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Veröffentlicht am 20.03.2025

Ein geniales Meisterwerk

Das Erwachen der Freiheit
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Rahel Krönerts Debütroman "Das Erwachen der Freiheit" entführt uns ins England des frühen 19. Jahrhunderts und beleuchtet nicht nur die Glaubensbewegung um John Wesley und die Methodisten, sondern auch ...

Rahel Krönerts Debütroman "Das Erwachen der Freiheit" entführt uns ins England des frühen 19. Jahrhunderts und beleuchtet nicht nur die Glaubensbewegung um John Wesley und die Methodisten, sondern auch die innere Reise einer jungen Frau, die zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und ihrem eigenen Herzen steht.

Rosalyn, eine adlige junge Frau mit einer großen Liebe zu Pferden, genießt ein sorgloses und luxuriöses Leben – bis ihr Vater sie mit der Nachricht erschüttert, dass sie bald heiraten soll. Während sie bislang in einer prachtvollen Grafschaft, umgeben von Annehmlichkeiten und ihrer engen Vertrauten Maggie, lebte, verändert sich ihr Leben schlagartig, als Maggie plötzlich spurlos verschwindet.

Auf der Suche nach Antworten erkennt Rosalyn zunehmend die dunklen Seiten der adeligen Gesellschaft – ihre Manipulationen, ihren Egoismus. Gleichzeitig begegnet sie der einfachen Bevölkerung, die trotz ihrer Armut einen tiefen, unerschütterlichen Glauben lebt. Diese Begegnungen stellen Rosalyn vor eine Entscheidung: Soll sie sich dem vorgezeichneten Weg einer vorteilhaften Ehe fügen oder ihrem Herzen folgen? Der Glaube an Gott und die Nächstenliebe gewinnen für sie eine immer größere Bedeutung, und sie beginnt, ihre Zukunft mit neuen Augen zu sehen.

Rahel Krönert versteht es meisterhaft, Rosalyns innere Entwicklung mit viel Feingefühl und Emotion zu schildern. Ich habe die Protagonistin sehr ins Herz geschlossen und mit ihr gelitten, gehofft und gefühlt. "Das Erwachen der Freiheit" ist nicht nur ein wunderschöner historischer Roman, sondern auch eine tiefgehende, spirituelle Geschichte über die Suche nach Wahrheit und einem selbst bestimmten Leben. Ich bin begeistert von diesem Buch und freue mich schon jetzt auf eine Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Ein wundervolles Büchlein für unsere Gesundheit

Kleine Kräuterkunde fürs Immunsystem
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Das Buch "Kleine Kräuterkunde fürs Immunsystem" von Ruth Pfennighaus – Gesundheits- und Ernährungsberaterin, Kräuterfrau und Fastenleiterin – zeigt, wie wir unser Immunsystem stärken und in Zeiten von ...

Das Buch "Kleine Kräuterkunde fürs Immunsystem" von Ruth Pfennighaus – Gesundheits- und Ernährungsberaterin, Kräuterfrau und Fastenleiterin – zeigt, wie wir unser Immunsystem stärken und in Zeiten von Krankheit im Einklang mit der Natur leben können.

Besonders eindrucksvoll erläutert die Autorin, wie Sebastian Kneipp die Menschen dazu aufruft, nicht erst auf eine Krankheit zu warten, sondern schon im Vorfeld aktiv etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Sie beschreibt ausführlich, auf welche Weise dies geschehen kann und welche Wirkungen es hat.

Das Buch enthält zudem einige wertvolle Rezepte mit Propolis und Honig. Ebenso wird die Bedeutung von morgendlichen Routinen wie Ölziehen und Trockenbürsten hervorgehoben.

Wer einen Garten besitzt, kann sich direkt aus der Natur mit wertvollen Vitaminen versorgen – beispielsweise durch Beerensträucher wie Johannisbeeren oder Stachelbeeren. Besondere Aufmerksamkeit widmet die Autorin den Bitterstoffpflanzen, die aufgrund ihres Geschmacks oft gemieden werden, obwohl sie für unsere Gesundheit von großer Bedeutung sind.

Alle Anregungen sind klar und verständlich formuliert, sodass sie sich leicht in den Alltag integrieren lassen. Eine spannende Erkenntnis des Buches ist zudem, dass wir uns oft unbewusst mit heilsamen Bäumen wie Fichte, Linde oder Lärche umgeben – und auch aus ihnen wertvolle Kraft für unsere Gesundheit schöpfen können.

Mir gefiel besonders, dass die Autorin den gesamten Naturraum mit einbezieht – von den Kräutern über die Bäume bis hin zu Wiesen und Wäldern. Vielleicht ist es an der Zeit, unser Verhalten und unsere Essgewohnheiten zu überdenken, um unsere Gesundheit zu bewahren und zu stärken.

Ein weiteres Highlight sind die wunderschönen Illustrationen von Katja Hogh. Ihre Bilder strahlen Liebe zur Natur, zu den Farben und zu den Menschen aus.

Das Buch ist übersichtlich gegliedert und ermöglicht es, schnell Inspirationen zur Stärkung des Immunsystems sowie natürliche Anwendungen für Krankheitsfälle zu finden.

Ich kann dieses Büchlein jedem ans Herz legen, der im Einklang mit der Natur leben möchte.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Ein schöner Roman

Wir zwei im Dezember
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Der Roman "Wir zwei im Dezember" von Catherine Walsh ist unterhaltsam und weihnachtlich zugleich. Seit Megan vor fünf Jahren kurz vor ihrer Hochzeit die Flucht ergriffen hat, war sie nicht mehr in ihrer ...

Der Roman "Wir zwei im Dezember" von Catherine Walsh ist unterhaltsam und weihnachtlich zugleich. Seit Megan vor fünf Jahren kurz vor ihrer Hochzeit die Flucht ergriffen hat, war sie nicht mehr in ihrer irischen Heimat. Doch in diesem Jahr beschließt sie, Weihnachten mit ihrer Familie zu verbringen und ihre Mutter wiederzusehen. Auch Christian, den sie noch aus ihrer Schulzeit kennt und der ebenfalls in Dublin lebt, ist Single. Kurzerhand fassen die beiden den Entschluss, sich als Fake-Paar auszugeben und die Feiertage gemeinsam zu verbringen.

Megan und Christian ergänzen sich hervorragend und meistern einige unerwartete Situationen, in denen sie aufeinander angewiesen sind. Besonders spannend fand ich die Familiencharaktere beider Seiten sowie die Enthüllungen über Megans Vergangenheit – insbesondere den Grund für ihr plötzliches Verschwinden damals.

Der Roman war durchweg fesselnd, unterhaltsam und mit einer romantischen Note versehen – eine perfekte Lektüre für die Weihnachtszeit.

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Die Tiefe der Verbundenheit

Das Leuchten der Berge
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Der berührende Roman "Das Leuchten der Berge" von Katie Powner erschließt dem Leser auf einfühlsame Weise über eine hinreißende Story das Thema der Trauerbewältigung über den Glauben an Gott.

Nach dem ...

Der berührende Roman "Das Leuchten der Berge" von Katie Powner erschließt dem Leser auf einfühlsame Weise über eine hinreißende Story das Thema der Trauerbewältigung über den Glauben an Gott.

Nach dem Tod ihrer Mutter Caroline verlässt Beatrice ihre Heimat Moose Creek, um zu studieren. Inzwischen ist sie mit Jeremy verheiratet, doch das Leben stellt ganz andere Weichen für sie und so kehren sie schließlich in Beas Heimat zurück. Ihre mittlerweile hochbetagte Großmutter June leidet zunehmend unter Vergesslichkeit. Bevor der Schleier des Vergessens ein Geheimnis, das sie über so lange Jahre gehütet hat, endgültig verlöschen lässt, möchte sie dieses ihrer Familie anvertrauen.

Beatrice sehnt sich nach Versöhnung mit ihrem Vater Mitch, der sich nach Carolines Tod völlig zurückgezogen hat. Sie möchte sich mit ihm über die längst vergangenen Umstände aussprechen – obwohl es ihr schwerfällt, zumal sie selbst damals dringend Unterstützung gebraucht hätte. Randolf, Junes Ehemann, steht ihr stets liebevoll zur Seite, auch wenn ihre Erinnerungen, dem hohen Alter geschuldet, langsam verblassen.

Besonders berührt hat mich Junes Gedanke, dass das Gefühl, allein die Hand ihres Ehemanns in ihrer zu spüren, zu den wertvollsten Erinnerungen ihres Lebens zählt. Diese Worte verdeutlichen eindrucksvoll, wie tief die Liebe eines Partners sein kann.

Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt: der von Mitch, seiner Tochter Bea und seiner Mutter June.

Die Figuren des Romans sind mir sehr ans Herz gewachsen, und ich konnte mit ihnen mitfühlen. Die Erzählweise ist ruhig und stellenweise etwas langatmig, doch wenn man sich auf die inneren Konflikte der Charaktere einlässt, entfaltet die Geschichte ihre besondere, emotionale Tiefe und berührt zu tiefst über ihre Feinfühligkeit.

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Veröffentlicht am 21.01.2025

Elisabeths zweites freies Leben

Blumen im Schuh
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Im Roman „Blumen im Schuh“ von Annette Spratte erleben wir die Geschichte von Elisabeth, die von ihrem Ehemann Wolf mit einer jüngeren Frau betrogen wird. Elisabeth, eine Frau, die für ein makelloses Zuhause ...

Im Roman „Blumen im Schuh“ von Annette Spratte erleben wir die Geschichte von Elisabeth, die von ihrem Ehemann Wolf mit einer jüngeren Frau betrogen wird. Elisabeth, eine Frau, die für ein makelloses Zuhause und eine harmonische Atmosphäre sorgt, wird trotz all ihrer Bemühungen enttäuscht. Als sie ihren Mann in flagranti erwischt, flüchtet sie zu ihrer Schwägerin Anja – einem sicheren Rückzugsort, da Wolf sie dort nicht suchen würde.

Anja, unkompliziert und herzlich, ist Sozialarbeiterin und führt ein offenes Haus, in dem jeder so sein darf, wie er ist – frei von Vorurteilen und Beurteilungen. Ihr Zuhause ist ein ererbter, uriger Bauernhof, der zugleich Zuflucht für Jugendliche ist, die mit Problemen kämpfen oder einfach einen Ort suchen, um in Gemeinschaft beispielsweise Karten zu spielen.

Als Elisabeth eines Tages mit Eddie, einem Bekannten, zurückkehrt, um persönliche Dinge aus ihrem ehemaligen Heim zu holen, trifft sie auf Wolf. Er versucht, sie zu überreden, zurückzukommen, doch aus seinen Worten wird deutlich, dass es ihm vor allem um die Fortsetzung ihrer häuslichen Pflichten geht, nicht um ihre Person. Bald beginnt Elisabeth, sich bei Anja heimisch zu fühlen. Denn ein Zuhause ist der Ort, an dem man willkommen ist und Geborgenheit spürt. Die Wärme und die unbeschwerte Fröhlichkeit, die Anja ausstrahlt, geben Elisabeth Halt. Ihre Seele wird von gegensätzlichen Gefühlen durchflutet: Freude, aber auch Trauer über die Vergangenheit.

Anja, eine bemerkenswert liebevolle Persönlichkeit, spricht Elisabeth Mut zu. Besonders eindrücklich bleibt der Satz: „Weißt du denn nicht, dass du ein geliebtes Kind Gottes bist?“ – Eine Frage, die uns alle in Momenten des Zweifels an uns selbst begleiten sollte. Mit ihrem unvergleichlich humorvollen und tröstenden Wesen hilft Anja Elisabeth, ihre Wunden zu heilen.

Die Nebenfiguren in dieser Geschichte sind authentisch und mit einer Prise Humor gezeichnet, wodurch der Roman eine bunte, lebendige Gemeinschaft zum Leben erweckt.

Besonders interessant ist die Darstellung der Reaktionen der Christlichen Gemeinde. Die Mehrheit begegnet Elisabeth mit Verurteilung, doch eine kleine, aufrechte Minderheit lässt sich von den negativen Meinungen nicht beeinflussen.

Annette Spratte gelingt es auf eindrucksvolle Weise, ein schwieriges Thema mit Leichtigkeit und Humor zu erzählen. Die gesellschaftlichen Konflikte und Probleme innerhalb der Gemeinde werden sensibel und dennoch mit Nachdruck behandelt. Dieser Roman ist nicht nur außergewöhnlich schön geschrieben, sondern auch inhaltlich wertvoll. Ich habe die Geschichte mit großer Freude gelesen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Für mich ist es ein klug und bemerkenswert geschriebenes Werk, das ich wärmstens weiterempfehlen kann.

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