Cover-Bild Weißer Sommer
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Rowohlt
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 17.04.2026
  • ISBN: 9783498009533
Eva Pramschüfer

Weißer Sommer

«Eva Pramschüfer jongliert in ihrem Roman mit Sprache und Gefühlen, als hätte sie ihr ganzes Leben nichts anderes getan. Was für ein fulminantes Debüt.» Tahsim Durgun

Eigentlich lieben Alma und Théo einander. Ihre erste Begegnung fühlte sich an wie der Anfang von etwas Großem, die Zeit danach wie ein Versprechen. Und doch stehen sie jetzt zwischen zwei Wahrheiten: Sie lieben sich, und dennoch liegt ihre Beziehung in Trümmern.

Wie erkennt man, ob man gemeinsam glücklich sein kann – oder glücklicher allein wäre? Auf der Suche nach Antworten verbringen die beiden noch einen Sommer in dem Haus von Almas Eltern in Frankreich und schwören, es erst zu verlassen, wenn sie Gewissheit haben: festhalten oder loslassen.

Eva Pramschüfer erzählt voller Hingabe und stilistischer Feinheit von der ersten großen Liebe, von der Kunst, von dem, was uns als Menschen trennt und verbindet. 

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2026

Macht Nähe glücklich ?

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Eine Frage, die für mich einen zentralen Aspekt dieses Buches abdeckt. Denn neben dem großen Thema der ersten große Liebe und wie schnell sie kaputt gehen kann, schwingt über all die Seiten auch immer ...

Eine Frage, die für mich einen zentralen Aspekt dieses Buches abdeckt. Denn neben dem großen Thema der ersten große Liebe und wie schnell sie kaputt gehen kann, schwingt über all die Seiten auch immer der Aspekt der Nähe mit. Kann die alleinige Nähe zu einem bestimmten Menschen uns glücklich(er) machen ? Oder ist manchmal auch gerade die Distanz, das was zu einem späteren Zeitpunkt zu umso mehr Glück führen kann ?
Im Zentrum dieses Debütromans stehen Theo und Alma und ihre Beziehung, die zwischen unterschiedlichen Lebenswegen, Zweifel und der doch immer irgendwie mitschwingenden Zuneigung zueinander, zeitweise immer mehr an Halt verliert.
Eva Pramschüfer entfaltet all die inneren Spannungen und die Gefühle, die bei Beiden mal mehr und mal weniger auch verbal zum Vorschein kommen, sprachlich sehr schön. Gerade diese kleinen Veränderungen im Verhältnis zueinander, die unausgesprochenen Erwartungen und Hoffnungen und stets auch der Versuch sich bei all den Dingen trotzdem noch selbst treu zu bleiben, wurden für mich sehr eindrücklich.
Ein Buch, das mich wirklich sehr mitreißen konnte, gerade in seiner Konzentration auf die Wahrnehmungen der Beiden und die Fragen, die mal konkret ausgesprochen werden, mal nur mitschwingen. Denn es sind genau dieses Fragen, die ( so zumindest mein Gefühl) eigentlich jeder sich irgendwann mal stellt; hält man an einer Beziehung/ einer Person fest oder lässt man sie los ? Versucht man eher gemeinsam an Herausforderungen zu wachsen oder entscheidet man sich doch irgendwann dazu einen eigenen Weg ein zuschlagen ? Die Geschichte hallt für mich eindeutig nach...

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Reicht Liebe aus?

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Weißer Sommer von Eva Pramschüfer ist ein sensibler und emotionaler Roman über Liebe, Zweifel und das Spannungsfeld zwischen Nähe und Selbstbestimmung. Im Mittelpunkt stehen Alma und Theo in ihren Zwanzigern, ...

Weißer Sommer von Eva Pramschüfer ist ein sensibler und emotionaler Roman über Liebe, Zweifel und das Spannungsfeld zwischen Nähe und Selbstbestimmung. Im Mittelpunkt stehen Alma und Theo in ihren Zwanzigern, deren Beziehung an einem entscheidenden Punkt steht: Können sie ihre Unterschiede überwinden, oder sind sie vielleicht zur falschen Zeit am falschen Ort füreinander?
Der Roman lebt von seiner ruhigen, aber intensiven Atmosphäre im französischen Sommerhaus von Almas Großvater. Vom hier und jetzt aus wird nach und nach die Geschichte des Liebespaares erzählt - vom ersten Kennenlernen über gemeinsame Entwicklungen bishin zu den ersten großen Konflikten. Besonders eindrucksvoll ist, wie die Autorin die inneren Konflikte der Figuren darstellt. Alma sehnt sich nach Freiheit, kreativer Selbstverwirklichung und neuen Erfahrungen, andererseits ringt sie mit ihren Gefühlen und der Bindung zu Theo. Diese Ambivalenz macht sie sehr menschlich und greifbar, und ich konnte mich aus eigenen Erfahrungen gut in die hineinversetzen. Gerade die Schwierigkeit, kreativ sein zu wollen und etwas künstlerisch erschaffen zu wollen und dabei das Gefühl zu haben von einer romantischen Beziehung gehemmt oder gebremst zu werden, war sehr realistisch beschrieben.
Thematisch stellt das Buch zentrale Fragen moderner Beziehungen: Reicht Liebe allein aus? Wie viel Freiheit braucht ein Mensch, und wann wird sie zur Distanz? Und kann man glücklich sein, ohne ständig nach „mehr“ zu streben? Gerade diese leisen, existenziellen Fragen verleihen der Geschichte Tiefe.
Eines meiner Lieblingzitate: „(Alma) wünschte, sie könnte glücklich sein, mit dem, was sie hat, nicht immer mehr wollen, nicht immer zu viel.“
Sprachlich hat mich Weißer Sommer durch eine gefühlvolle und reflektierte Erzählweise überzeugt. Teilweise wirkt es fast poetisch und ich habe mir viele Stellen markiert, weil sie so sehr zu mir gesprochen haben. Die Dialoge und Gedanken der beiden bleiben lange im Kopf, da sie authentisch und ehrlich wirken.
Insgesamt ist Weißer Sommer ein wundervoller nachdenklicher Roman über Beziehungen, Selbstfindung und die Schwierigkeit, Entscheidungen zu treffen, wenn Herz und Verstand nicht im Einklang sind. Ein Buch, das ich allen meinen FreundInnen in den Zwanzigern ans Herz legen würde, auch wenn es mehr durch Dialoge und Gefühle als durch Handlungen überzeugt. Es ist ein easy-to-read Buch ohne dadurch an Tiefe zu verlieren.

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Die Kunst im Leben und der Liebe

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Jeder Sommer hat eine andere Farbe, nur dieser nicht, er ist Weiß. In der Zeitspanne von ein paar Tagen folgen wir dem von Zerwürfnis geplagten Paar Alma und Theo, die in Südfrankreich jeder für sich ihre ...

Jeder Sommer hat eine andere Farbe, nur dieser nicht, er ist Weiß. In der Zeitspanne von ein paar Tagen folgen wir dem von Zerwürfnis geplagten Paar Alma und Theo, die in Südfrankreich jeder für sich ihre Gedanken an ihre gemeinsame Vergangenheit schweifen lassen.
Während die pessimistisch, realistische Alma ein Porträt von dem radikal, selbstbewussten Theo malt, zeichnet die Autorin Eva Pramschüfer gleichzeitig mit sanften, feinfühligen Worten und zahlreichen, anschaulichen Metaphern die Entstehung ihrer Liebesbeziehung.
In der Gegenwart erleben beide Wut und Enttäuschung über die Veränderung des geliebten Menschen, fehlende Kommunikation und Ehrlichkeit sowie den generellen Lauf der Dinge.
Gleichzeitig liest man spürbar über die Schönheit des ersten nervösen Kennenlernen, die
selektive Wahrnehmung beim Verlieben und, dass Nähe sich stets auch wie Risiko anfühlt.
Zugleich stellen sich die Protagonisten glaubhaft Thematiken wie Sucht und die damit verbundene, zerrissene Gedankenwelt, falschen Freunden bzw. wahren Freunden, schwierigen, abwesenden Eltern, Zukunftsfragen zu Ausbildung und Arbeit und sozialer Ungleichheit in ihrer Beziehung.

Großartig gefallen hat mir persönlich die vielen Aspekte der Kunst, die einen erheblichen Anteil im Roman einnahmen und das Buch selbst in ein malerisches Licht rückten.

"Du redest mit mir in Worten und ich in Gefühlen."
Plötzlich fehlten ihnen jedoch die Worte, wenn auch nicht die Gefühle und es bleibt die Frage, besteht Hoffnung für eine gemeinsame Zukunft?!

Die Stimme von Jodie Ahlborn transportiert die richtige Sanftheit, um die wärmende Atmosphäre der Tage im Sommer zwischen Alma und Theo wiederzugeben!

Fazit: Ein berührend, sanfter Roman über die Entwicklung einer Beziehung zwischen Entscheidungen, Wachstum und Veränderung! Die richtige Person zu falschen Zeit und vielleicht doch Kompromisse sehen, Erwachsen werden und dabei sich selbst nicht verlieren!

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Eine moderne Liebesgeschichte in außergewöhnlicher Sprache

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„Weisser Sommer ist der Debütroman von Eva Pramschüfer. Alma und Théo sind gemeinsam im Sommerurlaub in Frankreich und stehen nach einer vierjährigen Beziehung während ihres Studiums vor der Frage, ob ...

„Weisser Sommer ist der Debütroman von Eva Pramschüfer. Alma und Théo sind gemeinsam im Sommerurlaub in Frankreich und stehen nach einer vierjährigen Beziehung während ihres Studiums vor der Frage, ob sie zusammenbleiben oder sich trennen.
4.5 ⭐️ Eine moderne Liebesgeschichte, die mich besonders durch die außergewöhnliche Sprache gecatcht hat - berührend, ausdrucksstark, fast poetisch. Das Handlungstempo ist recht gemächlich, besonders im Mittelteil des Buchs. Stattdessen stehen die Gedanken und inneren Prozesse im Fokus, zudem verschwimmen die Grenzen zwischen dem Jetzt und Erinnerungen aus der Vergangenheit. Bezüglich eines Aspektes hätte ich mir dabei persönlich noch mehr Aufarbeitung gewünscht. Die sommerliche Atmosphäre wird insgesamt wirklich deutlich, ich kann es mir auch gut als Sommerbuch vorstellen. Leise und gleichzeitig auch laut erzählt. Eine offene und mitunter schmerzliche Geschichte voller Sehnsucht und Ambivalenz.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Poetisch

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Das Buch „Weißer Sommer“ von Eva Pramschüfer erzählt eine Liebesgeschichte zwischen der Kunststudentin Alma und dem Architekturstudenten Theo. Besonders auffällig ist der poetische Schreibstil. Das Buch ...

Das Buch „Weißer Sommer“ von Eva Pramschüfer erzählt eine Liebesgeschichte zwischen der Kunststudentin Alma und dem Architekturstudenten Theo. Besonders auffällig ist der poetische Schreibstil. Das Buch ist regelrecht gespickt mit diversen stilistischen Mitteln. Der Fokus des Buches liegt auf dem Schreibstil und der Gefühlswelt der beiden Hauptfiguren.
Inhaltlich passiert nicht sehr viel, die Handlung plätschert vor sich hin. Stattdessen sinnieren Alma und Theo viel über ihre Gefühle, Gedanken und Empfindungen nach, aber auch über die Wirkung, die sie aufeinander haben. Das Buch erinnert mich an Haute Couture: Es ist weniger wichtig, was erzählt wird, sondern wie.
Man merkt, dass es sich um einen Debütroman handelt. Manche Stellen wirken noch nicht ganz ausgereift. Die Autorin konzentriert sich stark auf die Sprache, wodurch die Figuren teilweise nicht sehr realistisch und eher flach erscheinen. Vor allem mit Theo konnte ich mich nicht anfreunden. Seine Beschreibung wirkte auf mich nicht besonders glaubwürdig. Ich hatte oft das Gefühl, dass er eher ein künstliches Konstrukt als eine echte Person ist.
Leider bleiben die Figuren insgesamt etwas flach, auch wenn Alma der Autorin besser gelungen ist. Mein Fazit: Obwohl man den Schreibstil der Autorin bewundern kann, hat mich das Buch nicht wirklich abgeholt und eher gleichgültig zurückgelassen.

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