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Veröffentlicht am 30.12.2024

"Starke" Frauen?

Die Telefonistinnen - Stunden des Glücks
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Der erste Teil „Die Telefonistinnen – Stunden des Glücks“ von Nadine Schojer bildet den Auftakt zu einer Frauenromanreihe, die in der Nachkriegszeit in Köln spielt. Im Jahr 1948 wollen die Menschen nach ...

Der erste Teil „Die Telefonistinnen – Stunden des Glücks“ von Nadine Schojer bildet den Auftakt zu einer Frauenromanreihe, die in der Nachkriegszeit in Köln spielt. Im Jahr 1948 wollen die Menschen nach dem Hungerwinter endlich wieder nach vorn schauen, und so soll die Deutsche Mark endlich den wirtschaftlichen Aufschwung bringen.

Die vier Hauptfiguren Gisela, Hanni, Julia und Erna werden nach und nach in die Geschichte eingeführt, wobei man jedoch nur mehr von Gisela und Hanni erfahren kann. Die anderen beiden bleiben doch nur Randfiguren. Später stößt auch noch Charlie, die Nichte eines der Geschäftsführer der Versicherung Pering, zu der Truppe.

Gisela arbeitet als Telefonistin bei der Versicherung und hofft zusammen mit ihrem Sohn Peter auf die Rückkehr ihres Mannes aus dem Krieg. Die meisten Kriegsheimkehrer sind angekommen, doch Giselas Mann Heinrich gilt als vermisst. Und nachdem ihr Sohn Peter einen schweren Schicksalschlag erleidet, wird das Leben für Gisela noch herausfordernder.

Hanni, Giselas beste Freundin und Kollegin, ist eine junge Frau mit vielen Begabungen. Sie hat ein besonderes Talent für Mode und schneidert ihre Kleider alle selbst und häkelt wunderschöne Handschuhe. Gleichzeitig scheint sie die Versorgerin der Familie zu sein, denn wenn ihr trinkfreudiger und gewalttätiger Vater, der einen Zeitungskiosk betreibt, mal wieder „krank“ ist, muss sie neben der Arbeit in der Versicherung auch noch die Kiosk führen.

Julia stößt als neue Kollegin zu den Telefonistinnen. Sie ist noch sehr jung, hat die Schule abgebrochen und ist sehr gewitzt. Man erkennt, dass sie sich während des Krieges oftmals alleine durchschlagen musste. Besonders Hanni bekommt von ihr die richtigen Denkanstöße, wie sie aus ihrem Talent mehr machen kann.

Und Erna erlebt man als die „Nachrichten“ der Versicherung, Klatsch und Tratsch aus der Firma sind bei ihr gut aufgehoben. Sie hofft jeden Tag auf die Heimkehr ihres Sohnes. Ansonsten erfährt man von ihr nicht viel.

Charlie lernt man zunächst als verwöhntes Mädchen kennen, doch schnell merkt man, dass hinter der Fassade noch etwas anderes steckt.

Man kann die Herausforderungen im Leben der Frauen, ohne ihre Männer spüren, jedoch scheint die gesamte Atmosphäre nur Nebengeschichte zu sein. Und immer wieder schwebt über allem diese Ungewissheit, ob die Männer noch zurückkehren werden.

Jedoch erlebt man bei allem eine Frauenfreundschaft zwischen Figuren, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Und doch versteckt jede ein Geheimnis...

Erst mit der Zeit waren die Figuren greifbarer für mich, leider bleibt das ganze Geschehen doch etwas oberflächlich und vorhersehbar. Was mir jedoch fehlt, sind die selbstbewussten und eigenständigen Frauen, die das Cover und der Klappentext versprechen. Sollen es etwa die Männer sein, die ihr Leben nur glücklich machen können? Im ersten Band bekommt man zumindest den Eindruck.

Insgesamt hätte ich mir mehr von dem Auftakt dieser Geschichte erhofft. Mir fehlt es an den „starken“ Frauen und an der Tiefe der Figuren und der Geschichte. Auch stell ich mir die Frage, was die Geschichte gerade für Köln spezifiziert, oder ob es nicht auch so hätte an einem anderen Ort stattfinden können. Mir fehlt irgendwie der „Kölsche“ Charme! Der Roman hat definitiv noch durchaus Potenzial nach oben, und bei Gelegenheit werde ich auch zum zweiten Teil greifen.

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Veröffentlicht am 26.12.2024

Kampf um die Freiheit

Saale Premium - Stürme über dem Weinschloss (Die Weinschloss-Saga 1)
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Der Roman „Saale Premium - Stürme über dem Weinschloss“ ist der erste Teil der Trilogie der Autorin Paul Seifert rund um die Sekt- und Weingeschichte im Saale-Unstrut-Tal.

Im Mittelpunkt der Geschichte ...

Der Roman „Saale Premium - Stürme über dem Weinschloss“ ist der erste Teil der Trilogie der Autorin Paul Seifert rund um die Sekt- und Weingeschichte im Saale-Unstrut-Tal.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge Aenne Strauß und es wird bildhaft beschrieben, wie schwer es für eine Frau Ende des 19. Jahrhunderts ist, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Aenne war schon als kleines Mädchen am liebsten mit ihrem Vater im Weinberg und wollte immer alles rund um die Weinproduktion lernen um eines Tages in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten.

Und als sie dann vom größten Konkurrenten ihres Vaters, der Sektkellerei Kloss & Foerster, ein Jobangebot bekommt, überschlagen sich die Ereignisse. Als sie ihren Kollegen Clemens kennen lernt, lernt sie zum ersten Mal die Liebe kennen. Doch ihr Vater untersagt ihr die Heirat. Und so trennt sie sich schweren Herzens von ihm. Als sie sich dafür entscheidet, den älteren der beiden Brüder des Weinschlösschens zu heiraten, nimmt das Schicksal seinen Lauf und Aenne wird gezwungen ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Mit der Unterstützung ihrer Mutter Ernestine, ihrer Tante Oda und ihrer Schwester Bettina geht sie ihren Weg.

Der 1. Teil der Trilogie ist spannend und unterhaltsam geschrieben. Die Autorin schafft es das Setting der Zeit, der Region und der Weingeschichte anschaulich zu gestalten und man begleitet die Figuren gern durch das Geschehen. Man leidet mit der Protagonistin doch die Höhen und Tiefen ihres Lebens.

Durch den flüssigen Schreibstil und die kurzen Sätze fliegt man nur so durch die Seiten.

Nachdem ich die letzte Seite des Buches gelesen hatte, war ich schon gespannt, wie es mit der nächsten Generation der Winzerinnen im Saale-Unstrut-Tal weitergehen wird. Ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung.

Alles in allem ist es ein sehr gelungener Roman, der Lust auf mehr macht. Die Geschichte ist definitiv empfehlenswert für alle die historische Romane mögen, nicht nur für Weinliebhaber oder Kenner des Saale-Unstrut-Tals!



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Veröffentlicht am 22.12.2024

Hotel der Träume

Hotel in den Wolken
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Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht der Reiseschriftstellerin Jane Brightfield im 19. Jahrhundert und von Maike Reineke in der Gegenwart erzählt.

Jane Brightfield hat es mit ihrem Mann Henry schon ...

Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht der Reiseschriftstellerin Jane Brightfield im 19. Jahrhundert und von Maike Reineke in der Gegenwart erzählt.

Jane Brightfield hat es mit ihrem Mann Henry schon immer wieder zum Bergwandern in die Schweizer Alpen gezogen und so schreibt sie auch über den Sommer im Posthotel und über den Direktor Flo Fernsby, den sie von Anfang an sympathisch findet, und ich auf seltsame Weise zu ihm hingezogen fühlt.

Die Handlungsebene in der Vergangenheit hat mich mit den Erzählungen um das Bergsteigen nicht wirklich mitreißen können, doch als die Geschichte um Flo in den Vordergrund rückt, habe ich es gern gelesen. Spannend fand ich es, dass das eigentliche Geheimnis, das Flo mit sich herumträgt, nicht wirklich vorhersehbar war.

Mit Eleganz, Stil und Charme erschien Flo damals als perfekter Hotelier. Eine geheimnisvolle Aura umgibt ihn, die auf viele faszinierend wirkt. Was niemand ahnt: Flo ist eine Frau, aber nur als Mann verkleidet, kann sie ihren Traum als Hoteldirektor leben. Doch dann begegnet sie ihrer großen Liebe. Was soll sie tun?

Als Maike zusammen mit ihrem Freund Ravi und ihren Eltern Skiurlaub in den Schweizer Alpen macht, erhält sie einen Anruf einer jungen Frau, die meint, dass sie die Erbin des halb verfallenen Posthotels in Sumbriva sein könnte. Doch wie sollte es weitergehen, wenn es wirklich so wäre?

Das Cover wirkte auf mich so stimmungs- und gleichzeitig geheimnisvoll, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Auf hat der Klappentext definitiv Lust auf das Lesen gemacht.

Grundsätzlich lese ich gern historische Romane, die auf zwei Zeitebenen erzählt werden und sich die Geheimnisse nur nach und nach lüften. Aber der Einstieg fiel mir schwer, und die gegenwärtige Zeitebene hat mich leider nicht wirklich überzeugen können. Den Figuren fehlt es hier leider an Tiefe. Handlungen, Emotionen und Gedanken sind stellenweise nicht wirklich nachvollziehbar.

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Veröffentlicht am 21.12.2024

Anfänge einer Schmuckdynastie

Der Schmuckpalast – Antoinette und das Funkeln der Edelsteine
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„Der Schmuckpalast - Antoinette und das Funkeln der Edelsteine“ ist der erste Teil der Trilogie um die „Juwelier-Saga“ von Eva-Maria Bast.

Paris, 1834: Antoinette ist zwölf, als sie nur noch der Mutter ...

„Der Schmuckpalast - Antoinette und das Funkeln der Edelsteine“ ist der erste Teil der Trilogie um die „Juwelier-Saga“ von Eva-Maria Bast.

Paris, 1834: Antoinette ist zwölf, als sie nur noch der Mutter am Marktstand mit dem Kauf von Obst und Gemüse helfen soll, anstatt weiter in die Schule zu gehen. Louis-François Cartier beginnt zur selben Zeit eine Lehre als Goldschmied. Als sich die beiden jungen Leute zum ersten Mal über den Weg laufen, merken sie schnell, dass sie mehr miteinander verbindet als nur Träume. Und so setzen sie ihren Traum von meinem eigenen Juweliergeschäft Jahre später in die Tat um. Und so ist der Grundstein für die Schmuckdynastie „Cartier“ gelegt.

Doch fangen wir am Anfang an, mit dem eindrucksvollen Raub der Kronjuwelen im Jahre 1792. Und dann geht es in großen historischen Schritten voran, und die Cartiers und ihr Schmuckhaus haben mit vielen Höhen und Tiefen zu kämpfen. Man lernt viel über die französische Geschichte oder auch die Goldschmiedekunst, sodass der Roman manchmal doch ein wenig in den Hintergrund gerät.

Der Roman ist historisch gut und interessant erzählt, doch leider fehlt es den beiden Protagonisten emotional doch etwas an Tiefe. Antoinette und Louis-François werden so ausgeglichen und geerdet dargestellt, dass in Anbetracht des historischen Rahmens kaum Spannung aufkommt.

Dennoch bin ich schon jetzt gespannt, wie es mit den „Cartiers“ weitergeht und empfehle dieses Buch für alle, die historische Romane mögen und sich für Schmuck oder auch die Geschichte erfolgreicher Unternehmen interessieren.

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Veröffentlicht am 14.12.2024

Krimi mit Wiener Schmäh

Tödliches Rendezvous
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Nachdem ich vor zwei Jahren zufällig den Quereinstieg in die Krimireihe von Beate Maxian um die Journalistin, Sarah Pauli, gemacht habe. Habe ich definitiv Feuer gefangen und so hat auch diesem Jahr im ...

Nachdem ich vor zwei Jahren zufällig den Quereinstieg in die Krimireihe von Beate Maxian um die Journalistin, Sarah Pauli, gemacht habe. Habe ich definitiv Feuer gefangen und so hat auch diesem Jahr im Wienurlaub wieder ein Beate Maxian-Krimi den Weg in meine Reisetasche gefunden.

"Tödliches Rendevous" ist der erste Teil der Krimireihe.

Von einem Tag auf den anderen wird Sarah Pauli vom Mädchen für Alles zur Enthüllungsjournalistin. Die taffe Reporterin Hilde, ist auf der Spur ihrer bisher größten Geschichte ums Leben gekommen. Doch auf Ihren Wunsch hin hat Sarah nun ihr Erbe angetreten und begibt sich auf die Spur von Hildes Recherchen. Leicht überfordert stürzt sie sich in die Story, beißt sich fest und enthüllt nach und nach eine unglaubliche Geschichte - so unglaublich, dass ihr die Polizei nicht glaubt, denn der Täter hinterlässt keinerlei Spuren. Schnell gerät Sarah jedoch selbst in Lebensgefahr, denn der große Unbekannte mordet weiter…

Ich muss sagen, so langsam werde ich zum Krimifan, aber nur mit dem richtigen Maß an Lokalkolorit und in dem auch die Einblicke ins Leben der Protagonisten nicht zu kurz kommen. Und so finde ich mich zwischen den Zeilen selbst ganz schnell in den Wiener Straßen wieder und genieße den Wiener Schmäh.

Der Krimi liest sich flüssig, hat zwar nur einen leichten Spannungsbogen. Dennoch muss ich sagen, dass er nicht zu sehr vorhersehbar ist. Klar kommt man den Täter beim Lesen schon eher auf die Spur, jedoch fand ich den Showdown sehr gelungen.

Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen und freue mich schon auf den nächsten Fall für Sarah Pauli. Da ich bereits schon einen späteren Teil kenne, kann ich auch sagen, dass sich die einzelnen Geschichten auch sehr gut von einander getrennt lesen lassen. Ein weiterer Teil liegt auch noch auf meinem SUB. Und der nächste Wienurlaub kommt hoffentlich auch bald.

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