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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.01.2026

Zu flach

Yu-jins Bücherküche der großen Träume
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Zwischen Leckereien und unzähligen Seiten wagt Yu-jin es, sich ihren Traum zu ermöglichen: Im von Blüten durchzogenen Dorf Soyangri eröffnet sie die Bücherküche - ein Ort des Lesen, des Essens und des ...

Zwischen Leckereien und unzähligen Seiten wagt Yu-jin es, sich ihren Traum zu ermöglichen: Im von Blüten durchzogenen Dorf Soyangri eröffnet sie die Bücherküche - ein Ort des Lesen, des Essens und des Bleibens.

In den verschiedenen Kapitel lernen wir umstehende Personen von Yu-jin, sowie fremde Personen kennen. Jede*r von ihnen trägt eine eigene Geschichte mit sich, einige sind mit dem Ort verbunden, andere mit dem Lesen, einige kommen zum Essen oder kommen für Yu-jin. Durch die vielen verschiedenen Personen wirken einige Figuren jedoch sehr flach, auch viele Dialoge kratzen nur sehr oberflächlich oder enden an komischer Stelle.

Ganz gern mochte ich einige Buchreferenzen, die aufgegriffen wurden, das hat thematisch ja gepasst und hätte öfter kommen können.

Das Buch hat sicherlich einen cozy Vibe, hätte trotzdem für mich mehr Tiefgang haben können, um einige Figuren besser zu greifen und diese außerdem auch noch intensiver kennenzulernen.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Leider nicht überzeugt

Niemands Töchter
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Wer einen Roman über ein kompliziertes Beziehungsgeflecht über Generationen hinweg sucht, wird bei „Niemands Töchter“ von Judith Moersch fündig.

Im Roman begleiten wir vier Frauen: Alma, Isabell, Marie ...

Wer einen Roman über ein kompliziertes Beziehungsgeflecht über Generationen hinweg sucht, wird bei „Niemands Töchter“ von Judith Moersch fündig.

Im Roman begleiten wir vier Frauen: Alma, Isabell, Marie und Gabriele. Jedoch ist hier nicht sofort klar, in welcher Verbindung alle zueinander stehen. Im Laufe der Geschichte soll dies vor allem in zeitlichen Sprüngen, Erinnerungen und Briefen herausgefunden werden.

Obwohl in der Buchklappe kurz die Figuren mit einer knappen Erklärung aufgeführt sind, habe ich mich durch die Verstrickungen und Sprünge relativ schwer getan, mich in das Buch reinzufinden. Die Sprache ist trotzdem sehr schön und schnell lesbar, so dass man vor allem die Figuren ganz gut kennenlernt.

Leider hat mir trotzdem etwas gefehlt. Ich hätte mir gleich zu Beginn schon mehr Anteile am Plot gewünscht, da dieser für mich relativ spät eingesetzt hat und die Teile nach dem Plot dann wiederum zu kurz waren.

Allerdings empfehle ich das Buch trotzdem allen, die einen leisen, trotzdem intensiven Familienroman suchen.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Ein unglaublich aufregendes Buch

In ihrem Haus
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Kaum ein Buch hat mich kürzlich so gefesselt wie "In ihrem Haus" von Yael Van Der Wouden.
Wir begeben uns in die Geschichte von Isabel, welche allein in ihrem Haus, in dem sie aufgewachsen ist, wohnt. ...

Kaum ein Buch hat mich kürzlich so gefesselt wie "In ihrem Haus" von Yael Van Der Wouden.
Wir begeben uns in die Geschichte von Isabel, welche allein in ihrem Haus, in dem sie aufgewachsen ist, wohnt. Isabel hat wenig außerfamiliäre Kontakte und sorgt sich nicht um die Dinge, die in der Zeit für Frauen prioritisiert gewesen waren. Doch dann zieht die neue Freundin ihres Brudes - Eva - bei Isabel ein und eine komplexe und aufregende Bindung entsteht zwischen ihnen.
Besonders die historischen Aspekte wie die Nachkriegszeit und Themen wie Antisemitismus sind sehr gut in den Roman eingewoben. Auch wenn mir die Figuren alle nicht sofort sympathisch waren, konnte ich sie wirklich so verstehen und fühlen.
Eine riesige Empfehlung!

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Eine komplexe Story

Madwoman
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Wie sehr einen die Vergangenheit beeinflussen kann, kann man gut an dem Buch Madwoman von Chelsea Bieker erkennen.
Wir begleiten die junge Mutter Glove, deren Leben augenscheinlich perfekt ist. Jedoch ...

Wie sehr einen die Vergangenheit beeinflussen kann, kann man gut an dem Buch Madwoman von Chelsea Bieker erkennen.
Wir begleiten die junge Mutter Glove, deren Leben augenscheinlich perfekt ist. Jedoch kommt ihre von Missbrauch geprägte Kindheit zum Vorschein, so dass ein Brief ihrer Mutter, die im Gefängnis sitzt, eine Reihe von Backflashs und Ängsten auslöst.
Sie stellt sich selbst in der Mutterrolle häufig in Frage.
Als Leser*in fragt man sich ständig, was passiert ist, ob Glove eine verlässliche Erzählinstanz ist oder nicht.
Manchmal ist der Funke bei mir nicht ganz übergesprungen.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Queerer Banger!

Hitzetage
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Ein Wal strandet in der Londoner Themse, Maggie ist schwanger, ihr Freund Ed ist nicht ganz ehrlich, Phil ist in seinen Mitbewohner Keith verliebt, Keith ist jedoch in einer Beziehung mit Louis, Rosaleen ...

Ein Wal strandet in der Londoner Themse, Maggie ist schwanger, ihr Freund Ed ist nicht ganz ehrlich, Phil ist in seinen Mitbewohner Keith verliebt, Keith ist jedoch in einer Beziehung mit Louis, Rosaleen (Phils Mutter) wurde mit Krebs diagnostiziert und irgendwie sind alle miteinander verstrickt und haben ihre Probleme zu bewältigen.

Dieses Personen- und Gefühlschaos erwartet euch in Oisín McKennas Roman „Evenings and Weekends“. Wir befinden uns in London, es ist ziemlich heiß und obwohl wir den Figuren nur über einen relativ kurzen Zeitraum folgen, lernen wir manchmal mehr über sie, als wir vielleicht wollen. So jede der Figuren hat ein paar Geheimnisse versteckt, die im Laufe der rund 350 Seiten ans Licht kommen wollen.

Ich habe das Buch wirklich genossen! Gerade die Stadt London spielt einen so zentralen und charakteristischen Aspekt, wir hören die Erwartungen an die Stadt, sogleich von der Stadt. Besonders Queerness zieht sich durch das ganze Buch und wird unfassbar authentisch aufgegriffen.

Manchmal habe ich zwar durch die häufigen Perspektivenwechsel und vielen Figuren den Zusammenhang verloren, aber dann war ich auch schnell wieder drin. Am meisten haben mir nämlich auch einfach die verschiedenen Menschen gefallen, denn sie haben sich für mich einfach total nahbar angefühlt.

Eine wirkliche Empfehlung für Fans von Sally Rooney und Coco Mellors!

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