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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.07.2026

Informativ, abwechslungsreich und gut geschrieben

Wie Kinder essen
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Ich glaube die meisten Eltern kennen die Situation, dass es Essen gibt und der pure Stress ausbricht. Weil die Kinder nicht zum Tisch kommen oder ganz einfach, weil sie angewidert das Gesicht verziehen ...

Ich glaube die meisten Eltern kennen die Situation, dass es Essen gibt und der pure Stress ausbricht. Weil die Kinder nicht zum Tisch kommen oder ganz einfach, weil sie angewidert das Gesicht verziehen und einem sehr deutlich machen, wie eklig das Essen doch ist. Und das kann dann schon mal sehr schnell für Ärger suchen, wenn man sich echt Mühe in der Küche gegeben hat. Auch ich kenne solche Situationen gut. Zwar bin ich bei uns Zuhause nicht unbedingt diejenige die viel und ausführlich kocht. Das ist eher mein Mann. Aber für ihn gab es schon unzählige frustrierende Situationen, die mich dann ebenfalls mit reingezogen haben.

Wir haben schon die verschiedensten Dinge ausprobiert. Manches hilft gar nicht, manches nur zeitweise. Und so bin ich auf dieses Buch gestoßen und dachte mir, dass es doch vielleicht durchaus Sinn ergeben würde, wenn ich einfach mal versuche meine Kinder zu verstehen bzw. zu ergründen, woher dieses ablehnende Verhalten und kommt und wie man etwas mehr Ruhe an den Esstisch bringen kann. Ebenfalls erhoffte ich mir, meine eigenen Prägungen (sowie auf dem Titel beschrieben) reflektieren zu können.

Unterteilt ist das Buch in fünf Kapitel, die verschiedenste Dinge wie Ernährungspsychologie, eigene Prägungen, oder eben auch von Anspannung zu Entspannung am Familientisch. Die Kapitel sind unglaublich abwechslungsreich gestaltet, weshalb ich für ein Sachbuch ziemlich zügig durch die Seiten geflogen bin. Schon im Vorwort wird auch deutlich, dass man das Buch nicht unbedingt von vorne nach hinten durchlesen muss, sondern sich einfach auch die Kapitel rauspicken kann, die für einen selbst relevant sind. Ich habe aber vorne begonnen, weil mich eben auch die ernährungspsychologischen Grundlagen interessiert haben.

Noch kurzweiliger wird das Buch durch die kleinen comicartigen Zeichnungen, die das ganze immer wieder auflockern und auch die Fallbeispiele aus Ronia Schiftans Praxis, die eindrückliche Beispiele zeigen, in denen ich mich stellenweise auch wieder erkannt haben, was dafür gesorgt hat, dass ich mich noch besser verstanden gefühlt habe. Ich habe gemerkt, dass ich mit verschiedenen Problematiken gar nicht alleine bin und daher haben mir diese praxisnahen Beispiele sehr geholfen.

Natürlich erfährt man auch viele psychologische und wissenschaftliche Hintergründe zum kindlichen Essverhalten und auch das hat mir schon geholfen. Ich weiß nicht, wie oft wir daran verzweifelt sind, dass unsere Kinder neues Essen nicht probieren wollten. Nach der Lektüre gehen wir da einfach entspannter damit um. Ich habe meinem Mann auch schon davon erzählt und für mich ist das einfach so schön, dass es jetzt einen friedlichen Weg gibt, der ohne Anspannung stattfinden kann. Sicherlich wird das nicht alles lösen, aber ich finde es einfach schön, wenn man solche Alternativen dann immer wieder auch schwarz auf weiß lesen kann.

Sicherlich trifft nicht alles aus dem Buch auf uns zu und nicht alles werden wir in unserem Alltag verwenden können bzw. sehe ich dann vielleicht auch etwas anders oder differenziert. Dies ändert aber nichts daran, dass das wirklich ein sehr gutes Sachbuch ist. Ein Sachbuch, dass ohne Vorwürfe und belehrenden Zeigefinger daherkommt. Ein Sachbuch, bei dem ich das Gefühl habe, dass es wirklich helfen möchte, Anspannung zu lösen und friedliche Wege für ein eigentlich so schönes Thema - Das Essen - zu finden.

Besonders schön finde ich auch die vielen kurzen Abschnitte innerhalb der Kapitel. Diese eignen sich perfekt dafür, dass man das Buch einfach mal kurz in die Hand nimmt und kleine Abschnitte liest. Manchmal reicht das ja auch, um einen in dem zu bestärken, was man tut oder neuen Mut zu geben, bei Dingen, die einem schwerfallen (bei mir wäre das z.B. das Stichwort Körperbild). Ich hatte so einige Aha-Momente und versuche nun ganz gezielt, Dinge anders und positiver zu formulieren. Und was ich besonders schön finde, ist dass vieles ja nicht nur fürs Essen gilt, sondern sich auch auf andere Lebensbereiche übertragen lässt.

Ein super Sachbuch, dass für mich persönlich extrem informativ war und mich immer wieder zum Nachdenken gebracht hat. Es hat dafür gesorgt, dass mein Verständnis für manches Essverhalten deutlich gewachsen ist und mir die nötigen Werkzeuge an die Hand gegeben, damit ich in Zukunft deutlich gelassenere mit einigen stressigen Situationen umgehen kann.

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Veröffentlicht am 14.07.2026

Eine ruhige Geschichte, die berührt und zeigt, was im Leben wirklich wichtig ist

Der vergessene Wald
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Saskia ist ganz besonders mit Schloss Gair verbunden. Viele Erinnerungen, viele Emotionen hängen für sie daran. Und so beschließt sie kurzerhand das Schloss zu kaufen und historisch zu erhalten. Doch das ...

Saskia ist ganz besonders mit Schloss Gair verbunden. Viele Erinnerungen, viele Emotionen hängen für sie daran. Und so beschließt sie kurzerhand das Schloss zu kaufen und historisch zu erhalten. Doch das gestaltet sich alles andere als einfach, weil sie keinen Bauleiter findet. Bis sie auf Owen trifft, der dringend einen Job braucht und zusagt, dieses beeindruckende Projekt zu übernehmen. Doch er hat große Vorbehalte und die richten sich nicht nur gegen das Projekt, sondern auch Saskia selbst. Die beiden haben keinen einfachen Start. Missverständnisse und fehlende Kommunikation erschweren die Zusammenarbeit, bis sie an einen Punkt kommen, an dem sie das Ziel nur erreichen können, wenn sie zusammenhalten.

Ich muss zugeben, dass meine Erwartungen an dieses Buch nicht besonders hoch waren. Das wunderschöne Cover und der interessante Klappentext machten mich neugierig und ich wollte mich ganz unbedingt auf diese Geschichte einlassen. Und das tat ich und war von der ersten Seite an überrascht und gefangen genommen in einer Weise, mit der ich nicht gerechnet hatte.

Überrascht von dem super gut zu lesenden Schreibstil, der Gair und die Natur rund um Gair so wunderschön beschreibt und einfängt und eine Atmosphäre erschafft, die man nur als Wohlfühlatmosphäre beschreiben kann. Eindrückliche Bilder, schnörkellos erzählt, machten mir den Einstieg in das Buch unheimlich leicht.

Ich hatte damit gerechnet, dass ich eine recht ruhige Geschichte bekomme, der ich vielleicht auch ein bisschen Zeit geben muss, bis sie auf mich wirkt. Eine ruhige Geschichte habe ich bekommen, die aber genau den Ton trifft, den sie braucht. Die Erzählung braucht keine Action, keine raschen Szenen. Sie lebt viel mehr von den Zwischentönen und den besonderen Charakteren, die die Geschichte tragen. Was ich aber nicht hatte, war Zeit, die ich der Geschichte geben musste, denn sie wirkte von der ersten Seite an sehr eindrücklich auf mich. Ich hatte keinerlei Startschwierigkeiten.

Dadurch, dass die Geschichte sich auf Saskia und Owen konzentriert und es nur ein paar wenige Nebencharaktere gibt, die eine Rolle spielen, konnte ich wunderbar den Überblick behalten. Dass Owen keine einfache Persönlichkeit ist, wäre zu Beginn der Geschichte noch nett ausgedrückt. Er tat über viele Seiten wirklich viel dafür, dass ich ihn nicht wirklich mochte. Spannend wird es aber, als seine harte Schale fällt und man den Owen dahinter kennenlernen darf. Spannend wird es auch, als man auch hinter Saskias Fassade blicken und sie immer besser kennenlernen darf. Ich fand die beiden im Zusammenspiel sehr interessant, stellenweise sehr kontrovers, aber immer aneinander wachsend.

Der Verlauf der Geschichte birgt sogar trotz der eher ruhigeren Erzählung einige spannende und unerwartete Momente, die ich richtig gut fand. Das sorgte dann neben dem sowieso schon vorhandenen Lesefluss dafür, dass ich richtig gefesselt war, weil ich wissen wollte, wie die ganze Situation ausgeht.

Letztendlich zeigt die Geschichte sehr gut, was im Leben wirklich zählt und dass es manchmal wichtig ist, sich auf das Wesentliche zu besinnen und zeitweise sogar einen Schritt zurück zu gehen und Dinge aus der Ferne zu beobachten, um Klarheit zu bekommen.

Ein wunderschönes Buch, das ich unheimlich gerne gelesen habe. Wunderschöne Naturbeschreibungen, tolle Charaktere mit Tiefe und ein Schreibstil, der sich ganz wunderbar lesen lässt. Eine Geschichte, die mich tief berührt und mitgenommen hat und mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

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Veröffentlicht am 05.07.2026

Wunderschönes Bilderbuch mit toller Botschaft

Papafant - Angst im Dunkeln? Ich doch nicht!
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Rüsselchen und Tröt die beiden Elefantenkinder sollen eigentlich schlafen gehen. Doch leider haben sie Angst im Dunkeln und können daher nicht einschlafen. Da ist Papafant natürlich sofort zur Stelle und ...

Rüsselchen und Tröt die beiden Elefantenkinder sollen eigentlich schlafen gehen. Doch leider haben sie Angst im Dunkeln und können daher nicht einschlafen. Da ist Papafant natürlich sofort zur Stelle und versucht ihnen Mut zu machen und zu zeigen, wie man die Angst vertreiben kann. Denn Papafant hat natürlich absolut keine Angst im Dunkeln. Oder vielleicht doch? War das ein komisches Geräusch? Und was ist das eigentlich für ein Schatten?

Angst im Dunkeln. Das kennt wohl jeder auf die ein oder andere Weise. Auch meine Kinder sind nicht gerne alleine im Dunkeln, deshalb haben sie alle Nachtlichter, damit ihre Zimmer etwas heller sind. Auch beruhigende Schlaflieder helfen immer wieder. Tatsächlich muss ich aber zugeben, dass ich noch nie so kreativ wie Papafant war und meinen Kindern vorgeschlagen habe, dass sie auch die Angst weghüpfen (natürlich ohne, dass das Bett kaputt geht :D) oder wegpusten könnten. Da hat Papafant mich auf jeden Fall auf Ideen gebracht.

Doch nun komme ich zu dem Bilderbuch selbst. Mir fällt es schwer in Worte zu fassen, wie schön ich es wirklich finde. Zunächst einmal finde ich die Botschaft klasse. Papa erzählt den Kindern erst, dass man einfach groß werden muss, um keine Angst mehr zu haben, bis er feststellt, dass das gar nicht stimmt und er sehr wohl auch Angst hat. Ich finde es schön, dass den Kindern hier vermittelt wird, dass auch Erwachsene Angst haben und dass das völlig in Ordnung ist. Dass jeder mal Angst hat und Angst etwas normales ist. Und dass am Ende sogar auch die Kinder stark sein und den Eltern Mut machen dürfen. Man bekommt so oft das Bild vermittelt, dass Eltern immer nur stark sein müssen, dass Eltern alles richtig machen müssen und keine Schwäche zeigen dürfen. Dieses Bilderbuch dreht das ganze um und zeigt, dass das eben nicht sein muss. Und das finde ich wirklich unglaublich schön.

Ebenfalls so als kleine Nebengeschichte, steht hier der Papa bei der Erziehung im Vordergrund. Die Mama sitzt noch am Computer und arbeitet und der Papa macht die Kinder bettfertig. Bei uns ist das auch oft so, dass mein Mann die Kinder bettfertig macht, aber ich glaube in vielen Familien herrschen noch die Stereotypen und daher finde ich es super, dass das Bilderbuch auch mit diesem Klischee bricht - wenn auch nur am Rande.

Meiner Tochter (5) hat das Buch so gut gefallen, dass wir es direkt mehrmals lesen mussten. Durch die humorvolle Erzählweise und die recht kurz, aber nicht zu kurz gehaltenen Texte, hatte sie richtig viel Spaß beim Vorlesen und konnte ohne Probleme der Geschichte folgen.

Ganz besonders hervorheben möchte ich auch noch die Illustrationen, die die lustige und schöne Geschichte perfekt ergänzen. Ohne die Illustrationen oder mit nur halb so aussagekräftigen Illustrationen wäre das Buch auch nur halb so gut. Hier hat ein perfektes Zusammenspiel von Illustrator und Autorin stattgefunden, denn beides ergänzt sich einfach hervorragend. Ich liebe die Gesichtsausdrücke von Papafant und die so liebevoll gezeichneten Elefantenkindern. Dieses Bilderbuch zeigt wieder, wie wichtig es ist, dass wir Illustratoren haben, die mit Herz zeichnen. Die ihre Persönlichkeit in die Illustrationen einfließen lassen und jede Geschichte zu etwas besonderem werden lassen. Keine KI kann diese Bilder ersetzen und ich liebe es einfach sehr, wie gerne ich mir die Bilder anschaue.

Ein wahnsinnig schönes Bilderbuch, das ich einfach sehr gerne weiterempfehlen würde. Hier stimmt einfach alles. Von der Erzählung und der Botschaft dahinter bis hin zu den grandiosen Illustrationen. Ich bin so happy, dass dieses Buch einen Platz in unserem Regal gefunden hat und werde es sicherlich noch unzählige Male vorlesen dürfen.

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Veröffentlicht am 01.07.2026

Emotionaler als erwartet

Unser Sommer endet nie
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Agathe und Emma sind Schwestern, die sich fünf Jahre lang nicht gesehen haben. Fünf Jahre, in denen so viel passiert ist. Fünf Jahre, die die Vergangenheit nicht ausradieren können. Gemeinsam verbringen ...

Agathe und Emma sind Schwestern, die sich fünf Jahre lang nicht gesehen haben. Fünf Jahre, in denen so viel passiert ist. Fünf Jahre, die die Vergangenheit nicht ausradieren können. Gemeinsam verbringen sie eine Woche im Haus ihrer verstorbenen Großmutter, bevor dieses verkauft wird. Geprägt von Annäherung, aber auch Missverständnissen und Aufarbeitung der Vergangenheit, wissen die beiden Schwestern nicht, wie kurz ihre gemeinsame Zeit wirklich ist.

"Unser Sommer endet nie" hat mich total überrascht. Ich hatte nicht mit so einer super zu lesenden, gut geschriebenen Geschichte gerechnet. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass sich das Buch so gut würde lesen lassen. Von der ersten Seite war ich super in der Geschichte drin und brauchte keinerlei Anlaufzeit.

Die Geschichte wird in relativ kurzen Kapiteln erzählt, was bei mir immer für einen super Lesefluss sorgt. Kurze Kapitel sorgen bei mir dafür, dass ich richtig schnell lese und gut vorwärts komme. Erzählt wird die Geschichte in zwei Zeitebenen. Da ist einmal die Vergangenheit, die beginnt, als die beiden Schwestern sehr klein sind, sie durch ihre Jugend und ihre junge Erwachsenenzeit begleitet. Und dann ist da die Gegenwart. Der letzte gemeinsame Sommer im Haus der Großmutter, der davon erzählt, wie die beiden Schwestern versuchen, die Vergangenheit aufzuarbeiten und wieder zueinander zu finden.

Besonders schön fand ich hier, wie das Buch im Verlauf der Geschichte immer mehr an Tiefe gewonnen hat. Je mehr Seiten ich gelesen habe, desto tiefer bin ich in eine Vergangenheit eingetaucht, die ich mir so nicht vorgestellt hatte. Die mich gleichermaßen berührt, schockiert und mitgenommen hat. Eine Vergangenheit, die die beiden Schwestern auf immer verändert hat. Ich war total überrascht, dass die Geschichte gar keine so leichte Sommerlektüre ist, wie ich durch das Cover zunächst dachte, sondern eben sehr viel mehr. Hier erwartet den Leser auf jeden Fall eine emotionale Geschichte, die nicht ganz einfache Themen behandelt, was einem vor dem Lesen vielleicht klar sein sollte. Möglicherweise könnte der ein oder andere vom ein oder anderen Thema getriggert werden.

Die beiden Schwestern sind ganz unterschiedliche Charaktere. Schön fand ich es, dass es nicht viel mehr Charaktere in dieser Geschichte gab - außer ein paar Nebenfiguren- , sodass ich mich voll und ganz auf Agathe und Emma konzentrieren konnte. Der Fokus der Geschehnisse liegt komplett auf den beiden und man wird durch nichts abgelenkt. Durch die Teile, die in der Vergangenheit spielen, bekommt man ein super Bild der beiden Frauen und versteht, warum sie so handeln, wie sie es tun. Man erfährt, was sie zu den Menschen gemacht hat, die sie in den Gegenwartsteilen sind.

Ich möchte nicht zu viel verraten, da das Dinge spoilern würde, die man beim Lesen am besten selbst erfährt. Aber die Geschichte ist hoch emotional und hat mir sehr gut gefallen. Ich habe sie unheimlich gerne und auch sehr schnell gelesen und viel mitgelitten. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so viele Momente haben werde, in denen ich schockiert bin. Aber ich mochte einfach alles daran und finde, dass es ein wirklich gutes, auf so vielen ebenen berührendes Buch ist, bei dem der Sommer gar nicht so sehr im Vordergrund steht, wie man es vom Cover vielleicht vermuten könnte.

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Veröffentlicht am 27.06.2026

Lustig, unterhaltsam, kurzweilig

Worst Pets Ever – Eingesperrt!
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Schon mal von einer Besserungsanstalt für Haustiere gehört? Nein, dann bist du hier genau richtig. Denn dieser Comic erzählt genau davon. Eine Einrichtung, in die die Haustiere gebracht werden, um besseres ...

Schon mal von einer Besserungsanstalt für Haustiere gehört? Nein, dann bist du hier genau richtig. Denn dieser Comic erzählt genau davon. Eine Einrichtung, in die die Haustiere gebracht werden, um besseres Benehmen zu lernen. Käpt'n Flauschbart, die Katze, ist natürlich der Meinung, dass er viel eher einen Wellnessurlaub verdient hätte, aber nein, zu allem Übel, wird er dort mit Bitzi dem nervigen Hund und weiteren Vierbeinern eingesperrt. Doch das lässt er sich nicht gefallen und so plant er akribisch seinen Ausbruch. Ob ihm das gelingen wird?

Diese Rezension werde ich wieder ein bisschen zweiteilen, weil das Buch sowohl meine Tochter (8) als auch ich gelesen haben. Zuerst hat es mir meine Tochter vor der Nase weggeschnappt, da das Cover durch die mürrisch guckende Katze natürlich sehr ausdrucksstark ist. Und sie sowieso alles mit großen Augen liebt. Da es sich hier um einen Comic handelt, der vom großen Bildanteil lebt und nicht so viel Text hat, war sie natürlich sehr schnell durch mit dem Lesen. Dies ist aber immer ein gutes Zeichen und spricht dafür, dass es ihr echt gefallen hat.

Danach habe ich mir das Buch genommen und es natürlich ebenfalls relativ schnell gelesen. Und auch ich mochte es gerne. Ich musste einige Male wirklich grinsen und lachen, weil es doch sehr lustig geschrieben ist. Dies wird auch genau das sein, was Kindern gut gefällt. Denn natürlich machen die Tiere im Buch auch jede Menge Quatsch, was eben zu vielen Lachern führt. Stellenweise war es für meinen Geschmack etwas übertrieben und hätte etwas weniger sein können, aber ich kann mir vorstellen, dass Kinder das gar nicht stört und sie das genau richtig so finden. Auch meine Tochter hat sich absolut nicht darüber beschwert. Das ist dann nur meine erwachsene Sicht auf die Dinge.

Der Comic ist sehr ausdrucksstark gezeichnet und genau davon lebt das Buch auch. Die Gesichtsausdrücke transportieren die Emotionen und die Handlung perfekt und es macht echt Spaß, auch nur die Bilder anzuschauen. Diese kommen auch nur mit drei Farben aus. Nämlich rot, weiß und schwarz in verschiedenen Nuancen. Das ist wirklich gut gelungen und macht das Buch zu einem echt guten Erlebnis.

Durch die Kurzweiligkeit ist das Buch auch super für Kinder geeignet, die nicht so gerne lesen. Da man hier wirklich die typischen Comicelemente hat und Seiten, auf denen fast kein Text steht, ist es einfach super zum kurz Durchlesen geeignet und dabei auch wirklich noch unterhaltsam und lustig geschrieben, sodass meine Tochter und ich eine echt gute Zeit beim Lesen hatten. Uns beiden hat das Buch echt gut gefallen und wir freuen uns schon auf den nächsten Band.

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