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Chiralu

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.10.2024

Erwartungen nicht ansatzweise erfüllt

Wir treffen uns im nächsten Kapitel
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"Der vielleicht schönste humorvolle Liebesroman seit »PS Ich liebe Dich«" - so wurde das Buch angekündigt. Dementsprechend waren die Erwartungen hoch, doch leider konnte das Buch diese nicht ansatzweise ...

"Der vielleicht schönste humorvolle Liebesroman seit »PS Ich liebe Dich«" - so wurde das Buch angekündigt. Dementsprechend waren die Erwartungen hoch, doch leider konnte das Buch diese nicht ansatzweise erfüllen. Das Buch war allerdings auch nicht schlecht, es war "ok". Man könnte auch sagen: absolut durchschnittliches Mittelmaß.

Die Idee hingegen war super. Erins Lieblingsbuch landet versehentlich im öffentlichen Bücherschrank, James findet die Ausgabe und damit auch Erins Anmerkungen in diesem Buch. Und so kam es, dass sie über eben jenen Bücherschrank anfingen in Form von Randnotizen in den Büchern zu kommunizieren, denn dafür sind ja die Seitenränder da, und sich dann in einem anderen Buch trafen. Es hätte so schön sein können...

Doch mit Erin wurde ich einfach nicht warm. Die Protagonistin ist unfassbar stur, wahnsinnig anstrengend und nachtragend sowie teils sehr kindisch. An all ihren Problemen sind immer alle anderen Schuld, das scheint ihr Motto sein. James hingegen fand ich sehr sympathisch und wäre gerne mit ihm befreundet.

Beim Lesen verlor ich ehrlich gesagt öfters den Faden, denn genau dieser rote Faden schien hier und da zu fehlen. Viele Zusammenhänge ergaben erst am Ende einen Sinn und normalerweise empfinde ich es spannend, wenn sich nach und nach alles aufdröselt. In diesem Fall konnte ich der Geschichte aber nur bedingt folgen und statt Spannung war es etwas zäh zum Teil.

Auch den humorvollen Aspekt, den das Buch versprach, suchte ich vergebens. Statt Situationskomik fand ich viele schwere Themen wie Mobbing, psychische Erkrankungen und Verlust. Es ist also keine leichte Lektüre, wie ich erwartet habe. Doch die schweren Themen wurden schön aufgearbeitet und am Ende schließt man das Buch mit dem Wissen, dass jeder irgendwie sein Päckchen zu tragen hat.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich das Buch nicht unbedingt weiterempfehlen würde, da es mich einfach nicht komplett überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 30.10.2024

Ich habe tausend Emotionen durchlebt beim Lesen - große Liebe und tiefe Traurigkeit

Alles, was ich geben kann – The Last Letter
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Wenn ich dieses Buch mit einem Wort beschreiben sollte, dann würde "großartig" wohl nicht annähernd ausdrücken, was ich eigentlich sagen will. Es hat mich mitgerissen, jedes einzelne Wort habe ich aufgesaugt ...

Wenn ich dieses Buch mit einem Wort beschreiben sollte, dann würde "großartig" wohl nicht annähernd ausdrücken, was ich eigentlich sagen will. Es hat mich mitgerissen, jedes einzelne Wort habe ich aufgesaugt wie ein Schwamm. Ich bin Seite für Seite mehr in die Welt von Ella und Beckett eingetaucht, habe beide Charaktere lieben gelernt. Zwischendurch wollte ich Beckett gerne schütteln und ihm zurufen, er soll Ella doch bitte die Wahrheit sagen, doch gleichzeitig konnte ich ihn so gut verstehen, sein Handeln nachvollziehen. Und auch Ella wollte ich wachrütteln und sie zu mehr Nachsicht bewegen, aber gleichzeitig konnte ich auch ihre Gründe verstehen und all ihre gefühlten Emotionen nachempfinden.

Denn genau das schafft Rebecca Yarros - sie haucht beiden Protagonisten Leben ein und beschreibt die jeweiligen Gedanken und Gefühle so greifbar, dass man in die jeweilige Person reinfühlen kann. Und vor allem: mitfühlt!

All die Charaktere haben unfassbar tolle, besondere Persönlichkeiten erhalten. Da haben wir Ella, die so taff und stark ist, selbst wenn sie das Leben immer wieder in die Knie zwingen will. Beckett zeichnet seine grenzenlose Loyalität aus, seine ruhige Art, ohne fordern, ohne drängen. Und dann sind da noch Ellas Zwillinge Maisie und Colt, die einfach nur bezaubernd und liebenswert ist.

Auch die Kulisse wird wunderbar bildlich beschrieben und die Landschaft sowie die Holzhütten auf Solitude, die Ella vermietet, sorgen für ein idyllisches Bild. Mal ehrlich, wer würde denn dort nicht auch gerne seine Zeit verbringen?

Doch so harmonisch und idyllisch, wie das Setting klingt, ist die Geschichte um Ella und Beckett nicht. Immer wieder habe ich mich beim Lesen gefragt, wie viel Last und Schmerz ein Mensch eigentlich (er)tragen kann. Gleichzeitig schafft Rebecca Yarros die schweren Themen immer wieder mit Hoffnung zu füllen sowie einen mit vielen humorvollen Passagen zum Schmunzeln zu bringen.

Selbst dieses furchtbare Ereignis, das ich wirklich nicht kommen gesehen habe und bei dem ich nicht nur eine Träne beim Lesen verdrückt habe, endet mit Hoffnung und damit, dass es irgendwie immer weitergeht. Die Autorin findet Worte, die einem selbst auch Mut und Kraft schenken können, wenn man selbst gerade in einer schwierigen Zeit ist. Um nicht zu spoilern, möchte ich hier aber nicht genauer drauf eingehen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich jedes Kapitel, jede Zeile, nein, sogar jedes einzelne Wort geliebt habe, wenngleich das Buch auch mein Herz hat brechen lassen. Und trotzdem kann und möchte ich hier einfach nur eine absolute Empfehlung aussprechen, denn lange hat mich kein Buch mehr auf so eine Art und Weise gepackt und bewegt.

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Veröffentlicht am 16.10.2024

Eine Achterbahn der Gefühle

Almost isn't enough. Echoes of the Past (Secrets of Ferley 2)
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Das Buch ließ mich voller zwiespältiger Gefühle zurück, aber fangen wir von vorne an.

Als Erstes fiel mir das wirklich schöne Buchcover auf. Die blauen Wellen und der rosafarbene Himmel lassen das Cover ...

Das Buch ließ mich voller zwiespältiger Gefühle zurück, aber fangen wir von vorne an.

Als Erstes fiel mir das wirklich schöne Buchcover auf. Die blauen Wellen und der rosafarbene Himmel lassen das Cover weich und sanft wirken, absolut passend zu der malerisch beschriebenen Kulisse von der Kleinstadt Ferley.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und flüssig, sodass ich mich direkt in der Geschichte wohlgefühlt habe. Es beginnt alles wie eine typische Enemies to Lovers Geschichte und scheint doch recht vorhersehbar, was in diesem Genre nicht ungewöhnlich ist.

Auf der einen Seite haben wir Summer, die durch ein Feuer alles verloren hat. Auf der anderen Seite ist da Ares, der wie der mysteriöse, dunkle "Bad Boy" wirkt. Die erste Begegnung stand bereits unter keinem guten Stern und kurze Zeit später entpuppt sich Ares auch noch als Summers neuer Mitbewohner. Beide sind sich einig: Sie können sich nicht ausstehen. Und doch, wie kann es anders sein, entwickelt sich da etwas zwischen den beiden.

Nach dem Brand vor vielen Jahren leidet Summer auch jetzt noch unter Albträume und immer wieder tauchen Erinnerungsfetzen auf, die ihr damals niemand glauben wollte. Als sie sich Ares schließlich anvertraute, zweifelte er in keinster Weise an ihren Erinnerungen und will er ihr helfen den Täter zu finden.

Diesen Teil sowie die Entwicklung der Beziehung zwischen Ares und Summer fand ich spannend und fesselnd!

Tja und dann kam der Spicy-Teil, der meiner Meinung nach viel zu viel Raum einnahm und mein Interesse an der Geschichte leider ab beben ließ. Bedauerlicherweise, weil es bis dato wirklich gut war.

Auch die Auflösung, wer für den Brand verantwortlich war, konnte mich anschließend nicht überzeugen. Hier ging meiner Meinung alles viel zu schnell bzw. war zu einfach, was für mich sehr unlogisch und nicht nachvollziehbar war, schließlich wurde der Täter zuvor jahrelang nicht enttarnt.

Das große Ende, was dann folgte, kam für mich so überraschend, dass es mich auf der einen Seite durch den gefühlvollen Schreibstil und der wirklich guten Darstellung der Emotionen sehr berührt hat. Auf der anderen Seite kam diese Enthüllung wie eine plötzliche Explosion, die mich überwältigt und verwirrt, aber auch irgendwie unzufrieden zurückgelassen hat. Hier hätte ich mir gewünscht, dass man im Verlauf des Buches kleine Andeutungen oder ein zwei Hinweise zuvor gehabt hätte, sodass man einen roten Faden erkennen kann.

Aufgrund all dieser Aspekte würde ich das Buch nur bedingt weiterempfehlen und rate jedem, der das Buch lesen möchte, auf jeden Fall dringend dazu, zunächst die Trigger-Warnung zu lesen.

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Veröffentlicht am 15.10.2024

Ich habe jede einzelne Zeile geliebt

Willow-Falls-Reihe, Band 1 - Take Me Home to Willow Falls
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Wenn sich draußen die Bäume bunt färben, die Temperaturen langsam sinken und man sich zu Hause mit einer Decke aufs Sofa kuscheln möchte, dann ist dieses Buch genau die richtige Gesellschaft für angenehme ...

Wenn sich draußen die Bäume bunt färben, die Temperaturen langsam sinken und man sich zu Hause mit einer Decke aufs Sofa kuscheln möchte, dann ist dieses Buch genau die richtige Gesellschaft für angenehme Stunden voller Gemütlichkeit, Emotionen und vor allem ganz viel Liebe.

Cassie war mir direkt sympathisch und als dann die Hochzeit scheiterte und sie all die Schuld tragen sollte, fühlte ich mit ihr mit. Ihre Emotionen waren so greifbar, ihre Verzweiflung spürbar - und dann kam Jared um die Ecke.

Ich fand es toll, dass dieses Buch abwechselnd aus der Sicht von Cassie und Jared geschrieben wurde, denn als Leser konnte man so mit beiden mitfiebern und sie gleichermaßen unfassbar gut verstehen. Auch wenn ich den beiden gerne mal einen kleinen Schubser gegeben hätte, so ist dieser langsame Beziehungsaufbau doch genau richtig für die vielen "hach"-Momente, die mich glückselig seufzen lassen haben beim Lesen.

Greta Milán schafft es ihre Wörter zum Leben erwachen zu lassen und ich konnte mir die idyllische Kleinstadt Willow Falls, den süßen Blumenladen und all die Nebencharaktere bildlich vorstellen - und ich habe all jenes sofort in mein Herz geschlossen. Gut, bei dem ein oder anderen Nebencharakter hätte ich mir zwischendurch die Haare raufen können, aber die Autorin schafft es überraschenderweise, dass man auch diesen letztendlich irgendwie mit Nachsicht begegnet, ohne einen tieferen Groll zu hegen.

Durch den sehr bildlichen und gefühlvollen Schreibstil fühlte es sich an, als wäre ich "live" dabei gewesen. Der ganze Aufbau des Buches sowie die kleinen Nebenstränge haben mich absolut überzeugt und während ich einerseits gar nicht wollte, dass meine Zeit in Willow Falls endete, so habe ich mit einem rundum glücklichen Gefühl das Buch beendet.

"Take Me Home to Willow Falls" ist ein romantischer, liebevoller und humorvoller Wohlfühl-Roman, der (nicht nur im Herbst) eine absolute Leseempfehlung ist und zum Schmunzeln, Fühlen und Lieben einlädt.

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Veröffentlicht am 15.10.2024

Schöne Idee, aber das gewisse Extra fehlt...

Meet me in Autumn. Eine Pumpkin spiced Romance
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Das herbstliche Cover finde ich sehr ansprechend und auch einprägsam. Es ist so markant, dass es mir sofort im Gedächtnis blieb und es mir dementsprechend mehrfach auffiel, denn gefühlt war es bereits ...

Das herbstliche Cover finde ich sehr ansprechend und auch einprägsam. Es ist so markant, dass es mir sofort im Gedächtnis blieb und es mir dementsprechend mehrfach auffiel, denn gefühlt war es bereits gehypt, bevor es überhaupt veröffentlicht wurde.

Aus diesem Grund, und weil ich Gilmore Girls damals sehr geliebt habe, stand das Buch auch auf meiner "Ich muss es unbedingt lesen"-Liste. Vielleicht waren meine Erwartungen dementsprechend hoch?

Beim Lesen fallen direkt die Parallelen zu Gilmore Girls auf. Während Jeanie ununterbrochen wie ein Wasserfall am plappern ist und damit stark an Lorelai erinnert, stellt der launisch, grummelige Logan einfach eins zu eins Luke dar. Und Dream Harbor? Ich würde sagen, die süße Kleinstadt hat genau so viel Charme wie Stars Hollow!

Perfekte Grundlage für einen gemütlichen, herbstlichen Liebesroman eigentlich. Und doch konnte mich das Buch einfach nicht richtig überzeugen. Auch wenn ich die Hauptcharaktere wirklich sehr sympathisch fand, fehlte mir letztendlich das gewisse Extra. Die Entwicklung der Beziehung ging für mich teilweise zu schnell, einige Stellen waren dementsprechend für mich etwas holprig bzw. nicht nachvollziehbar und ich vermisste die tiefgehenden Gespräche und Emotionen.

Es hat mich nicht richtig gepackt und mitfiebern lassen, was ich sehr schade finde. Ich hatte mich auf einen cozy Liebesroman gefreut, bei dem man sich beim Lesen einkuscheln kann und vor allem mitfühlen kann. Aber eben jenes Gefühl blieb leider aus.

Trotz allem ist es aber eine nette, romantische und witzige Geschichte, die für leichte und gemütliche Lesestunden sorgt und prima zu der nun kommenden Herbstzeit passt.

Ich würde das Buch aber nur bedingt weiter empfehlen, da mir wie gesagt die Tiefe fehlte und es wohl kein Buch ist, was mir langfristig im Gedächtnis bleiben wird. Schade!

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