Ein gelungener zweiter Band
Fleeing From Deep Waters
Ich wusste ja, was mich erwartet und dennoch hat mich die Rückkehr auf die Sapient Sailor wieder komplett in ihren Bann gezogen. Das Setting ist einfach etwas Besonderes. Die Mischung aus Forschung, Gemeinschaft ...
Ich wusste ja, was mich erwartet und dennoch hat mich die Rückkehr auf die Sapient Sailor wieder komplett in ihren Bann gezogen. Das Setting ist einfach etwas Besonderes. Die Mischung aus Forschung, Gemeinschaft und Freiheit ist für mich ein komplett Wohlfühl Setting.
Im Mittelpunkt stehen diesmal Jules und Elisa und ich hab die Chemie der beiden geliebt. Ihre Verbindung ist von Anfang an spürbar, aber nie überzogen. Es sind Blicke, Berührungen, kleine Reibereien, die sich langsam aufladen. Ich hätte mir stellenweise ein bisschen mehr Spannung gewünscht. Aber gleichzeitig passt genau dieses Zögern auch zu den beiden. Nicht alles muss immer knallen, manchmal reicht es auch, wenn’s ganz leise unter die Haut geht.
Was ich auch richtig mochte war, wie viel Raum die Figuren abseits der Lovestory bekommen. Jules mit ihrem Kopf, der ständig denkt und Elisa, die so viel Wärme mitbringt, aber selbst auch kämpft. Es geht um Nähe, aber auch um Unsicherheiten, ums Ernstgenommen-Werden, um Raum für sich selbst und gleichzeitig um Verbindung.
Der Schreibstil bleibt wie schon in Band 1 feinfühlig und atmosphärisch. Man spürt, dass da jemand schreibt, der seine Charaktere kennt, Julia schafft es mit ihren Charakteren, Menschen mit innerem Chaos und zarten Momenten zu erschaffen.
Für mich war Feeling from Deep Waters ein sehr stimmiger, ruhiger zweiter Band und nach dem Ende bin ich um so gespannter auf das Finale der Reihe.