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Veröffentlicht am 15.04.2025

fantastisches London - Handwerksgilden - Magie zum Anfassen - Wahrheitssuche - spannende Verfolgungsjagd - rätselhafte Hinweise - mysteriöse Gegenstände

Spellcraft, Band 1 - Die Magie der silbernen Flamme
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Die Meister-Glasbläserin Serena wird auf spektakuläre Weise entführt. Ihre Enkelin Lucy, die alles hautnah miterlebt hat, muss allerdings feststellen, dass sie ihren Erinnerungen an die Tat nicht trauen ...

Die Meister-Glasbläserin Serena wird auf spektakuläre Weise entführt. Ihre Enkelin Lucy, die alles hautnah miterlebt hat, muss allerdings feststellen, dass sie ihren Erinnerungen an die Tat nicht trauen kann. Gemeinsam mit ihrem engsten Freund, ihrem kleinen magischen Begleiter und zwei neuen unerwarteten Verbündeten macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit.

Diese magische Schulgeschichte der anderen Art wird aus Sicht von Lucy erzählt, die eine 12-jährige angehende Spellcrafterin ist. Die Schule wird „Workshop“ genannt und erinnert an eine Handwerks-Berufsschule, weil hauptsächlich praktisch gearbeitet wird. Jeder Spellcrafter-Lehrling besitzt eine besondere innere Kraft. In der Ausbildung lernt er oder sie diese Begabung gezielt einzusetzen. Lucy hat von ihrer Oma die „Magie der silbernen Flamme“ geerbt, mit der aus Glas verblüffende Gegenstände fabriziert werden können. Das auf dem Cover abgebildete Abzeichen samt Feuer speiendem Drachen trägt sie deshalb stolz auf ihrer Brust. Die weiteren magischen Handwerke sind die „Macht der weißen Sonne“ mit einem Bären im Wappen und der Fähigkeit Gegenstände aus Stein, Holz und Metall zu formen sowie der „Kunst der goldenen Blitze“ mit einer Spinne als Wappentier und dem Talent Kleidung mit unglaublichen Eigenschaften herzustellen. Aber alle diese außergewöhnlichen magischen Kräfte sind nicht das Besondere an dieser Geschichte, sondern die Beschreibung, wie sie gewirkt wird. Hier passiert Magie nicht einfach so durch Zaubersprüche oder Herumfuchteln mit einem Holzstab. Der Autor stellt die Magie leidenschaftlich, sehr lebendig und anschaulich durch Flammen, Lichtblitze, Rauch und andere visuelle Phänomene dar. Sie entsteht durch Konzentration im Inneren der Spellcrafter und ist ermüdend. Anschließend bahnt sie sich ihren Weg bunt und strahlend aus dem Körper und verbindet sich danach spektakulär beobachtbar mit den Werkstoffen. Mit dieser Version von Magie ist dem Autor eine ganz wunderbare Herangehensweise an das Thema gelungen.
Die Hauptperson Lucy ist eine gute Beobachterin und geht den Dingen auf den Grund. Sie stellt sich viele Fragen. Zusätzlich zu ihrer angeborenen Begabung scheint sie eine besondere Verbindung zur Anderswelt bzw. eine spezielle Wahrnehmung der Magie zu haben. Aus der Anderswelt kommt der „Aether“, eine goldene Substanz, die zwingend zur Herstellung von magischen Gegenständen benötigt wird. Die Aether-Versorgung wird von nicht magischen Autoritäten überwacht und reglementiert. Diese fünf Sept-Clans haben die absolute Macht in der Gemeinschaft der Spellcrafter. Die Gesellschaft, die beschrieben wird, ist wie ein Überwachungsstaat. Es existiert eine Art Kastensystem, an deren Spitze die Septs stehen. Die Spellcrafter sind das Fußvolk, die Arbeiter. Die Greeder stehen am unteren Ende des Systems, sie werden in Ketten gelegt, versklavt und zu Zwangsarbeit verurteilt. Dabei schien mir ganz oft Willkür im Spiel zu sein, weil schon geringste Verstöße zum Ausschluss aus der Gemeinschaft geführt haben. Zusätzlich leben im London dieser Fantasiewelt Leute, die dem Eisenorden angehören und Magie ablehnen, sowie normale Menschen, die nichts von der Magie erfahren dürfen. Außerdem gibt es Andeutungen, dass es Leben in der Anderswelt geben könnte. Noch ist mir nicht klar, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Deshalb bin ich gespannt auf die weiteren Bände. Aufgrund der düsteren Gesellschaftsstruktur sind verschiedene Szenarien denkbar. Bemerkenswert ist, dass sich Lucys Team zur Wahrheitsfindung aus allen drei Arten von Spellcraftern und einem Sept zusammensetzt, zwei Mädchen und zwei Jungen. Während ihrer Suche gerät sie in alle Gesellschaftsschichten. Sie übertritt Gesetze, wird aber auch rechtswidrig behandelt. Wenn sie Ungerechtigkeiten entdeckt, möchte sie diese ändern. Ihr Charakter birgt ganz viel Potential wie auch die Beziehung zu ihren Mitstreitern. Zum Kennenlernen der Spellcraft-Welt war dieser Band sehr gut geeignet. In den weiteren Bänden hoffe ich mehr über die Gedanken der Protagonisten zu erfahren, detailliertere Beschreibungen der Beziehungen zwischen den Personen zu lesen sowie weitere Informationen zum sozialen Gefüge zu erhalten.
Zur Auflockerung und für unerwartete Wendungen hat der Autor einen Charakter eingebaut, den ich ins Herz geschlossen habe. Patches ist ein magisches Stoff-Kuscheltier, das von Lucys verstorbenem Vater gefertigt wurde. Sein Benehmen erinnert an ein gut trainiertes Haustier, das nicht sprechen kann, aber sich irgendwie mitteilt, mitdenkt und mit Rat und Tat seiner Bezugsperson zur Seite steht. Hoffentlich spielt Patches auch in den nächsten Abenteuern eine Rolle.

Allen Jungen und Mädchen ab 12 Jahren erteile ich eine klare Leseempfehlung, wenn sie fantastische Bücher mit magischem Inhalt mögen. Lesenswert wird die Magie lebendig und anschaulich beschrieben. Euch erwarten auf den ersten Seiten jede Menge Informationen und neue Wörter zur faszinierenden Fantasy-Welt, im Anschluss eine spannende Verfolgungsjagd mit rätselhaften Hinweisen und mysteriösen Gegenständen. Das Setting wirkt teilweise düster, gruselig oder gefährlich. Rasant entwickelt sich die Story bis zum finalen aufregenden Kampf. Ein Ausblick am Ende macht neugierig auf die Folgebände.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Sketch Mystery-Roman aus Japan - psychologisches Drama - Miträtseln - überraschende Wendungen - grausame Verbrechen - emotional mitreißend - hoch spannend

HEN NA E - Seltsame Bilder
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Ein Mädchen, eine junge Frau, ein kleiner Junge, ein Lehrer und ein Journalist zeichnen Bilder in verschiedenen Lebenssituationen und zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Während das Leben der Protagonisten ...

Ein Mädchen, eine junge Frau, ein kleiner Junge, ein Lehrer und ein Journalist zeichnen Bilder in verschiedenen Lebenssituationen und zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Während das Leben der Protagonisten vorgestellt wird, rätselt der Leser über die Bedeutung der Bilder. Wie hängt alles zusammen?

Dieses Buch ist ganz anders als alle, die ich bis jetzt gelesen habe. Selbst der Verlag hat eine neue Bezeichnung für diesen Trend aus Japan: Sketch Mystery-Roman. Der Aufbau und die Komplexität der Geschichte erinnern mich an koreanische Fernsehserien. In solchen K-Dramen wird auch oft mit Bruchstücken aus den Lebenssituationen von unterschiedlichen Personen begonnen und nach und nach fügt sich alles in ein großes Gesamtbild. Diese asiatische Herangehensweise beinhaltet außerdem, dass im Text das komplette Spektrum an Emotionen ausgeschöpft wird. Lachen, Weinen, Wahnsinn, Genie, Liebe, Spannung, Angst und Hoffnung liegen nah beieinander. Deswegen und weil es keinen Ermittler im eigentlichen Sinn gibt, kann das Buch nicht als reiner Krimi bezeichnet werden. Der Roman ist eine mit Bildern gespickte nicht alltägliche Slice-Of-Life-Schilderung, die den Leser die Untiefen der menschlichen Seele ausloten lässt, ihn in die dunklen Abgründe des Lebens entführt und ihm gleichzeitig die japanische Kultur näher bringt. Geschickt verbindet der Autor Zeichnungen und Text und lässt den Leser auf Spurensuche gehen. Mitraten ist erwünscht, aber Vorsicht, viele Hinweise locken auf falsche Fährten. Der Schreibstil ist distanziert und es wird eher wie in einem Bericht formuliert. Trotzdem ist der Text sehr spannend und emotional mitreißend. Die Verbrechen sind sehr brutal und blutig. Aber aufgrund der Schreibform wird es der Vorstellungskraft des Lesers überlassen, sich jedes Detail auszumalen und den Abstand zu den Vorkommnissen nach eigenem Ermessen zu wählen. Wie weit jeder in das psychologische Dilemma der Hauptpersonen eintaucht, bleibt jedem selbst überlassen. Allerdings werden einige krasse, psychologisch auffällige Szenen näher betrachtet, deshalb ist dieses Buch sicherlich nicht für jeden geeignet. Das Thema Psychologie ist der rote Faden, der sich durch das ganze Buch zieht. Immer wieder regt der Autor an, über psychologische Probleme zu reflektieren. Mitzurätseln und die Lösungen zu verfolgen war auf jeden Fall ein kurzweiliger Zeitvertreib. Wie erhofft, wurden alle einzelnen Fäden vom Anfang der Geschichte zu einem großen zusammenhängenden, wenn auch teils traurigen und grauenvollen, Bild verwoben. Am Ende gab es etwas Hoffnung und ich hatte lange etwas zum Nachdenken. Das Lesen war ein beeindruckendes Erlebnis und die Geschichte fesselnd auf ganz unterschiedlichen Ebenen.

Mich hat diese Sketch-Mystery fasziniert: Eintauchen in eine fremde Kultur, psychologisches Drama, kniffliges Miträtseln, überraschende Wendungen, traurige Begebenheiten, grausame Verbrechen, manchmal ein wenig Schmunzeln - von allem Etwas. Der Schreibstil ist distanziert und ähnelt einem Bericht, aber trotzdem ist die Geschichte emotional mitreißend und hoch spannend. Der Text und die Bilder ergeben ein packendes Gesamtkunstwerk.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 25.03.2025

atemberaubende Achterbahnfahrt - sehr spannend - voller Action - temporeich - Intermezzo

Amari und der Preis der Magie
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Amari hat das Spiel der Magier überlebt. Allerdings hat sie ihre Magie verloren. Der Sieger Dylan hat sich die Krone aufgesetzt und ist nun Anführer der Magierallianz. Er ist wild entschlossen, einen Krieg ...

Amari hat das Spiel der Magier überlebt. Allerdings hat sie ihre Magie verloren. Der Sieger Dylan hat sich die Krone aufgesetzt und ist nun Anführer der Magierallianz. Er ist wild entschlossen, einen Krieg anzuzetteln. Gemeinsam mit ihren Freunden macht sich Amari auf die Suche nach „Wundern“, besonderen magischen Gegenständen, damit diese nicht der dunklen Seite der Magierallianz in die Hände fallen.

Diese Geschichte ist eine atemberaubende Achterbahnfahrt. Sehr spannend und voller Action erzählt der Autor in einem beeindruckenden Tempo. Die Geschehnisse schließen direkt an den Cliffhanger von Band zwei an. Der Leser springt ins kalte Wasser und ist sofort mitten drin. Innerhalb weniger Tage entwickelt sich die rasante Handlung bis zum erstaunlichen Ende. Gemeinsam mit Amari werden viele besondere Schauplätze besucht, die sprunghaft wechseln und per Handgelenks-Transporter, durch geomagische Portale oder einen magischen Schlüssel erreicht werden. Die Themen Freundschaft, Familie und Verantwortung stehen im Vordergrund der zu bewältigenden Abenteuer. Im Verlauf der Ereignisse entscheidet sich Amari, sehr viel Verantwortung zu übernehmen. Für meinen Geschmack sogar viel zu viel Verantwortung für die jugendliche Hauptperson. Weiterhin stehen ihr dabei ihre imponierenden Freunde hilfreich zur Seite, aber es tauchen auch neue Charaktere auf und alte verschwinden. Leider bekommt Cosmo, der Treuhänder der Magierallianz, nur wenig Screentime und ist nicht mehr von Bedeutung. Am Ende des letzten Bandes schien es so, als wenn sein geheimnisvoller Charakter eine besondere Rolle einnehmen würde. Aber ich kann noch hoffen, denn die Reihe wird fortgesetzt. Alles in allem enthält der vorliegende Band ein faszinierendes Intermezzo. Offene Fragen aus den vorherigen Bänden werden nicht geklärt, zusätzlich tauchen viele neue Rätsel auf. Mir hat die Story gut gefallen, leider wurde das große Ganze in Amaris Fantasiewelt nicht voran gebracht, neues Hintergrundwissen nicht präsentiert und die zwischenmenschlichen Beziehungen nur ansatzweise vertieft. Nachdem dieses Buch schnell ausgelesen war und meine Zukunftsvisionen für alle Charaktere angeregt hat, warte ich nun sehnsüchtig auf den nächsten Band.

Für alle Fans der magischen Amari-Reihe sehr zu empfehlen. Am besten vor dem Start noch einmal die letzten Kapitel von Band zwei lesen, denn die Geschichte geht nahtlos weiter. Die spannende, rasante und spektakuläre Story beantwortet keine offenen Fragen. Sie ist professionell und kurzweilig geschrieben, aber lässt den Leser staunend und auf Band vier hoffend zurück.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

gelungener Einstieg in eine neue Fantasie-Welt - spannend - geheimnisvoll - düster - Wer ist Freund? - Wer ist Feind?

Magisterium - Der Weg ins Labyrinth
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Von klein auf bekommt Callum Hunt von seinem Vater erzählt, dass er sich von allem Magischen fern halten soll. Als er unbewusst Magie anwendet, bekommt er eine Einladung zum Auswahlverfahren. Obwohl Call ...

Von klein auf bekommt Callum Hunt von seinem Vater erzählt, dass er sich von allem Magischen fern halten soll. Als er unbewusst Magie anwendet, bekommt er eine Einladung zum Auswahlverfahren. Obwohl Call sein Bestes gibt, um durchzufallen, wird er zum unterirdischen Magisterium zugelassen. Wie wird er sich in dieser unbekannten Welt zurechtfinden?

Wunderschön ruhig, langsam und stetig lernt der Leser gemeinsam mit dem Hauptcharakter Call die neue Fantasiewelt rund um die unterirdische Schule „Magisterium“ kennen. Die Geschichte startet in der Realität und gibt erst nach und nach den Blick auf die magische Welt preis. Call gewöhnt sich mit der Zeit an das unterirdische Leben, die verschlungenen Wege und sonderbaren Transportmöglichkeiten. Zusammen mit Call entdeckt der Leser eine begrenzte, sehr fantastievolle Welt, die einige Gemeinsamkeiten mit „Harry Potter“ aufzuweisen hat, aber auch viele neue spektakuläre Ideen präsentiert. Nicht nur durch das unterirdische Setting, auch durch die sprachlich erzeugte Stimmung und das zentrale Thema erscheint die Geschichte sehr düster. Bis zum Schluss bleibt im Unklaren, wem Call vertrauen kann und wem nicht. Der Text enthält viele Andeutungen auf noch unbekannte Bestandteile der magischen Welt und Hinweise auf eventuelle zukünftige Ereignisse sowie eine sonderbare Prophezeiung. Mit den Worten: „Ich sehe eure Zukunft vor mir. Einer von euch wird scheitern. Einer von euch wird sterben. Einer von euch ist bereits tot.“, ist die Spannung kaum auszuhalten. Die Autorinnen scheinen uns allerdings auf die Folter spannen zu wollen. Eine Auflösung und weitere Informationen werden auf die nächsten Bände vertagt.
Begeistert haben mich besonders zwei Nebencharaktere, die eingeführt wurden, aber in denen viel Potential für weitere Auftritte steckt. Sehr geheimnisvoll ist Warren, ein Feuerelementarier. Er bringt Spannung, weil er meistens sehr plötzlich auftaucht und in mystischen Sätzen spricht. Außerdem scheint er mehr über Call zu wissen, als er zugibt. Mit Mordo, einem chaosbesessenen Babywolf, wird ein tierischer Charakter eingebaut, der nicht nur Calls Herz erobert. Alle Szenen mit dem Wolfsbaby bringen Entspannung, Belustigung oder sind niedlich. Diese Wohlfühltextstellen sind ein gelungener Kontrapunkt zur düsteren Stimmung in anderen Szenen. Gerne würde ich in den nächsten Bänden mehr gemeinsam mit diesen beiden Charakteren erleben und sie näher kennenlernen.

Allen Magie-Begeisterten sehr zu empfehlen. Trotz einigen Parallelen zu den Harry-Potter-Geschichten gelingt eine ganz neue Sichtweise auf magische Schulwelten. Die Stimmung ist eher düster, aber sehr reizvoll und besonders Jungen ab 12 oder 14 Jahren haben mir positive Rückmeldungen gegeben. Geheimnisumwittert, langsam und mit stetig ansteigender Spannung lernt der Leser die unterirdische Welt und alle wichtigen, zum Teil undurchsichtigen, Charaktere kennen. Ein sehr guter Einstieg in die Magisteriums-Welt, Fortsetzung folgt.

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Veröffentlicht am 15.03.2025

Ermittlungen undercover von junger Mutter - tatkräftige Unterstützung von Seniorinnen-Quartett

Sylter Verrat
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In einem neuen, sehr persönlichen Fall, ermittelt die Undercover-Polizistin Kari Blom erneut auf Sylt. Unterstützung erhält sie von den vier ortsansässigen alten Damen der Häkelmafia. Diese spielen nicht ...

In einem neuen, sehr persönlichen Fall, ermittelt die Undercover-Polizistin Kari Blom erneut auf Sylt. Unterstützung erhält sie von den vier ortsansässigen alten Damen der Häkelmafia. Diese spielen nicht nur gerne Detektiv, sondern helfen auch liebevoll bei der Betreuung ihrer kleinen Tochter.

Mit diesem zehnten Band durfte ich endlich die eigentliche Hauptdarstellerin Kari Blom kennenlernen. Die Damen der Häkelmafia kannte ich aus der Winterepisode „Der Weihnachtsmordclub“. Kari Blom war mir auf Anhieb sympathisch. Es war überhaupt kein Problem, dass ich erst mit dieser Geschichte in die Reihe eingestiegen bin. Ohne Vorwissen konnte ich alle ihre Gedankengänge und Handlungsweisen nachvollziehen. Sie ist eine liebevolle und verantwortungsbewusste junge Mutter, die versucht Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Ohne die tatkräftige Unterstützung der alten Damen würde ihr das kaum gelingen. Kari bekommt von ihnen ein Dach über dem Kopf, etwas Nahrhaftes, seelischen Beistand, detektivische Ratschläge und Kinderbetreuung serviert. Ein bisschen oft wird das Thema „Stillen“ im Text angeschnitten, auch immer im fast gleichen Wortlaut. Außerdem habe ich mir Gedanken über die Regelmäßigkeit der Stillzeiten gemacht. Karis Mann, der nichts von ihren Ermittlungen weiß, kehrt zur gleichen Zeit an seinen alten Arbeitsplatz auf Sylt zurück. So kommt es, dass sie einzeln am selben Fall arbeiten. Komische Begebenheiten sind also vorprogrammiert.
Das Setting gefällt mir sehr. Die vielen gemütlichen Beschreibungen des herbstlichen Sylts führen dazu, dass man am liebsten den Koffer packen möchte. Das Sightseeing durch Berlin hat Spaß und Lust auf mehr gemacht. Interessant, dass der Autor als Schauplätze zwei so unterschiedliche Orte gewählt hat. Auf der einen Seite das beschauliche Sylt mit seinem Blick übers weite Meer mit Ruhe und Entspannung. Demgegenüber steht die laute, quirlige Großstadt Berlin mit viel Verkehr und Hektik. Allen Charakteren gefällt der Ausflug ins Stadtleben, aber ihr Herz gehört der Insel Sylt. Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Für Kari würde ich mir wünschen, dass sie gemeinsam mit ihrem Mann und seiner Familie auf Sylt sesshaft wird. Allerdings wird es dann schwer mit der Undercover-Arbeit. Mal sehen, was der Autor plant für seine Hauptakteure. Ich lasse mich gerne in den nächsten Bänden überraschen.

Dieser leichte Krimi ist besonders geeignet für alle, die es nicht ganz so blutig mögen. Ein verzwickter Fall wird undercover und offiziell logisch und nachvollziehbar gelöst. Große Themen sind außerdem Sightseeing auf Sylt und in Berlin sowie ganz viel Zwischenmenschliches und alltägliche Babypflege.

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