Schmerzhaft, intensiv und absolut notwendig für die Reihe
Ich habe den dritten Band genauso verschlungen wie die ersten beiden. Auch wenn in vielen Rezensionen kritisiert wird, das Buch sei zu langatmig oder unnötig, empfinde ich das Gegenteil: Die Rückkehr in ...
Ich habe den dritten Band genauso verschlungen wie die ersten beiden. Auch wenn in vielen Rezensionen kritisiert wird, das Buch sei zu langatmig oder unnötig, empfinde ich das Gegenteil: Die Rückkehr in Joeys Vergangenheit, die Zeitreise von 1999 bis 2005, war für mich unglaublich wichtig, um ihn wirklich zu verstehen.
„Saving 6“ zeigt schonungslos, was Joey durchmachen musste. Dinge, die kein Kind erleben sollte. Es wird deutlich, warum er so sehr mit Drogen, Schuldgefühlen und seinen inneren Dämonen kämpft, warum er Darren gegenüber so viel Wut und Schmerz in sich trägt und warum Verzeihen für ihn kaum möglich ist. Dieses Buch hat mir das Herz gebrochen, weil man hautnah miterlebt, wie er immer wieder versucht, sich über Wasser zu halten.
Besonders stark fand ich auch die Liebesgeschichte mit Aoife. Zu wissen, dass sie aus den vorherigen Bänden ein Paar sind, war tröstlich und trotzdem war der Weg dorthin alles andere als einfach. Anders als bei Shannon und Johnny war hier nicht von Anfang an klar, dass „alles gut wird“, und genau das hat es so spannend gemacht. Vorallem weil Joey so sehr kämpft das Sie ihn nicht will.
Für mich ist „Saving 6“ kein unnötiger Zusatzband, sondern ein intensives, emotionales Puzzleteil, das die gesamte Reihe noch tiefer und verständlicher macht. Schmerzhaft, traurig, hoffnungsvoll – und absolut lesenswert. Jetzt freue ich mich riesig auf Band 4