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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.02.2026

Was ist hier real?

Pans Illusion
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Selten hat mich ein Buch so irritiert. Die Autorin Lisa Freude bricht bewusst das Schema F des Romantasygenres und sorgt dafür, dass man als Leser:in genauso im Dunkeln tappt wie Soley selbst – ein unglaublich ...

Selten hat mich ein Buch so irritiert. Die Autorin Lisa Freude bricht bewusst das Schema F des Romantasygenres und sorgt dafür, dass man als Leser:in genauso im Dunkeln tappt wie Soley selbst – ein unglaublich intensives Leseerlebnis.

Lisa Freude erschafft eine faszinierende High-Fantasy-Welt voller Magie, Prunk und düsterer Geheimnisse. Besonders gefallen hat mir dabei die konstante Spannung. Für mich gab es keine Längen, keine Ruhepausen – man wollte immer wissen, was hinter der nächsten Täuschung lauert. Der Schreibstil ist bildhaft, emotional und unglaublich fesselnd.

Soley ist eine Protagonistin, die stark ist – bereit, alles zu opfern, auch wenn sie sich selbst oft unterschätzt. Die Geschichte rund um die Pan empfand ich als wunderbar erfrischend, denn diese Fabelwesen stehen viel zu selten im Rampenlicht. Zwischen ihr und den Pan-Fürsten Hayleth knistert es geheimnisvoll, doch mein Vertrauen wollte sich nicht vollständig einstellen, ob es dafür Gründe geben könnte? Undd er Pan Anthem? Düster, faszinierend und voller offener Fragen. Fühle ich ACOTAR-Vibes? Definitiv ja.

Ein kleiner Kritikpunkt für mich war eine spicy Szene, die sich eher unangenehm als romantisch anfühlte – vermutlich mit Blick auf Band 2 relevant, aber mit prickelndem Leseerlebnis hatte die Szene (ich denke beabsichtigt) nichts zu tun.

Trotzdem: ein unglaublich starker Auftakt einer Romantasy-Reihe, die Magie, Prüfungen und Emotionen perfekt verbindet.
Eine klare, übergroße Leseempfehlung für alle Fans von ACOTAR-Vibes und tödlichen Prüfungen.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Endlich wieder ein originelles Magie-Setting

Arcana Academy 1: Arcana Academy
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Arcana Academy hat mich vor allem mit seinem außergewöhnlichen Tarot-Magiesystem und dem düsteren Worldbuilding überzeugt. Die Welt wirkt von Beginn an gnadenlos, voller Regeln, Machtspiele und moralischer ...

Arcana Academy hat mich vor allem mit seinem außergewöhnlichen Tarot-Magiesystem und dem düsteren Worldbuilding überzeugt. Die Welt wirkt von Beginn an gnadenlos, voller Regeln, Machtspiele und moralischer Grauzonen – genau das hat mich gefesselt.

Clara ist eine starke, aber nicht perfekte Protagonistin. Sie handelt impulsiv, vertraut manchmal zu schnell, bleibt dabei aber glaubwürdig. Besonders spannend fand ich ihre innere Entwicklung und die Geheimnisse rund um ihre Familie. Kaelis bleibt lange undurchschaubar – kühl, berechnend und voller Masken. Seine Entwicklung mochte ich sehr, auch wenn mir seine Beziehung zu Clara emotional etwas zu oberflächlich blieb.

Die Romance ist ein langsamer Slow Burn, der stellenweise fast zu plötzlich kippt. Für mich war sie nicht das Highlight der Geschichte, hatte aber definitiv Potenzial. Das Academy-Setting, die Prüfungen und politischen Strukturen sind dagegen richtig stark umgesetzt. Leider gingen dabei einige Nebenfiguren etwas unter, da sie oft nur kurz auftauchen.

Trotz kleiner Schwächen beim Pacing und bei der Figurenvertiefung hat mich das Buch neugierig auf Band 2 zurückgelassen. Düstere Romantasy mit originellem Magiesystem, starkem Setting und viel Potenzial.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Düstere Vampire, spannende Ansätze

Married into Magic: Duel with the Vampire Lord
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Nach dem starken zweiten Band war meine Erwartung hoch und leider konnte für mich Teil drei nicht ganz mithalten. Der Einstieg ist packend, der Schreibstil erneut bildlich und atmosphärisch, doch zwischendurch ...

Nach dem starken zweiten Band war meine Erwartung hoch und leider konnte für mich Teil drei nicht ganz mithalten. Der Einstieg ist packend, der Schreibstil erneut bildlich und atmosphärisch, doch zwischendurch verlor mich die Geschichte immer wieder.

Besonders gefallen hat mir die neue Interpretation der Vampire: keine klassischen Monster, sondern etwas, das den klassischen Vampiren etwas Spannendes verleiht. Das Worldbuilding ist erneut stark, düster und kreativ, mit deutlichen Beauty and the Beast-Vibes und Snow White-Anspielungen.

Floriane selbst mochte ich sehr – etwas maskuliner gezeichnet, stark, angesehen als Schmiedemaid und fernab der typischen Fantasy-Heldin. Ruvan hingegen ist mir leider etwas zu blass, da bei ihm der Fokus auf den Hintergrund seiner Art liegt. Ihre Beziehung bringt prickelnde Chemie und stellenweise sogar ein wenig Spice mit, verlor für mich aber im Verlauf emotional an Tiefe. Zu viele Wiederholungen und ein unausgeglichenes Pacing bremsten die Spannung spürbar für mich aus. Auch die Nebencharaktere blieben für mich – mit wenigen Ausnahmen – eher blass. Hier und da hätte ich mir für 600 Seiten dann doch etwas mehr Tiefe gewünscht.

Das Ende hingegen hat mich wieder versöhnt und zufrieden zurückgelassen, sodass ich gespannt auf Band 4 der Reihe bin.

Ein solider, düsterer dritter Band mit ausgeprägtem Worldbuilding und einer guten Grundidee.

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Veröffentlicht am 27.12.2025

Ich liebe Julias Bücher

Velvet Falls, but the Gods forgot to die (Velvet-Dilogie 1)
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Ich liebe Julias Geschichten. Obwohl ich kein großer Fan des Tropes Second Chance bin und High Fantasy bevorzuge, konnte mich dieses Buch wirklich überzeugen.

Mit der Protagonistin Velvet musste ich zuerst ...

Ich liebe Julias Geschichten. Obwohl ich kein großer Fan des Tropes Second Chance bin und High Fantasy bevorzuge, konnte mich dieses Buch wirklich überzeugen.

Mit der Protagonistin Velvet musste ich zuerst warm werden. Sie ist schlagfertig und tough, verbirgt aber hinter ihren bissigen Sprüchen auch einiges. Ihre Entwicklung wirkt glaubwürdig, besonders in der Dynamik mit ihrem Love Interest Kash. Kash wirkt zunächst undurchsichtig und skrupellos im Geschäft, doch hinter der Fassade steckt eine verletzte Seite, die ihn für mich nahbar macht. Die Chemie zwischen Velvet und Kash ist intensiv und konfliktgeladen, und ich habe es geliebt, ihre Vergangenheit zu erkunden und ihre Dynamik zu begleiten. Beim Lesen musste ich wirklich oft laut lachen.

Sidekicks? In diesem Buch gibt es gleich zwei, die mir unfassbar ans Herz gewachsen sind – und glaubt mir, mit den beiden werdet ihr nicht rechnen.

Die Geschichte spielt in einer Urban-Fantasy-Welt mit zeitgenössischen sowie mythischen Einflüssen. Die Handlung ist spannend, doch die Lore bleibt teilweise offen, was mir persönlich einige zu viele Fragen offenlässt – ich erhoffe mir dazu noch Antworten in Band 2. Die Geschichte ist abwechselnd action- und tensionreich und hat mich hervorragend unterhalten. Zu Beginn fiel mir der Einstieg etwas schwer, doch das phantastische Finale hat dies mehr als ausgeglichen. Wichtig zu erwähnen ist, dass der Roman keine leichte Romantasy ist, sondern eine reife, erwachsene mit intensiver Spannung. Triggerwarnungen beachten. Hinweis am Rande. Die spicy Szenen im Buch sind markiert, damit die, die sie nicht lesen wollen, einfach überspringen können.

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Veröffentlicht am 27.12.2025

Tribute von Panem meets Prison Break

To Cage a Wild Bird
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Ihr habt Lust auf eine fesselnde Geschichte, die Prison Break mit Die Tribute von Panem Vibes verbindet? Dann ist das euer nächstes Must Have.

Der Einstieg ist rasant und der Schreibstil flüssig. Ich ...

Ihr habt Lust auf eine fesselnde Geschichte, die Prison Break mit Die Tribute von Panem Vibes verbindet? Dann ist das euer nächstes Must Have.

Der Einstieg ist rasant und der Schreibstil flüssig. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, weil ständig neue Wendungen auftauchen und man das Buch am liebsten in einem Rutsch beenden möchte. Raven ist keine typische Heldin. Sie ist skrupellos, moralley grey und bereit, andere leiden zu lassen – solange es ihrem Ziel dient. Gerade das macht sie aber für mich spannend. Trotz der grausamen Umstände merkt man, wie sie sich weiterentwickelt und langsam wieder Menschlichkeit zulässt, ohne dabei naiv oder weichgespült zu werden.

Das Setting von Endlock ist definitiv ein Highlight: Gefängnis trifft auf perversen „Vergnügungspark“ für Reiche, die Gefangene jagen dürfen. Dadurch entsteht eine permanente Bedrohung und echte Unberechenbarkeit. Gleichzeitig leidet das Worldbuilding darunter: Außerhalb von Endlock bleibt die Welt ziemlich blass, viele Hintergründe werden nur angerissen, könnte sich aber in den Folgebänden noch durchaus ändern.

Auch eine Romance ist vorhanden, auch wenn ich diese leider so gar nicht gefühlt habe. Raven entwickelt Gefühle für einen Gefängniswärter, aber eher subtil. Der Dynamik entsteht weniger durch Hass (so wie bei einem klassischen Enemies 2 Lovers Trope), sondern durch ihre gegensätzlichen Positionen. Ich persönlich habe den Funken zwischen den beiden leider gar nicht gefühlt und seine Gefühle erschienen mit persönlich auch etwas zu schnell.

Perfekt für alle, die ein super unterhaltsames, spannendes und emotionales dystopisches Abenteuer suchen und über kleine Schwächen im Worldbuilding und in der Romance hinwegsehen

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