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Veröffentlicht am 09.05.2026

Leider nicht so spannend wie erhofft

Home Before Dark
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Marsis Schwester verschwand vor Zehn Jahren. Bis heute gibt Marsi sich die Schuld an Kristins Verschwinden. Denn Marsi hatte einen Brieffreund. Bei diesem hat sie sich als ihre Schwester ausgegeben. Zu ...

Marsis Schwester verschwand vor Zehn Jahren. Bis heute gibt Marsi sich die Schuld an Kristins Verschwinden. Denn Marsi hatte einen Brieffreund. Bei diesem hat sie sich als ihre Schwester ausgegeben. Zu einem Treffen mit ihm erscheint sie nicht, dafür verschwindet ihre Schwester. Alles scheint zusammenzuhängen und ein Brief, der sie in der Gegenwart erreicht, reißt alte Wunden auf und weckt die dunkle Vergangenheit. Ob Marsi jemals herausfinden wird, was mit Kristin wirklich passiert ist?

Ich habe mich so auf diesen Thriller gefreut, denn mit nordischen Autoren habe ich eigentlich bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Das Düstere, das speziell diese Krimis und Thriller mit sich bringen ist einmalig und hat einen ganz besonderen Charme für mich.

Und tatsächlich hat dieses Buch auch diese Düsternis. Doch die Spannung bleibt leider sehr lange auf der Strecke. Obwohl ich es eigentlich mag, wenn die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird - was hier der Fall ist - plätschert sie lange Zeit nur so vor sich hin. Der Geschichte fehlt in weiten Teilen die Sogwirkung, was es mir wirklich schwer machte, dran zu bleiben. Ich liebe es, wenn mich eine Geschichte so fesselt, dass ich gar nicht mehr mit lesen aufhören möchte. Aber das war hier leider nicht der Fall.

Grundsätzlich war der Schreibstil gut zu lesen. Was mich aber immer wieder zum Stolpern gebracht hat, waren die vielen isländischen Wörter. Hier sind es vor allem Namen und Orte, aber die waren so schwer auszusprechen bzw. zu lesen, dass ich sie einfach irgendwann überlesen habe. Natürlich gehört das irgendwie auch dazu, da das Buch nun mal von einer Isländerin geschrieben ist. Aber wenn ein Satz zu mehr als der Hälfte aus isländischen Wörtern besteht, ist er für mich einfach nicht mehr flüssig zu lesen.

Schwierig waren für mich auch die vielen Protagonisten, die ich gar nicht so leicht auseinander halten konnte. Die Freundeskreise mit den verschiedenen Personen - und den für mich nicht so leicht zu merkenden Namen - forderten meine vollste Konzentration. Natürlich sorgt das auch für viele mögliche Täter und gerade hier wurden die Mutmaßungen stellenweise echt spannend. Selbst die eigene Familie scheint verdächtig. Das mag ich ja wirklich sehr gerne, wenn ich absolut keinen Durchblick mehr habe. Trotzdem hätte ich mir über die komplette Zeit einfach mehr Spannung und packende Momente gewünscht.

Spannend fand ich wirklich die unterschiedlichen Zeitebenen. Die Gegenwart des Buches spielt 1977. Die Vergangenheit, also die Zeit, in der Kristin verschwand, 10 Jahre vorher, was die Polizeiarbeit natürlich echt spannend machte, weil sie ganz anders abgelaufen ist, als heutzutage. Die technischen Mittel waren einfach viel eingeschränkter und so ist der Fall schneller im Sand verlaufen, als das in der heutigen Zeit passiert wäre.

Ein Thriller, der mich sehr zwiegespalten zurücklässt. Der angenehme Schreibstil und die düstere Atmosphäre fand ich wirklich gut. Die Rückblenden, die jeden verdächtig erscheinen lassen, auch. Aber die belanglosen Dialoge, die vor sich hinplätschernde Geschichte und die für mich fehlende packende Spannung, haben mich leider nicht ganz überzeugt.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Wunderschöne Geschichte über eine kleine Maus und ein großes Abenteuer

Emmis großes Campingabenteuer
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Emmi macht mit ihrer Familie Campingurlaub. Schon als sie ihre Koffer packt, fragt sie sich, ob sie wohl ihre Kuscheltiere vermissen wird. Doch im Urlaub angekommen ist das schnell vergessen. Denn Emmi ...

Emmi macht mit ihrer Familie Campingurlaub. Schon als sie ihre Koffer packt, fragt sie sich, ob sie wohl ihre Kuscheltiere vermissen wird. Doch im Urlaub angekommen ist das schnell vergessen. Denn Emmi findet Freunde und erlebt viele Abenteuer. Ob Kartenspielen bei Regen oder einer Nachtwanderung. Und schneller als ihr lieb ist, ist der Urlaub auch wieder vorbei.

Was bei diesem Bilderbuch ganz besonders hervorsticht, sind die wunderschönen Illustrationen. Ich könnte die ganze Zeit in dem Buch blättern und mir einfach nur die Bilder anschauen. Sie sind liebevoll, kindgerecht und detailliert und es gibt so viel zu entdecken. Schon das Cover verspricht ein wunderschöne Geschichte und auch das Innere kann hierbei mithalten. Die Illustrationen sind so lebendig, dass man das Gefühl bekommt man wäre selbst schon dort gewesen. Ich bin immer wieder beeindruckt wie Bilder, die sich nicht bewegen so viel Leben ausdrücken können. Ich bin einfach hin und weg und gerade bei einem Bilderbuch sind die Illustrationen für mich ein ganz besonders wichtiger Punkt. Bücher die schöne Illustrationen haben, lese ich viel lieber vor, als die Bücher, die Illustrationen haben, die mir nicht so gut gefallen. Und hier ist es so, dass ich die Illustrationen so grandios finde, dass ich hoffe, dass noch mehr Bilderbücher von Emmi erscheinen werden.

Aber natürlich ist es nicht nur die Optik, die hier auf ganzer Linie überzeugt. Auch die Geschichte ist total niedlich und super schön. Obwohl wir das Buch erst kurze Zeit haben, musste ich es schon mehrfach vorlesen, weil es es meiner Tochter (5) so gut gefällt. Die kleine Maus Emmi erlebt ein tolles, aber harmloses Urlaubsabenteuer. Sie lernt neue Freunde kennen und hat eine richtig gute Zeit. Und als der Urlaub vorbei ist, ist sie ganz schön traurig.

Das Buch erzählt von vielen Urlaubserlebnissen, bis hin zum Marshmallowrösten - worauf mich meine Tochter sofort fragte, ob wir nicht auch mal wieder Marshmallows rösten können. Sie erzählt von den Freundschaften, die Emmi im Urlaub schließt und was für eine schöne Zeit sie alle gemeinsam erleben.

Der Text ist relativ kurz gehalten, also genau richtig für kleine Kinder, deren Aufmerksamkeitsspanne vielleicht nicht so hoch ist oder als kurze Gute-Nacht-Geschichte. Dadurch, dass die Geschichte auch nicht spannend, sondern wirklich harmlos und einfach schön ist, kann man sie auch kleinen Kindern schon ganz wunderbar vorlesen.

Eine herzerwärmende Geschichte, die einfach gut tut und wunderbar zum Vorlesen ist. Ich habe sie so genossen und freue mich schon darauf sie immer und immer wieder vorzulesen.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Mittsommer auf Lillasund

Die Ponys von Lillasund 4. Das Mittsommer-Turnier
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Ida und ihre Freundin Elsa freuen sich schon sehr auf das anstehende Mittsommer-Turnier. Als sie Leyla kennenlernen, die Urlaub auf Lillasund macht, merken sie, dass das Mädchen ebenfalls richtig gut reiten ...

Ida und ihre Freundin Elsa freuen sich schon sehr auf das anstehende Mittsommer-Turnier. Als sie Leyla kennenlernen, die Urlaub auf Lillasund macht, merken sie, dass das Mädchen ebenfalls richtig gut reiten kann. Sie beschließen, dass es doch eine gute Idee wäre, wenn Leyla ebenfalls am Turnier teilnimmt. Doch plötzlich verhalten sich die Tiere der Insel sonderbar und Ida vermutet, dass es etwas mit einem uralten Trollzauber zu tun hat. Als dann auch noch der Hund Tobbe verschwindet, ist die Aufregung groß. Doch wie in der Vergangenheit, halten die Freunde auch dieses Mal fest zusammen.

Dies ist bereits der vierte Band der Lilasund-Reihe und ich habe ihn wie die Vorgänger auch, sehr geliebt. Die Autorin hat eine so tolle Art zu schreiben. Die schwedischen Bräuche, die Umgebung auf Lillasund. Alles wird so detailreich beschrieben, dass man das Gefühl hat, man ist selbst dabei. Und wie gerne würde ich gemeinsam mit meiner Tochter Urlaub auf Lillasund machen und Ida und ihre Freunde persönlich kennenlernen.

Denn das Buch ist nicht nur eine ganz wunderbare Pferdegeschichte, nein es ist auch eine Geschichte über Freundschaft. Über Mut und Zusammenhalt und darüber, dass es wichtiger ist, zusammenzuhalten, als zu gewinnen. Es ist eine Geschichte, die zeigt, wie wichtig gute Freundschaften sind und dass man sich auch mal entschuldigen und Fehler zugeben kann. All diese Botschaften werden ganz wunderbar in die Geschichte eingeflochten. Ohne aufdringlich zu sein vermittelt Kathrin Lena Orso, worauf es im Leben wirklich ankommt. Und das vor so wunderschöner Kulisse.

Die Kinder sind mir bereits in den vorherigen Bänden sehr ans Herz gewachsen. Die Vierergruppe bestehend aus zwei Mädchen und zwei Jungs, funktioniert so gut miteinander. Sie unterstützen sich und sind wenn es darauf ankommt, bedingungslos füreinander da. Ich wünsche jedem Kind so eine wunderbare Freundesgruppe.

Obwohl es sich hierbei um ein Kinderbuch handelt, fühle ich mich beim Lesen jedes neuen Bandes einfach so unglaublich wohl. Es ist eine absolute Wohlfühlreihe, die Sehnsüchte weckt und einen von einem Pferdeurlaub in Schweden träumen lässt. Auch meine Tochter liebt die Reihe sehr. Kindgerecht und toll geschrieben bietet das Buch alles, was eine gute Geschichte braucht. Sie ist spannend, unterhaltsam und hat natürlich ein gutes Ende für alle.

Ganz nebenbei lernt man noch etwas über Schweden, schwedische Begriffe und auch übers Springreiten, da am Ende des Buches verschiedene Hindernisse abgebildet sind, die mir auf jeden Fall dabei geholfen haben, dass ich mir alles besser vorstellen kann.

Und auch die restlichen Illustrationen sind einfach nur wieder super schön. Sie machen die Geschichte noch lebendiger, als sie eh schon ist und sind so liebevoll gemacht, dass ich sie mir sehr gerne anschaue. Schon das Cover ist wunderschön und ich bin wirklich sehr begeistert von allen Illustrationen.

Eine ganz wunderbare Geschichte, über die Liebe zu Pferden, aber auch über Freundschaft, Zusammenhalt und dass es wichtigere Dinge gibt, als im Leben immer nur zu gewinnen. Ich bin wieder mal begeistert und freue mich schon jetzt auf den fünften Teil, dieser absolut großartigen Buchreihe.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Humorvoll, spannend, anders

Amalfi Mortale. Kein Urlaub ohne Mord
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Eleanor ist eine Bestellerautorin. die Krimis schreibt. Allerdings geht ihr, ihr Hauptcharaker Connor gehörig auf die Nerven. Und das nicht nur im Buch, sondern auch im wahren Leben. Und so beschließt ...

Eleanor ist eine Bestellerautorin. die Krimis schreibt. Allerdings geht ihr, ihr Hauptcharaker Connor gehörig auf die Nerven. Und das nicht nur im Buch, sondern auch im wahren Leben. Und so beschließt sie kurzerhand, dass der nächste Krimi der letzte sein und Connor da leider das Zeitliche segnen wird. Gemeinsam gehen sie auf eine letzte Lesereise. Doch plötzlich wird aus fiktiven Ideen bitterer Ernst. Mordanschläge werden verübt und jeder der großen Reisegruppe könnte der Täter sein - Fans, Konkurrenten, Exfreunde. Eleanor beschließt den Fall zu lösen und übersieht dabei nicht nur ein wichtiges Detail.

"Amalfi Mortale - Kein Urlaub ohne Mord" ist ein Krimi - ja. Aber ein ganz spezieller Krimi, bei dem ich viel darüber nachdenken musste, wie gut ich die verschiedenen Ideen letztendlich fand. Ich kam aber zu dem Schluss, dass ich es tatsächlich sehr erfrischend und unterhaltsam fand. Eleanor fungiert hier als unsere Ich-Erzählerin und spricht den Leser - vor allem in Fußnoten - gezielt an. Ich gebe zu, dass die Fußnoten etwas gewöhnungsbedürftig für mich waren, aber nachdem ich mich an sie gewöhnt habe, fand ich sie äußerst unterhaltsam. Eleanor kommentiert hier quasi ihre eigene Geschichte mit bissigen und erfrischenden Kommentaren, die mich nicht nur einmal zum Lachen gebracht haben.

Dadurch, dass sie den Leser direkt anspricht, hatte ich die ganze Zeit das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. Die Geschichte bewegt sich hierbei aber sehr lange eher auf der unterhaltsamen und humorvollen Ebene, als dass sie so richtig packend und spannend ist. Das störte mich aber tatsächlich nicht, weil die Geschichte so mal etwas ganz anderes war, wie ich auch erwartet hatte. Allerdings wurde es zwischenzeitlich etwas zäh. Dinge wurden nur angedeutet oder stellten sich als Täuschung heraus und so musste ich wirklich lange warten, bis wirklich etwas passiert. Da merkte ich dann, dass ich etwas ungeduldig wurde.

Ansonsten mochte ich den Schreibstil aber sehr gerne. Die Autorin kann wirklich lustig und erfrischend schreiben und sollte sie noch einen Krimi schreiben, würde ich diesen sofort lesen. Man muss sich halt bewusst sein, dass die packende Spannung nicht das Hauptelement ist, sondern eher die Zwischentöne, die Protagonisten und die Beziehungen derer. Aber als Abwechslung zu vielen blutigen und brutalen Krimis und Thrillern, die ich schon gelesen habe, fand ich das wirklich super und die perfekte Lektüre für den Sommer.

Die Protagonisten mochte ich grundsätzlich auch ganz gerne, muss aber sagen, dass es mir zu viele waren. Ich kam ständig mit den Namen durcheinander - vor allem der der Nebendarsteller - und konnte sie immer wieder nicht richtig zuordnen. Hier wäre ein Personenverzeichnis wirklich hilfreich gewesen. Es war super erst nach und nach zu erfahren, welcher Protagonist eigentlich welche Rolle spielt, aber zu manchen gab es im Verlauf der Geschichte - bewusst - nur sehr wenig Informationen, was sie für mich schwer greifbar und eben schwer auseinander zu halten machte.

Ansonsten fand ich das Buch aber wirklich gut. Ich habe mich so gut unterhalten gefühlt, gelacht, mitgefiebert und mit ermittelt. Ich habe gerätselt und meine eigenen Theorien gehabt und lag trotz aller Hinweise an Ende komplett falsch. Und das mag ich dann immer sehr gerne. Wenn ich nochmal überrascht werde. Und das wurde ich hier. Dass die zwischenmenschlichen Beziehungen hier so im Vordergrund stehen mochte ich auch sehr gerne, denn so gab es Verbindungen, die ich in Frage stellte, Verbindungen, die ich verunsicherten und Verbindungen, die einfach schön zu beobachten waren.

Ein toller Sommerkrimi, der Spaß gemacht hat, gerade weil er anders als die klassischen Krimis ist und viel auf Humor und schlagfertige Kommentare setzt.

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Erfrischend, unterhaltsam und so gut geschrieben

Annie Knows Everything
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Annie verliert von einem Tag auf den anderen ihren Job. Doch irgendwie schafft sie es, sich intern versetzen zu lassen, anstatt auf der Straße zu landen. Allerdings wird sie in eine Abteilung versetzt, ...

Annie verliert von einem Tag auf den anderen ihren Job. Doch irgendwie schafft sie es, sich intern versetzen zu lassen, anstatt auf der Straße zu landen. Allerdings wird sie in eine Abteilung versetzt, von deren Materie sie keine Ahnung hat. Doch das darf auf keinen Fall bekannt werden und so versucht sie den Chef der Abteilung davon zu überzeugen, dass sie genau die richtige für diesen Job ist. Womit sie nicht gerechnet hat, ist, dass sie dabei auch ihr Herz aufs Spiel setzt.

Schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen, dass so herrlich erfrischend und unterhaltsam war, wie dieses. Ich musste so oft lachen oder Schmunzeln, weil die Dialoge zwischen den Protagonisten so spritzig und lustig sind. Schon von der ersten Seite an, habe ich mich bestens unterhalten gefühlt. Ich brauchte gefühlt keine fünf Sekunden und ich war in der Geschichte drin. Der flotte Schreibstil überraschte mich sofort und das auf die positive Art. Ich habe jede Seite beim Lesen genossen.

Die Autorin ist so kreativ und hat so viele lustige Ideen, die sie in ihre Geschichte einbringt. Dabei übertreibt sie aber nie. Ich bewundere so ein Talent ja sehr. Manchmal frage ich mich schon, wie man so kreative Dialoge und eine so unterhaltsame Geschichte schreiben kann, wie man auf die ganzen Ideen kommt. Hier sind wirklich ganz besonders die Dialoge hervorzuheben, die so erfrischend sind. Teilweise von den Protagonisten gewollt lustig und sarkastisch, teilweise auch einfach Situationskomik.

Und da wäre ich dann auch schon bei den Protagonisten, die ich beide unheimlich toll fand. Connor ist so ein toller Mann. Jeder sollte einen Connor in seinem Leben haben. Nicht einmal verhält er sich toxisch oder irgendwie daneben, sondern behandelt Annie mit dem Respekt, den sie verdient hat. Annie ist ebenfalls eine ganz tolle Protagonistin. Sie übertritt zwar die ein oder andere Grenze, aber dies tut sie so charmant bzw. mit so guten Absichten, dass man ihr nicht böse sein kann. Sie hat ebenfalls einen echt tollen Charakter und haut so viele schlagfertige Sprüche raus, dass ich vor allem darüber sehr lachen musste.

Die Liebesgeschichte die sich zwischen den beiden anbahnt ist erstmal leise und zurückhaltend, bekommt aber durch die Tropes "Workplace" und so ein bisschen "forbidden love story" eine ganz spezielle Würze. Ich mochte die Entwicklung sehr gerne und fand sie gerade von der Geschwindigkeit genau richtig. Auch die Hochs und Tiefs fand ich genau richtig platziert. Dass nicht alles rosarot ist und die beiden, vor allem durch ihre unterschiedlichen Positionen in der Firma, sowie ihre durchaus starken Charakterzüge auch Schwierigkeiten haben, fand ich sehr glaubwürdig.

Tatsächlich habe ich hier wieder das Gefühl, dass es gar nicht so einfach ist, meine Begeisterung rüber zu bringen. Aber ich bin wirklich total überzeugt von der Geschichte. Ich mochte sie so unheimlich gerne und ich hatte vor allem das Gefühl, dass sie mir richtig gut tut. So viele schöne und gute Momente, so viele Momente zum Lachen und zum Dahinschmelzen und dazwischen auch immer wieder ein paar kleine Momente zum Nachdenken und mitfühlen. Ich finde das Buch hat genau die perfekte Mischung und es ist schon jetzt eines meiner Highlights dieses Jahr. Ich bin total begeistert, wie leicht es sich hat lesen lassen. Wie es sich einfach gut angefühlt hat und wie ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Ich bin so traurig, dass ich mich jetzt von Annie und Connor verabschieden muss. Bin aber auch sehr zufrieden mit dem Ende und werde sicherlich noch eine ganze Weile ganz selig in Erinnerungen schwelgen. Wer eine super RomCom mit einer absoluten männlichen Greenflag lesen möchte, der ist hier genau richtig.

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