon im Titel vorkommt: The fourth monkey, kurz: 4MK), aber schon bald gab es dafür die Auflösung: Indem er Ohren, Augen und Zunge seiner Opfer verschickt, spielt er auf die 3 Affen des japanischen Sprichworts an: Ohr (höre nichts Böses), Augen (siehe nichts Böses), Zunge (nichts Böses sagen). Den 4. Affen (nichts Böses tun) repräsentiert er selber und seinen Versuch, die Bösen zu bestrafen.

Ganz zu Beginn bin ich mit den Konversationen vor allem zwischen den Ermittlern nicht so richtig warm geworden, aber das hat sich schon bald geändert. Ich denke, dass das darauf zurückzuführen ist, dass der Autor am Anfang noch nicht so viel über die Privatleben der Ermittler verraten will, wodurch die Unterhaltungen am Anfang vage sind. Je weiter man liest, desto besser funktioniert die Interaktion im Team, sodass auch die Ermittler an Plastizität gewinnen. Was mir sehr gut gefällt, ist der lockere Umgangston innerhalb der Truppe, trotz oder vielleicht gerade wegen all der erschreckenden Dinge, die um sie herum passieren. So musste ich einige Male schmunzeln, wenn sich Nash und Clair gegenseitig necken und man merkt auch, dass zwischen Nash und Porter ein Vertrauens-, wenn nicht gar Freundschaftsverhältnis besteht. Ich finde es auch gut, dass die Ermittlungsarbeit tatsächlich im Team gemacht wird und nicht, wie oft in diesem Genre ein „einsamer Wolf“ die ganze Arbeit allein macht. Die Charaktere sind gut gewählt, die Ermittler sympathisch, der „Bösewicht“ beängstigend brutal und berechnend, unzweifelhaft eine Konstellation von der ich gern mehr lesen würde.

J. D. Parker schafft es gekonnt, den Leser auf falsche Fährten zu locken und durch außergewöhnliche und unvorhergesehene Wendungen in der Geschichte vor immer neue Tatsachen zu stellen, die alle Überlegungen, alle Erklärungsversuche wieder von neuem beginnen lassen. Er schafft es, die atemlose Spannung bis ganz zuletzt aufrecht zu erhalten, sodass es eigentlich unmöglich ist, das Buch aus der Hand zu legen. Dadurch, dass die Kapitel relativ kurz sind, denkt man sich beim Lesen „naja, ein Kapitel noch, dann höre ich auf“ aber es folgt immer noch eins…

Ein bisschen erinnert mich der Killer an Francis Ackerman junior, den Serienkiller aus „Ich bin die Nacht“ von Ethan Cross. Beide suchen sie die direkte Konfrontation mit dem Ermittler, der sie jagt und beide sind sie „erschaffen“ worden durch die wahnwitzigen Ideen ihrer Väter. Die Idee, Tagebucheinträge des Täters, der seine Taten und Motivation erklären will, in der Geschichte zu verweben, ist sehr gut gelungen. Man erhält Einblick in die kranke Gedankenwelt des 4MK, der auch seine Kindheit schildert. Man weiß nicht genau, ob man mit dem Täter nicht sogar ein bisschen Mitleid haben müsste und stellt gleichzeitig fest, wie soziopathisch der Täter agiert, wodurch das Grauen und die Angst um das Opfer noch zusätzlich gesteigert werden.

Also unbedingt lesen, auch wenn es vielleicht am Anfang etwas abschreckend dick ist (fast 540 Seiten), die sind es ganz klar wert! Aber Vorsicht: Manche Beschreibungen sind nichts für schwache Nerven.

Veröffentlicht am 15.01.2018

Porträt über eine beeindruckend starke Frau

Die amerikanische Prinzessin
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Inhalt: Der Roman beleuchtet das Leben von Allene Tew, eine der schillernden Persönlichkeiten der amerikanischen Society der „goldenen Jahre“. Der Leser erfährt in der gut recherchierten Geschichte über ...

Inhalt: Der Roman beleuchtet das Leben von Allene Tew, eine der schillernden Persönlichkeiten der amerikanischen Society der „goldenen Jahre“. Der Leser erfährt in der gut recherchierten Geschichte über die Herkunft, den Aufstieg, aber auch die Rückschläge und die Verluste die Allene im Laufe der Zeit durchlebt hat. Es ist die Lebensgeschichte einer bemerkenswert starken, zielstrebigen Frau, die ein Leben führt, das genug Dramen für ein Filmdrehbuch enthält. Zusammen mit ihr durchlebt der Leser die verschiedensten Epochen der amerikanischen Geschichte, den Wirtschaftsboom aber auch die große Depression, Zeiten des Aufbruchs, aber auch die beiden Weltkriege.
„Es stecken letzten Endes drei Bücher in Die amerikanische Prinzessin. Es ist eine wundersame Lebensgeschichte, die so voller Wendungen steckt, dass es sich für mich fast wie ein Abenteuerroman anfühlt. Es kann auch als kleine Geschichte Amerikas gelesen werden. Und schließlich ist es meine sehr persönliche kleine Studie über die Frage: Wie geht man mit Verlusten um?“
Annejet van der Zijl; Nachwort S.228

Meinung: Die Geschichte von Allene Tew ist so packend, so berührend, dass es, obwohl es sich um eine Biographie handelt, schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. Annejet van der Zijl schafft es, ein packendes Porträt von einer Person zu zeichnen, von der meines Erachtens nach in der Öffentlichkeit viel zu wenig bekannt ist. Sie zeigt sie uns als Vorbild für Durchhaltevermögen, als eine starke Frau, die trotz zahlreicher Rückschläge nie den Mut zum und den Spaß am Leben verloren hat.
Es ist ihr gelungen, die persönliche Geschichte und den historischen Hintergrund so zu verweben, dass man als Leser diese Zeiten mit ihr erlebt. Sie lässt die Persönlichkeit Allenes lebendig wieder aufleben.
Mein Lieblingssatz dazu: Und vielleicht war das ja Allenes größte Leistung – mehr als ihr Reichtum, ihre Titel, ihre vielen Häuser und ihr imponierendes Gästebuch: dass sie sich, was immer sie auch erlebt und durchgemacht hatte, nie die Fähigkeit nehmen ließ, das Leben zu genießen und dankbar dafür zu sein (S. 197). Es ist die Persönlichkeit einer beeindruckenden Frau, die ich gern getroffen hätte und die ich durch dieses Buch zumindest ein bisschen kennen lernen durfte! Danke dafür.
Der Hintergrund ist akribisch recherchiert und durch Zitate, Zeitungsartikel und Zeitzeugenberichte gestützt. Dabei finde ich es gut, dass einige der Zitate in der Originalsprache (englisch) enthalten sind, meist mit einer sinngemäßen Übersetzung im folgenden Text.
Definitiv eines meiner Lese-highlights!

Veröffentlicht am 13.01.2018

Spannende Dystropie, aber wohl eher ein Jugendroman

Wie Wölfe im Winter
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Nachdem die Welt im Kriegschaos versunken ist und die Mehrheit der Menschheit durch eine pandemische Grippe ausgelöscht wurde, haben sich Lynn, ihrer Mutter, ihr Bruder Ken, ihr Onkel Jeryl und dessen ...

Nachdem die Welt im Kriegschaos versunken ist und die Mehrheit der Menschheit durch eine pandemische Grippe ausgelöscht wurde, haben sich Lynn, ihrer Mutter, ihr Bruder Ken, ihr Onkel Jeryl und dessen Ziehsohn Ramsey in die unberührte Wildnis des Yukons zurückgezogen. 7 Jahre haben sie durch Anbau von Kartoffeln und Karotten und der Jagd auf Wildtiere überleben können. Diese trostlose Routine wird plötzlich durchbrochen, als ein Fremder auftaucht und Lynn ihn mit zu ihrer Familie nimmt. Jax, der geheimnisvolle Fremde, scheint Gefahr anzuziehen und verbirgt scheinbar Details seiner Vergangenheit. Können Lynn und seine Familie ihm trauen?

Meinung: Das Buch ist in Ich-Perspektive aus der Sicht von Lynn erzählt. Man ist direkt in der Geschichte drin und die Vergangenheit, die zur aktuellen Situation geführt hat, erfährt man peu à peu durch Rückblenden und Erinnerungen. Dadurch bleibt die Spannung lange Zeit erhalten, man will genauer wissen, was damals passiert ist. Dadurch, dass der Autor tatsächliche Begebenheiten (11. September, Terroranschläge) als Ausgangspunkt gewählt hat und darauf aufbauend erschreckend vorstellbar sein Untergangsszenario entwickelt, ergibt sich ein beängstigendes Bild. Die Beschreibung der Landschaft, der Einsamkeit und der insgesamten Lage der Familie ist sehr gelungen. An und für sich mag ich die Charaktere und vorallem Lynns Mutter, ihr Onkel Jeryl und auch Jax sind überzeugend dargestellt. Das einzige Manko ist Lynn selbst: Sie ist nicht durchgängig gezeichnet, oft verhält sie sich nicht ihrem Alter entsprechend, wodurch auch die Interaktion und Kommunikation mit Jax leidet. Die beiden wirken als Paar nicht und ich habe mich einige Male gefragt, was Jax als erwachsener Mann mit einem kleinen Mädchen will.
Die Sprache ist sehr einfach, sodass das Buch eher ein Jugendroman ist. Es ist aber sehr flüssig geschrieben, sodass das Lesen sehr leicht fällt. Die Spannung ist auch geschickt aufgebaut, man kann das Buch beinahe nicht mehr aus der Hand legen. Einige Logikfehler sind leider enthalten und manchmal stören die beim Lesefluss etwas, manchmal sind Erklärungen sehr vereinfacht. Das Ende wirkt überstürzt und das unnötige Happy-End deplatziert. Auch da erinnert es an einen Jugendroman.

Insgesamt ist der Roman eine schöne, spannende Geschichte, die aber leider einige Schwächen aufweist.

Veröffentlicht am 06.01.2018

Gelungener Religionsthriller

Das Jesus-Experiment
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Inhalt: Stellen Sie sich vor, jedes Erlebnis ihres Lebens wird nicht nur als unmittelbare Erinnerung in ihrem Gedächtnis gespeichert sondern hinterlässt eine bleibende Änderung in der Hirnstruktur, die ...

Inhalt: Stellen Sie sich vor, jedes Erlebnis ihres Lebens wird nicht nur als unmittelbare Erinnerung in ihrem Gedächtnis gespeichert sondern hinterlässt eine bleibende Änderung in der Hirnstruktur, die an die Nachfahren vererbt wird. Der Hirnforscher Tom Jennings findet eine Möglichkeit, diese ererbten Erinnerungen nachzuweisen und was noch besser ist, sie als eine Art Filmsequenz auf den Computer übertragen zu können. Eine Technik, die unzählige Möglichkeiten und Vorteile bietet, die aber auch, in den falschen Händen, ein höchst zerstörerisches Potential hat. Jennings, der finanzielle Probleme hat, verkauft seine Technik, die er „Recalls“ nennt, an Lancette, einen Fernsehproduzenten, der in einer möglichst spektakulären Show Erinnerungen an bekannte, verstorbene Persönlichkeiten lebendig werden lassen will. Als Jennings durch einen Ahnenforscher auf eine mögliche bestehende direkte Erblinie von Pontius Pilatus aufmerksam gemacht wird, ergibt sich die Chance auf eine Sensation: Kann durch die Recall-Technik tatsächlich ein Bild von Jesus Christus aufgerufen werden?
Die Möglichkeit, Gedanken zu lesen und in Bilder zu verwandeln bietet aber auch kommerzielle Perspektiven und Jennings, der als Wissenschaftler zu sehr auf die Forschung fokussiert ist, um das Potential und die Gefahr zu erkennen, befindet sich in den Händen von Lancette und zwischen allen Fronten.

Meinung: Zunächst einmal muss man sich auf das Thema einlassen. Zunächst fiel es mir erstaunlich schwer, die postulierte Tatsache der vererbbaren Erinnerungen soweit zu akzeptieren, dass ich die Geschichte als das Lesen konnte, was sie ist: Science Fiction auf Basis bekannter biologisch-genetischer Grundlagen. Roßbach schafft es äußerst geschickt, diese Grundlagen einzuweben: Gleich zu Beginn verweist er auf existierende Studien zu vererbbarem Angstverhalten bei Ratten, dann wieder lässt er seinen Protagonisten eine der Koryphäen der frühen Hirnforschung erwähnen. So habe ich mich nach den ersten Seiten, auf denen ich es noch kategorisch abgelehnt habe, dass so etwas tatsächlich möglich sein könnte, plötzlich gefragt: was wäre wenn…? Und spätestens ab da hatte mich die Geschichte gefesselt. Der Roman hat alles, was ein guter Thriller braucht: Er schafft es, den Leser in die Geschichte hineinzuziehen, sorgt für zahlreiche, oft schwer greifbare Gefahren und Bedrohungen und wächst sich zu einer atemlosen Spannung aus, in der man als Leser jederzeit mit einem neuen Angriff, mit einem neuen Täter rechnet, ohne vorher die „alten“ Bedrohungen richtig verstanden zu haben. Man ist, zusammen mit Jennings dauernd beschäftigt, Verknüpfungen zwischen einzelnen Tätern und Fällen herzustellen um diese Theorien im nächsten Moment wieder zu verwerfen, da sich dauernd ein neues Bild ergibt. Währenddessen begleitet man Jennings zu verschiedenen Fachleuten ihres jeweiligen Gebiets, die zugleich auch dem Leser die nötigen Hintergrundinformationen liefern, eine Technik, mit der es Roßbach mustergültig gelingt, seine sauber recherchierten Fakten zu verweben ohne langatmige Belehrungen und Abhandlungen zu schreiben.
Einige Kritikpunkte gibt es dennoch:
Jennings als Protagonist bleibt leider etwas eindimensional: Er ist stereotyper Forscher. Ein anderer Forscher, der allerdings nur als Nebenperson auftritt, ist da sehr viel plastischer gezeichnet: Der Bibelforscher Pelagrini, der die Ambivalenz zwischen tatsächlichen historischen Fakten und Wissen einerseits und dem Glauben und der christlichen Hoffnung andererseits bewerkstelligen zu scheint und daher auch irgendwie dem Schluss des Romans einen Charakter gibt. Insgesamt ist die Charakterbeschreibung durchwachsen: Es gibt sehr klar gezeichnete Personen (wie zB Pelagrini und auch den Ahnenforscher Casalini), dann wiederum bedient sich Roßbach typischer Klischees: Forschersterotypen, mordende Mönche und geldgierige Investoren, die vor Menschen- und Persönlichkeitsrechten nicht zurückschrecken.
Ein bisschen zu unübersichtlich waren die verschiedenen Verschwörungsstränge: zuerst tauchten FBI und Secret Service auf, um dann für so lange Zeit aus der Geschichte zu verschwinden, dass man sie als Leser schon fast vergessen hat dann wieder Mönche, die alte Papiere studierten und sich gegenseitig niederschlugen. Diese Mönche, die dem Jesuitenorden angehören, stellen mit ihren Riten und uralten Geheimnissen ein absolutes Gegenbild zum wissenschaftlich agierenden Jennings dar. Van Hoogstraat, ein Konkurrent von Jennings, beansprucht die Forschungsergebnisse für sich und paktiert mit einem einflussreichen Medienmogul, um seinerseits Kapital schlagen zu können. Ein Angriff also von allen Seiten, der Leser weiß nicht mehr wem er trauen kann. So weit ganz schön aufgebaut, aber in der Auflösung werden dann einige Stränge scheinbar vergessen oder sehr verkürzt aufgelöst.
Alles in allem ein sehr gelungener Religionsthriller, der unglaublich spannend ist und ein rasantes Thema vorlegt. Die Idee ist wahnsinnig gut und bietet Stoff für so viel, vielleicht ist gerade das das Problem des Romans: Zu viele Themen auf einmal, sodass einiges ein bisschen zu kurz kommt.

Veröffentlicht am 30.12.2017

Standard-Krimi

Das Lied der toten Mädchen (Jan-Römer-Krimi 3)
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Eindruck nach der Leseprobe:

Zu Beginn etwas sehr gewollt und überfüllt von Klischees: Einsamer Wald, eine Beziehung von der niemand wissen darf und ein Job, der nicht das ist, was er zu sein scheint.
Auch ...

Eindruck nach der Leseprobe:

Zu Beginn etwas sehr gewollt und überfüllt von Klischees: Einsamer Wald, eine Beziehung von der niemand wissen darf und ein Job, der nicht das ist, was er zu sein scheint.
Auch der Journalist, der sich auf Tätersuche macht, passt ins klischeehafte Ermittlerbild: Klug, aber mit persönlichen Problemen, die er im Alkohol zu ertränken versucht.
Es bleibt abzuwarten ob sich im Laufe der Geschichte noch unerwartete Wendungen ergeben, aber wenn die Story ähnlich uninspiriert dahinplätschert wie die Leseprobe, erwartet den Leser ein solider Krimi, der sich aufgrund der fließenden Sprache zwar schön lesen lässt, aber nicht wirklich im Gedächtnis bleibt. Lese-Fastfood quasi.