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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2026

Informativ & unterhaltsam

Jamal Musiala. Mein Fußball-Abenteuer beginnt
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Jamal Musiala wird wohl den meisten ein Begriff sein. Vor allem, wenn sie sich für Fußball interessieren. Ob das jetzt der FC Bayern oder die deutsche Nationalmannschaft ist. Auch meine Tochter und ich ...

Jamal Musiala wird wohl den meisten ein Begriff sein. Vor allem, wenn sie sich für Fußball interessieren. Ob das jetzt der FC Bayern oder die deutsche Nationalmannschaft ist. Auch meine Tochter und ich sind fußballinteressiert und so haben wir uns beide das Buch angeschaut und gelesen.

Meine Tochter hat sich das Buch sofort geschnappt, als es mit der Post gekommen ist und hat es in einem Rutsch durchgelesen. Auch ich war schnell durch und habe mich tatsächlich gut unterhalten gefühlt. Besonders schön finde ich, dass Musiala seine Geschichte selbst erzählt. Meine Tochter hat gesagt "es war cool Musialas Geschichte zu erfahren. Wie er Profi geworden ist, fehlt allerdings. Das wäre auch noch cool gewesen zu erfahren." Das Buch endet nämlich als Musiala noch ein Kind ist. Seine Geschichte wird auch tatsächlich in Erzählform geschildert und nicht als Sachbuch, was ich ebenfalls richtig gut finde. Meine Tochter hätte ein Sachbuch viel weniger interessant gefunden, als diese Geschichtenform.

Die Geschichte ist relativ groß geschrieben und hat viele Bilder, da sie für Erstleser gedacht ist. Allerdings finde ich, dass die Kinder schon etwas lesen können sollten - also vielleicht eher gegen Ende der ersten Klasse - weil der Text zwar nicht so umfangreich ist, es aber schon mehr gibt, als ich aus manchen Erstlesebüchern gewohnt bin. Natürlich sollte sich das Kind auch für Fußball interessieren. Ich finde es schön, dass Kinder hier die Möglichkeit bekommen eine Geschichte zu lesen und dabei vielleicht gar nicht das Gefühl haben, etwas zu lesen, weil sie sich für den Fußballer interessieren. Am Ende gibt es auch nochmal einen Steckbrief von Jamal Musiala in dem alle Fakten nochmal klar aufgegliedert sind und man auf einen Blick das wichtigste über ihn erfährt.

Nach einigen Kapitel gibt es auch kleine Rätsel im Buch. Diese beschäftigen sich natürlich auch mit Musiala und lockern das Buch noch mehr auf. So haben die Kinder die Möglichkeit nach dem Lesen eine kleine Pause zu machen und ein Rätsel zu lösen (für das sie natürlich auch lesen können müssen). Meine Kinder sind alle sehr begeistert vom Rätseln, sodass es sie immer zusätzlich motiviert, wenn in einem Buch auch gerätselt werden kann.

Ich finde das Buch rundum gelungen. Ohne jetzt zu sehr in Klischees zu denken, aber oft ist Fußball ja doch etwas, das Jungs interessiert. Jungs, die nicht so gerne lesen und sich damit eher schwer tun. Und was könnte es da besseres geben, als ein Buch über einen Fußballer, zu dem viele Jungs bestimmt auch aufschauen. Ich bin mir sicher, dass es sehr motivierend sein kann, dass sie ein Buch in die Hand nehmen und erfahren können, wie hart Musiala für seine Karriere gearbeitet hat - schon als Kind. Der Umzug nach England, das viele Training, die vollständige Unterstützung der Familie. Das Buch zeigt ganz klar, dass der Erfolg von Musiala nicht von ungefähr kommt und ich finde es super, dass Kinder das nun auf eine ganz einfache Art und Weise vermittelt bekommen.

Das Buch hat mich wirklich komplett überzeugt. Es ist super schön zu lesen, die Illustrationen sind auch toll. Es ist zugleich informativ und unterhaltsam und holt eine Zielgruppe ab, die sich mit dem Lesen meistens nicht so leicht tut. Meine Tochter und ich haben direkt geschaut, welche Fußballer es noch in der Reihe gibt und hoffen sehr, dass sie noch ausgebaut wird. Ganz klare Leseempfehlung für alle - etwas geübteren - Erstleser, die sich für Fußball interessieren.

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Mäc Mief macht immer Spaß

Mäc Mief und die rätselhafte Schafentführung
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Mäc Mief lernt ein neues Schaf kennen. Genauer gesagt ein Schafsmädchen. Er verliebt sich direkt in sie und das obwohl er sie auf der Farm der Nachbarschafe kennenlernt. Doch kurz darauf ist Malvina verschwunden ...

Mäc Mief lernt ein neues Schaf kennen. Genauer gesagt ein Schafsmädchen. Er verliebt sich direkt in sie und das obwohl er sie auf der Farm der Nachbarschafe kennenlernt. Doch kurz darauf ist Malvina verschwunden und es gibt keine Spur von ihr. Wurde sie entführt? Gemeinsam mit dem Hund Bonnie folgt er ihrer Spur und muss dabei nicht nur das Abenteuer Zugfahren bestehen.

Dieses Buch war unser zweites Buch welches wir von Mäc Mief gelesen haben und ich muss sagen, dass ich wieder einmal begeistert bin. Schon das Cover sprüht von so viel Lebendigkeit und Fröhlichkeit, dass man sofort weiß, was einen für eine Geschichte erwartet. Und nicht nur das Cover ist einmalig schön. Nein, die farbigen Illustrationen setzen sich auch im Inneren fort. Es gibt eigentlich keine Doppelseite ohne Illustration. Oft geht diese auch über die komplette Fläche. Die vielen Bilder haben dafür gesorgt, dass meine kleine Tochter (5) voll am Buch dran geblieben ist. Denn manchmal fällt es ihr noch etwas schwer länger zuzuhören. Vor allem wenn nur Text und keine Illustrationen vorhanden sind. Da das hier aber ganz anders ist, war auch sie begeistert von der Geschichte.

Neben den wunderschönen Illustrationen von Ina Krabbe überzeugt natürlich auch die Geschichte selbst. Durch den ersten Band kannte ich den Humor schon und habe gehofft, dass uns hier eine ebenso unterhaltsame Geschichte erwarten wird. Und ich wurde nicht enttäuscht. Das Abenteuer, das Mäc Mief und Bonnie erleben ist so herrlich erfrischend, unterhaltsam und lustig geschildert, dass wir gar nicht mit dem Vorlesen aufhören wollten. Sobald ich eine Pause gemacht habe, hat meine Tochter vehement eingefordert, dass ich weiterlese und das ist - finde ich - das größte Kompliment. Ich liebe Carola Beckers Art zu erzählen wirklich sehr. Immer wieder musste ich schmunzeln und auch meine Tochter hat immer wieder herzhaft gelacht.

Schon im ersten Band ist uns Mäc Mief ans Herz gewachsen. Das geht inzwischen so weit, dass sich meine Tochter hier Zuhause als Schaf verkleidet und sagt, dass sie Mäc Mief ist. Ganz große Miefi - Liebe hier bei uns. Mäc Mief ist wirklich ein super Charakter. Das Schaf ist mutig, lustig, manchmal vielleicht etwas tollpatschig, aber vor allem loyal denen gegenüber, die ihm wichtig sind. Und so zögert Mäc Mief keine Sekunde, Malvina zu retten.

Ganz zu Beginn werden alle wichtigen Charaktere auch einmal kurz mit einem Bild vorgestellt. Dass das nur fünf Stück sind, finde ich super Gerade weil es sich um ein Kinderbuch handelt, ist es so kein Problem, den Überblick zu behalten. Die Hauptrolle spielt aber definitiv Mäc Mief. Im Team mit Bonnie macht er einen super Job.

Und natürlich geht die Geschichte auch gut aus. Selbstverständlich ist es ein bisschen spannend, weil man zunächst nicht weiß, was mit Malvina passiert ist. Aber tatsächlich gibt es eine ganz harmlose Erklärung und am Ende ist alles wieder in Ordnung, was ich sehr wichtig finde. Ein sehr passendes Ende für eine super Geschichte.

Ich bin mir ganz sicher, dass dies nicht die letzte Geschichte von Mäc Mief gewesen ist, die wir gemeinsam gelesen haben. Dieses Schaf hat einen ganz besonderen Platz in unserem Herzen und wir freuen uns schon sehr auf das nächste Abenteuer in Schottland.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Spannend & düster

Tödliche Hallig
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Kommissar Theo Krumme und seine Kollegin Pat stehen vor ihrem nächsten Fall. Im Wattenmeer wird eine brutal zugerichtete Leiche gefunden. Niemand erkennt sie, niemand weiß, wie sie dort hingekommen ist. ...

Kommissar Theo Krumme und seine Kollegin Pat stehen vor ihrem nächsten Fall. Im Wattenmeer wird eine brutal zugerichtete Leiche gefunden. Niemand erkennt sie, niemand weiß, wie sie dort hingekommen ist. Doch nach und nach ergeben sich Ungereimtheiten. Was wissen die beiden Halligbauern, die auf Süderoog wohnen und die Gruppe von Archäologiestudenten, die ebenfalls vorübergehend auf der Insel sind? Spuren verlieren sich im Sand, Verdächtige tauchen auf und werden wieder entlastet. Theo und Pat stehen vor einem Rätsel, bis sie einen entscheidenden Hinweis erhalten und selbst in große Gefahr geraten.

"Tödlich Hallig" war mein erster Krimi von Kommissar Krumme. Tatsächlich handelt es sich hierbei aber schon um seinen zwölften Fall. Tatsächlich hatte ich aber keinerlei Schwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen. Natürlich würde man bestimmt mehr über das Privatleben des Ermittlers wissen, wenn man die vorherigen Bücher gelesen hätte. Aber ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass mir wesentliche Informationen fehlen und habe eher Lust bekommen, die Vorgänger auch zu lesen.

Kommissar Krumme war mir von der ersten Seite an sehr sympathisch. Er ist ein Ermittler, der richtig was im Kopf hat und durch seine jahrelange Erfahrung in die verschiedensten Richtungen denkt. Auch seine Kollegin Pat war mir sympathisch, wobei ich sehr gerne noch mehr über sie erfahren hätte. Über Krumme wurde deutlich mehr erzählt, sodass er für mich persönlich nahbarer und greifbarer war. Pat blieb hier eher eine Nebenfigur, auch wenn sie eine echt starke Frau ist. Da die restliche Reihe auf meine Wunschliste wandern wird, bin ich gespannt, ob sie auch eine Geschichte hat, über die man dort mehr erfährt. Das kann ich aber an dieser Stelle nicht beurteilen.

Die Atmosphäre in der Gegend rund um die Nordsee fand ich wirklich gut. Teils bedrückend und düster, was sehr gut zu einem Krimi passt, teilweise auch sehr beeindruckend und schön. Die Gewalt der Natur ist doch immer wieder etwas ganz besonderes. Ebbe und Flut und das Watt spielen hier eine nicht ganz unwichtige Rolle und das fand ich wirklich spannend zu beobachten.

Krimis, die im Norden spielen, transportieren immer etwas ganz besonderes. Ich finde man merkt beim Lesen auch immer, wo man sich befindet. Sei es die Erzählweise oder eben auch die Umgebung. Der raue Norden, der auch auf dem Cover super rüberkommt, ist einfach immer ein klasse Schauplatz für einen Krimi.

Der Schreibstil ist so super zu lesen. Die kurzen Kapitel fand ich ebenfalls klasse. Ich mag es, wenn diese nicht allzu lang sind, weil ich dann immer noch ein Kapitel lesen kann, ohne zu merken, wie spät es eigentlich ist. Für meinen Lesegenuss sind kurze Kapitel deutlich angenehmer, als lange.

Was bei einem Krimi natürlich immer besonders wichtig ist, ist die Spannung. Und die ist hier über die komplette Zeit vorhanden. Schon das erste Kapitel fesselte mich sofort an das Buch. Der Grad der Spannung ist im Verlauf der Geschichte unterschiedlich hoch. Teilweise ist sie nur unterschwellig vorhanden und die Geschichte konzentriert sich auf die Ermittlungen. Dann gibt es wieder einen Paukenschlag oder einen neuen Hinweis und die Geschichte dreht sich in eine andere Richtung. Für mich war es über die komplette Zeit wirklich so, dass ich darauf gewartet habe, was passiert. Ich hatte meine Verdachtsmomente und war stellenweise wirklich unruhig, weil ich nicht einschätzen konnte, wann der nächste Paukenschlag kommt. Ich mag es, wenn man über die ganze Zeit dieses Kribbeln spürt, auch wenn ich mal ein paar Seiten lang nicht so viel passiert.

Und dann habe ich natürlich meine Verdachtsmomente bezüglich des Täters gehabt. Ich hatte schon relativ früh einen Verdacht, auf den ich mich auch festgelegt habe. Tja, was soll ich sagen? Ich lag falsch. Zum Glück. Auch was die Auflösung, den Grund für den Mord angeht, war ich auf einem komplett anderen Dampfer. Für mich muss das bei einem Krimi genauso sein. Dieser Aha-Moment am Ende ist genau das, was ich bei einem Krimi brauche. Und den hatte ich hier, was ich richtig super finde.

Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen. Der super zu lesenden Schreibstil, die kurzweiligen kurzen Kapitel, die Spannung, die nordische Atmosphäre und die sympathischen und klugen Ermittler haben das Buch für mich zu einem echten Lesevergnügen gemacht. Ich glaube ich habe eine neue Krimireihe entdeckt, die ich sehr gerne weiterverfolgen möchte.

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Tolle Atmosphäre, toller Ermittler, spannend erzählt

Rote Sonne - Mord auf Fuerteventura
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Flaco Lozano ist der Sicherheitschef einer renommierten Hotelkette. Nachdem er seine Anstellung als Polizist aufgegeben hat, sorgt er nun dort für die Sicherheit der Menschen. Doch das geht gewaltig schief ...

Flaco Lozano ist der Sicherheitschef einer renommierten Hotelkette. Nachdem er seine Anstellung als Polizist aufgegeben hat, sorgt er nun dort für die Sicherheit der Menschen. Doch das geht gewaltig schief und auf einem Fest seiner Chefin geschieht ein Mord. Flaco versucht noch die Person zu retten. Doch vergeblich. Das Gift des Kugelfisches wirkt so schnell, da ist selbst er machtlos. Er beschließt dem ganzen nachzugehen, denn das Ermittlergen wird er nicht so schnell los. Doch schneller als er gucken kann, gibt es den nächsten Giftanschlag und plötzlich sind alle verdächtig, das Motiv völlig unklar und Flaco selbst gerät in eine brenzlige Situation.

Dies war mein erster Krimi des außer Dienst stehenden Polizisten Flaco Lozanos, obwohl es schon einen ersten Fall gibt. Ich habe aber tatsächlich nichts vermisst und konnte dem Geschehen sehr gut folgen. Ich denke, wenn man den ersten Band gelesen hat, dann wird man noch etwas mehr über sein Privatleben wissen, aber für die Handlung spielt es keine Rolle. Trotzdem werde ich mir den ersten Band noch besorgen, da ich diesen zweiten so gut fand.

Ich war sehr schnell in der Geschichte drin, da man als Leser auch sofort ins Geschehen geworfen wird. Vermischt mit schönen Landschaftsbeschreibungen von Fuerteventura, erzählt Eric Berg einen spannenden Krimi, der mich lange Zeit im Dunklen gelassen hat. Den Schreibstil mochte ich sehr gerne. Der Krimi wird aus der Ich-Perspektive aus Flacos Sicht erzählt und das war perfekt. Der Schreibstil bleibt dabei über die komplette Zeit locker leicht und sehr gut zu lesen.

Als Leser bekommt man auch einen schönen Einblick in die Natur und die Umgebung von Fuerteventura. Ich war selbst noch nie da, aber das was beschrieben wird, macht auf jeden Fall Lust, die Insel einmal zu besuchen - außer gewisse Winde, die Staub mit sich bringen.

Flaco ist ein eher unangepasster Typ mit Ecken und Kanten, der dazu noch sehr lustig ist. Er ist schlagfertig, immer wieder recht sarkastisch unterwegs und scheut keinen Nervenkitzel. Und genau das macht ihn zum genau der richtigen Person für diesen Fall. Er hört nicht auf zu fragen und bohrt genau da noch, wo es weh tun könnte. Dazu kommt, dass er ein hervorragender Ermittler ist, der Schlüsse zieht, auf die ich nie gekommen wäre, die aber am Ende total viel Sinn ergeben. Ich mochte ihn sehr und fand auch seine Entwicklung über die Geschichte sehr schön. Dadurch, dass der Krimi aus seiner Sicht erzählt wird, konnte ich als Leserin auch an seiner Gefühlswelt teilnehmen und das machte ihn für mich noch nahbarer.

Der Kriminalfall war von der ersten bis zur letzten Seite extrem spannend. Ich hatte absolut keinen blassen Schimmer von Motiv und Täter. Natürlich hatte auch ich meine Vermutungen und rätselte fleißig mit. Zwischendurch änderte ich diese auch immer wieder. Tja, nur "leider" lag ich mit allen falsch. Leider ist in diesem Fall aber gar nicht leider, weil ich diesen Aha-Moment liebe, wenn am Ende eines Krimis oder Thrillers alles klar wird und ich mir gegen die Stirn hauen könnte, weil ich nicht drauf gekommen bin. Und genau das war hier der Fall. Alles fügt sich nahtlos ineinander und der Fall wird vollständig aufgeklärt. Auch in Flacos Privatleben tut sich nochmal etwas und ich hoffe sehr, dass wir in einem nächsten Band noch mehr davon zu lesen bekommen.

Ein super spannender, mega gut zu lesender Krimi, der mich bestens unterhalten hat. Ich hätte nicht gedacht, dass Flaco mir im Verlauf der Geschichte so sehr ans Herz wachsen wird, aber das hat er auf jeden Fall getan. Irgendwie hat er es mir als Ermittler echt angetan und ich freue mich schon auf weitere Krimis mit ihm als Ermittler.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Leider nicht überzeugend

Cruel is the Light – Ihre Liebe ist groß, ihre Macht unendlich (Cruel is the Light 1)
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Selene ist eine Dämonenjägerin und stellt sich tapfer jedem Dämon entgegen, der ihr in den Weg kommt. Zwischen den Dämonen und den Menschen tobt ein brutalter Krieg und die Dämonen kennen keine Gnade. ...

Selene ist eine Dämonenjägerin und stellt sich tapfer jedem Dämon entgegen, der ihr in den Weg kommt. Zwischen den Dämonen und den Menschen tobt ein brutalter Krieg und die Dämonen kennen keine Gnade. Jeder, der sich ihnen in den Weg stellt, wir brutal aus eben jenem geräumt. Lediglich die Dämonenjäger haben die Kraft und den Mut etwas dagegen zu unternehmen. Doch dabei müssen sie auch herbe Verluste einstecken und sehen viele Dinge, die sie nachhaltig verändert. Als Jules und Selene aufeinandertreffen steht die Welt am Abgrund. Ganze Dörfer werden zerstört. Selene und Jules merken, dass sie nur zusammen richtig stark sind. Und auch die Anziehung zwischen ihnen können sie nicht leugnen. Doch Jules hat ein dunkles Geheimnis, das alles zerstören könnte.

Nun ist es wieder soweit und ich muss leider eine Rezension zu einem Buch schreiben, das mir absolut nicht gefallen hat. Von der ersten Seite an, hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen. Sie beginnt mit einer Übersicht der Exorzisten und Dämonen, die ich schon sehr umfangreich fand und mir nicht wirklich weitergeholfen hat, da ich mir fast nichts davon merken konnte. In der Geschichte wurde zwar immer wieder erwähnt, welche Klasse welcher Dämon hat, aber die zusätzlichen Infos sind nicht hängen geblieben.

Ehrlicherweise würde das nicht so sehr ins Gewicht fallen, wenn das Buch ansonsten sehr gut gewesen wäre. Aber dadurch, dass es das einfach nicht war, fällt das natürlich auch negativ auf.

Und dann muss ich als nächstes leider über den Schreibstil sprechen, den ich vorsichtig ausgedrückt, stellenweise nahezu unlesbar fand. Und zwar nicht, weil sich schlecht ausgedrückt wurde, sondern weil ich ständig den Eindruck hatte, dass das Lektorat eine Stelle gestrichen hat und dabei nicht gemerkt hat, dass nun der Zusammenhang zwischen zwei Sätzen fehlt. Ständige unlogische Perspektivwechsel, die dazu geführt haben, dass ich manche Stellen mehrfach gelesen habe, nur weil ich nicht sicher war, ob ich alles richtig gelesen habe, weil sie mir die Situation nicht richtig erschlossen hat, fand ich extrem anstrengend. Auch Zeitwechsel werden nicht sichtbar gekennzeichnet und führen zum gleichen Ergebnis. Diese Dinge machten für mich das Lesen extrem anstrengend. Jeglicher Spaß ging immer mehr verloren, das Lesen wurde zur Qual und zu Arbeit.

Wenn man immer wieder das Gefühl hat, dass einem Teile einer Geschichte fehlen oder man sich fragt, ob man nicht etwas überlesen hat, dann macht das alles andere als Spaß. Dinge über die ich gerne mehr gewusst hätte, wurden einfach nicht zu Ende thematisiert, was fast wie ein Plotthole wirkte. Ich verstehe hier auch ehrlich gesagt nicht ganz, wo das Lektorat war. Das darf meiner Meinung nach nicht passieren.

Dazu kommt noch, dass ich das Buch einfach auch langatmig fand. Es gab tatsächlich immer wieder Stellen im Buch, die ich spannend fand, bei denen ich auch gemerkt habe, dass mein Lesetempo hochging. Aber die waren viel zu wenig. Viel zu viele belanglose Lückenfüller nahmen mir auch noch das restliche Lesevergnügen.

Die Protagonisten fand ich okay, aber stellenweise waren es auch einfach zu viele verschiedene Namen, die ich durcheinander geworfen habe. Den besten Zugang hatte ich noch zu Jules. Er war mir von Beginn an sympathisch. Unangepasst und mit einem großen Geheimnis hatte er viel Potenzial. Auch Selene war ganz spannend, wenn auch zunächst deutlich unnahbarer. Leider konnten die Protagonisten meine Meinung nicht mehr positiv beeinflussen.

Für mich ist einfach der Schreibstil mit eines der wichtigsten Dinge bei einem Buch. Wenn dieser schlecht ist oder so wie hier, das Lesen extrem erschwert, dann muss wirklich viel passieren, dass das Buch mich noch überzeugen kann. Ich hatte hier so große Lust auf die Geschichte. Der Klappentext klang wahnsinnig gut und auch die Optik finde ich wirklich toll. Aber leider war es die Geschichte für mich gar nicht und das finde ich wirklich schade.

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