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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2026

Magisches Internat

Avelora - Das Internat der magischen Pferde
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Im Mittelpunkt steht eine Protagonistin, die neu an das Internat kommt und sich plötzlich in einer Welt wiederfindet, in der nichts mehr normal ist. Magische Pferde, besondere Fähigkeiten und Geheimnisse, ...

Im Mittelpunkt steht eine Protagonistin, die neu an das Internat kommt und sich plötzlich in einer Welt wiederfindet, in der nichts mehr normal ist. Magische Pferde, besondere Fähigkeiten und Geheimnisse, die Stück für Stück ans Licht kommen. Genau diese Mischung macht den Reiz der Geschichte aus. Man entdeckt alles gemeinsam mit ihr, was das Ganze sehr zugänglich und spannend macht.
Das Setting ist dabei definitiv ein Highlight. Dieses abgeschlossene Internat, die Verbindung zwischen Reiter:innen und ihren Pferden und die unterschwelligen Geheimnisse sorgen für eine richtig dichte Atmosphäre. Es hat etwas von klassischer Fantasy, gemischt mit diesem typischen „Elite-Schule mit Geheimnissen“-Vibe.
Die Charaktere sind interessant aufgebaut, auch wenn hier der Fokus noch stark auf Einführung und Entwicklung liegt. Man merkt, dass vieles erst vorbereitet wird und sich wahrscheinlich in den Folgebänden noch weiter entfalten wird. Besonders die Dynamiken zwischen den Schüler:innen und die ersten Ansätze von Freundschaften und Konflikten haben mir gut gefallen.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, man kommt schnell rein und bleibt auch gut dran. Gerade durch die vielen kleinen Geheimnisse und offenen Fragen entsteht ein starker Drang, weiterzulesen.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Intensiv und belastend

Boys of Tommen 6: Releasing 10
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Releasing 10 von Chloe Walsh ist wieder ein Band, der emotional richtig reinhaut und die Reihe zurück in diese tiefere, schwerere Richtung zieht. Nach der etwas leichteren Dynamik von Taming 7 fühlt sich ...

Releasing 10 von Chloe Walsh ist wieder ein Band, der emotional richtig reinhaut und die Reihe zurück in diese tiefere, schwerere Richtung zieht. Nach der etwas leichteren Dynamik von Taming 7 fühlt sich dieses Buch wieder deutlich intensiver und teilweise auch belastender an.
Im Mittelpunkt stehen Lizzie und Hughie, deren Geschichte sich schon vorher angedeutet hat, hier aber endlich den Raum bekommt, den sie braucht. Besonders Lizzie ist eine Figur, die polarisiert. Sie ist nicht einfach, trifft Entscheidungen, die man nicht immer nachvollziehen kann, und wirkt oft verschlossen oder sogar widersprüchlich. Genau das macht sie aber auch so interessant, weil man merkt, dass hinter ihrem Verhalten viel mehr steckt, als sie nach außen zeigt.
Hughie bringt dabei eine ruhigere, stabilere Energie rein. Er ist geduldig, loyal und jemand, der nicht sofort aufgibt aber auch er hat seine Grenzen. Gerade dieses Zusammenspiel fand ich sehr stark, weil es nicht darum geht, dass einer den anderen „rettet“, sondern eher darum, ob zwei Menschen mit ihren jeweiligen Baustellen überhaupt zueinander finden können.
Die Beziehung der beiden ist kompliziert, teilweise frustrierend und emotional aufgeladen. Es gibt viele Momente, in denen man sich wünscht, sie würden einfach offen miteinander reden – und genau dieses Hin und Her macht die Geschichte so realistisch. Nicht alles wird sofort geklärt, nicht jede Entscheidung ist richtig.
Thematisch geht es wieder stärker um innere Kämpfe, Selbstwert und den Umgang mit eigenen Dämonen. Das Buch zeigt sehr deutlich, dass Heilung nicht linear verläuft und dass man sich oft selbst im Weg steht. Gleichzeitig gibt es aber auch immer wieder Momente, die Hoffnung geben, ohne dabei unrealistisch zu wirken.
Der Schreibstil bleibt wie gewohnt sehr nahbar und intensiv. Man ist emotional komplett drin und fühlt viele Szenen fast körperlich mit.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Mehr Leichtigkeit

Boys of Tommen 5: Taming 7
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Taming 7 von Chloe Walsh bringt innerhalb der Reihe eine ganz andere Dynamik rein. Nach den extrem schweren, teils erdrückenden Themen aus den vorherigen Bänden wirkt dieses Buch stellenweise fast leichter ...

Taming 7 von Chloe Walsh bringt innerhalb der Reihe eine ganz andere Dynamik rein. Nach den extrem schweren, teils erdrückenden Themen aus den vorherigen Bänden wirkt dieses Buch stellenweise fast leichter ohne dabei an emotionaler Tiefe zu verlieren.
Im Mittelpunkt stehen Gerard (Gibsie) und Claire, und allein diese Kombination sorgt schon für eine völlig andere Energie. Gibsie kennt man als den Klassenclown, den, der alles mit Humor überspielt und selten wirklich ernst wirkt. Doch genau hier zeigt sich, dass hinter dieser Fassade deutlich mehr steckt. Seine Art, mit Dingen umzugehen, bekommt plötzlich eine ganz andere Bedeutung.
Claire dagegen ist strukturiert, kontrolliert und versucht, immer alles richtig zu machen. Sie bringt Stabilität rein – aber auch ihre eigenen Unsicherheiten und Erwartungen. Die Dynamik zwischen den beiden lebt stark von diesem Gegensatz: Chaos trifft auf Kontrolle. Und genau daraus entstehen viele intensive, aber auch überraschend leichte Momente.
Was mir besonders gefallen hat, ist, dass dieses Buch wieder mehr Raum für Humor lässt, ohne die emotionalen Themen zu vernachlässigen. Es gibt viele Szenen, die sich locker anfühlen, fast unbeschwert – und dann wieder Momente, die einen komplett treffen, weil man merkt, was eigentlich unter der Oberfläche liegt.
Die Beziehung entwickelt sich anders als bei den vorherigen Paaren. Weniger von außen zerstört, dafür mehr geprägt von inneren Themen, Unsicherheiten und unausgesprochenen Gefühlen. Es geht viel um Vertrauen, um das Ablegen von Rollen und darum, jemanden wirklich hinter die eigene Fassade blicken zu lassen.
Auch hier bleiben Freundschaften und das bekannte Umfeld ein wichtiger Bestandteil. Dieses Gefühl von Zusammenhalt zieht sich weiterhin durch die Geschichte und verbindet die einzelnen Bände miteinander.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Noch intensiver

Boys of Tommen 4: Redeeming 6
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Redeeming 6 von Chloe Walsh knüpft direkt an die emotionale Wucht von Saving 6 an und zieht sie noch einmal komplett durch. Wenn Saving 6 wehgetan hat, dann geht dieses Buch noch tiefer weil man die Figuren ...

Redeeming 6 von Chloe Walsh knüpft direkt an die emotionale Wucht von Saving 6 an und zieht sie noch einmal komplett durch. Wenn Saving 6 wehgetan hat, dann geht dieses Buch noch tiefer weil man die Figuren inzwischen versteht, an ihnen hängt und jede Entscheidung doppelt trifft.
Joey steht weiterhin im Mittelpunkt, und sein Kampf wirkt hier noch intensiver. Man sieht nicht nur, wie sehr er mit seiner Situation ringt, sondern auch, wie schwer es ihm fällt, überhaupt einen Ausweg zu sehen. Dieses Gefühl von Ausweglosigkeit zieht sich durch große Teile der Geschichte und macht viele Szenen fast schon erdrückend. Gleichzeitig ist genau das der Grund, warum sich jeder kleine Fortschritt so bedeutsam anfühlt.
Aoife bleibt dabei ein starker Gegenpol. Sie ist emotional, impulsiv und gleichzeitig unglaublich loyal. Ihre Entwicklung hat mir hier besonders gefallen, weil sie beginnt, ihre eigenen Grenzen zu erkennen und nicht mehr nur für Joey zu kämpfen, sondern auch für sich selbst. Die Dynamik zwischen den beiden ist weiterhin kompliziert, teilweise frustrierend, aber genau dadurch so real.
Die Beziehung der beiden ist keine einfache Lovestory. Es geht nicht nur um Gefühle, sondern um Timing, persönliche Abgründe und die Frage, ob Liebe allein überhaupt reichen kann. Viele Entscheidungen tun weh und fühlen sich trotzdem nachvollziehbar an.
Was diesen Band besonders auszeichnet, ist die Entwicklung. Es geht nicht mehr nur ums Überleben, sondern darum, ob und wie Veränderung möglich ist. Der Titel trifft es dabei ziemlich genau: Es geht um Erlösung, aber nicht im klassischen Sinne. Nichts wird plötzlich gut, nichts ist einfach, aber es gibt Bewegung.
Der Schreibstil bleibt dabei sehr direkt und emotional. Viele Szenen sind schwer auszuhalten, gerade weil sie so ehrlich sind. Gleichzeitig gibt es immer wieder Momente, die Hoffnung geben, ohne kitschig zu wirken.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Schonungslos, ehrlich, härter

Boys of Tommen 3: Saving 6
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Saving 6 von Chloe Walsh ist ein Perspektivwechsel, der die Reihe noch einmal auf eine ganz andere, deutlich düsterere Ebene hebt. Statt Shannon und Johnny stehen hier Joey und Aoife im Mittelpunkt und ...

Saving 6 von Chloe Walsh ist ein Perspektivwechsel, der die Reihe noch einmal auf eine ganz andere, deutlich düsterere Ebene hebt. Statt Shannon und Johnny stehen hier Joey und Aoife im Mittelpunkt und ihre Geschichte ist von Anfang an härter, roher und emotional kaum auszuhalten.
Joey kennt man bereits aus den vorherigen Bänden, aber erst hier wird wirklich deutlich, was hinter seiner Fassade steckt. Sein Alltag ist geprägt von Verantwortung, Druck und einer Umgebung, die ihm kaum Luft zum Atmen lässt. Er versucht, alles zusammenzuhalten, während er selbst längst am Limit ist. Diese innere Zerrissenheit wird unglaublich intensiv dargestellt und macht ihn zu einer der tragischsten Figuren der Reihe.
Aoife bringt dabei eine ganz andere Dynamik hinein. Sie ist direkt, laut, emotional und gleichzeitig viel verletzlicher, als sie es sich selbst eingestehen will. Ihre Beziehung zu Joey ist kompliziert, aufgeladen und alles andere als leicht. Es ist keine klassische Liebesgeschichte, sondern eher ein ständiges Aufeinandertreffen von Gefühlen, Timing und Umständen, die einfach nicht zusammenpassen wollen.
Was dieses Buch besonders macht, ist die schonungslose Ehrlichkeit. Themen wie Sucht, Armut, familiäre Verantwortung und Selbstzerstörung werden hier nicht abgeschwächt, sondern mit voller Wucht erzählt. Es gibt viele Momente, die schwer zu lesen sind, weil sie so real wirken. Gleichzeitig schafft die Autorin es, immer wieder kleine Hoffnungsschimmer einzubauen, ohne dabei unrealistisch zu werden.
Auch wenn die Geschichte emotional belastend ist, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Gerade weil nichts glatt oder perfekt läuft, fühlt sich alles umso echter an. Man leidet mit, versteht Entscheidungen, auch wenn sie wehtun, und hofft die ganze Zeit, dass es irgendwie einen Ausweg gibt.

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