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Claudia_41

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2025

Die Suche nach dem neuen Ich

Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben
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„Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben“ von Anika Decker ist ein toller Roman, über die Suche nach dem persönlichem (Liebes)Glück eingebettet in einer berührenden Familiengeschichte.

Nina ...

„Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben“ von Anika Decker ist ein toller Roman, über die Suche nach dem persönlichem (Liebes)Glück eingebettet in einer berührenden Familiengeschichte.

Nina wird bald 50. Sie ist geschieden, hat zwei erwachsene Kinder und arbeitet in einem unterbezahlten Job. Nach ihrer kräftezehrende, finanziell miserabel - abschneidenden Scheidung, lernt Nina den fast dreißigjährigen David kennen, Sie rauscht mit ihm in eine wundervoll echte Liebesgeschichte, die nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch ihre gesamte Familie aufwühlt, hinterfragt und alte Wunden aufreißt.

Anika Decker ist ein witziger, offenherziger, sehr charmanter und zuweilen ein sehr sexy Roman gelungen. Das Lesen aus der Ich – Perspektive der einzelnen Personen ist sehr berührend und persönlich. Die detaillierten Beschreibungen der Personen, die sanfte Betrachtung, aber auch die harten Worte sowie die intimen Einblicke erzeugen eine Art Sogwirkung, die uns tief in die Geschichte hineinzieht. Ich konnte das Buch schwer weglegen.

Das Cover zum Buch hat mich sehr angesprochen. Die leuchtenden Farben der Schrift sowie die Gestaltung der Innseiten hat mir wirklich gut gefallen.

„Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben“ von Anika Decker ist ein berührender Roman über verlorene Liebe, zurückgewonnene Stärke, der Kampf gegen alte Rollenmuster und die besondere Rolle der Familie …und eine klare Kaufempfehlung.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Paddington - Abenteuer im peruanischen Dschungel

Paddington in Peru – Das Buch zum Film
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„Paddington in Peru – Das Buch zum Film“ von Anna Wilson, aus dem Englischen übersetzt von Heide Lutosch, ist ein spannendes Kinderbuch mit dem britischen Bär Paddington.

Paddington und seine Familie, ...

„Paddington in Peru – Das Buch zum Film“ von Anna Wilson, aus dem Englischen übersetzt von Heide Lutosch, ist ein spannendes Kinderbuch mit dem britischen Bär Paddington.

Paddington und seine Familie, die Bronws, machen sich im Dschungel von Peru auf die Suche von Tante Lucy. Auf dieser besonderen Reise erleben die Browns nicht nur spannende Abenteuer, sondern lernen sich als Familie nochmal richtig kennen und lieben. Paddington hat natürlich für den Notfall immer ein Orangenmarmeladenbrot dabei 😉.

Das Buch umfasst 23 kurze Kapitel mit Prolog und Epilog. Die Kapitel sind kurzweilig, humorvoll und sprechen die junge Leserschaft an. Bereits mit dem Prolog wird die Besonderheit des Buches deutlich. „Paddington in Peru“ ist ein Buch zum Film und liest sich zum Teil wie ein Szenenbuch, fast drehbuchartig. Besonders die vielen Lautmalereien wie „GRRRIIIEEE!“, KLOINK“, „PLOPP“, „RUUUMMMS“, „KA – WUMMM!“ erinnern an ein Drehbuch und manchmal auch eine Art Comicerzählung. Auch die Darstellung der Musicalszene der tanzenden und singenden Nonnen macht deutlich, dass es hier um ein Buch zum Film geht.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut. Die leuchtenden Farben, Paddington im Großformat und die peruanische Landschaft im Hintergrund passen sehr gut zu diesem Buch.
Die Bilder zum Film in der Mitte des Buches haben mich nicht ganz überzeugt. Sowohl die farbliche Gestaltung als auch die Auswahl und Anzahl der Bilder wirken eher deplatziert als inhaltsbezogen. Schade.

„Paddington in Peru – Das Buch zum Film“ von Anna Wilson ist ein spannendes (Film) Buch für alle kleinen und großen Paddingston – Fans.

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Veröffentlicht am 16.12.2024

Geheimnisse auf Eris Island

Die blaue Stunde
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„Die blaue Stunde“ von Paula Hawkins ist ein kunstvoller Roman über besondere Kunst und düstere Geheimnisse.

Im Zentrum des Romans steht das Leben von Vanessa Chapman, eine geheimnisvolle und sehr eigenwillige ...

„Die blaue Stunde“ von Paula Hawkins ist ein kunstvoller Roman über besondere Kunst und düstere Geheimnisse.

Im Zentrum des Romans steht das Leben von Vanessa Chapman, eine geheimnisvolle und sehr eigenwillige Künstlerin. Auch nach ihrem Tod sind ihre besonderen, faszinierenden Werke bekannter denn je.

James Becker, Kurator des Museums, ist Spezialist und großer Fan von Vanessa Chapman. Er kennt sich aus mit ihrer Kunst und ihrem Leben, ist fast ein wenig besessen, hat sogar seine Abschlussarbeit über diese Künstlerin geschrieben. Nach dem spektakulären Fund eines menschlichen Knochens in Chapmanns Werk, begibt sich Becker auf die Suche und findet Antworten auf der verlassenen Insel Eris Island. Dort lebt nur eine Person, einsam und allein, umgeben von Geheimnissen.

Paula Hawkins ist ein besonderer Roman gelungen. Durch den Wechsel der Erzählperspektiven, zeitlichen Rückblenden und Tagebucheinträgen wird die Geschichte um Vanessa Chapmann spannend aufgebaut und erhält Tiefe. Die Charaktere werden anschaulich und tiefgründig gezeichnet, man möchte stets mehr über die Personen erfahren. Die Sprache ist klar, nachdrücklich und genau. Die detaillierten Naturbeschreibungen sind sehr gelungen und erzeugen eine besondere Atmosphäre. Die Übersetzung von Birgit Schmitz ist sehr gelungen. Das Buchcover ist eher schlicht in dunklen, blauen Farben gestaltet. Das geöffnete Fenster zum Meer verleiht dem Cover eine besondere Wirkung.

„Die blaue Stunde“ von Paula Hawkins ist ein besonderer Roman, der auch als Kriminalroman durchgehen könnte und eine klare Empfehlung, nicht nur für Kunstliebhaber.

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Veröffentlicht am 10.12.2024

zauberhafte Bergwelten

Über allen Bergen
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„Über allen Bergen“ von Valentine Goby ist ein außergewöhnlicher Roman über die Schönheiten und Besonderheiten der Berge und das Leben in einer herzlichen Gemeinschaft.

1943 wird Vadim aus Paris in ein ...

„Über allen Bergen“ von Valentine Goby ist ein außergewöhnlicher Roman über die Schönheiten und Besonderheiten der Berge und das Leben in einer herzlichen Gemeinschaft.

1943 wird Vadim aus Paris in ein abgelegenes Bergdorf an der Schweizer Grenze geschickt. Sowohl der zweite Weltkrieg und seine Folgen als auch die Verschlechterung seines Asthmas macht den Wegzug aus Paris in eine ungewisse Zukunft fernab seiner Familie notwendig. Vadim wird im Bergdorf als Vincent herzlich aufgenommen und findet nun im Laufe der Jahreszeiten seinen Platz in der Familie und in der Dorfgemeinschaft. Vincent erlebt die Natur, den Verlauf der Jahreszeiten, das Leben im Dorf und all seine Besonderheiten, das erste Mal Verliebtsein, tiefe Freundschaft und vieles mehr "zum ersten Mal".

„Über allen Bergen“ ist ein sprachgewaltiger Roman, der uns mit Feingefühl, detaillierten Beschreibungen, mit ausgezeichneter Genauigkeit und Emotionalität in die Geschichte um Vincent zieht. Der Roman entwickelt eine Art Sogwirkung und lässt die Leser:innen nicht mehr los.
Der Schreibstil des Romans ist sehr besonders und einzigartig. Das Zeichnen der Figuren und besonders der Berglandschaft im Wandel der Jahreszeiten ist wirklich beeindruckend. Die Übersetzung aus dem Französischen von Merlene Frucht ist sehr gelungen.

Das Buchcover in den winterlichen Farben ist wunderschön und sehr ansprechend. Die Zeichnung der Natur auf dem Umschlag als auch direkt auf dem Hardcover des Buches ist originell und ganz zauberhaft.

„Über allen Bergen“ von Valentine Goby ist ein wirklich sehr gelungener, besonderer Roman und eine klare Kaufempfehlung.

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Veröffentlicht am 25.11.2024

Spannung in den Schärengärten

Still ist die Nacht (Ein Fall für Maya Topelius 2)
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„Still ist die Nacht“ von Sandra Aslund ist der zweite Fall der Schweden – Krimi – Reihe um die Kriminalinspektorin Maya Topelius.
Eine anstrengende Zeit liegt hinter Maya. Um die letzten Monate hinter ...

„Still ist die Nacht“ von Sandra Aslund ist der zweite Fall der Schweden – Krimi – Reihe um die Kriminalinspektorin Maya Topelius.
Eine anstrengende Zeit liegt hinter Maya. Um die letzten Monate hinter sich zu lassen, nimmt sich die Kriminalinspektorin Maya Topelius eine Auszeit auf Svartlöga. Auf der kleinen Schäreninsel findet ein Yoga - Retreat bei ihrer Freundin Emely statt.
Bereits der erste Abend, es ist Mitsommerfest und sowohl die Einheimischen als auch die Retreat-Besucher feiern bis tief in die Nacht, endet mit einem Toten im Schilf. Carl, der Besitzer der Anlage, wo das Yoga – Retreat stattfindet, stirbt an einer Stichverletzung. Aufgrund der besonderen Umgebung riegelt die Polizei die Insel ab und Maya beginnt verdeckt zu ermitteln.
Dann passiert ein zweiter Mord und die Stimmung auf Svatlöga droht zu eskalieren.
Die kurzweiligen Kapitel und die klare Sprache lassen uns nah an die handelnden Personen und ihre ganz persönlichen Geschichten kommen. Auch an Spannung fehlt es dem Roman nicht. Der Spannungsbogen wird durch die gesamte Geschichte geschickt aufgebaut.
Das Buchcover mit den schwedischen Farben ist ein sehr ansprechendes, gelungenes Cover. Besonders gut gefällt mir die Gestaltung der Innenseiten. Durch die gezeigten Karten findet man sich auch geografisch dicht an der Geschichte wieder.

„Still ist die Nacht“ von Sandra Aslund ist ein wirklich gelungener Roman und eine klare Kaufempfehlung. Ich freu mich auf den dritten Teil um die Kriminalinspektorin Maya Topelius.

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