Gefühle
Where We BelongDas Buch "Where We Belong" hat mich wirklich auf eine Art erwischt, mit der ich überhaupt nicht gerechnet habe. Ich dachte erst: „Okay, ein ruhiges Buch, mal sehen.“ Und plötzlich saß ich da, komplett ...
Das Buch "Where We Belong" hat mich wirklich auf eine Art erwischt, mit der ich überhaupt nicht gerechnet habe. Ich dachte erst: „Okay, ein ruhiges Buch, mal sehen.“ Und plötzlich saß ich da, komplett drin in dieser Geschichte, als würde ich selbst zwischen den Zeilen mitlaufen. Was Wiktoria A. Wieczorek richtig gut kann, ist dieses Gefühl von Nähe. Die Figuren wirken so echt, so menschlich, dass man manchmal fast vergisst, dass man nur liest. Sie haben Fehler, Unsicherheiten, Momente, in denen sie sich verlieren und genau das macht sie so greifbar. Ich hab mich an mehreren Stellen selbst wiedergefunden, und das passiert mir nicht oft. Die Stimmung des Buches ist total besonders. Nicht laut, nicht überdramatisch, eher dieses leise Ziehen im Herzen, das man erst merkt, wenn man kurz innehält. Und obwohl es um schwere Themen geht, bleibt immer dieses kleine Licht, dieses Gefühl von „Es wird gut, irgendwie“.Am Ende hatte ich das Gefühl, dass das Buch mich ein Stück weit begleitet hat, statt dass ich es nur gelesen habe. Es bleibt hängen, nicht wie ein Knall, sondern wie ein sanfter Nachhall, der einen noch ein paar Tage später beschäftigt.