Profilbild von Charlie753

Charlie753

Lesejury Profi
offline

Charlie753 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Charlie753 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.07.2022

Jubilee und Flynn

These Broken Stars. Jubilee und Flynn (Band 2)
0

Jubilee Chase ist die Kommandantin einer Armee-Einheit auf dem Planeten Avon, die die Rebellen dort bekämpfen soll. Flynn Cormac ist der jüngere Bruder der ehemaligen, mittlerweile verstorbenen Anführerin ...

Jubilee Chase ist die Kommandantin einer Armee-Einheit auf dem Planeten Avon, die die Rebellen dort bekämpfen soll. Flynn Cormac ist der jüngere Bruder der ehemaligen, mittlerweile verstorbenen Anführerin der Rebellen. Es kommt öfter zu Kämpfen zwischen Jubilees und Flynns Leuten. Eines Tages schleicht sich Flynn in die Militärbasis, um Jubilee zu entführen. Doch im Lager der Rebellen erfährt er, dass diese sie am liebsten töten wollen. Er hilft Jubilee, zu fliehen. Seitdem sind sie so etwas wie geheime Verbündete. Beide bemerken, dass irgendetwas auf Avon los ist. Und sie sind wieder auf die Hilfe des jeweils anderen angewiesen...


Eigentlich bin ich nicht so der Fan von Büchern, bei denen eine Liebesgeschichte im Vordergrund steht. Doch eine Freundin hat mich überredet, These broken Stars zu lesen. Und somit bin ich schon beim zweiten Teil angelangt.

Im Vergleich zum ersten Teil steht hier eher weniger die Beziehung zwischen Jubilee und Flynn in Vordergrund, sondern die Geheimnisse von Avon (Und es kommen auch deutlich mehr Figuren vor). Das hat mir definitv gut gefallen.

Auch wenn man sich als Leser*in schon denken kann, was auf Avon los ist, ist die Handlung trotzdem spannend. Vor allem die „Zwischenkapitel“ zwischen den einzelnen Kapitel verwirren einen am Anfang sehr, obwohl das am Ende aufgelöst wird. Das trägt aber auch zusätzlich dazu bei, dass man die ganze noch etwas zum Herumrätseln hat.

Der Schreibstil der beiden Autorinnen ist sehr angenehm. Es wird abwechselnd aus der ich-Perspektive von Jubilee und Flynn erzählt. Sowohl die rasanten Szenen als auch das Innenleben der Figuren wird gut geschildert.

Allerdings hatte ich manchmal das Gefühl, als würde die Handlung nur sehr langsam vorankommen und ein paar Szenen dienten nur zum Füllen von Lücken.


Zusammenfassend kann man sagen, dass der zweite Teil der Reihe „These broken Stars“ ein spannender Science-Fiction Roman für Jugendliche ist, trotz, dass er als Liebesroman beschrieben wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.07.2022

Wieder ein gutes Buch der Autorin!

You will be the death of me
0

An einem Morgen kommen sowohl Ivy Sterling-Shepard als auch Mateo Wojcik und Cal O'Shea-Wallace zu spät zur Schule, wo sie sich auf dem Schulparkplatz zufällig treffen. Bevor sie auf die High School gegangen ...

An einem Morgen kommen sowohl Ivy Sterling-Shepard als auch Mateo Wojcik und Cal O'Shea-Wallace zu spät zur Schule, wo sie sich auf dem Schulparkplatz zufällig treffen. Bevor sie auf die High School gegangen sind, waren Ivy, Cal und Mateo beste Freunde. An diesem Tag beschließen die drei, gemeinsam die Schule zu schwänzen.
Doch nicht nur sie sind nicht in der Schule - auch ihr Mitschüler Boney schwänzt. Als sie ihm heimlich folgen, stolpern sie direkt in einen Tatort: Boney wurde umgebracht. Doch anstatt sich an die Polizei zu wenden, verstecken sich Ivy, Mateo und Cal. Denn Sie alle haben etwas zu verbergen, das mit dem Mord zu tun haben könnte.

Nach dem letzten Buch von Karen M McManus, „The Cousins“ war ich sehr enttäuscht, weil mir dieses Buch überhaupt nicht gefallen hat. Umso mehr war ich gespannt, ob „You will be the death of me“ besser sein würde. Und ja, es war wirklich gut, allerdings nicht so gut, wie ich es von anderen ihrer Bücher kenne.
Ihr Schreibstil ist wieder wirklich gut, sodass man immer gut folgen kann und Bilder im eigenen Kopf entstehen. Die drei Hauptcharaktere, deren Erzählperspektive immer wechselt, sind ebenfalls sympatisch gestaltet, alle mit ihren Geheimnissen.
Diese Geheimnisse haben mich wieder echt überrascht - vor allem Cals. Ihre Geheimnisse werden nach und nach aufgelöst und tragen dazu bei, dass die Geschichten einzelner Charaktere miteinander verwoben wird.
Dafür, dass sich die Handlung nur im Zeitraum eines Tages abspielt, ist das Buch nicht langatmig, weil man unbedingt herausfinden will, wer jetzt der Mörder/die Mörderin ist und versucht, die Handlung miteinander zu verknüpfen.
Allerdings fehlt an manchen Stellen die Spannung, die durch die Enthüllungen entstehen sollte - vielleicht hatte ich aber einfach nur zu große Erwartungen.
Zusammengefasst ist „You will be the death of me“ ein sehr gutes Buch, das zwar nicht an McManus' beste Bücher heran kommt, aber trotzdem lesenwert ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.07.2022

Ein Paket für einen unbekannten Nachbarn

Das Paket
0

Seit die junge Psychiaterin Emma Stein vergewaltigt wurde, verlässt sie ihr Haus nicht mehr. Sie hat Angst, dass der Täter, der von der Presse "Der Friseur" genannt wird, weil er allen Opfern die Haare ...

Seit die junge Psychiaterin Emma Stein vergewaltigt wurde, verlässt sie ihr Haus nicht mehr. Sie hat Angst, dass der Täter, der von der Presse "Der Friseur" genannt wird, weil er allen Opfern die Haare vom Kopf schert, bevor er sie umbringt, sein Werk vollendet und sie ermordet. Doch eines Tages bittet der Postbote Emma, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen. Einen Nachbarn, den sie nicht kennt oder gesehen hat, obwohl sie schon lange in ihrer Straße wohnt.


Erst einmal, ich finde es interessant, wie das Cover gestaltet wurde, genau wie ein Paket eben. Eine kreative Idee des Verlags!

Nun aber zum Inhalt... Sebastian Fitzeks Schreibstil ist einfach gut. Ich hatte keinerlei Verständnisprobleme, Emmas Gefühle werden einem immer nahegebracht, was wirklich wichtig für die Handlung ist.
Denn Emma ist traumatisiert und ziemlich paranoid. Deswegen braucht man ihre Gefühle, um ihre Entscheidungen zu verstehen, die für mich zwar oftmals nicht viel Sinn ergeben, aus ihrer Sicht allerdings schon. Das ist Fitzek sehr gut gelungen.

Die Handlung ist wirklich genial. Wie kommt man eigentlich auf solche Ideen für Thriller? Eigentlich gibt es zwei Handlungsstränge: Einen, in dem Emma ihrem Anwalt erzählt, was geschehen ist und den zweiten, in dem dieses Geschehen erläutert wird. Durch die Verwebung beider Handlungsstränge kommt Spannung auf, die sich das ganze Buch über hält.

Alle Charaktere (plus die Leserinnen) werden konstant an der Nase herumgeführt. Und das Ende hätte ich nie erwartet. Die ganze Geschichte wurde ziemlich gut konstruiert, so dass das Ende Sinn ergibt. Es ist nicht so, dass die Handlung nicht realistisch wirkt - im Gegenteil, sie kommt mir sogar sehr realistisch vor! Irgendwann ist es sogar so, dass man als Leserin niemanden traut - nicht einmal mehr Emma.

Was ich nicht so gut finde, sind ein paar langatmige Stellen. Sicherlich, zum Handlungs- und Spannungsaufbau sind sie bestimmt sinnvoll, aber an diesen Stellen habe ich mich ein bisschen gelangweilt. Außerdem kam mir Emma am Ende sehr unsympathisch vor, was sie am Anfang noch nicht war.

"Das Paket" von Sebastian Fitzek ist ein sehr guter Psychothriller mit sehr guten Verstrickungen und einem Ende, das man so nicht erwartet!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.07.2022

Lyrik lebt

Blinde Vögel
0

In der Nähe eines Campingplatzes werden zwei Leichen gefunden. Eine junge Frau, erdrosselt und ein ungefähr gleichaltriger Mann, erschossen, mit einer Pistole in der Hand. Es sieht nach Mord und Selbstmord ...

In der Nähe eines Campingplatzes werden zwei Leichen gefunden. Eine junge Frau, erdrosselt und ein ungefähr gleichaltriger Mann, erschossen, mit einer Pistole in der Hand. Es sieht nach Mord und Selbstmord aus, aber Beatrice Kaspary denkt nicht daran, sie geht einem Mord nach. Bei den Ermittlungen stoßen sie und ihr Kollege Florin Wenninger auf eine Facebook Gruppe über Gedichte, in der die beiden Opfer Mitglieder waren. Um die Gruppe zu beobachten, schleust Beatrice sich unter falschen Namen ein. Doch bald wird ein weiteres Opfer tot aufgefunden, das ebenfalls Mitglied in dieser Gruppe war.


Das Buch beginnt so, wie viele Krimis beginnen: Zwei Tote werden aufgefunden. Doch die Auflösung des Ganzen ist viel größer und bedeutender, als ich erstmal erwartet habe. Das gefällt mir wirklich gut, da ich wirklich überrascht war. Leider kamen in der Auflösung am Ende sehr viele Namen vor, ich habe erstmal nicht alles verstanden, aber die Autorin hat alles gut erklärt, sodass ich am Ende doch die Hintergründe verstanden habe.

Das Buch wird aus der Perspektive von Beatrice erzählt, zwischendurch gibt es immer wieder kleine Einschübe, was der Täter/die Täterin gerade denkt, ohne seinen/ihren Namen zu verraten. Das steigert die Spannung. Ursula Poznanskis Art und Weise zu schreiben ist sehr angenehm, sodass ich alle Handlungsschritte nachvollziehen kann und mir nichts unklar ist.

An der Reihe über Beatrice Kaspary und Florin Wenninger finde ich besonders gut, dass man auch etwas über das Privatleben der Ermittler erfährt und nicht nur über die Ermittlungen. Das lässt Beatrice und Florin sympathisch wirken.


Leider ist die erste Hälfte etwas langatmig und viele Spuren führen ins Nichts. Zum Glück wird das Buch später spannender ich habe ab dann bis zur Auflösung am Ende mitgefiebert.

Insgesamt ist der Kriminalroman "Blinde Vögel", der zweite Teil der Beatrice Kaspary und Florin Wenninger Reihe, von Ursula Poznanski eine gut gelungene Fortsetzung, auch wenn der erste Teil sich etwas zieht. Ich empfehle diese Reihe allen Urusula Poznanski Fans und Leuten, die gerne Kriminalromane mit tieferer Handlung und sympathischen Ermittlern lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.07.2022

Dein bester Freund bist du selbst?!

Mirror
0

In der nahen Zukunft gibt es die Mirrors: Digitale Spiegelbilder von einem selbst. Sie wissen, wie du dich fühlst, was du willst und wollen dich um jeden Preis glücklich machen. Eigentlich eine tolle Idee, ...

In der nahen Zukunft gibt es die Mirrors: Digitale Spiegelbilder von einem selbst. Sie wissen, wie du dich fühlst, was du willst und wollen dich um jeden Preis glücklich machen. Eigentlich eine tolle Idee, oder?!
Als die junge Journalistin Freya Harmsen bemerkt, dass sich ihr Mirror seltsam verhält, ist sie erstmal verwundert. Doch dann beginnt sie, zu recherchieren und trifft auf Andy, der Ähnliches mit seinem Mirror erlebt hat. Die Mirrors versuchen, sich mehr und mehr in das Leben ihrer Besitzer einzumischen - ob diese das wollen, oder nicht.
Doch als sie mit ihren Erfahrungen an die Öffentlichkeit gehen, wird es schnell gefährlich für sie.

Erst einmal, der Sci-Fi Thriller von Karl Olsberg behandelt ein sehr spannendes Thema: Was, wenn wir alle viel zu sehr auf eine Künstliche Intelligenz vertrauen und nicht mehr auf uns selbst? Aber bei der Umsetzung sind meiner Meinung nach ein paar Schwachstellen.
Dadurch, dass es fünf verschiedene Hauptpersonen gibt, wechselt die Perspektive oft und man lernt die einzelnen Personen nicht so sehr kennen. Mich hätte es gefreut, wenn man mehr über die einzelnen Hauptfiguren und ihre Hintergründe erfahren hätte. Der Schreibstil von Olsberg ist auch gut, man merkt, dass die Erzählweise bei den einzelnen hauptfiguren unterscheidet.
Durch die wechselnden Perspektive hat man auch Ortswechsel und oft gibt es nach dem Ende eines Kapitels einen Cliffhanger.
Noch ein Knackpunkt dieses Thrillers ist die Spannung: Oftmals fehlt sie und die Handlung plätschert nur dahin. Etwas mehr davon hätte nicht geschadet!
Zusammenfassend kann man aber sagen, dass „Mirror“ von Karl Olsberg ein gut gelungener Sci-Fi Thriller ist, dem an einigen Stellen zwar die Spannung fehlt, dafür aber gut geschriebe

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere