Kommissar Cornelius räumt in Leipzig auf
Das Haus der Bücher und SchattenEine seiner besten Figuren! Kai Meyer spinnt in dem Buch mit dem Titel "Das Haus der Bücher und Schatten", erschienen im Knaur Verlag, um den Kommissar Cornelius eine sehr gelungene Kriminalgeschichte. ...
Eine seiner besten Figuren! Kai Meyer spinnt in dem Buch mit dem Titel "Das Haus der Bücher und Schatten", erschienen im Knaur Verlag, um den Kommissar Cornelius eine sehr gelungene Kriminalgeschichte. Cornelius ist ein Mann mit Rückgrat. Und das im Jahr 1933, als die Nazis schon im Polizeipräsidium Einfluss nehmen. Er wird suspendiert, weil er keine unschuldigen Kommunisten wegen einiger Morde in seinem Bezirk verhaften will. Zudem wird angeblich ein Kollege von einem Mädchen erschossen, das er flüchtig kennt. Er will in beiden Fällen die wahren Mörder finden. Doch das ist nicht so einfach, denn seine Gegner sind zahlreich, und das nicht nur, weil er so ein unbequemer Bulle ist.
Es ist nie ganz sicher, wem er trauen kann. Auch nicht in den eigenen Reihen. Einer der aktuellen Fälle ist mit einem Ereignis verknüpft, das sich 20 Jahre zuvor in Livland, dem heutigen Lettland, ereignete. Dort besucht eine junge Lektorin mit ihrem Verlobten einen von ihr betreuten Schriftsteller. Es hat sehr viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Cornelius ist der beste Kommissar, er räumt nach vielen herben Rückschlägen im Graphischen Viertel von Leipzig gründlich auf. Es ist das dritte Buch von Meyer, das im Graphischen Viertel spielt. Auch eine daraus bekannte Figur kommt kurz darin vor. Es ist ein Buchhändler, der dem Kommissar einen Tipp gibt. Seine Suche führt ihn in okkulte Kreise.
Die Story ist wie immer stimmig und die Orte und das Setting gut recherchiert. Man taucht abwechselnd ein in die Welt des grauverhangenen Leipzigs mit den Druck- und Dampfmaschinen und in die weiße schneebedeckte Landschaft Livlands. Man liebt die Hauptfigur des Kommissars, der ungelenk und brummig, aber unverdrossen den Spuren folgt und keine Angst zeigt, auch wenn seine Gegenspieler übermächtig erscheinen. Obwohl das Buch über 500 Seiten hat, habe ich das Buch in nur wenigen Tagen gelesen. Das Tempo ist rasant und lässt einen als Leser atemlos zurück. Ich hätte nichts gegen einen zweiten Fall mit Kommissar Cornelius einzuwenden.
Fazit: Eine klare Empfehlung für diese hochspannende Lektüre. 5 Sterne.