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Veröffentlicht am 10.02.2023

Spannender Auftakt

Vicious - Das Böse in uns
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Von V.E. Schwab habe ich bereits "Vier Farben der Magie" gelesen, was mir gut gefallen hatte. Bei der Suche nach weiteren Büchern bin ich auf diese Dilogie gestoßen. Der Klappentext hat mich neugierig ...

Von V.E. Schwab habe ich bereits "Vier Farben der Magie" gelesen, was mir gut gefallen hatte. Bei der Suche nach weiteren Büchern bin ich auf diese Dilogie gestoßen. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, sodass ich einfach mal reingehört habe.
Spannend fand ich die Erzählweise - denn die Geschichte hüpft eigentlich die ganze Zeit zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Zwischen verschiedenen Vergangenheitszeiten wohl gemerkt. Da musste ich beim Hören schon ein bisschen aufpassen, dass ich es nicht durcheinander bringe, aber insgesamt hat das recht gut funktioniert. Haupterzähler ist Victor, aber die anderen Charaktere kommen auch hin und wieder zu Wort.
Die Handlung insgesamt fand ich von der Thematik her ganz interessant gemacht, wenn auch an einigen Stellen ein bisschen makaber. Es war spannend zu erleben, warum Victor und Eli so geworden sind und was sie eigentlich ausmacht. Durch die Sprünge wirkte die Handlung zwar manchmal etwas kurz, was sie aber gar nicht war. Ein paar mehr Wendungen hätte ich mir aber schon gewünscht. Zumal es zum Ende hin ein bisschen vorhersehbar geworden ist. So ganz weiß ich nicht, worum es im zweiten Band gehen wird, denn für sich gesehen ist die Handlung abgeschlossen. Gut, ein paar Fragen sind noch offen, aber es interessiert mich eben, wie es mit den Charakteren in der Zukunft weitergegangen ist.
Victor hat mir als Protagonist gut gefallen, auch wenn ich nicht alle seine Einstellungen teile. Syd und Mitch empfand ich als gute Ergänzung zu Victor, wobei ich über sie gerne noch mehr erfahren hätte. Eli als Gegenspieler fand ich interessant, wusste aber lange nicht, wie ich ihn eigentlich schätzen sollte. Ebenso seine Partnerin, die mir sehr suspekt war. Das Zusammen- oder eher Gegenspiel zwischen Victor und Eli fand ich wirklich gut gemacht. Zumal hier auch Vater Zufall eine große Rolle spielte.
Sprecher Jakob Weigert hat mir wirklich gut gefallen. Er schafft es, die Stimmungen in der Geschichte sehr gut einzufangen und rüberzubringen. Außerdem hat er eine echt angenehme Stimme, sodass man kaum merkt, dass die Zeit vergeht.

Mein Fazit
Der Dilogieauftakt konnte mich mit einer interessanten Handlung überzeugen. Die Zeitsprünge waren gut inszeniert, sodass sich erst nach und nach ein komplexes Bild ergeben hat. Am Ende mag es ein bisschen vorhersehbar geworden sein, aber trotzdem war es fesselnd. Ich bin auf die weiteren Entwicklungen im nächsten Band gespannt. Die Charaktere fand ich gut, wenn ich ihre Aussagen und Handlungen auch manchmal fragwürdig fand. Die Nebencharaktere hätten noch ein bisschen Tiefe vertragen können. Der Sprecher macht hier einen sehr guten Job, die Zeit ist wie im Fluge vergangen.

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Veröffentlicht am 01.02.2023

Hochspannendes Finale

Die Lichtstein-Saga 4: Enyas
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Und schon wieder stehen wir bei der Autorin an dem Punkt eines Reihenfinales. Das hatten wir mit den Totenbändigern doch erst letztes Jahr und es war da schon schwer, sich von den Charakteren zu verabschieden. ...

Und schon wieder stehen wir bei der Autorin an dem Punkt eines Reihenfinales. Das hatten wir mit den Totenbändigern doch erst letztes Jahr und es war da schon schwer, sich von den Charakteren zu verabschieden. Und auch dieses Mal ist es kein bisschen leichter, denn die Cays begleiten mich mit ihren Reisen zu den Lichtsteinen ja auch schon ein ganzes Weilchen.

Ich fand es gut, dass die Autorin in den ersten Kapiteln schon ein paar Rückblicke eingebaut hat, sodass man sich noch gut an die Geschehnisse aus Band 3 erinnern konnte. Da war ich auch recht flott wieder drin in der Handlung und gespannt, was mich hier erwarten wird.

Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Sichten – hauptsächlich aus denen der Cays, aber auch die Garde-Mitglieder oder Konstantin dürfen zu Wort kommen. So entstehen einige kleine Spannungsmomente, denn die Wechsel sind natürlich öfter mal an den unpassenden Stellen^^ auch bekommen wir wieder einen kleinen Einblick in die Vergangenheit, was einige offene Fragen klärt.

Die Seiten haben sich insgesamt wie nichts weggelesen. Der Schreibstil der Autorin ist locker und leicht. Zudem hatte ich an so vielen Stellen Kopfkino und konnte mir alles super vorstellen. Ich bewundere es immer wieder, wie die Autorin das schafft und freue mich auch immer auf das, was sie sich da einfallen lässt.

Die Handlung hat mich in ihren Bann gezogen. Die letzte Reise zu den Lichtsteinen war spannend und doch ein kleiner Teil der Handlung. Nebenbei gehts ja auch immer noch darum, Konstantin aufzuhalten und sein Portal zu vernichten. Auch das fand ich sehr spannend gemacht, zu mal man hier tolle Einblicke ins Pläne schmieden und die verschiedenen Völker bekommen hat. Es hat mich sehr positiv überrascht, wie die Völker miteinander umgegangen und aufeinander eingegangen sind. Den finale Kampf fand ich großartig, vor allem weil er doch so anders war, als man anfangs vielleicht gedacht hatte.

Was ich ebenfalls sehr gemocht habe, waren die vielen kleinen Momente zwischendurch. Sei es Vin, der einen immer wieder zum Schmunzeln bringt. Oder die Heartwarming-Szenen, die nicht fehlen durften. Oder der Irrwicht. Oder der Humor, der immer mal wieder für Auflockerung gesorgt hat. Oder wenn einer der Charaktere mal wieder eine ergreifende Rede gehalten hat. Die Liste könnte ich wohl noch ewig fortführen^^ aber auch in kleinen Momenten entstand schon viel.

Die Charaktere mochte ich sehr gerne. Dass ich Konstantin als einzigen nicht mochte, brauche ich wohl an der Stelle nicht weiter begründen. Aber alle anderen haben mir gefallen, vor allem weil man bei vielen merken konnte, dass sie sich im Laufe des Bandes, aber auch generell im Laufe der Geschichte weiterentwickelt haben. Nicht nur die Cays, aber sie wohl im speziellen. Allen voran Noah, der mich hier sehr beeindrucken konnte.

Am Ende durften wir uns noch auf einen Epilog freuen, der ein bisschen in die Zukunft schaut. Spannende Einblicke, sowas mag ich ja sehr gerne. Und natürlich auch die ein oder andere Überraschung. Da wäre ich gerne noch ein wenig länger verweilt, aber man soll ja aufhören, wenn es am schönsten ist^^

Emotional war ich den Band nicht so eingebunden, wie ich das bei den Totenbändigern war. Was vielleicht einfach nur daran lag, dass hier zwischen den Bänden 3 und 4 viel Zeit vergangen ist und ich mich erst wieder reinfinden musste. Was den Band aber nicht weniger spannend oder gefühlvoll gemacht hat.

Mein Fazit
Schon wieder haben wir von der Autorin ein Reihenfinale bekommen – und auch dieses Mal zählt es zu meinen Jahreshighlights. Die Handlung hat mich in ihren Bann gezogen, hatte viele spannende und einige überraschende Momente. Einen Finalkampf, der anders war als erwartet, und einen Epilog, bei dem ich gerne noch länger verweilt wäre. Begeistert haben mich auch die Charaktere, Noah sticht hier an der Stelle vielleicht ein bisschen raus, denn mit seiner Entwicklung hat er mich einfach nur beeindruckt. Auch wenn ich insgesamt emotional nicht so eingebunden war wie bei den Totenbändigern, war es ein fesselndes, gefühlvolles Finale mit tollen Kopfkino-Momenten und vielen kleinen Szenen zum Schmunzeln – ich sage mal nur Vin und Irrwicht^^

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Veröffentlicht am 21.01.2023

Konnte mich nicht überzeugen

GLYN: Silberstaub und Feuerklinge
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Das, was mich bei dem Buch tatsächlich angesprochen hatte, war das Cover. Es hat irgendwie etwas magisches gehabt und auch der Titel machte mich irgendwie neugierig. Der Klappentext tat dann sein übriges ...

Das, was mich bei dem Buch tatsächlich angesprochen hatte, war das Cover. Es hat irgendwie etwas magisches gehabt und auch der Titel machte mich irgendwie neugierig. Der Klappentext tat dann sein übriges und ich wurde sehr neugierig auf die Geschichte.
Eine Anmerkung gleich zu Beginn ... ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum das Buch diesen Titel hat. Denn das Wort "Glyn" taucht in der gesamten Handlung sage und schreibe zweimal auf. Man erfährt zwar, was sich dahinter verbirgt, aber mit der Handlung an sich hat das nichts zu tun. Und bei den Untertiteln kann ich ehrlich gesagt auch keinen Bezug herstellen.
Der Einstieg in das Buch ist mir ein bisschen schwer gefallen. Zum einen musste ich mich an den Stil erst ein bisschen gewöhnen und zum anderen wurden viele Begrifflichkeiten einfach nicht erklärt. Vieles konnte man sich mit der Zeit aus dem Kontext herleiten, aber ein Glossar wäre für den Anfang schon hilfreich gewesen.
Erzählt wird die Geschichte wechselnd aus den Sichten von Cara und Regan, wobei beide aus der Ich-Perspektive erzählen. Was nicht stört, nur wusste man am Anfang eines Kapitels nie, wer jetzt erzählt, weil es keine Hinweise gab. Zwischendurch gab es auch noch vereinzelt die Sicht von Caras Mitbewohner.
Die Handlung konnte mich insgesamt nicht so richtig begeistern. Vorrangig weil ich den Eindruck hatte, dass auf den vielen Seiten einfach nicht viel passiert und es sich doch ein wenig zieht. Vor allem der Anfang hätte kürzer sein können, da kam die Handlung einfach nicht richtig voran. Richtung Ende hat es mir besser gefallen, einfach weil wir die andere Welt kennenlernen konnten. Wobei ich mir hier mehr Seiten gewünscht hätte, weil der Eindruck recht blass geblieben ist und vieles einfach nur angeschnitten wurde. Überhaupt habe ich in den Strukturen der Welt und des Systems nicht so richtig durchgesehen. Einige Wendungen fand ich im Gesamten sehr vorhersehbar, was zum Ende hin die Spannung doch genommen hat.
Die Protagonisten haben bei mir gemischte Gefühle ausgelöst. Beide konnten mich mit ihrer Art nicht so richtig von sich überzeugen. Es gab einige Punkte, wo ich ihre Handlungen nicht nachvollziehen konnte oder ich mir von ihnen schlicht mehr Tiefe gewünscht hätte. Cara fand ich streckenweise auch ein wenig anstrengend, weil sie sich so gar nicht auf andere Meinungen einlassen wollte.
Die Nebencharaktere fand ich insgesamt recht blass, zu dem ein oder anderen hätte ich mir schon mehr gewünscht.
Das Ende der Geschichte konnte mich ebenfalls nicht zufriedenstellen. Dafür, dass es ein Einzelband ist, sind einfach zu viele Punkte noch offen. Einige zentraler Natur, andere eher bezogen auf die Charaktere selbst. Es soll weitere Bücher aus dem Universum geben, aber es ist doch fraglich, inwieweit sie diese offenen Fragen klären können. Tatsächlich reizt es mich momentan auch nicht, weitere Bücher zu lesen.

Mein Fazit
Das Buch hat mich vom Cover her total angesprochen, auch Titel und Klappentext haben mich neugierig gemacht. Jedoch hat die Geschichte mich dann nicht so packen können, wie ich mir das erhofft hatte. Teilweise lag dies an der Handlung, bei der sich der Anfang zu sehr gezogen hat und die spannende Welt am Ende viel zu kurz kam. Zudem waren einige Wendungen für meinen Geschmack zu vorhersehbar. Auch die Charaktere konnten mich nicht so richtig von sich überzeugen. Für einen Einzelband sind mir am Ende auch zu viele Punkte offen geblieben. Anmerken möchte ich an der Stelle noch, dass mir nicht klar ist, warum das Buch eigentlich diesen Titel trägt ... er passt meines Erachtens nach nicht wirklich zum Inhalt.

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Veröffentlicht am 21.01.2023

Spannendes Finale

Das gefälschte Land
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Es ist schon ein ganzes Weilchen her, dass ich die beiden Vorgänger gelesen habe und ehrlich gesagt hatte ich schon erwartet, dass ich mich schwer damit tun würde, wieder in die Handlung reinzufinden. ...

Es ist schon ein ganzes Weilchen her, dass ich die beiden Vorgänger gelesen habe und ehrlich gesagt hatte ich schon erwartet, dass ich mich schwer damit tun würde, wieder in die Handlung reinzufinden. Was aber nicht der Fall gewesen ist ... sicher an viele Handlungspunkte konnte ich mich aus Band 2 nicht erinnern und es erfolgt auch kein Rückblick. Aber irgendwie habe ich es auch nicht für nötig befunden und konnte der Geschichte auch so problemlos folgen. Einige Punkte wurden im Verlauf nochmal aufgegriffen, sodass sich auch die Erinnerungen wieder eingestellt haben.
Der Start in den finalen Band ist mir dennoch nicht ganz so leicht gefallen, was auch der einzige Kritikpunkt an der Geschichte ist. Ich hab sehr lange gebraucht, mich wieder an den Schreibstil der Autorin zu gewöhnen. Er ist unglaublich verschachtelt, was zwar irgendwie zur Geschichte passt, aber für den Anfang doch recht anstrengend ist. Erst ab der Hälfte des Buches hat sich ein flüssigerer Lesefluss eingestellt, da waren die Seiten dann aber auch recht schnell weggelesen. Aber bis dahin fand ich es stellenweise ein wenig anstrengend und man musste sich manchmal arg konzentrieren.
Die Handlung der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen, wenn ich auch ein wenig das Gefühl hatte, dass man es kürzer fassen könnte. Was aber weniger an der Handlung an sich, sondern eher an den ausschmückenden und verschachtelten Worten lag. Die Handlung hat mir nämlich richtig gut gefallen. Sie hatte einige spannende Wendepunkte und man wusste nie so richtig, was einen als nächstes erwarten wird. Spannung gabs vor allem auch dadurch, dass die Handlung aus 4 Sichten (Tymur, Kevron, Lorcan, Enidin) erzählt wird und man so zwar viele Einblicke bekommen konnte, aber eben auch nicht alle. Ab der Mitte nimmt die Handlung richtig Fahrt auf, weil viele Dinge plötzlich sehr schnell greifbar werden und man eine Ahnung bekommt, wohin uns die Geschichte noch führen wird. Sehr viel mehr wissen wir aber nicht und das Ende hatte noch so einige Überraschungen im petto.
Die Protagonisten haben mich alle auf ihre Art überzeugen können. Lorcan war mir wohl der liebste und ich fand seine Entwicklung sehr spannend. Kevron hat mich öfter zum Schmunzeln und Kopfschütteln gebracht, dennoch mochte ich ihn sehr gerne. Bei ihm konnte man am besten merken, wie man über seinen Schatten hinausspringt. Enidin empfand ich immer als etwas zurückhaltend, aber zum Ende hat sie sich richtig gut entwickelt und interessante Entscheidungen getroffen. Und Tymur ... bei dem wusste man wohl am wenigsten, was man von ihm halten sollte. Was ihn einerseits nervtötend, aber auch spannend gemacht hat. Bei ihm hab ich immer mit allem gerechnet und wurde trotzdem noch überrascht.
Auch die Nebencharaktere fand ich spannend. Zu ihnen hätte ich mir an manchen Stellen fast noch ein paar Informationen mehr gewünscht, aber sie waren eben nicht die Protagonisten. Da geht dann doch einfach die Neugierde mit mir durch.
Das Ende der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen, wenn ich mir den Ausgang für den ein oder anderen Charakter vielleicht anders gewünscht hätte. Aber so, wie es war, fand ich es wirklich gut gemacht. Auch die Blicke in die Zukunft, die man noch erhält - wobei es da für meinen Geschmack auch gerne noch mehr hätte geben können. Sowohl von den (Neben-)Charakteren als auch von den Entwicklungen in Neraval selbst. Aber man kann nicht alles haben^^

Mein Fazit
Der finale Band rund um die Neraval-Sage und ihre Dämonen konnte mich mit einer spannenden und überraschenden Handlung fesseln. Der Einstieg ist mir durch den relativ verschachtelten Schreibstil ein bisschen schwer gefallen, der Lesefluss hat sich erst später eingestellt. Aber die Handlung konnte mich absolut fesseln und gleiches gilt für die Charaktere, so unterschiedlich sie alle auch waren. Und weil man bei manchen eben nicht wusste, was sie eigentlich im Schilde führen. Das Ende fand ich sehr passend gewählt, wenn ich mir persönlich auch für den ein oder anderen was anderes gewünscht hätte.

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Veröffentlicht am 31.12.2022

Mehr erhofft

Denn ohne Musik werden wir ertrinken
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Seit längerem habe ich mal wieder ein Buch der Autorin gelesen, weil mich der Klappentext einfach neugierig gemacht hat. Leider hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen können, was zum Teil auch an ...

Seit längerem habe ich mal wieder ein Buch der Autorin gelesen, weil mich der Klappentext einfach neugierig gemacht hat. Leider hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen können, was zum Teil auch an eben jenem Klappentext liegt. Für meinen Geschmack greift er einfach schon zu weit vor - gerade das am Ende beschriebene passiert erst später in der Geschichte, ich habe es aber viel eher schon erwartet. Dadurch hat sich die Geschichte streckenweise ein bisschen gezogen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und lies sich gut weglesen. Trotz einiger inhaltlicher Kritikpunkte zog sich das Buch wenigstens nicht wie Kaugummi und war eigentlich relativ flott weggelesen. Die Geschichte wird wechselnd aus den Sichten von Ian und Hazel erzählt, sodass Abwechslung da war und man bei beiden intensiver dabei sein konnte.
Von der Handlung her hat mir die Geschichte dann aber nicht so richtig zusagen wollen. Ich mochte so einige Wendungen nicht wirklich und konnte manches auch nicht ganz nachvollziehen. Allen voran bei Hazels Entscheidungen ging es mir so. Und zum Ende hin habe ich doch mehrfach gefragt, warum sich manche Probleme, die uns das ganze Buch über begleitet haben und unlösbar erschienen, plötzlich doch so einfach lösen lassen. Das erschien mir dann doch ein wenig unrealistisch, auch wenn die Lösung an sich realistisch war. Insgesamt hätte ich mir vor allem mehr gewünscht - mehr vom Thema Musik, von Hazel als Muse. Der Anfang hat sich da einfach zu sehr in die Länge gezogen und da ist das für mich untergegangen.
Am schwierigsten habe ich mich mit Hazel getan - viele ihrer Entscheidungen und im besonderen ihre Entwicklung konnte ich nicht so ganz nachvollziehen. Ich hätte mir da einfach mehr gewünscht ... und gleichzeitig weniger so intensiven Fokus auf sie und mehr auf die Musik. Ian dagegen hat mir besser gefallen, wobei ich doch ein wenig das Gefühl hatte, dass seine Probleme untergegangen bzw. nicht ganz so präsent sind. Und mir war auch am Anfang nicht so klar, was er eigentlich an Hazel fand. Aber gut Geschmäcker sind eben verschieden.
Die Nebencharaktere haben mir gut gefallen, allen voran die Jungs aus der Band und Big Paw und Holly. Letztere haben einfach für so viele Momente zum Schmunzeln gesorgt. Von der Band hätte ich gerne noch ein wenig mehr erlebt, bei den Jungs wirkte vieles immer so glatt.
Schön fand ich den Blick in die Zukunft, den wir mit dem Epilog bekommen. Das hat einen runden Abschluss geboten und einfach nochmal die schönen Momente hervorgehoben.
Ich weiß ehrlich gesagt noch nicht, ob ich den zweiten Band der Reihe noch lesen werde. Es wird ein völlig anderes Setting sein und komplett andere Charaktere, was schon dafür spricht. Dagegen spricht aber eher, dass mir momentan ein wenig die Motivation fehlt, zu weiteren Büchern der Autorin zu greifen, da dies nicht das erste ist, was mich nicht überzeugen konnte.

Mein Fazit
Beim neusten Buch von Brittainy C. Cherry hat mich vor allem der Klappentext neugierig gemacht. Am Ende hat mich die Geschichte aber leider nicht so richtig überzeugen können. Die Handlung hat mich an einigen Stellen nicht packen können, Wendungen fand ich nicht gut oder es fehlte mir einfach der Fokus auf der Musik. Viele Probleme haben sich dann doch auch zu einfach lösen lassen. Vor allem mit Hazel habe ich mich an der Stelle auch sehr schwer getan. Ian dagegen hat mir gefallen, ebenso wie die Nebencharaktere immer wieder ein Lichtblick in der Geschichte waren. Sie haben mich öfter auch mal zum Schmunzeln gebracht.

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