Ich habe es geliebt
Quicksilver - Tochter des Silbers. Gefangener der SchattenQuicksilver war für mich eine dieser Geschichten, die langsam beginnt – aber dann so richtig reinhaut. Die erste Hälfte war vor allem Worldbuilding - viel Input, viele Details, viele Namen und Anfangs ...
Quicksilver war für mich eine dieser Geschichten, die langsam beginnt – aber dann so richtig reinhaut. Die erste Hälfte war vor allem Worldbuilding - viel Input, viele Details, viele Namen und Anfangs war es mir tatsächlich an einigen Stellen etwas zu viel. Dennoch fand ich es beeindruckend, wie durchdacht und atmosphärisch die Welt aufgebaut ist. Man merkt, wie viel Tiefe in der Geschichte steckt.
Im Mittelpunkt steht Saeris, eine Protagonistin mit Ecken, Kanten und einer klaren inneren Stärke. Besonders fasziniert hat mich ihre Entwicklung – vom innerlich zerrissenen Mädchen zur Kämpferin, die für das einsteht, was ihr wichtig ist. Ihren Gegenpart King Fisher habe ich ebenfalls geliebt. Ein düsterer, rätselhafter Charakter mit einer Vergangenheit, die ihn nicht loslässt. Die Dynamik zwischen den beiden war unglaublich fesselnd, nicht überstürzt, sondern langsam wachsend – mit all den Konflikten und der Anziehung, die eine gute Romantasy ausmachen.
Was das Buch für mich besonders gemacht hat, waren die Nebencharaktere. Carrion, Ren, Lorreth – jeder von ihnen bringt etwas Eigenes mit, sei es Humor, Loyalität oder emotionale Tiefe. Ich habe sie schnell ins Herz geschlossen und würde mir zu einigen sogar eigene Geschichten wünschen.
Callie Harts Schreibstil ist bildhaft und besonders ab der zweiten Hälfte nimmt die Handlung richtig an Fahrt auf – da konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Für mich ist Quicksilver ein gelungener Reihenstart, der Lust auf mehr macht. Vielschichtige Charaktere, eine düstere Welt voller Magie und eine Lovestory, die unter die Haut geht – klare Empfehlung für alle, die in komplexe Fantasywelten abtauchen möchten.