"Halbe Portion" ist das Romandebüt von Elisabeth Pape, das mich auf ganzer Linie berührt und überzeugt hat. Pape beschreibt autobiografisch über ein Leben mit Ess-Störung und ein Aufwachsen in Armut. Dabei ...
"Halbe Portion" ist das Romandebüt von Elisabeth Pape, das mich auf ganzer Linie berührt und überzeugt hat. Pape beschreibt autobiografisch über ein Leben mit Ess-Störung und ein Aufwachsen in Armut. Dabei verwischt die Grenze zwischen Autobiographie und Fiktion vemutlich hier und da, mindert den Stellenwert des Buches jedoch nicht. Im ersten Teil wechselt die zeitliche Erzählebene zwischen dem jetzt und früher, die Kapitel sind relativ kurz, dafür sehr prägsam. Im zweiten Teil gibt es nur noch das jetzt.
Der Wechsel zwischen Vergangenem und Aktuellem hat mir gut gefallen, vor allem, weil die Kapitel thematisch aufeinander abgestimmt sind und somit ein sehr gutes, rundes Bild entsteht. Die Geschichte wirkt sehr authentisch, ungeschönt und schonungslos, konnte mich auf ganzer Linie abholen und emotional mitnehmen. Ein Buch, das noch lang in Erinnerung bleiben wird.
"Ember King" von Marie Niehoff ist der dritte und damit finale Band der Dragonbound-Serie. Um die Inhalte einordnen zu können ist es wichtig den ersten und zweiten Teil gelesen oder gehört zu haben. "Ember ...
"Ember King" von Marie Niehoff ist der dritte und damit finale Band der Dragonbound-Serie. Um die Inhalte einordnen zu können ist es wichtig den ersten und zweiten Teil gelesen oder gehört zu haben. "Ember King" ist in der Hörbuchfassung von Leonie Landa, Vanida Karun und Sven Macht gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme der Sprecher:innen kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit waren diese noch sehr angenehm zu hören. Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt. Aber auch in erhöhter Geschwindigkeit haben mir Landas, Karuns und Machts Stimmen gut gefallen. Schön ist auch, dass Landa und Macht bereits die vorigen Teile eingelesen haben, somit ist eine Kontinuität der Charaktere gegeben.
Ein König vergibt nicht – erst recht nicht seinen Feinden. Diese Kurzzusammenfassung trifft den Kern des Buches schon recht gut. Ein Großteil des Buches dreht sich um die Machtverhältnisse, Krieg und die Frage: Wer wird König?
Cassim und Yessa bleiben spannende Charaktere, die jedoch weiterhin gut daran täten etwas offener miteinander zu kommunizieren. Beide Charaktere blieben ihren bekannten Prinzipien treu und relativ stur. Ich hätte mir etwas mehr Charakterentwicklung für mehr Facettenreichtum und Tiefe gewünscht. Schade, dass sich diese Nicht-Kommunikation durch alle Bände der Reihe zieht und wesentliches Charaktermerkmal bleibt. Leider habe ich in diesem Band besonders häufig genervt die Augen verdreht, weil sich viele Konflikte mit einer offenen und ehrlichen Kommunikation vermeiden ließen.
Die grundlegende Story schließt an die Handlung des vorigen Buches der Reihe an, benötigt aber etwaws länger, um richtig in Fahrt zu kommen. Gut gefallen hat mir die ergänzende Perspektive von Yessas Mutter, sie bringt noch mehr Dynamik in die Handlung, die sonst vorwiegend aus Kampf und Gewalt bestünde. Dies ist auch meine größte Kritik an diesem dritten Band: Es ist sehr gewaltlastig, vieles weiteres bleibt darüber auf der Strecke. Das Ende kam für mich dann zu plötzlich und abrupt, so dass sich kein rundes Gesamtgefühl eingestellt hat.
Idee und Setting dieses Buches haben mir von Anfang an gefallen. Ein antikes Ägypten, Pharaonen und eine Götterwelt haben mich sofort neugierig gemacht. Die wunderschöne Gestaltung des Buches mit einem ...
Idee und Setting dieses Buches haben mir von Anfang an gefallen. Ein antikes Ägypten, Pharaonen und eine Götterwelt haben mich sofort neugierig gemacht. Die wunderschöne Gestaltung des Buches mit einem thematisch absolut passendem Farbschnitt ergänzt den ersten Eindruck. Besonders schön ist auch, dass sich am Ende des Buches ein Glossar befindet, denn die Götter und Namen, Schauplätze, etc. sind nicht alle gut zu merken. Daher ist die Möglichkeit nachschlagen zu können wichtig.
Die Umsetzung in diesem ersten Band (es handelt sich um eine Trilogie) gefiel mir grundlegend auch gut. Es werden vier Charaktere eingeführt, aus deren unterschiedlicher Perspektive erzählt wird. Dabei wird im Verlauf klar, dass alle miteinander zusammenhängen, auch wenn die einzelnen Erzählstränge sich nur kaum berühren. Diese umfangreiche Charaktereinführung hat gerade zu Beginn des Buches eine etwas zähe Wirkung - denn lange passiert nur wenig. Die Charaktere wechseln in jedem Kapitel, daher gibt es viele Wechsel und innerhalb einer Storylinie viele Abbrüche im Erzählfluss. Die insgesamte Handlung konnte dann aber einen guten Spannungsbogen aufbauen.
Dass bei vier Protagonist:innen einige Charaktere spannender wirken als andere, ist sicherlich normal und auch in der Auswahl individuell unterschiedlich. Eine tragende Rolle spielen alle vier, bisher in unterschiedlicher Ausprägung - ich denke hier wird im kommenden Band noch vieles klarer werden.
Insgesamt stehe ich dem Buch etwas ambivalent gegenüber. Die Grundidee und allgemeine Umsetzung gefällt mir, ich habe jedoch nicht ganz in die Welt von Khetara eintauchen können. Vermutlich liegt das an den parallelen Storylinien, die mir bisher zu wenig Interaktion miteinander hatten. Es hat sich teils angefühlt, als würde ich einen sehr langen Prolog lesen. An den Punkten, wo sich die Storylinien berührt oder sogar zusammengetan haben, hatte das Buch für mich deutlich mehr Wirkkraft und Spannung. Ich wünsche mir für den zweiten Band mehr Miteinander der Charaktere.
Nachdem ich bereits mit dem ersten Band "A Study in Drowning" eine ingesamt gute, wennauch ambivalente Zeit hatte, war ich sehr auf den zweiten Band gespannt. Protagonisten Effy und Preston sind bereits ...
Nachdem ich bereits mit dem ersten Band "A Study in Drowning" eine ingesamt gute, wennauch ambivalente Zeit hatte, war ich sehr auf den zweiten Band gespannt. Protagonisten Effy und Preston sind bereits vom ersten Band bekannt und man sollte diesen auch unbedingt vorab gelesen haben, um die Handlung verstehen zu können.
Die Grundstimmung des Buches ist düster, das Setting wird durch Autorin Ava Reid sehr gelungen konstruiert. Für mich war, wie auch im ersten Band, viel los, wodurch sich die einzelnen Stränge ein wenig verlaufen haben. Dennoch habe ich den roten Faden immer erkennen können und die übergreifende Story blieb immer klar erkennbar. Sprache und Schreibstil in Übersetzung durch Nadine Mannchen haben mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich zu Beginn des Buches Schwierigkeiten hatte in die sehr poetischen Schilderungen und umfassenden Beschreibungen einzutauchen. Die Handlung konnte mich nicht immer überzeugen - an mehreren Stellen habe ich die Schilderungen als sehr langatmig und unnötig in die Länge gezogen erlebt. An anderen Stellen hingegen war der Spannungsbogen so hoch, dass ich das Buch nicht zur Seite legen wollte.
Grundsätzlich stehe ich vielem in diesem Buch ambivalent gegenüber. Die geschilderte Agie fand ich sehr interessant, andererseits konnte ich sie nie ganz greifen und verstehen. Allgemein war mir das Worldbuilding über beide Bücher hinweg nicht aussagekräftig genug. Die Autorin schafft immer wieder Parallelen zu unser heutigen Gesellschaft, u.a. durch die Herausarbeitung von Männern, die sich das (hier literarische) Werk von Frauen angeeignet haben. Eine klare Einordnung fehlt - ist vielleicht im Rahmen der Handlung auch nicht an der richtigen Stelle? Andererseits wird viel über politische Machenschaften geschrieben, dann sollte auch eine entsprechende Aufarbeitung der llyrischen Schläfer stattfinden.
Die Beziehung zwischen Preston und Effy ist geprägt vom Miscommunication-Trope, was mir wirklich keine Freude bereitet hat. Beide sprechen nicht miteinander, um den anderen vermeintlich nicht zu belasten, was zu noch mehr Belastung führt und schlussendlich wird vieles auch langfristig einfach im Geheimen gehalten. Das ärgert mich wirklich sehr und wird den Charakteren auch nicht gerecht.
"Bite the Bride" von Kyra Groh ist in der Hörbuchfassung von Yeşim Meisheit und Vincent Fallow gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter ...
"Bite the Bride" von Kyra Groh ist in der Hörbuchfassung von Yeşim Meisheit und Vincent Fallow gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme der Sprecherin und des Sprechers kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit waren diese noch sehr angenehm zu hören. Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt.
Dieses Buch ist der erste Band der Darkthorn Archives, kann aber auch als Stand-Alone gelesen werden. Im kommenden Buch werden andere Protagonisten begleitet. Und das allein hat mich schon begeistern können. Ich habe den Eindruck, dass es inzwischen deutlich weniger Stand-Alones gibt, vor allem im Romantasy Bereich, daher hat mir diese Tatsache als soclhe gut gefallen - ein Buch, dass nicht mit einem Cliffhanger endet.
Die Story als solche hat mir auch wirklich gut gefallen. Ich habe eh eine Schwachstelle für Vampire und Ethan ist auch wirklich ein Prachtexemplar. Die von Juniper geschaffene Welt gefällt mir gut, wenn ich auch gern mehr zur Magie erfahren hätte. Wie genau funktionieren die Runen, wie können sie erlernt werden, usw. ...
Katherine ist eine willensstarke und durchsetzungsfähige Protagonistin, die immer wieder gegen das zur Zeit herrschende Frauenbild ankämpft. Ich fand sie sehr sympathisch und habe ihre Entwicklung gern verfolgt. Auch Ethan hat sich in mein Herz geschlichen und auch seine Entwicklung war schön mit anzusehen. Der Vibe zwischen den beiden hat mich vollkommen für sich eingenommen - sicherlich auch Dank der großartigen Vertoung von Meisheit und Fallow.
Insgesamt habe ich das Hörbuch in kürzester Zeit druchgehört und eine wirklich gute Zeit gehabt. Tolles Setting, tolle Story, tolle Charaktere und sehr gute Vertonung! Nur etwas mehr Worldbuilding wäre für mich schön gewesen. Absolute Hörempfehlung!