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Veröffentlicht am 14.02.2022

Die Unzertrennlichen

Gala und Dalí – Die Unzertrennlichen
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Mit Dalí hatte ich mich bisher nur rudimentär befasst. Ich kannte einige seiner Werke, wusste ungefähr, welcher Stilrichtung man seine Kunst zuordnet und damit war mein Wissen über ihn auch schon erschöpft. ...

Mit Dalí hatte ich mich bisher nur rudimentär befasst. Ich kannte einige seiner Werke, wusste ungefähr, welcher Stilrichtung man seine Kunst zuordnet und damit war mein Wissen über ihn auch schon erschöpft. Ich hatte mir keinerlei Gedanken über seine Art oder sein Privatleben gemacht. Das hat sich mit diesem Buch geändert.
Die Story hat ihren Fokus mehr auf der entwickelnden Beziehung zwischen Gala und Dalí, greift aber immer auch den Entwicklungsstand des aufstrebenden Künstlers mit auf. Zeitlich umfasst der Roman die Jahre 1929 bis 1931, also eine recht kurze aber sicherlich prägende Spanne um Dalís Anfangszeit. Besonders gut finde ich, dass der Roman auf umfangreichen biographischen Recherchen beruht, auch wenn einige Details für einen glatteren Handlungsablauf vom Autorenduo Sylvia Frank geändert wurden.
Sowohl Dalí als auch Gala haben mich in diesem Buch sofort begeistert, ab der ersten Seite war ich mitten in der Story und wollte begierig wissen, wie es weiter geht. Der Schreibstil ist eingängig und flüssig zu lesen, ohne dabei anspruchslos zu sein. Die Sprache passt gut zu Charakteren und Setting. Besonders gut haben mir die Beschreibungen von Cadaqués gefallen, ich habe das katalanische Dorf an der Küste sehr gut vorstellen können. Die Verbindung zwischen Gala und Dalí war schnell symbiotisch, dies wurde gut dargestellt. Mich hätte noch interessiert, wie die Beziehung der beiden weiterging, aufgrund des zeitlichen Rahmens, in dem die Handlung spielt, wurde dies nicht weiter beleuchtet.

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Veröffentlicht am 10.02.2022

Manifesto

Manifesto. Warum ich niemals aufgebe. Ein radikal ehrliches und inspirierendes Buch über den Lebensweg der ersten Schwarzen Booker-Prize-Gewinnerin und Bestseller-Autorin von Mädchen, Frau etc.
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Ich bin durch das Buch "Mädchen, Frau etc." und die darum entstandene mediale Aufmerksamkeit auf die Autorin Bernardine Evaristo aufmerksam geworden. Dass sie bereits seit den 90er Jahren Bücher veröffentlicht ...

Ich bin durch das Buch "Mädchen, Frau etc." und die darum entstandene mediale Aufmerksamkeit auf die Autorin Bernardine Evaristo aufmerksam geworden. Dass sie bereits seit den 90er Jahren Bücher veröffentlicht war mir nicht bewusst - wie so einiges aus ihrem Leben, dass sie in "Manifesto. Warum ich niemals aufgebe" beschreibt.
In insgesamt zehn Kapiteln erzählt sie ihre Geschichte unter verschiedenen Aspekten. Die Aufteilung in die unterschiedlichen thematischen Schwerpunkte gefiel mir gut und ist für eine biografische Darstellung wohl auch nicht sehr üblich. Dadurch kam es zwar immer wieder zu Zeitsprüngen, daran habe ich mich jedoch schnell gewöhnt. Der Schreibstil von Bernardine Evaristo gefiel mir gut, er hat sich flüssig gelesen und war eingängig, hedoch nicht flach, sondern vielmehr humorvoll. Eine angenehme Mischung.
Das Resümee ihres bisherigen Lebensweges und auch die Auseinandersetzung mit ihrer Herkunft fand ich sehr interessant, zu Teilen bewegend, zu Teilen spannend, zu Teilen aber auch für meine Lebenswirklichkeit befremdlich.
Bernardine Evaristo ist sicherlich eine starke Persönlichkeit, die viel erlebt und mindestens ebenso viel bewegt hat. Abschnittsweise haben sich ihre Ausführungen jedoch eher wie ein Ratgeber gelesen, was für mich nicht so gut ins Gesamtbild passte.

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Veröffentlicht am 10.02.2022

Ein Grab für zwei

Ein Grab für zwei
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Ich lese eher selten Krimis, aber wenn ich welche lese, sollten es skandinavische Krimis sein. Die Autorin Anne Holt hat mit "Ein Grab für zwei" einen ersten Krimi um Selma Falck veröffentlicht, der mich ...

Ich lese eher selten Krimis, aber wenn ich welche lese, sollten es skandinavische Krimis sein. Die Autorin Anne Holt hat mit "Ein Grab für zwei" einen ersten Krimi um Selma Falck veröffentlicht, der mich überrascht und neugierig auf weitere Bücher mit Selma als Protagonistin gemacht hat.
Das Hörbuch von USM Audio wurde von Katja Bürkle eingsprochen, die eine angenehme Stimme hat, der ich gern zugehört habe. Ich habe das Hörbuch allerdings auf 1,5-facher Geschwindigkeit gehört. Damit gehen besondere Betonungen für verschiedene Charaktere zuweilen unter, auch wenn noch deutlich zu hören war, dass jeder Charakter eigene Merkmale gesprochen bekommen hat.
Die Story um den Dopingvorfall und den sich weiter entwickelnden Vorfällen hat mir gut gefallen, sie war nicht zu vorhersehbar und in ihrer Entwicklung realistisch genug. Der Spannungsbogen war für mich genau richtig und mir wurde die Story zu keiner Zeit langweilig - ich wollte imer wissen wie es weiter geht und wie die Einzelheiten miteinander zusammenhängen. Der Epilog war die Kirsche auf dem Sahnehäubchen und hat die Geschichte passend angerundet.
Die Charaktere waren allesamt mit Ecken und Kanten behaftet, es gibt Laster, Geheimnisse und Dinge die lieber verschwiegen werden. Selma konnte mir dennoch sympathisch werden. Die weiteren Charaktere waren ausreichend dargestellt, so dass ich mir von allen ein gutes Bild machen konnte, wenn auch zu Teilen nur verschwommen.

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Veröffentlicht am 21.01.2022

Unser wirkliches Leben

Unser wirkliches Leben
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Das Cover dieses Buches finde ich eher wenig aussagekräftig, auch wenn die Figuren sicherlich eine gute Repräsentation für Protagonistin Anna und für Max sind. Neugierig hat mich das Cover jedoch nicht ...

Das Cover dieses Buches finde ich eher wenig aussagekräftig, auch wenn die Figuren sicherlich eine gute Repräsentation für Protagonistin Anna und für Max sind. Neugierig hat mich das Cover jedoch nicht gemacht - der Klappentext dafür umso mehr.
"Unser wirkliches Leben" ist das Roman-Debut der Autorin Imogen Crimp. Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Ich habe dieses Buch in der Hörbuchfassung gehört, gelesen von Sandra Voss. Mir persönlich war es ein wenig zu langsam gelesen, daher habe ich es in höherer Geschwindigkeit gehört - zur Stimmfarbe lässt sich sagen, dass es sich in doppelter Geschwindigkeit für mich noch gut und angenehm angehört hat - in der Originaltonalität kann ich es daher aber nicht einschätzen.
Inhaltlich hat mich das Buch überrascht. Nachdem der Beginn für mich nicht sonderlich packend war und mein Einstieg in das Buch eher schleppend, war ich nach einigen Kapiteln doch in der Story angekommen. Anna ist eine Protagonistin, die mir nicht sonderlich sympathisch, aber auch nicht unsympathisch ist. Besonders spannend fand ich die Beschreibungen rund um das Konservatorium, die für mich sehr authentisch klangen, insbesondere unter der Berücksichtigung, dass die Autorin selbst an einem solchen war. Der Fokus auf Stimme und das Singen auf
Die Darstellungen der Beziehungen in dem Buch haben mich an Sally Rooney erinnert, auch die damit einhergehenden Problematiken und die Art und Weise, wie sich die Charaktere samit auseinandersetzen. Nicht ganz mein Stil und mir fehlt da häufig das Verständnis. Dennoch hat mich die Unaufgeregtheit und die Ernsthaftigkeit mitgenommen.
Das Ende hat mir gut gefallen in seiner Uneindeutigkeit, es passt zu den Charakteren.

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Veröffentlicht am 16.01.2022

Bedrohliche Gefühle

Bedrohliche Gefühle
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Cover und Klappentext haben mich richtig neugierig auf dieses Buch gemacht. Nach etwa der Hälfte des Buches habe ich dieses Buch dann jedoch abgebrochen.
Ich bin leider weder mit Sela noch mit Ben wirklich ...

Cover und Klappentext haben mich richtig neugierig auf dieses Buch gemacht. Nach etwa der Hälfte des Buches habe ich dieses Buch dann jedoch abgebrochen.
Ich bin leider weder mit Sela noch mit Ben wirklich warm geworden, habe einfach keinen Zugang zu den doch unterschiedlichen Charakteren gefunden. Auch inhaltlich hat mich das Buch enttäuscht, ich habe mir etwas anderes erwartet und zumindest in der von mir geschafften Hälfte ist mir eindeutig zu wenig passiert, um für mich spannend zu sein. Mich hat die Handlung und auch die beginnende Beziehung zwischen den beiden Protagonisten mehr gelangeweilt als irgendetwas anderes.
Schade, denn ich habe mir mehr erwartet.