Cover-Bild Weißer Sommer
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Rowohlt
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 17.04.2026
  • ISBN: 9783498009533
Eva Pramschüfer

Weißer Sommer

«Eva Pramschüfer jongliert in ihrem Roman mit Sprache und Gefühlen, als hätte sie ihr ganzes Leben nichts anderes getan. Was für ein fulminantes Debüt.» Tahsim Durgun

Eigentlich lieben Alma und Théo einander. Ihre erste Begegnung fühlte sich an wie der Anfang von etwas Großem, die Zeit danach wie ein Versprechen. Und doch stehen sie jetzt zwischen zwei Wahrheiten: Sie lieben sich, und dennoch liegt ihre Beziehung in Trümmern.

Wie erkennt man, ob man gemeinsam glücklich sein kann – oder glücklicher allein wäre? Auf der Suche nach Antworten verbringen die beiden noch einen Sommer in dem Haus von Almas Eltern in Frankreich und schwören, es erst zu verlassen, wenn sie Gewissheit haben: festhalten oder loslassen.

Eva Pramschüfer erzählt voller Hingabe und stilistischer Feinheit von der ersten großen Liebe, von der Kunst, von dem, was uns als Menschen trennt und verbindet. 

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2026

Ein Sommer, der alles entscheidet

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Der Roman Weißer Sommer von Eva Pramschüfer erzählt die Liebesgeschichte zwischen dem Franzosen Théo und der Deutschen Alma. Alma verbrachte ihre Sommer im Haus ihrer Großeltern bei Marseille. Dort begegnet ...

Der Roman Weißer Sommer von Eva Pramschüfer erzählt die Liebesgeschichte zwischen dem Franzosen Théo und der Deutschen Alma. Alma verbrachte ihre Sommer im Haus ihrer Großeltern bei Marseille. Dort begegnet sie Théo, der im Steinmetzbetrieb seines Vaters arbeitet – ausgerechnet in dem Moment, als ihre Familie nach dem Tod des Großvaters einen Grabstein aussucht. Zwischen den beiden entsteht sofort eine spürbare Anziehung.

Später zieht Théo zu Alma nach München, um zu studieren. Doch schnell wird deutlich, dass Liebe allein nicht ausreicht, um ihre Beziehung zu tragen. Ihre Beziehung zueinander wirkt dabei stellenweise fast kindlich, eher wie bei sehr jungen Menschen als bei einem Paar Mitte zwanzig.

Schließlich verabreden sich die beiden für einen weiteren Sommer im Haus von Almas Großeltern in Frankreich. Dort wollen sie herausfinden, ob es sich lohnt, an ihrer Beziehung festzuhalten oder ob sie sich besser trennen sollten. Die Versuche, einander näherzukommen und die entstandene Distanz zu überwinden, erscheinen jedoch zunehmend schwierig.

Besonders überzeugt hat mich der sprachliche Stil der Autorin. Auch wenn auf der Handlungsebene nicht viel passiert, gelingt es Pramschüfer, die Erinnerungen und die gemeinsame Vergangenheit der Protagonisten sehr anschaulich und atmosphärisch zu schildern.

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Hammer

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Weisser Sommer von Eva Pramschüfer zu lesen - das hat sich angefühlt wie White Ferrari von Frank Ocean zu hören.

Im Debütroman begleiten wir Alma und Théo, die ihren Sommer in einem Haus in ...

Weisser Sommer von Eva Pramschüfer zu lesen - das hat sich angefühlt wie White Ferrari von Frank Ocean zu hören.

Im Debütroman begleiten wir Alma und Théo, die ihren Sommer in einem Haus in Frankreich verbringen. Sie sind da, um herauszufinden, ob ihre Beziehung noch so beständig ist, um sie weiterzuführen. Im Laufe des Romans schildern sowohl Alma, als auch Théo ihre Sichtweiten, beide erzählen ihre Wahrheiten. Wird ihre Liebe diesen Sommer überstehen?

„In diesen Momenten dachte sie, dass sie es nicht aushalten würde, wenn er seine Träume nicht wahr machte.“ (S. 72)

Besonders bewegend war in Evas Roman natürlich die Sprache. Ich war total begeistert davon, wie emotional und tiefgründig die Beziehung an sich, aber auch die Figuren mit ihren Gedanken, Ängsten, Träumen und Fehlern beschrieben wurden. Für mich hat es sich so angefühlt, als würde man in Alma und Théo hineinschlüpfen, die Welt aus ihrer Sicht sehen. Vor allem an Alma bin ich immer wieder hängengeblieben.

Ich bin wirklich großer Fan von eher komplexen Beziehungsromanen, der hier hat das wirklich 100% erfüllt. Wer Bücher wie die von Sally Rooney mag, wird Weisser Sommer definitiv lieben.

Veröffentlicht am 13.05.2026

Tolle Sommerlektüre

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"Weißer Sommer" erzählt die Geschichte von Alma und Théo, zwei jungen Künstler:innen, die sich in Südfrankreich kennenlernen und eine intensive Beziehung aufbauen. Als Théo später zu Alma nach München ...

"Weißer Sommer" erzählt die Geschichte von Alma und Théo, zwei jungen Künstler:innen, die sich in Südfrankreich kennenlernen und eine intensive Beziehung aufbauen. Als Théo später zu Alma nach München zieht, wird schnell deutlich, dass Liebe allein nicht alle Unsicherheiten und Unterschiede ausgleichen kann. Während beide versuchen, ihren Platz im Leben und ihre eigene Identität zu finden, geraten ihre Beziehung und ihre Zukunft immer wieder ins Wanken.
Besonders gelungen fand ich, wie nahbar und echt die Figuren wirken. Man begleitet Alma und Théo über verschiedene Zeitebenen hinweg durch ihren Alltag, ihre Zweifel, Sehnsüchte und unausgesprochenen Konflikte. Gerade Théos innere Zerrissenheit zwischen Heimatgefühl, Neuanfang und der Angst, sich in der Beziehung selbst zu verlieren, hat mich sehr berührt.

Der Schreibstil ist atmosphärisch und bildhaft, sodass man beim Lesen oft das Gefühl hat, mitten in den Szenen zu sein. Das sommerliche Setting in Südfrankreich, die melancholische Grundstimmung und die leisen, emotionalen Momente erinnern stellenweise an die Atmosphäre von Call Me by Your Name, die Beziehung der beiden an Normal People.
Anfangs haben mich die Perspektivwechsel und Zeitsprünge zwar etwas herausgefordert, aber sobald ich in die Geschichte hineingefundenhatte, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Für mich ist es ein sehr emotionales und beeindruckendes Debüt über Liebe, Selbstfindung und die Frage, was man eigentlich vom Leben erwartet.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Was von uns bleibt.

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Es gibt schnulzige, kitschige Liebesromane und es gibt jene, die unter die Haut gehen.
Die durch ihre Poesie, ihre Intensität und ihre Realitätsnähe berühren und Türen öffnen, von denen man nicht einmal ...

Es gibt schnulzige, kitschige Liebesromane und es gibt jene, die unter die Haut gehen.
Die durch ihre Poesie, ihre Intensität und ihre Realitätsnähe berühren und Türen öffnen, von denen man nicht einmal wusste, dass es sie gibt.

Schon nach der Leseprobe war mir klar, dass der Debütroman von Eva Pramschüfer zur zweiten Kategorie gehört.
Denn er beginnt dort, wo andere Geschichten enden könnten, mit dem möglichen Ende einer Beziehung.
Alma und Théo, ein junges Paar, begegnen sich ein letztes Mal.
In dem Ferienhaus in Frankreich, wo alles begann, wollen sie herausfinden, ob ihre erste große Liebe auch in der Realität Bestand haben kann.
Und bereits auf den ersten Seiten liegt etwas in der Luft.
Eine scheinbare Leichtigkeit, die im stillen Gegensatz zu den Spannungen steht, die unter der Oberfläche längst zu wirken begonnen haben.

In wechselnden Zeitebenen erfahren wir, wie Almas und Théos Geschichte beginnt und wie sich ihre Beziehung bis zu ihrem letzten gemeinsamen Sommer entwickelt. Dabei wechselt die Perspektive geschickt zwischen Alma und Théo, sodass es nie einseitig wird.
Gekonnt bindet die Autorin die große Leidenschaft der beiden Protagonisten ein, die Kunst. Alma liebt die Malerei und ist bereit, ihr ganzes Leben danach auszurichten. Théo hingegen ist ein talentierter Steinmetz und Bildhauer, der zunächst im Familienbetrieb mit seinem Vater Grabsteine bearbeitet, sich jedoch nicht traut, sich selbst zu verwirklichen, weil er seinem eigenen Talent nicht vertraut.
Hinzu kommt die Spannung, die Kunstschaffende oft trennt: Hat man wie Alma durch die Familie einen finanziell sicheren Hintergrund oder befindet man sich, wie Théo, im Spannungsfeld zwischen Broterwerb und künstlerischem Anspruch?

Gerade diese Zwischentöne machen die Hauptfiguren so interessant, nahbar und sympathisch. Ich konnte mich sehr gut in ihre Nöte, Sorgen und Zweifel einfühlen. Aber auch ihre große Nähe und Verbundenheit war greifbar und ging mir sehr ans Herz.
Sie sind dabei keineswegs fehlerfrei oder immer logisch in ihren Entscheidungen. Aber genau so sollte sich ein ehrlicher Roman anfühlen.

Besonders gefallen hat mir die leicht melancholische Grundstimmung, die jedoch nie ins Übertriebene abgleitet. Frau Pramschüfer malt mit ihrem poetischen Schreibstil wunderschöne Bilder in meinen Kopf. Immer wieder musste ich Sätze markieren.

Ein winziger Makel ist allerdings der nicht immer ganz klare Wechsel der Zeitebenen. Beim Lesen musste ich teilweise genauer darauf achten, ob wir uns gerade in der Gegenwart oder in der Vergangenheit befinden. Das klärt sich zwar meist schnell nach wenigen Sätzen, hätte meiner Meinung nach aber eleganter gelöst sein können.



Meine Bewertung:
(5 von 5 Sternen)

Für mich war es ein sehr berührender und poetischer Roman, der noch lange in mir nachklingen wird. Besonders dann, wenn ich ein Bild oder eine Statue in einem Museum betrachte, werde ich an Almas und Théos Geschichte denken.
Ich kann diesen wunderbaren Liebesroman allen empfehlen, die etwas jenseits des üblichen Kitsches und oberflächlicher Leidenschaft suchen und mehr Wert auf Poesie und echte Gefühle legen – und Geschichten schätzen, die nicht einfach enden, sondern bleiben.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Sprachlich eine Wucht

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Alma und Théo haben sich in den letzten Jahren verloren. In den kommenden acht Tagen wollen sie herausfinden, was da noch zwischen ihnen ist, ob diese einzigartige Liebe Bestand hat und ob sie daran festhalten ...

Alma und Théo haben sich in den letzten Jahren verloren. In den kommenden acht Tagen wollen sie herausfinden, was da noch zwischen ihnen ist, ob diese einzigartige Liebe Bestand hat und ob sie daran festhalten sollen oder nicht.
Unbedingt wollte ich „Weisser Sommer“ von Eva Pramschüfer lesen, nachdem es mich zu verfolgen schien. Zurück lässt es mich zwiegespalten. Sprachlich hat es mich absolut umgehauen. Eva Pramschüfer wählt so gekonnt Metaphern aus, als würde sie den ganzen Tag nichts andere machen und anfangs wollte ich auch so langsam wie möglich lesen, weil sonst der Lesegenuss zu schnell vorbei ist - ein Phänomen, das ich äußerst selten erlebe.
Thematisch war es aus persönlichen Gründen herausfordernd, trotzdem wollte ich es unter allen Umständen weiterlesen und Eva Pramschüfer hat oft die passenden Worte gefunden, die eine große, aufzerrende Liebe beschreiben. Auch die Verbindung zu Kunst, zu Frankreich und einem entscheidenden Sommer (was momentan absolut im Trend liegt) mochte ich sehr.
Doch im Laufe der Zeit gingen mir Alma und Théo auf die Nerven. Vielleicht lag es auch an der Erwartungshaltung durch den Klappentext. Denn ja sie setzen sich mit ihrer Zukunft auseinander, aber in dem Sommer schweigen sie sich meist an und schleichen um sich herum. Erst am Schluss kommt es wirklich zu einer Auseinandersetzung. Die meiste Zeit geht es um die Vergangenheit, wie alles anfing und wie sich die beiden verlieren konnten, wobei sich der Fokus von Alma auf Theo verschiebt.
Dennoch empfinde ich die Figurenentwicklung als durchaus realistisch, gerade in dem Alter, wo man noch nicht weiß, wer man ist, wer man sein will; und auch, dass man sich selbst für die Liebe fast aufgibt. So eine Liebe ist schmerzhaft, und zwar nicht auf eine toxische Weise. Etwas, was man selten liest, weil es nun mal kein Extrem ist, aber gerade deswegen gelesen werden muss, denn jede*r erlebt so etwas wahrscheinlich irgendwann.
Auch das Ende fand ich wieder absolut stimmig.
Alles in allem ist es ein beeindruckendes Debüt und ich werde Eva Pramschüfer im Blick behalten.