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Chrihart

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Die zauberhafte Marie lernt kochen

Maries Glücksküche – Die Schule am Meer
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Kurzmeinung: Marie entdeckt ihr Talent fürs Kochen und die Magie. Ein Buch mit französischem Flair und einer mutigen, sympathischen Hauptfigur.

Man riecht förmlich die salzige Brise und fühlt den hügeligen ...

Kurzmeinung: Marie entdeckt ihr Talent fürs Kochen und die Magie. Ein Buch mit französischem Flair und einer mutigen, sympathischen Hauptfigur.

Man riecht förmlich die salzige Brise und fühlt den hügeligen Sandstrand unter der Picknickdecke, auf der unter anderem hauchdünne Macarons liegen. So der erste Eindruck vom Cover. In dem Kinderbuch „Die Schule am Meer“ von Claudia Schaumann, erschienen im Fischer Sauerländer Verlag, lernt der Leser die zauberhafte Marie kennen, die aber noch nicht weiß, dass sie zauberhaft ist und wie ihre Mutter und Oma zaubern kann. Sie zieht mit ihrer Familie ans Meer, nach Frankreich, wo ihre Mutter einen Job als Köchin angenommen hat.

Frankreich ist die Heimat der Oma. Während Maries Bruder und die kleine Schwester keinerlei Anlaufschwierigkeiten haben, sich einzugewöhnen, tut sich Marie schwer in der neuen Schule. Die Familie wohnt in der alten, zur Wohnung umgebauten Turnhalle, denn ihre Mutter kocht nun für alle Schüler der Schule, die auch Marie besucht. Als ihre Mutter noch etwas regeln muss und Oma für ein paar Tage die Schulküche vertritt, wird Marie in die Geheimnisse der Familie eingeweiht. Zaubern mit Zutaten, das ist das Talent, das Marie von den Frauen ihrer Familie vererbt bekommen hat.

Das Abenteuer nimmt Fahrt auf und als Leser kann man mit der Protagonistin gut mitfühlen. Denn der erste Kochzauber von Marie geht leider gründlich schief, aber Oma lobt sie dennoch für ihren Mut, es ausprobiert zu haben. Überraschenderweise gibt es auch positive Auswirkungen nach dem ersten Zauberversuch. Marie und ihre Mitschülerin Coco verabreden sich nach der Schule, womit Marie nie gerechnet hätte. Außerdem erfährt man, dass die Mutter Zauberei gar nicht gerne anwendet. Wie also wollen Oma und Marie es hinbekommen, dass das Buffet fürs Jubiläumsfest der Schule die drohende Langeweile während der Rede des Rektors verhindern kann? Denn der Rektor droht, wenn das Schulfest nicht gelingt, steht der Job der Schulköchin und somit der Umzug der Familie auf dem Spiel.

Besonders die Marktszene ist sehr gut gelungen und erhöht noch einmal die Spannung. Welcher Marktverkäufer ist denn nun ein magischer und verkauft Marie die magischen Zauberzutaten? Coco und Marie müssen, obwohl Marie vorher einkaufen war, abends alleine in den Wald, um ein bestimmtes Kraut zu finden. Das wird sehr spannend. Auf einmal ist Marie mittendrin in den Vorbereitungen für das Schulfest. Wird sie das alles schaffen? Wird der gemeinsame Kochzauber gelingen? Man fiebert mit ihr mit. Bis zum Schluss geben sie und ihre neue Freundin Coco alles, damit Marie und ihre Familie in der neuen Heimat bleiben können.

Fazit: Die Figuren sind einem sofort sympathisch. Mittels eingestreuter französischer Vokabeln und sinnlicher Beschreibungen der Strandlandschaft zaubert die Autorin eine tolle Atmosphäre ins Buch und erzählt die Geschichte eines schüchternen Mädchens, das über sich hinaus wächst. Der erste Band der Reihe „Maries Glücksküche“ überzeugt und lässt gespannt sein auf einen zweiten Band. Die Illustrationen von Nadine Jessler, mit lockerem Strich gezeichnet, geben den wunderbar leicht erzählten Kapiteln, um im Küchenjargon zu bleiben, noch die besondere Würze.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Eine Familie fängt im Norden neu an

Willkommen in Deerhusen. Scheitern mit Seeblick
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Familienroman: die Hauptfiguren müssen ihre Komfortzone abrupt verlassen und quartieren sich abgebrannt in der Pension der Schwester ein.

„Willkommen in Deerhusen – Scheitern mit Seeblick“ heißt der ...

Familienroman: die Hauptfiguren müssen ihre Komfortzone abrupt verlassen und quartieren sich abgebrannt in der Pension der Schwester ein.

„Willkommen in Deerhusen – Scheitern mit Seeblick“ heißt der erste Roman von dem Autorinnenteam Indra Janorschke und Jenna Schönberg, deren Pseudonym Bente van der Meer ist. Das Taschenbuch, im Lübbe Verlag erschienen, beginnt mit einem Finanzskandal in der eigenen Familie. Ein interessanter Ausgangspunkt, um eine Geschichte zu entwickeln. Für ein Wohlfühlbuch ungewöhnlich, aber keine Angst, das Buch wird diesem Anspruch im Laufe der Geschichte noch gerecht. Anfangs dauert es aber noch mit dem Wohlfühlen. Die Figuren – Isabell und ihre erwachsenen Kinder Lucas und Clara – stehen vor einem Scherbenhaufen und machen sich notgedrungen auf die Reise vom noblen München in die nordische Dorfidylle, die keine zu sein scheint und zudem Isabells alte Heimat ist.

Die Hauptfiguren müssen ihre Komfortzone abrupt verlassen und quartieren sich völlig abgebrannt in der leidlich laufenden Pension der Schwester von Isabell ein. Allerdings wird das eine Herausforderung, denn die sehr gegensätzlichen Schwestern, Isabell und Stine, haben seit 30 Jahren nicht mehr miteinander gesprochen. Aber alle machen dann doch noch eine überraschende Wandlung durch. Lucas mutiert vom Anwalt zum Handwerker, Tomke-Isabell von der Society-Lady zur Konditorin und Clara von der verwöhnten Tochter und nicht sehr erfolgreichen Influencerin zur guten Organisatorin von Kinderfesten. Alle packen mit an, nicht uneigennützig, damit die Pension wieder mehr Geld abwirft.

Mit der Zeit werden einem die Figuren immer sympathischer. Alle Figuren springen über ihre Schatten und erfinden sich neu. Man kann sich als Leser gut in die Figuren hineinversetzen. Es wird in wechselnden Perspektiven erzählt. Das hat mir gut gefallen, auch der Schreibstil an sich. Der Familienzuwachs ist allerdings etwas zu wenig authentisch für meinen Geschmack. Dennoch hat die kurzweilige Geschichte Spaß gemacht. Eine ungewöhnliche Geschichte mit einem überraschenden Fortgang und einem Happy End. Die Lektüre eignet sich besonders für entspannende Lesestunden am Urlaubsstrand im Norden oder auf der Couch bei original Schietwetter und einer Tasse Tee.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Von frechen Kerlen und anderen Nachtschwärmern in Berlin

Berliner Bohème
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Direkt zu Beginn des Buchs Berliner Bohème, im Bebra Verlag erschienen, wird der Leser in die Berliner Nächte der 1920er Jahre entführt. Die von der Journalistin Gabi Wuttke (Deutschlandfunk Kultur) zusammengestellten ...

Direkt zu Beginn des Buchs Berliner Bohème, im Bebra Verlag erschienen, wird der Leser in die Berliner Nächte der 1920er Jahre entführt. Die von der Journalistin Gabi Wuttke (Deutschlandfunk Kultur) zusammengestellten Texte des rasenden Reporters Egon Erwin Kisch lassen einen in das „Tanz auf dem Vulkan“-Gefühl der Weimarer Republik eintauchen. Kisch erzählt herrlich launig unter anderem über die wandernden Nachtklubs, die damals nach der gesetzlichen Sperrstunde um ein Uhr illegal in Wohnungen abgehalten wurden. Kisch schreibt: Tausende von Leuten sehen sich um diese Stunde aufs Pflaster gesetzt und müssen nach Hause gehen, obwohl sie dazu gar keine Lust haben.

Die Leser erfahren, dass Schlepper eingesetzt werden, die die Tanzwilligen gegen Geld zu den geheimen Treffen lotsen. Es herrscht eine Mischung aus Glamour, Verruchtheit und Absinth-Kultur. Man tanzt Swing, Charleston, Tango. Künstler, Intellektuelle und Dandys treffen sich, um zu debattieren und zu feiern. Kischs kurze eindrückliche Reportagen zeichnen sich durch Recherche vor Ort aus. Meist berichtet er über Alltagsabenteuer, aber auch über soziale Missstände. Er hat sich beim Schreiben Jack London und Émile Zola zum Vorbild genommen und Literaturgeschichte studiert. Zeitgenossen wie Alfred Döblin haben ihn als Schriftstellerkollegen geschätzt.

Der Autor malt mit Worten und gestaltet seine Texte erzählerisch. In dem Pappband mit Halbleinen und Prägung begleitet Kisch zum Beispiel eine Polizeistreife, hält sich in Cafés und Tanzdielen auf, wundert sich über exzentrische Mode, bei der sich Männer wie Frauen kleiden und Frauen wie Männer, liest die Inserate im Blatt der Heiratslustigen und beschreibt eine Fahrt mit der Untergrundbahn. Er sitzt in dem Sprechzimmer eines Nasenchirurgen, geht ins Theater, zum Sechstagerennen und zur Volkshochschule, besucht eine Vorlesung von Einstein und ein Leichenschauhaus.

Kisch gilt als einer der bedeutendsten Reporter in der Geschichte des Journalismus. Seine Texte wurden von den Nazis als Asphaltliteratur diffamiert und während der Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933 und in der Folgezeit verbrannt. Er war gebürtiger Prager Jude und Kommunist und wurde im Februar 1933 aufgrund seiner politischen Haltung und Herkunft verhaftet und dann am 11. März 1933 nach Prag abgeschoben. Später lebte er in Paris, nahm am spanischen Bürgerkrieg teil und emigrierte in die USA und nach Mexiko, bevor er 1946 nach Prag zurückkehrte.

Fazit: Es lohnt sich in jedem Fall, das schön gestaltete Büchlein zu lesen. Wer Kisch kennenlernen will, dem ist die Textsammlung zu empfehlen, in dem auch Briefe an seine Freundin und Mutter enthalten sind. Wuttke ordnet die Texte in einem Nachwort ein. Aber auch Kennern ist der Schmuckband ans Herz zu legen.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Diego und das Geheimnis der Farben

Bunt
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Über eine besondere Freundschaft und die Erkenntnis, dass es sich lohnt, zueinander ehrlich zu sein.

Das Cover des Kinderbuchs „Bunt“ von Cornelia Franz, im Gerstenberg Verlag erschienen, ist eigentlich ...

Über eine besondere Freundschaft und die Erkenntnis, dass es sich lohnt, zueinander ehrlich zu sein.

Das Cover des Kinderbuchs „Bunt“ von Cornelia Franz, im Gerstenberg Verlag erschienen, ist eigentlich nur eine schwarze Umrisszeichnung mit lockerem Pinselstrich auf blauen Grund. Vermutlich ist die abgebildete Figur Diego, der bei Geräuschen und Stimmen Farben sieht, denn die Brillengläser sind mit Regenbogenfarben ausgemalt. Die Farben der Brille wiederholen sich in der Schrift des Buchtitels. Die Gestaltung gefällt mir gut. Die Illustration ist schlicht und passend. Ich wurde deshalb auf das Buch aufmerksam, um dann den Klappentext zu lesen.

Zur Story: Diego hört Geräusche anders als andere. Er sieht dabei Farben und nicht alle Bilder sind angenehm. Manchmal hilft ihm seine Besonderheit beim Malen. Niemand weiß davon, auch seine Eltern nicht. Die Ärztin hat seine Synästhesie nicht entdeckt. Als ein neuer Mitschüler in die Klasse kommt, vertraut er sich diesem nach einiger Zeit an.

Sie sind sich sofort sympathisch und haben einiges gemeinsam, Ismael sieht allerdings weniger Farben statt mehr. Er ist farbenblind. Ismael ist ein Trennungskind und von Köln nach Hamburg gezogen. Seine Mutter kommt aus Äthiopien und sie sind nicht so gut situiert wie andere Familien in der Klasse. Ismael vermisst seinen Vater und den Basketballverein.

Schnell teilen sie ein Geheimnis und Diego soll für Ismael lügen. Das ist ihm eigentlich nicht recht, aber Diego kann Ismael kaum etwas abschlagen. Die Leser bekommen mit, wie zwei Außenseiter Freundschaft schließen. Einige Mitschüler lästern über sie und unterstellen, sie seien ein Liebespaar. Die Geschichte lässt sich gut lesen und man möchte wissen, wie es mit den beiden Hauptfiguren weitergeht.

Die Klassenfahrt steht an. Diego und Ismael müssen ihre Komfortzone verlassen. Ismael lässt aber auch nichts unversucht, die Regeln der Jugendherberge zu brechen, damit er nach Hause geschickt wird. Er will vor seinem Vater, der sich in Hamburg angekündigt hat, beim Basketball glänzen. Außerdem hofft er, dass er durch einen Scout eine Empfehlung für eine Sport-Elite-Schule bekommt. In seine Aktionen zieht er Diego mit rein. Aber Rohde, der Lehrer, denkt gar nicht daran, seine Schüler nach Hause zu schicken.

Und dann wird Diego auch noch maßlos enttäuscht. Ausgerechnet auf der Nachtwanderung geht er verloren... Mitfühlend folgt man der Geschichte um die noch fragile Freundschaft zwischen den beiden Schülern. Es ist fast rührend, dass beide merken, was sie bedeutet und, dass die anderen Mitschüler ebenfalls an ihrer Seite sind. Die kleinen Abenteuer der Klasse sind wunderbar authentisch. Man mag alle Figuren und mittlerweile auch den Lehrer Rohde.

Was weiter passiert, wird hier nicht verraten. Allerdings hat das Buch ein gutes Ende und die Erkenntnis, dass es sich lohnt, zueinander ehrlich zu sein. Ich finde, das Buch verlangt nach einer Fortsetzung. Denn die beiden, Diego und Ismael, sind ein klasse Team, von dem man gerne weiteres lesen möchte. Die Geschichte der beiden eignet sich für die 5./6. Klasse und wird auch noch älteren Lesern Spaß machen.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Lehrreiche Zeitreise in die 1920er

Die verborgenen Bilder
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Frieke unternimmt Zeitreisen in die Vergangenheit und entdeckt, dass es wichtig ist, dass sich diese nicht wiederholt

In dem Buch „Die verborgenen Bilder“ von Maja Ilisch, erschienen im Oetinger Verlag, ...

Frieke unternimmt Zeitreisen in die Vergangenheit und entdeckt, dass es wichtig ist, dass sich diese nicht wiederholt

In dem Buch „Die verborgenen Bilder“ von Maja Ilisch, erschienen im Oetinger Verlag, trennen sich die Eltern von Frieke und ihrer älteren Schwester Henri. Die Mädchen müssen mit der Mutter in eine neue Wohnung umziehen. Der Vater zieht stattdessen mit seinem neuen Partner zusammen. Frieke leidet stark unter der Trennung. Sie ist entsetzt, nicht nur darüber, dass ihr Vater die Familie für einen Mann verlassen hat, sondern auch weil er schon vorher ein Doppelleben mit dem Wissen der Mutter geführt hat. Nur die Töchter ahnten davon nichts. Frieke fühlt sich von beiden Elternteilen hintergangen. „,Was ich gebraucht hätte, wären Eltern, die ehrlich mit mir sind!‘, schrie Frieke. Sie zieht sich zurück, vernachlässigt ihre Freunde in der Schule und will den Vater nicht mehr sehen. Mit ihrer Schwester, ihrer einzigen Vertrauten, gerät sie in Streit.

Eine Möglichkeit zur Flucht aus der Realität bietet sich, als Frieke entdeckt, dass sie mit Hilfe der geheimnisvollen Zeichnungen an einer Wand in der neuen Wohnung Zeitreisen in die Vergangenheit unternehmen kann. Dafür muss sie nur die Zeichnungen, die unter der Tapete zum Vorschein gekommen sind, mit den Fingern berühren. Die 12-Jährige ist nur einige Sekunden in der realen Welt "weg", während ihrer Zeitreisen verbringt sie stattdessen mehrere Stunden in dem Jahr 1928, in dem die Zeichnungen entstanden. Sie lernt die Zeichnerin kennen, es ist die gleichaltrige Ilsabeth, die in den 1920ern im gleichen Zimmer gewohnt hat.

Frieke verhält sich wie ein Junkie, der süchtig nach den Zeitreisen ist. Die Menschen in der Vergangenheit werden wichtiger als die in der Gegenwart. Sie selber merkt es auch: die Noten sacken ab. Die Geschichte ist glaubwürdig erzählt und man geht als Leser mit auf die Zeitreisen. Diese werden länger und intensiver. Sie zehren an Frieke. Sie ist davon erschöpft und man ahnt, dass die Besuche eventuell doch größere Auswirkungen auf die Gegenwart haben werden. Und die Reisen enthüllen für Frieke auch die dunklen Schatten der 1920er Jahre.

Frieke lernt Ilsabeths Familie kennen und muss einsehen, dass diese auch nicht so perfekt ist, wie es zunächst scheint. Eduard, der attraktive Bruder von Ilsabeth, entpuppt sich zum Entsetzen Friekes als Antisemit. Er will mit anderen Studenten gegen seine jüdischen Profs vorgehen. Die gesamte Familie sympathisiert mit den aufstrebenden Nationalsozialisten, deren erklärte Feinde Juden und auch Homosexuelle, wie ihr Vater, sind. Kann man mit so jemand befreundet sein? Frieke verschließt die Augen, aber dann ist sie gezwungen, Position zu beziehen. Als Friekes Vater im Krankenhaus liegt, weil er wegen seiner neuen Beziehung von Neonazis überfallen wurde, wacht Frieke endlich auf. Frieke versucht, vieles wieder hinzubiegen, was ihr auch gelingt.

Fazit: Das wichtige Thema Nationalsozialismus erklärt die Bibliothekarin und Autorin Maja Ilisch verständlich und spannend. Die Fakten webt sie geschickt in die Geschichte ein. Die Geschichtsstunde 2.0 ist gelungen. Klare Empfehlung.

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