Macht Nähe glücklich ?
Eine Frage, die für mich einen zentralen Aspekt dieses Buches abdeckt. Denn neben dem großen Thema der ersten große Liebe und wie schnell sie kaputt gehen kann, schwingt über all die Seiten auch immer ...
Eine Frage, die für mich einen zentralen Aspekt dieses Buches abdeckt. Denn neben dem großen Thema der ersten große Liebe und wie schnell sie kaputt gehen kann, schwingt über all die Seiten auch immer der Aspekt der Nähe mit. Kann die alleinige Nähe zu einem bestimmten Menschen uns glücklich(er) machen ? Oder ist manchmal auch gerade die Distanz, das was zu einem späteren Zeitpunkt zu umso mehr Glück führen kann ?
Im Zentrum dieses Debütromans stehen Theo und Alma und ihre Beziehung, die zwischen unterschiedlichen Lebenswegen, Zweifel und der doch immer irgendwie mitschwingenden Zuneigung zueinander, zeitweise immer mehr an Halt verliert.
Eva Pramschüfer entfaltet all die inneren Spannungen und die Gefühle, die bei Beiden mal mehr und mal weniger auch verbal zum Vorschein kommen, sprachlich sehr schön. Gerade diese kleinen Veränderungen im Verhältnis zueinander, die unausgesprochenen Erwartungen und Hoffnungen und stets auch der Versuch sich bei all den Dingen trotzdem noch selbst treu zu bleiben, wurden für mich sehr eindrücklich.
Ein Buch, das mich wirklich sehr mitreißen konnte, gerade in seiner Konzentration auf die Wahrnehmungen der Beiden und die Fragen, die mal konkret ausgesprochen werden, mal nur mitschwingen. Denn es sind genau dieses Fragen, die ( so zumindest mein Gefühl) eigentlich jeder sich irgendwann mal stellt; hält man an einer Beziehung/ einer Person fest oder lässt man sie los ? Versucht man eher gemeinsam an Herausforderungen zu wachsen oder entscheidet man sich doch irgendwann dazu einen eigenen Weg ein zuschlagen ? Die Geschichte hallt für mich eindeutig nach...