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Claudia_41

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.01.2025

Berührende Geschichte aus dem Leben

Von hier aus weiter
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„Von hier aus weiter“ von Susann Pásztors ist ein wunderbar berührender Roman über Trauer und Wut, Liebe und neue Hoffnung.

Dreißig Ehejahre liegen hinter Marlene. Nach dem Suizid ihres Mannes ist Marlene ...


„Von hier aus weiter“ von Susann Pásztors ist ein wunderbar berührender Roman über Trauer und Wut, Liebe und neue Hoffnung.

Dreißig Ehejahre liegen hinter Marlene. Nach dem Suizid ihres Mannes ist Marlene nun Witwe. Sie ist unglaublich wütend, einsam, voller Gedanken zu ihrem eigenen Tod und betäubt sich mit Medikamenten, um den Tag und vor allem die Nächte zu überstehen. Bis Marlene eines Tages unverhofft Hilfe von ihrem ehemaligen Schüler Jack bekommt. Er repariert nicht nur ihren Wasserdruck in ihrem Haus, sondern wird auch zu einem besonderen Begleiter in dieser schweren Zeit.

Susann Pásztors ist ein außergewöhnlich berührender Roman gelungen, der die innere Leere, Trauer und Wut genauso grandios und echt erzählt, wie die sensiblen Gespräche zwischen Marlene und Jack. Mit viel Einfühlungsvermögen, tollem Humor und Lebensnähe bringt uns die Autorin diese besondere Geschichte näher. Durch die zum Teil witzigen, kurzweiligen sehr gelungenen Dialoge fällt es leicht in die Geschichte einzusteigen. Beim Lesen entstehen eine Sogwirkung und der Wunsch, dieses Buch soll bitte nicht enden.

Das Buchcover mit der dezent gewählten Farbgestaltung ist sehr ansprechend und modern gestaltet. Besonders gut gefällt mir auch die Gestaltung der Umschlagseiten sowie die farbliche Gestaltung des Hartcovers.

„Von hier aus weiter“ ist ein einfühlsamer, lebensnaher Roman über den eigenen Umgang mit Trauer und der gemeinsame Weg zurück in ein Leben voller Zuversicht, Hoffnung, Freundschaft und Liebe.

Der Roman „Von hier aus weiter“ von Susann Pásztors ist nicht nur eine klare Kaufempfehlung, sondern auch ein echtes Lese - Glanzstück am Anfang des neuen Jahres.

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Veröffentlicht am 17.01.2025

Familiendrama in Westisland

Verlassen
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„Verlassen“ ist der vierte Teil der Island – Krimi – Reihe von Eva Björg Ægisdóttir.
Die schwerreiche, isländische Snæberg – Familie verbringt anlässlich eines Geburtstages ein Wochenende in einem abgelegenen, ...

„Verlassen“ ist der vierte Teil der Island – Krimi – Reihe von Eva Björg Ægisdóttir.
Die schwerreiche, isländische Snæberg – Familie verbringt anlässlich eines Geburtstages ein Wochenende in einem abgelegenen, hochmodernen Hotel mitten in den Lavafeldern Westislands. Das gemeinsame Familienfest ist alles andere als harmonisch, denn hier ist nichts, so wie es scheint. Tief verborgene Geheimnisse und Ängste, Süchte und Wünsche lassen die aufgebaute Fassade langsam bröckeln. Immer tiefer steigen wir ein, in eine Großfamilie und ihre ganz persönlichen Geschichten….bis ein Familienmitglied verschwindet.
Die gewählte Form des Ich- Erzählers in den kurzen Kapiteln lässt uns die persönlichen Geschichten der Familienmitglieder sehr nah erleben und uns direkt an den handelnden Personen bleiben. Die Sprache ist klar und spannungsgeladen. Einige ausgewählte Charaktere werden anschaulich und tiefgründig gezeichnet, andere Personen werden nur erwähnt und verblassen etwas im gesamten Kontakt. Auch die ermittelnden Kommissare und ihre Arbeit wirken eher ungenau, fast unsichtbar. Im Fokus steht der Snæberg – Clan und seine Familiengeschichte. Hierfür gibt es sogar einen Stammbaum auf den vorderen Seiten. Leider kommt die Ermittlungsarbeit, das, was einen Krimi ausmacht, in diesem Kriminalroman eindeutig zu kurz. Es ist eher einen Familienkammerspiel als ein Krimi.
Die wunderbar aufgebaute Spannung der Snæberg - Geschichten löst sich durch das viel zu abrupte Ende ohne Tiefe fast in Luft auf. Einige Familienmitglieder und deren Besonderheiten werden im Laufe der Geschichte erwähnt, erhalten aber am Ende keinerlei Auflösung oder Abschluss. Die letzten Seiten hinterlassen bei mir eine Art Lücke, ein großes Fragezeichen, was sehr schade ist, da der größte Teil des Buches wirklich sehr gelungen ist.

Das Buchcover mit den nordischen Farben und wunderschönen Bildern ist ein sehr ansprechendes, sehr gelungenes Cover. Besonders gut gefällt mir die Gestaltung der Innenseiten. Durch die grafische Gestaltung Islands findet man sich auch geografisch dicht an der Geschichte wieder.

„Verlassen“ von Eva Björg Ægisdóttir ist ein durchaus solider Island - Krimi / Familienroman mit ein paar Ecken und Kanten.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Die Suche nach dem neuen Ich

Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben
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„Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben“ von Anika Decker ist ein toller Roman, über die Suche nach dem persönlichem (Liebes)Glück eingebettet in einer berührenden Familiengeschichte.

Nina ...

„Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben“ von Anika Decker ist ein toller Roman, über die Suche nach dem persönlichem (Liebes)Glück eingebettet in einer berührenden Familiengeschichte.

Nina wird bald 50. Sie ist geschieden, hat zwei erwachsene Kinder und arbeitet in einem unterbezahlten Job. Nach ihrer kräftezehrende, finanziell miserabel - abschneidenden Scheidung, lernt Nina den fast dreißigjährigen David kennen, Sie rauscht mit ihm in eine wundervoll echte Liebesgeschichte, die nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch ihre gesamte Familie aufwühlt, hinterfragt und alte Wunden aufreißt.

Anika Decker ist ein witziger, offenherziger, sehr charmanter und zuweilen ein sehr sexy Roman gelungen. Das Lesen aus der Ich – Perspektive der einzelnen Personen ist sehr berührend und persönlich. Die detaillierten Beschreibungen der Personen, die sanfte Betrachtung, aber auch die harten Worte sowie die intimen Einblicke erzeugen eine Art Sogwirkung, die uns tief in die Geschichte hineinzieht. Ich konnte das Buch schwer weglegen.

Das Cover zum Buch hat mich sehr angesprochen. Die leuchtenden Farben der Schrift sowie die Gestaltung der Innseiten hat mir wirklich gut gefallen.

„Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben“ von Anika Decker ist ein berührender Roman über verlorene Liebe, zurückgewonnene Stärke, der Kampf gegen alte Rollenmuster und die besondere Rolle der Familie …und eine klare Kaufempfehlung.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Paddington - Abenteuer im peruanischen Dschungel

Paddington in Peru – Das Buch zum Film
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„Paddington in Peru – Das Buch zum Film“ von Anna Wilson, aus dem Englischen übersetzt von Heide Lutosch, ist ein spannendes Kinderbuch mit dem britischen Bär Paddington.

Paddington und seine Familie, ...

„Paddington in Peru – Das Buch zum Film“ von Anna Wilson, aus dem Englischen übersetzt von Heide Lutosch, ist ein spannendes Kinderbuch mit dem britischen Bär Paddington.

Paddington und seine Familie, die Bronws, machen sich im Dschungel von Peru auf die Suche von Tante Lucy. Auf dieser besonderen Reise erleben die Browns nicht nur spannende Abenteuer, sondern lernen sich als Familie nochmal richtig kennen und lieben. Paddington hat natürlich für den Notfall immer ein Orangenmarmeladenbrot dabei 😉.

Das Buch umfasst 23 kurze Kapitel mit Prolog und Epilog. Die Kapitel sind kurzweilig, humorvoll und sprechen die junge Leserschaft an. Bereits mit dem Prolog wird die Besonderheit des Buches deutlich. „Paddington in Peru“ ist ein Buch zum Film und liest sich zum Teil wie ein Szenenbuch, fast drehbuchartig. Besonders die vielen Lautmalereien wie „GRRRIIIEEE!“, KLOINK“, „PLOPP“, „RUUUMMMS“, „KA – WUMMM!“ erinnern an ein Drehbuch und manchmal auch eine Art Comicerzählung. Auch die Darstellung der Musicalszene der tanzenden und singenden Nonnen macht deutlich, dass es hier um ein Buch zum Film geht.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut. Die leuchtenden Farben, Paddington im Großformat und die peruanische Landschaft im Hintergrund passen sehr gut zu diesem Buch.
Die Bilder zum Film in der Mitte des Buches haben mich nicht ganz überzeugt. Sowohl die farbliche Gestaltung als auch die Auswahl und Anzahl der Bilder wirken eher deplatziert als inhaltsbezogen. Schade.

„Paddington in Peru – Das Buch zum Film“ von Anna Wilson ist ein spannendes (Film) Buch für alle kleinen und großen Paddingston – Fans.

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Veröffentlicht am 16.12.2024

Geheimnisse auf Eris Island

Die blaue Stunde
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„Die blaue Stunde“ von Paula Hawkins ist ein kunstvoller Roman über besondere Kunst und düstere Geheimnisse.

Im Zentrum des Romans steht das Leben von Vanessa Chapman, eine geheimnisvolle und sehr eigenwillige ...

„Die blaue Stunde“ von Paula Hawkins ist ein kunstvoller Roman über besondere Kunst und düstere Geheimnisse.

Im Zentrum des Romans steht das Leben von Vanessa Chapman, eine geheimnisvolle und sehr eigenwillige Künstlerin. Auch nach ihrem Tod sind ihre besonderen, faszinierenden Werke bekannter denn je.

James Becker, Kurator des Museums, ist Spezialist und großer Fan von Vanessa Chapman. Er kennt sich aus mit ihrer Kunst und ihrem Leben, ist fast ein wenig besessen, hat sogar seine Abschlussarbeit über diese Künstlerin geschrieben. Nach dem spektakulären Fund eines menschlichen Knochens in Chapmanns Werk, begibt sich Becker auf die Suche und findet Antworten auf der verlassenen Insel Eris Island. Dort lebt nur eine Person, einsam und allein, umgeben von Geheimnissen.

Paula Hawkins ist ein besonderer Roman gelungen. Durch den Wechsel der Erzählperspektiven, zeitlichen Rückblenden und Tagebucheinträgen wird die Geschichte um Vanessa Chapmann spannend aufgebaut und erhält Tiefe. Die Charaktere werden anschaulich und tiefgründig gezeichnet, man möchte stets mehr über die Personen erfahren. Die Sprache ist klar, nachdrücklich und genau. Die detaillierten Naturbeschreibungen sind sehr gelungen und erzeugen eine besondere Atmosphäre. Die Übersetzung von Birgit Schmitz ist sehr gelungen. Das Buchcover ist eher schlicht in dunklen, blauen Farben gestaltet. Das geöffnete Fenster zum Meer verleiht dem Cover eine besondere Wirkung.

„Die blaue Stunde“ von Paula Hawkins ist ein besonderer Roman, der auch als Kriminalroman durchgehen könnte und eine klare Empfehlung, nicht nur für Kunstliebhaber.

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