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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2026

Atmosphärischer Grusel

Der Schatten von Avamoore
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„Der Schatten von Avamoore“ entführt seine Leser in das nebelverhangene Schottland des Jahres 1881. Schon der Klappentext mit den abgelegenen Hochmooren, den düsteren Legenden und dem spurlosen Verschwinden ...


„Der Schatten von Avamoore“ entführt seine Leser in das nebelverhangene Schottland des Jahres 1881. Schon der Klappentext mit den abgelegenen Hochmooren, den düsteren Legenden und dem spurlosen Verschwinden von William Pickett hat sofort eine geheimnisvolle Atmosphäre geschaffen, die sich durch das gesamte Buch zieht.

Im Mittelpunkt stehen Elisabeth Hazelwood und ihr Schwager Alexander, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Während ihrer gemeinsamen Suche nach William geraten die beiden jedoch immer tiefer in die Geheimnisse von Avamoore hinein. Besonders gefallen hat mir die Dynamik zwischen den beiden Charakteren. Ihre Sturheit und die oft gegensätzlichen Ansichten sorgten immer wieder für unterhaltsame Dialoge und Spannung innerhalb der Geschichte.

Die Bewohner von Avamoore und die vielen kauzigen Nebenfiguren verleihen dem Roman zusätzlich seinen besonderen Charme. Immer wieder hatte ich beim Lesen starke Hitchcock-Vibes, da das Misstrauen und die düstere Stimmung konstant präsent sind. Nathan Winters schafft es hervorragend, die schottischen Moore lebendig wirken zu lassen und eine atmosphärische, leicht gruselige Kulisse aufzubauen.

Besonders gelungen fand ich den Plot-Twist, der mich tatsächlich überraschen konnte und die Geschichte spannend abgerundet hat.

Insgesamt lebt das Buch vor allem von seiner atmosphärischen Erzählweise und der geheimnisvollen Stimmung. Wer düstere Geschichten mit schottischem Setting, Geheimnissen und einer Prise Grusel mag, wird hier gut unterhalten.

⭐ 4 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Gelungener Abschluss

Crimson Sky – Der Schattenprinz
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𝐂𝐫𝐢𝐦𝐬𝐨𝐧 𝐒𝐤𝐲 – 𝐃𝐞𝐫 𝐒𝐜𝐡𝐚𝐭𝐭𝐞𝐧𝐩𝐫𝐢𝐧𝐳 von @kiralicht lag viel zu lange auf meinem SuB, obwohl ich Band 1 damals richtig geliebt habe. Umso schöner war es, wieder in die Story um die Fae in der Anderswelt einzutauchen ...

𝐂𝐫𝐢𝐦𝐬𝐨𝐧 𝐒𝐤𝐲 – 𝐃𝐞𝐫 𝐒𝐜𝐡𝐚𝐭𝐭𝐞𝐧𝐩𝐫𝐢𝐧𝐳 von @kiralicht lag viel zu lange auf meinem SuB, obwohl ich Band 1 damals richtig geliebt habe. Umso schöner war es, wieder in die Story um die Fae in der Anderswelt einzutauchen – ich war direkt wieder mittendrin. 🖤✨

Keon hat Remy das Herz gebrochen und soll sie nun auf Befehl des Königs auch noch heiraten. Während die Anderswelt bedroht wird und Remy lernen muss, ihre neuen Kräfte zu kontrollieren, kommen sich die beiden unfreiwillig immer näher. Doch Remy hütet ein Geheimnis, das alles zerstören könnte … 👀

Besonders mochte ich wieder die vielschichtigen Charaktere der Jäger, die stetige Spannung und die ganzen Intrigen und Geheimnisse. Der Schreibstil ist locker leicht und macht das Buch somit zu einem echten Pageturner. ✨

Auch die Beziehung zwischen Remy und Keon fand ich richtig gelungen – spannend, prickelnd, ausgewogen und angenehm dosiert, ohne die komplette Handlung zu überschatten.

🖤 Keon: mutig & loyal
🔥 Remy: chaotisch & leidenschaftlich

Hier ziehen sich Gegensätze definitiv an.

Das Ende war mir persönlich etwas zu überstürzt. Da hätte ich mir einfach noch mehr Ausführlichkeit gewünscht.

⭐⭐️⭐️⭐️,5

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Highlight

Velvet Falls, but the Gods forgot to die (Velvet-Dilogie 1)
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Was für ein Auftakt! Mit „Velvet Falls, but the Gods forgot to die“ liefert Julia Dippel einen düsteren, intensiven und mitreißenden Einstieg in ihren neuen Urban-Fantasy-Zweiteiler, der mich von der ersten ...

Was für ein Auftakt! Mit „Velvet Falls, but the Gods forgot to die“ liefert Julia Dippel einen düsteren, intensiven und mitreißenden Einstieg in ihren neuen Urban-Fantasy-Zweiteiler, der mich von der ersten Seite an komplett gefesselt hat.

Schon der Einstieg ist nichts für Zartbesaitete: actionreich, blutig und voller Tempo wirft uns die Autorin direkt in eine dystopische Welt, in der nach dem Fall der Sterne die Magie zurückgekehrt ist – und mit ihr neue Götter. Doch diese scheinbar unsterblichen Wesen sind bedroht: Ein magisches Virus droht sie auszulöschen. Mittendrin steht Velvet, eine gefallene Heldin, die einst davon träumte, Teil eines Hexenzirkels zu werden, nun aber als Dämonenreiterin ihren ganz eigenen, gefährlichen Weg geht.

Der Auftrag, das Blut der sieben Göttersöhne zu beschaffen, stellt Velvet vor eine schier unmögliche Aufgabe – insbesondere, da einer von ihnen niemand Geringeres ist als Kashmere Sinclair: ihr Ex, ihre Vergangenheit, ihr größter Schmerz.

Die Geschichte lebt vor allem von der komplexen Beziehung zwischen Velvet und Kash. In Rückblicken erfahren wir nach und nach, was zwischen ihnen geschehen ist – und wie unterschiedlich beide die gemeinsamen Erlebnisse wahrgenommen haben. Diese Perspektivwechsel sorgen nicht nur für Spannung, sondern verleihen den Figuren eine beeindruckende emotionale Tiefe. Verletzlichkeit, Wut, Zerrissenheit und Trauer werden greifbar und intensiv dargestellt.

Die Chemie zwischen den beiden ist dabei kaum zu übersehen – oder besser gesagt: kaum auszuhalten. Das Knistern ist von Anfang an da und steigert sich kontinuierlich. Besonders hervorzuheben ist, dass die romantischen und auch sinnlicheren Szenen zwar präsent sind, aber klar gekennzeichnet wurden und sich sinnvoll in die Handlung einfügen. Sie tragen zur Entwicklung der Figuren und ihrer Beziehung bei und wirken nie überflüssig.

Neben den beiden Hauptfiguren überzeugt auch der Nebencharakter-Cast. Figuren wie Monty und Eddie bringen humorvolle Momente in die ansonsten oft düstere Geschichte, während andere Nebenfiguren zusätzliche Spannung und Dynamik einbringen.

Ein weiteres großes Highlight sind die zahlreichen Plot-Twists. Die Wendungen kommen überraschend und halten die Spannung konstant hoch – mehrfach wurde ich komplett auf dem falschen Fuß erwischt.

Stilistisch zeigt Julia Dippel einmal mehr, was sie kann: Ihr Schreibstil ist packend, bildgewaltig und emotional. Sie schafft es mühelos, eine komplexe Welt lebendig werden zu lassen und gleichzeitig tief in die Gefühlswelt ihrer Figuren einzutauchen.

Fazit:
„Velvet Falls, but the Gods forgot to die“ ist ein düsterer, epischer und emotional aufgeladener Urban-Fantasy-Roman, der mit starken Figuren, intensiver Atmosphäre und überraschenden Wendungen überzeugt. Für Fans von Tropes wie Enemies-to-Lovers, Forced Proximity und Second Chance ist dieses Buch ein absolutes Highlight.

Und jetzt bleibt nur eine Frage: Wie soll man bitte bis zum nächsten Band warten?

Bewertung: 5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Absolute Empfehlung

Of Ice and Fire - Eissonne
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„Du bist nicht gut darin, eine Frau zu sein. Aber du bist hervorragend darin, ein Mann zu sein.“ – dieser Satz fasst die Grundspannung von Of Ice and Fire – Eissonne perfekt zusammen.
Der Einstieg in die ...

„Du bist nicht gut darin, eine Frau zu sein. Aber du bist hervorragend darin, ein Mann zu sein.“ – dieser Satz fasst die Grundspannung von Of Ice and Fire – Eissonne perfekt zusammen.
Der Einstieg in die Geschichte ist direkt intensiv: In Jördys sieben Fjorden entscheidet die Sommersonnenwende über Leben und Tod. Männer werden ausgewählt, um sich in einem brutalen Wettkampf zu beweisen. Nur die Stärksten überleben, binden sich mithilfe eines Serums an Drachen und werden zu Nordwächtern.
Ember jedoch ist nicht vorgesehen für diesen Weg. Ihr Schicksal scheint besiegelt – eine arrangierte Ehe. Doch als ihr Zwillingsbruder kurz vor der Auswahl stirbt, ergreift sie die einzige Chance auf Freiheit: Sie nimmt seinen Platz ein.
Was folgt, ist eine Geschichte, die stark an Mulan erinnert, gepaart mit der tödlichen Dynamik von Die Tribute von Panem. Und genau diese Mischung funktioniert hier unglaublich gut.
Ember ist eine beeindruckende Protagonistin. Sie ist nicht perfekt – im Gegenteil. Sie kämpft, scheitert, geht über ihre körperlichen und emotionalen Grenzen hinaus. Gerade das macht sie so greifbar. Der Überlebenskampf ist nicht nur physisch, sondern auch psychisch extrem intensiv dargestellt.
Besonders gelungen ist die Erzählweise im Single POV. Man ist konstant nah an Ember dran, erlebt jede Entscheidung, jede Angst und jede Hoffnung unmittelbar mit. Das hohe Erzähltempo sorgt zusätzlich dafür, dass kaum Raum zum Durchatmen bleibt.
Die Welt ist rau, erbarmungslos und faszinierend zugleich. Die Drachen spielen dabei eine zentrale Rolle – und sind definitiv mehr als nur ein klassisches Fantasy-Element. Hier steckt eine eigene, spannende Idee dahinter.
Auch die Nebencharaktere sind stark ausgearbeitet, und die Beziehungen zwischen ihnen bleiben stets von Misstrauen durchzogen. Denn die zentrale Frage bleibt:
Kann man jemandem vertrauen, wenn am Ende nur einer überlebt?
Der Romance-Anteil ist angenehm zurückhaltend. Die Entwicklung bleibt subtil, fast zerbrechlich, und drängt sich nie in den Vordergrund. Stattdessen liegt der Fokus klar auf dem Überlebenskampf und der inneren Entwicklung der Figuren.
Ein absolutes Highlight sind zudem die Illustrationen von Jana Stehr selbst. Sie verleihen dem Buch eine besondere Tiefe und machen es auch optisch zu etwas Besonderem.
Und dann dieses Ende…
Der Plot Twist kam unerwartet und hat nochmal alles auf den Kopf gestellt. Genau so muss ein Auftakt enden: schmerzhaft, überraschend und mit einem starken Bedürfnis nach mehr.
Fazit:
Düster, mitreißend und emotional intensiv.
Eine Geschichte über Identität, Freiheit und Überleben – mit starken Charakteren und einer gnadenlosen Welt.
Für mich ein klares Highlight und eine große Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Urban Fantasy im dystopischen Tokyo

Skyfire Academy - Der Herzschlag eines Dämons
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Rezension: „Herzschlag eines Dämons“ von Jenny Pieper

„Herzschlag eines Dämons“ entführt in eine düstere Urban-Fantasy-Welt, die in einem dystopisch angehauchten Tokyo spielt und mit einer spannenden ...

Rezension: „Herzschlag eines Dämons“ von Jenny Pieper

„Herzschlag eines Dämons“ entführt in eine düstere Urban-Fantasy-Welt, die in einem dystopisch angehauchten Tokyo spielt und mit einer spannenden Grundidee überzeugt: Was passiert, wenn ausgerechnet der größte Feind zur wichtigsten Hoffnung wird?

Im Mittelpunkt steht Hanae, die tagsüber an der Akademie der Dämonenjäger studiert und nachts auf eigene Faust Nachforschungen über das Verschwinden ihres Vaters anstellt. Seit ihr ein mechanisches Herz eingesetzt wurde, ist ihr Leben noch komplizierter geworden. Als sie während eines Auftrags ins Dämonenreich gerät und dort auf den gefürchteten Dämonenfürsten Gin trifft, nimmt die Geschichte eine entscheidende Wendung. Denn statt sie zu töten, macht er ihr ein Angebot – und plötzlich steht Hanae mitten in einer Verschwörung, die ihr gesamtes Weltbild ins Wanken bringt.

Besonders hervorzuheben ist das Setting: Die Mischung aus urbaner Fantasy und dystopischen Elementen funktioniert hervorragend und erschafft eine dichte, atmosphärische Kulisse. Die Geschichte nimmt sich Zeit für ihr Worldbuilding, was ihr zugutekommt, auch wenn der Einstieg dadurch etwas ruhiger ausfällt.

Hanae ist eine starke Protagonistin, die nicht nur mutig und entschlossen handelt, sondern auch emotional greifbar bleibt. Sie hinterfragt bestehende Strukturen und erkennt, dass Gut und Böse nicht klar voneinander zu trennen sind. Diese moralische Grauzone verleiht der Geschichte zusätzliche Tiefe.

Gin bildet dazu einen interessanten Gegenpol: Als gefürchteter Dämonenfürst zunächst distanziert und grimmig, zeigt er im Verlauf der Handlung zunehmend Facetten, die ihn nahbarer machen. Gerade die Interaktionen zwischen ihm und Hanae gehören zu den stärkeren Momenten des Buches. Umso mehr fällt auf, dass ihre Beziehung für das vorhandene Potenzial etwas zu wenig Raum bekommt – hier wäre mehr Tiefe und Entwicklung wünschenswert gewesen.

Sehr gelungen ist der Wechsel zwischen dem Akademie-Setting und den nächtlichen Missionen, der für Abwechslung sorgt und die Spannung aufrechterhält. Die Handlung gewinnt nach und nach an Dynamik und steigert sich bis zu einem Ende, das bewusst nicht alles auflöst und Raum für eine Fortsetzung lässt.

Auch die äußere Gestaltung des Buches ist ein echtes Highlight: Das Cover und der Farbschnitt sind besonders gelungen und unterstreichen die Atmosphäre der Geschichte.

Fazit:
„Herzschlag eines Dämons“ überzeugt mit einem starken Setting, interessanten Charakteren und einer vielversprechenden Grundidee. Kleine Schwächen im Erzähltempo und in der Ausarbeitung der Beziehung tun dem Leseerlebnis nur bedingt Abbruch. Wer Urban Fantasy mit düsterem Flair und moralischen Grauzonen mag, wird hier definitiv fündig.

Bewertung: 4 von 5 Sternen.

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