Cover-Bild Berliner Bohème
Band der Reihe "Berliner Orte – Klassiker"
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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: BeBra Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 144
  • Ersterscheinung: 19.08.2025
  • ISBN: 9783814803326
Egon Erwin Kisch

Berliner Bohème

Gabi Wuttke (Herausgeber)

Egon Erwin Kisch (1885–1948) ist nicht zuletzt als »rasender Reporter« bis heute eine Legende. Diese Band versammelt über 30 Texte, in denen der Prager Journalist und Schriftsteller seine Beobachtungen und Erlebnissen aus dem Berlin der 1920er Jahre schildert. So begleitet er eine Polizeistreife, besucht Cafés und Tanzdielen, wundert sich über modische Eskapaden, geht ins Theater, zum Sechstagerennen und zur Volkshochschule, besucht eine Vorlesung von Albert Einstein, streift durch Alteisenlager oder wirft einen Blick in das städtische Leichenschauhaus.

Bibliophile Ausstattung: Pappband mit Halbleinen und Prägung

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2026

Berlin erleben

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Egon Erwin Kisch, der aus Prag stammende Schriftsteller und Journalist, beweist in seinen kurzen Erzählungen über seine Zeit in Berlin einen scharfen Blick und einen bewundernswerten Verstand. Diese Stücke ...

Egon Erwin Kisch, der aus Prag stammende Schriftsteller und Journalist, beweist in seinen kurzen Erzählungen über seine Zeit in Berlin einen scharfen Blick und einen bewundernswerten Verstand. Diese Stücke sind vor über einhundert Jahren entstanden, bleiben in ihrer Originalität auch heute noch wunderbar lesbar. Man taucht ein in eine längst vergangene Welt, wird gefangen genommen von dieser bildhaften Sprachvirtuosität, die sich unglaublich lebendig präsentiert und den Zeitgeist gekonnt abbildet.
Im Schmelztiegel der Weimarer Republik, der Ausgelassenheit und Lebensfreude, des sich Ausprobieren und unbändiger Feierlaune zeichnet der Autor das Bild einer Stadt und ihrer Menschen, das auch von Armut, den großen Herausforderungen des Alltags berichtet.
Eine bunte Mischung von dreißig kurzweiligen, mal nachdenklich stimmenden und immer interessanten Geschichten hat der BeBra Verlag in ‘Berliner Bohème‘ zusammengestellt und mit einem gelungenen Nachwort von Gabi Wuttke über das Leben von Egon Erwin Kisch komplettiert.

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Einblicke in die Arbeit des rasenden Reporters

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In dem kleinen Büchlein mit dem Titel „Berliner Bohème“ versammeln sich kurze Geschichten und Anekdoten des bekannten Prager Journalisten, Reporters und Schriftstellers Egon Erwin Kisch, die sich allesamt ...

In dem kleinen Büchlein mit dem Titel „Berliner Bohème“ versammeln sich kurze Geschichten und Anekdoten des bekannten Prager Journalisten, Reporters und Schriftstellers Egon Erwin Kisch, die sich allesamt mit dem Berliner Leben beschäftigen. Man erkennt beim Lesen sofort, schon damals war Berlin eine spannende Stadt und etwas Besonderes. Egal ob man die Polizei begleitet, skurrile Museen, Cafés oder Theater besucht, bekommt man den Eindruck von Besonderheiten, Kultur, Kunst und Innovationen. Kisch schwört den Zeitgeist der Weimarer Republik herauf und zeigt ein Berlin der golden Twenties, das schon damals ein Schmelztiegel für Menschen aus aller Welt war, offen und innovativ, bevor es in eine dunkle Zeit abtauchen musste!

In zeitkritischer ironischer, spritziger und damals gebräuchlicher Ausdrucksweise, weckten seine Berichterstattungen bei mir Sehnsüchte nach ausgefeilten, ansprechenden und anspruchsvollen Zeitungsartikeln, nach denen man heutzutage lange suchen muss.
Ein sehr schönes Nachwort zu seiner beeindruckenden Lebens- und Berufsgeschichte hat am Ende die Herausgeberin Gabi Wuttke eingefügt, fand ich sehr informativ. Sehr gelungen auch die Aufmachung und Gestaltung des Buches mit dem schlichten grauen Karton und dem auffallend violetten Kontrast der Titelschrift und seitlichem Bindung.

Mein Fazit:
Immer was los in Berlin, damals vor hundert Jahren war der rasende Reporter Kisch auf der Suche nach Geschichten und Geschichte, mit kritischen Blicken verfolgte er das Geschehen. Eine schöne Zeitreise in eine Stadt, die schon immer energiegeladen, jung, provokant und arm war. Aber extravagant, eben unverkennbar Berlin ;).

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Berlin vor hundert Jahren

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Eine bunte Auswahl vieler Kurzgeschichten erwartet die Leser, die alle im Berlin der sogenannten Goldenen Zwanziger spielen.

Der Autor beobachtet die Menschen genau und erzählt ihre Geschichten, mal heiter, ...

Eine bunte Auswahl vieler Kurzgeschichten erwartet die Leser, die alle im Berlin der sogenannten Goldenen Zwanziger spielen.

Der Autor beobachtet die Menschen genau und erzählt ihre Geschichten, mal heiter, mal nachdenklich oder traurig.

Dadurch gewinnt man einen interessanten Eindruck vom Leben zur damaligen Zeit, von den Nöten, Problemen, aber auch Vergnügungen der meist einfachen Leute.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Das Berlin der 1920er durch die Augen von Egon Erwin Kisch

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Das Cover ist schlicht gehalten und punktet dabei für mich. Ich mag das Reduzierte, es hat mich neugierig auf den Inhalt des Buches gemacht.

Egon Erwin Kisch hat durch seine Texte überzeugt, der Prager ...

Das Cover ist schlicht gehalten und punktet dabei für mich. Ich mag das Reduzierte, es hat mich neugierig auf den Inhalt des Buches gemacht.

Egon Erwin Kisch hat durch seine Texte überzeugt, der Prager Journalist und Schriftsteller, der in den 20er Jahren durch Berlin streifte. Auf der Suche nach Ideen und fand das Leben. Die 30 Texten sind unterschiedlich, authentisch und spiegeln den damaligen Zeitgeist wieder. Er nimmt uns an verschiedene Orte mit und schildert ganz verschiedene Situationen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, die Texte haben eine angenehme Länge und ich mochte es sehr, durch diese Zeit gedanklich zu reisen. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Mit dem rasenden Reporter mitten hinein in das Berlin der 1920er

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Die Textsammlung Berliner Bohème von Egon Erwin Kisch* ist ein wunderbar gestaltetes Buch, das den Leser direkt in das pulsierende Berlin der Weimarer Republik versetzt. Durch die gelungene Auswahl an ...

Die Textsammlung Berliner Bohème von Egon Erwin Kisch* ist ein wunderbar gestaltetes Buch, das den Leser direkt in das pulsierende Berlin der Weimarer Republik versetzt. Durch die gelungene Auswahl an Reportagen, Artikeln und Texten entsteht das Gefühl, als würde man selbst durch die Straßen der 1920er-Jahre gehen und das Leben dieser Zeit hautnah erleben.

Besonders beeindruckt hat mich, wie lebendig Kisch schreibt. Beim Sechstagerennen hatte ich tatsächlich das Gefühl, live dabei zu sein – die Spannung, die Atmosphäre, das Publikum – alles wird so anschaulich beschrieben, dass man sich mitten im Geschehen wähnt. Genau hier zeigt sich, warum Kisch als einer der bedeutendsten Reporter seiner Zeit gilt. Seine Texte sind packend, lebendig und niemals langweilig. Da versteht man sofort, warum Menschen damals gerne Zeitung gelesen haben.

Die Sammlung zeichnet gleichzeitig ein eindrucksvolles Gesellschaftsbild des Berlins der Zwanzigerjahre. Man begegnet unterschiedlichen Orten, Menschen und Milieus, die zusammen ein faszinierendes Bild dieser bewegten Zeit ergeben. Besonders gefallen hat mir der Text über das Tanzlokal, der die Stimmung und das Lebensgefühl dieser Jahre wunderbar einfängt. Ganz anders, aber ebenfalls interessant, ist der Abschnitt über das Leichenschauhaus – etwas makaber, aber gerade deshalb ungewöhnlich und eindrucksvoll.

Kischs Schreibstil gefällt mir besonders gut. Er schreibt locker, lebendig und mit einem Blick für Details, die Szenen sofort greifbar machen. Seine Texte erinnern mich stark an die Atmosphäre der Serie Babylon Berlin, die ebenfalls das Berlin der Weimarer Republik so eindrucksvoll darstellt.

Dieses Buch eignet sich sowohl dafür, einen ganzen Abend darin zu lesen, als auch immer wieder einzelne Texte aufzuschlagen und kurz in diese Zeit einzutauchen. Insgesamt eine großartige Sammlung, die zeigt, warum Egon Erwin Kisch als „rasender Reporter“ Literatur- und Journalismusgeschichte geschrieben hat. Ein wirklich tolles Buch mit spannenden Artikeln, das Geschichte lebendig werden lässt.

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