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Veröffentlicht am 19.01.2026

Ein weiteres gefühlvolles Generationen-Porträt in Folge

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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Eine Geschichte auf zwei Ebenen:
Mai 1945, Güstrow – das Mädchen Maren versteckt sich dort auf ihrer Flucht vor den Russen in der Schublade eines alten Jagdhauses, in der sie ein kleines Ölgemälde findet. ...

Eine Geschichte auf zwei Ebenen:
Mai 1945, Güstrow – das Mädchen Maren versteckt sich dort auf ihrer Flucht vor den Russen in der Schublade eines alten Jagdhauses, in der sie ein kleines Ölgemälde findet. Dort trifft sie auch auf Wilma Engels, die ihr hilft und das Kind mit nach Hause nimmt.

2023 Berlin – bei Hannah läuft gerade alles schief! Nach dem frühen Tod ihrer Mutter und Großmutter trudelt sie alleine durchs Leben. Zudem verliert sie auch noch ihre beste Freundin aus ihrer WG, die mit ihrem Freund Max auf dem Land eine Familie gründen will. Unfreiwillig nimmt Hannah einen neuen Untermieter auf, den ihr ihre ungeliebte Arbeitskollegin Judith aufs Auge drückt. Doch am meisten genervt ist Hannah, als urplötzlich ihr Vater auftaucht, der sich bislang noch nie bei ihr gemeldet hat! Wie soll Hannah jetzt darauf reagieren?

„Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“, von Autorin Alena Schröder ist wieder ein äußerst einfühlsamer und interessanter Roman, in dem ich auch wieder Hannah und Evelyn, die schon in dem Buch „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“, begegnen durfte. In Teilen findet man Verbindungen zum ersten Roman, wichtig dafür, die Nebenrolle von Maren Engels einer Kriegswaise aus Demmin. Auch hier im Roman geht es wieder um Kunst, diesmal um das Kunstbild der DDR, den sozialistischer Realismus und dessen Interpretation. Geschaffen wird diese Kunst von Protagonistin Wilma Engels, die ihre Chance zur Selbstverwirklichung nach dem Zweiten Weltkrieg geschickt nutzt. Die Autorin verwebt auch hier wieder die Schicksale ihrer vier Protagonistinnen geschickt miteinander, damit sich am Ende ein ganzes Bild ergibt. Die ganze Geschichte ist emotional und bildhaft geschrieben, die Gefühle der Protagonisten sind dabei greifbar und nachvollziehbar, das mag ich sehr.

Mein Fazit:
Sehr fesselnder Roman, der meine Erinnerung an den von mir vor 5 Jahren gelesenen Vorgängerroman wieder erweckt hat. Die beiden Bücher haben eine versteckte Verbindung, die ich sehr gelungen finde! Leider fehlt mir nun der Mittelteil der Familiengeschichte, über Oma Evelyn Borowski, mit dem Titel „Bei euch ist es immer so unheimlich still“. Muss ich unbedingt noch nachholen:).

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Spannender Altfall sorgt für Aufregung auf Hamburgs Nordseeinsel Neuwerk

Fünf Fremde
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Auf der Insel Neuwerk verschwindet im Sommer 1995 ein Junge spurlos. 30 Jahre später reisen fünf Personen auf diese Insel, allesamt aus unterschiedlichen Anlässen! Doch im Grunde haben alle etwas mit den ...

Auf der Insel Neuwerk verschwindet im Sommer 1995 ein Junge spurlos. 30 Jahre später reisen fünf Personen auf diese Insel, allesamt aus unterschiedlichen Anlässen! Doch im Grunde haben alle etwas mit den damaligen Ereignissen zu tun. Doch bevor jeder Einzelne die Zusammenhänge erkennen kann, zieht ein Sturm auf und verhindert jegliches Entkommen.

Mit dem Titel „Fünf Fremde“, hat Romy Fölk einen abenteuerlichen und interessanten Roman geschrieben, der mich auf eine mir völlig unbekannte deutsche Insel entführt hat.
Ihre Beschreibung des Insellebens und der Natur haben mich dabei fasziniert und verzaubert, aber auch ein wenig beängstigt. Auf solch einer kleinen Insel ist man schon sehr dem Wetter, der Natur und den Gezeiten ausgeliefert. Es ist sicherlich reizvoll, aber nicht einfach dort zu leben, es scheint prägnant für die Insulaner zu sein, die eine eingeschworene Gemeinschaft bilden. Mir hat der Vermisstenfall an sich sehr gut gefallen, die Story hat mich gefesselt und es war spannend bis zum Ende. Die Zeitsprünge ins Teenageralter sorgten dabei für Abwechslung und eine andere Sichtweise der Geschehnisse. Auch wenn es zuletzt nicht zu atemraubender Action kam, haben mich ein paar unerwartete Wendungen noch überraschen können.
Sehr schön ist die Covergestaltung, mit der rauen See, man kann förmlich das Salz des Meeres riechen.

Mein Fazit:
Ein faszinierender Kriminalroman mit viel norddeutschen Flair und einer spannenden Geschichte um eine mir unbekannte Insel. Es waren unterhaltsame Lesemomente, die Lust auf eine Reise in den Norden machen.

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Veröffentlicht am 10.01.2026

Allumfassendes und interessantes Fachbuch zum Thema Apfelessig

Der Apfelessig-Effekt
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Dieses Fachbuch mit dem Titel "Apfelessig-Effekt" von Autor Burkhard Hickisch entpuppt sich als Hommage an den Apfelessig, denn der Inhalt verspricht, dass dieser Essig sich bei konsequenter Anwendung ...

Dieses Fachbuch mit dem Titel "Apfelessig-Effekt" von Autor Burkhard Hickisch entpuppt sich als Hommage an den Apfelessig, denn der Inhalt verspricht, dass dieser Essig sich bei konsequenter Anwendung als ein wahres Wundermittel entpuppen könnte.
Den wundersamen Apfelessig-Effekt kenne ich zwar schon aus anderen Büchern zum Thema Gesundheit, doch Hickisch fokussiert sich hier gänzlich auf dieses eine lebendige Naturprodukt, auf dessen Heilwirkung, Wirkstoffe und Anwendungsmöglichkeiten.
Ob innerlich oder äußerlich, Apfelessig in Beschaffung und Anwendung ist wirklich simpel, sowie kostengünstig. Im Buch gibt es gut erklärte Anleitungen und Rezepte, die meisten Apfelessig-Rituale lassen sich als kleine Gewohnheiten auch sehr gut in den Tagesablauf einbinden.
Auch wenn der gesundheitliche Aspekt noch nicht durch Studien als fundiert wissenschaftlich erwiesen ist, kann es ja nicht schaden, die Vorzüge des Essigs einmal selbst zu testen. Das Produkt Apfelessig und seine Wirkung habe ich schon etwas länger für mich entdeckt, doch hier im Buch konnte ich noch viele weitere Anregungen mitnehmen. Gerade die einfachen und leicht nachvollziehbaren Rezepte haben mich inspiriert und auch die Empfehlung des Safttages werde ich bei Gelegenheit umsetzen.

Mein Fazit:
Ein schönes Fachbuch für gesundheitsbewusste Menschen, die mit ganz einfachen Mitteln und einem heimischen Produkt ihre Gesundheit pushen wollen. Alles im Buch ist simpel und easy nachvollziehbar. Das Buch war eine schöne Inspiration und Motivationsquelle für mich.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Abgrundtief bösartiger dritter Fall für Tara Kronenberg

Der Blutmacher
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Nach der Meldung eines schrägen Links im Netz ihrer Cybercrime-Abteilung, wird Kommissarin Tara Kronenberg auf einen Künstler aufmerksam, der Bilder mit Blut gestaltet. Doch das ist nicht alles, denn es ...

Nach der Meldung eines schrägen Links im Netz ihrer Cybercrime-Abteilung, wird Kommissarin Tara Kronenberg auf einen Künstler aufmerksam, der Bilder mit Blut gestaltet. Doch das ist nicht alles, denn es gibt dabei sogar eine Live-Versteigerung mit anschließender Tötung seines Opfers vor laufender Kamera. Tara und ihr Team sind alarmiert und versuchen verzweifelt dem kreativen Mörder auf die Schliche zu kommen, um so weitere Morde zu stoppen. Noch kann niemand ahnen, wie persönlich die Ermittlungen für Tara bald werden, denn auch ihr Bruder gerät in den Focus des wahnsinnigen Malers.

Der Dritte Teil um Kommissarin Tara Kronenberg und ihre Spezialabteilung beim LKA Sachsen, mit dem Titel „Der Blutmacher“ ist wieder ein absoluter Pageturner. Autor Elias Haller kennt auch diesmal kein Pardon und lässt Tara direkt in einem absoluten Alptraum landen, der ihr persönlich schrecklich zusetzen wird. Dem Leser wird viel abverlangt, es fließt Blut, und zwar jede Menge, denn es wird wieder sehr fleißig brutal und blutig gemordet. Je länger sich die Situation entwickelt, desto größer die Spannung. Dieser Thriller ist komplex inszeniert, mit raschen Szenen und Personenwechsel und absolut nichts für schwache Nerven!

Mein Fazit:
Ein skurriler bluttriefender Schocker der Extraklasse, fesselnde Hochspannung ist garantiert. Die ganze Tara Kronenberg-Serie ist eine Empfehlung für absolut hartgesottene Krimifans.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Interessanter Krimi um den brutalen Wettkampf in der Champagnerbranche

Verhängnisvoller Champagner
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Wenn es um seine Freunde geht, ist Xavier Kieffer immer bereit zu helfen, daher will er nach kurzem Wiedersehen auf einem Event in Paris, den Champagnerproduzenten Luc Reiser besuchen. Die beiden hatten ...

Wenn es um seine Freunde geht, ist Xavier Kieffer immer bereit zu helfen, daher will er nach kurzem Wiedersehen auf einem Event in Paris, den Champagnerproduzenten Luc Reiser besuchen. Die beiden hatten damals ihre Ausbildung zusammen in einem Sternelokal gemacht und so manche Krisen überwunden. Xavier glaubt zu merken, dass seinen Freund etwas bedrückt, doch als er ihn wieder treffen will, findet er Luc sterbend unter einer riesigen Gyropalette vor. An einen Unfall kann Xavier nicht glauben, besonders nachdem er kurz darauf vor seinem Luxemburger Restaurant „Deux Eglises“ angegriffen wird. Nun wird die Sache für ihn zum persönlichen Angriff!

Der 8. Genuss-Krimi „Verhängnisvoller Champagner“ von Autor Tom Hillenbrand beschäftigt sich natürlich auch dieses Mal mit kulinarischen Köstlichkeiten. Die Spürnase des Luxemburger Chefkochs Xavier Kieffer beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema der Champagnerherstellung um den schönen Schein der um die prickelnde Brause gemacht wird, zu entschlüsseln. Dabei wird es für Xavier recht vertraulich, denn eine alte Liebe kreuzt seinen Weg. Verdrängte Erinnerungen an seine Sturm- und Drangzeit in der Champagne kommen ans Licht. Immer wieder hüpft die Story zurück in die 90er und verrät uns intime Details und Geheimnisse aus seiner Vergangenheit!

Besonders ins Herz geschlossen habe ich all die wunderbaren Charaktere der Serie, wie Xaviers schillernde Pariser Freundin Valérie vom Guide Gabin, dem Sternhimmel für Köche. Auch ihre Branche ist im Umbruch, denn mittlerweile begibt sich auch die Sterne-Verleihung auf digitales Territorium. Sogar der nervige argentinische Show-Koch Leonardo, mit dem Xavier eine Art Hass-Liebe verbindet, wird mir immer sympathischer. Nicht wegzudenken ist natürlich der trinkfeste Finne Pekka Vatanen, der fast schon zum Inventar des „Deux Eglises“ gehört und immer einen guten Rat auf Lager hat. Der Fall selbst ist komplex und bleibt bis zum Ende rätselhaft verworren. Diese Serie sorgt einfach immer für erstaunliche Erkenntnisse und ist insgesamt ein wahrer Genuss:).

Mein Fazit:
Ein absolut interessanter und lehrreicher Krimi, bei dem ich sehr viel über Champagner erfahren habe. Besonders amüsant dabei fand ich all die fiktiven Champagner-Sorten und Namen herrlich, da bekommt man doch gleich Appetit auf ein Gläschen. „À votre santé !“

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