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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.11.2025

Zu wenig Zeitreise

Secret Society of Rebel Girls. Wie ich wegen Nachsitzen einen Brief von Kleopatra bekam (Band 1)
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Als Nina beim Spionieren mit ihrem selbstgebauten Roboter erwischt wird, muss sie prompt nachsitzen. Dabei wollte sie doch nur ihre beste Freundin Maya zur Klassensprecherin machen. Beim Nachsitzen muss ...

Als Nina beim Spionieren mit ihrem selbstgebauten Roboter erwischt wird, muss sie prompt nachsitzen. Dabei wollte sie doch nur ihre beste Freundin Maya zur Klassensprecherin machen. Beim Nachsitzen muss sie dann einer Frau aus der Vergangenheit einen Brief schreiben. Da ihre Eltern vom Nachsitzen nichts erfahren sollen, entsorgt Nina ihren Brief an Kleopatra in einem alten Briefkasten im Wald. Am nächsten Tag findet sie plötzlich eine riesige Pergamentrolle der Pharaonin in ihrem Briefkasten. Ist diese etwa 2000 Jahre durch die Zeit gereist.
Die Grundidee des Buches war erstmal super. Doch leider wurde das Potenzial überhaupt nicht ausgenutzt. Die Story dreht sich sehr wenig um Zeitreisen. Hauptsächlich geht es um einen Klassensprecher Wahlkampf und Zoff zwischen Freundinnen. Es wurden im Laufe der Handlung immer wieder wichtige gesellschaftliche Aspekte angesprochen, die ich jedoch gar nicht erwartet habe. Denn alle Charakterentwicklungen wirkten auf mich gestellt, krampfhaft, unnatürlich und auf Knopfdruck. Wenn man bsw. seit Monaten nicht mehr miteinander gesprochen und sich nicht ausstehen konnte, kann man das nicht innerhalb von zwei Seiten klären. Mein Lieblingscharakter in der gesamten Geschichte war definitiv Mayas Oma, denn diese war als einzige locker und wirkte freundlich. Als ob Wahlkampf, Nachsitzen, Streit unter Freundinnen, persönlicher Druck und Zeitreisen nicht schon genug wären, gibt es dann auch noch Streit in der Familie. Als müssten all diese Aspekte unbedingt in ein Buch gequetscht werden. Dadurch hat man von allen Situationen ein bisschen was mitbekommen, fühlte sich von den ganzen Problemen aber nur regelrecht erschlagen. Eine positive Sache, die ich noch ergänzen kann, ist der Schreibstil. Dieser liest sich wirklich flüssig und einfach, sodass es nicht vorkommt, dass man einen Satz dreimal lesen muss, bevor man ihn verstanden hat. Bei dem Buch habe ich jedoch insgesamt mit einem coolen Science Fiction/ Fantasy Zeitreiseroman gerechnet. Stattdessen bekam ich schwaches Worldbuilding und krampfhafte Charakterentwicklungen.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Meisterdiebe

Robin the Hood – Wie klaut man eine Stadt?
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Robin „the Hood“ ist ein echter Meisterdieb. Mary „die Hand“ ist eine Superagentin. Zusammen sind sie ein unschlagbares Team, wenn sie sich nicht gerade streiten.
Robin tappt in die Falle eines internationalen ...

Robin „the Hood“ ist ein echter Meisterdieb. Mary „die Hand“ ist eine Superagentin. Zusammen sind sie ein unschlagbares Team, wenn sie sich nicht gerade streiten.
Robin tappt in die Falle eines internationalen Geheimdienstes und landet daraufhin mitten in einer gefährlichen Mission. Zusammen mit Mary soll er eine ganze Stadt klauen. In dieser versteckt sich ein tödlicher Virus und der befindet sich in den Händen einer genialen Schurkin. Sie verlangt die Weltherrschaft, sonst wird sie die gesamte Menschheit auslöschen.
Robin the Hood ist ein genialer und ausgeklügelter Kinderkrimi. Die Handlung ist super spannend, auch wenn man ein paar Sachen voraussehen kann. Oft kommt sie aber auch unerwartet. Wenn man sich die Beschreibungen des Lebens des Protagonisten anhört, weiß man auch nicht so recht, ob man gerne er wäre oder eher nicht. Das bringt einen Zwiespalt in die Geschichte, der zum nachdenken anregt. Ich finde es toll, dass der Protagonist auch häufiger mal seine Gefühle offen teilt. Das ermöglicht dem Leser die Situation und die Gefühle, die damit verbunden sind, besser nachvollziehen zu können. Die Freundschaft zwischen Mary und Robin ist wirklich sehr gut dargestellt, da sie weder das typische „wir streiten uns nur“ noch das „wir sind allerbeste Freunde und bleiben zusammen bis an unser Lebensende“ ist. Es herrscht eine neckische Stimmung, die auch wichtig für die Geschichte und die weitere Handlung ist. Alle Charaktere dieses Buches sind wirklich einzigartig und jeder hat sein eigenes Geheimnis und sein kleines Päckchen zu tragen. Das merkt man sowohl bei den Protagonisten als auch bei Personen, denen nur eine kleine Nebenrolle zuteilwird. Der Schreibstil lässt einen durch die Seiten fliegen und sorgt mit Zeitraffungen und Zeitdehnungen an den perfekten Stellen für absolute Spannung. Diese Neuinterpretation der alten Geschichte ist somit definitiv gelungen. Ich bin super gespannt auf den Folgeband.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Tierisches Weltraumabenteuer

Captain Flop
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Flop, der verpeilteste Affe des Zoos, wurde von der Nasa ausgewählt. Sie wollen ihn ins All schießen, denn wenn ein Schimpanse das kann, dann die Menschen auch. Ein Affe allein in einem Raumschiff…was ...

Flop, der verpeilteste Affe des Zoos, wurde von der Nasa ausgewählt. Sie wollen ihn ins All schießen, denn wenn ein Schimpanse das kann, dann die Menschen auch. Ein Affe allein in einem Raumschiff…was kann da schon schiefgehen? In Flops Fall ungefähr alles…
Der äußere Eindruck des Buches ist schonmal überzeugend. Das design ist wirklich schön und bunt gemacht, bleibt aber trotzdem bei einem gewissen Schema. Auch die Qualität ist super, denn die Seiten sind sehr dick und hochwertig. Jetzt kommen wir mal zum Inhalt. Die Charaktere wurden am Anfang alle einmal vorgestellt. Das hat gut zur Orientierung beigetragen. Dann ging es auch schon direkt mit der Geschichte los. Schon am Anfang habe ich mich sofort in den kleinen tollpatschigen Affen verliebt. Er ist das ganze Buch über so lustig und macht dadurch das Leseerlebnis ganz besonders. Vor Allem, weil er nicht krampfhaft lustig ist oder unbedingt lustig sein will, sondern weil er einfach tollpatschig ist und absolut keine Kontrolle über seinen Körper und seine Taten hat. Auch die anderen Tiere lernen wir mit der Zeit kennen. Und obwohl nicht alle von ihnen sympathisch sind, konnte ich die Handlungen von jedem einzelnen nachvollziehen. Die gesamte Handlung war aber auch wirklich einfach nur absurd. Die Grundidee basiert auf wahren Begebenheiten, weicht dann aber ganz ganz stark davon ab. Am Ende des Buches gibt es dann auch noch mal zwei Seiten mit Wissen, das ganz interessant ist. Abschließend kann man sagen, dass Flops Geschichte sehr lustig war und ich schon auf die Fortsetzung gespannt bin.

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Veröffentlicht am 07.10.2025

Falsche Erwartungen

Zeitbrand: Genesis
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Um sich und ihrem toten Großvater zu beweisen, dass auch eine Frau an der Spitze des Reiches stehen kann, möchte die Drachenreiterin Rhea die Krone Thalmarks.
Der letzte Auftrag des Schattenagent Leycon ...

Um sich und ihrem toten Großvater zu beweisen, dass auch eine Frau an der Spitze des Reiches stehen kann, möchte die Drachenreiterin Rhea die Krone Thalmarks.
Der letzte Auftrag des Schattenagent Leycon ist Rhea und ihren Drachen auszulöschen. Dies ist nicht sein erstes Attentat, das drei Leben auslöschen wird, aber er würde alles tun, um den Feind zu schwächen.
Zwischen den beiden stehen ganz einfache Menschen deren Leben für die Ziele anderer geopfert werden. Und es geht nicht nur um Krieg, sondern um alles…

Von außen sieht das Buch wunderschön aus. Ein schönes Cover, ein toller Farbschnitt- aber dont judge a book by ist cover. Das Buch hat schwach angefangen und noch stärker nachgelassen. Der Schreibstil ist absolute Katastrophe. Man muss gefühlt jeden Satz dreimal lesen und hat es dann immer noch nicht verstanden. Die Sätze sind unnötig verschachtelt, altmodisch und kompliziert. Außerdem sind viel zu viele Details enthalten, sodass es teilweise erst nach einer Seite mit Beschreibungen richtig mit der Geschichte weitergeht. Und trotzdem hat man nicht wirklich eine Ahnung wie die Welt aussieht, weil die erwähnten Details völlig unnötig sind. Auch das Magiesystem habe ich das ganze Buch über nicht verstanden. Es wurde immer wieder kurz angeschnitten, aber nie wirklich erklärt. Über die Charaktere muss man gar nicht erst reden. Die Charaktere eines Buches müssen ja nicht immer sympathisch sein, aber sie sollten schon eine kleine Entwicklung durchmachen, besonders wenn es in der Handlung auch nicht voran geht. Da das Buch aus tausend verschiedenen Perspektiven geschrieben ist, geht es in der Handlung gar nicht voran und ich hatte das Gefühl, dass in dem Buch wirklich nichts passiert ist und wir nicht ansatzweise bis zum Ende gekommen sind. Ich wusste auch nie, wer jetzt nochmal wer ist, was für mich komplett zur Verwirrung geführt hat. Es gab wirklich gar keinen Fortschritt in der Handlung. Mit Drachen Fantasy hatte es auch nur wenig zu tun. Die Drachen haben, wenn überhaupt nur ganz kurze Gastauftritte in dem Buch, aber ansonsten ist mehr Game of Thrones als alles andere. Somit bin ich durch den Klappentext und alle anderen Beschreibungen des Buches mit völlig falschen Erwartungen an das Buch herangegangen. Meinem Empfinden nach ging es auch vielen anderen Teilnehmer/-innen der Leserunde so. Insgesamt war es wirklich eine schreckliche Leseerfahrung, weshalb ich das Buch fast abgebrochen hätte.

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Veröffentlicht am 07.10.2025

Chaotischer Lesespaß

Abenteuer ohne Ende - Im Land der verlorenen Dinge
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Du und ich reisen ins Land der verlorenen Dinge, wo es drunter und drüber geht. Dich erwarten eine fliegende Badewanne, ein unsinkbares Boot und unvorstellbare Schätze. Wirf dich in deinen Abenteueranzug, ...

Du und ich reisen ins Land der verlorenen Dinge, wo es drunter und drüber geht. Dich erwarten eine fliegende Badewanne, ein unsinkbares Boot und unvorstellbare Schätze. Wirf dich in deinen Abenteueranzug, schnapp dir dein ausfahrbares Profi- Fernrohr und los geht’s.
Man wird zu Beginn direkt in die Handlung reingeworfen. Es fühlt sich fast an wie eine Fortsetzung. Dadurch ist man sofort in die Geschichte vertieft. Durch das Buch zieht sich auch ein sehr außergewöhnlicher Schreibstil, der einen selbst direkt anspricht. Dadurch ist man emotional viel mehr mit der Geschichte verbunden, sodass es sich so anfühlt, als würde man das gesamte Abenteuer selbst erleben, auch wenn es Anfangs schwer war sich an den Schreibstil zu gewöhnen. Um so ein Abenteuer selbst zu erleben, muss man sich aber natürlich auch die Welt gut vorstellen können. Das ist hier jedoch absolut kein Problem, da man auf jeder Seite sehr viele lustige Zeichnungen hat, in die man sich nur verlieben kann. Man hat auch mit Voranschreiten der Geschichte das Gefühl, dass alles absolut keinen Sin macht und absolut chaotisch ist! Aber genau das macht dieses Buch aus. Man hat nicht nur das fertige Werk vor sich, sondern wird auch zwischen den Zeilen auf dem Schreibprozess mitgenommen. Und es so hinzubekommen, dass das Buch chaotisch ist und trotzdem einen roten Faden beinhaltet, ist gar nicht mal so einfach. Die Figuren in diesem Buch waren allesamt außergewöhnlich, einzigartig und einfach zum Verlieben. Da hätte man zum Beispiel verloren gegangene, fliegende Socken oder ein sprechendes Buch Namens „Plotti“.Ich fand dieses Buch sehr lustig und absolut empfehlenswert, vielleicht auch, wenn das Kind nicht gerne so viel liest, sondern die Handlung auch von vielen Bildern begleitet haben möchte, ohne dass es direkt ein Bilderbuch ist.

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