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Veröffentlicht am 27.04.2026

Zwischen Ästhetik, Stille und einem Hauch von Ikigai

JAPAN – Kultur, Landschaft, Menschen & ein Leben mit Ikigai
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In das Buch „Japan – Kultur, Landschaft, Menschen und ein Leben mit Ikigai“ aus dem EMF Verlag habe ich mich schock verliebt.
Schon der wunderschöne Einband hat mich direkt nach Japan versetzt.
Er wirkt ...

In das Buch „Japan – Kultur, Landschaft, Menschen und ein Leben mit Ikigai“ aus dem EMF Verlag habe ich mich schock verliebt.
Schon der wunderschöne Einband hat mich direkt nach Japan versetzt.
Er wirkt verspielt durch die Vertiefungen oder Erhebung der Kraniche und den durchgehenden Farbschnitt, zugleich aber auch stilsicher und ruhig, durch die klare Farbgestaltung, die das stilisierte Bild von Wellen und aufgehender Sonne trägt.
So gehört es eindeutig zu dem derzeit so beliebten Stil der Coffee Table Books.

Ich würde mich selbst als ausgesprochen japanophil bezeichnen.
Schon lange vor meiner Reise dorthin haben mich die Kultur, das Essen und die Vielfalt dieses Landes beeindruckt.
Besonders fasziniert mich die Balance zwischen Gegensätzen – Altes neben Modernem, Shintoismus neben Buddhismus, disziplinierte Struktur neben stiller Ästhetik.
Diese und weitere Themen werden in kurzen, aber wunderbar zugänglichen Abschnitten aufgegriffen und beschrieben.
Das Buch unterteilt sich dabei in vier Hauptthemen: das Land zu jeder Jahreszeit, beginnend mit dem Frühling.
Es wird auf besondere Feiertage, spannende Städte und beeindruckende Landschaften eingegangen.
Auch spezielle Besonderheiten finden ihren Platz, etwa die Do's und Dont's, auf die man bei einer Reise unbedingt achten sollte.
Die kurzen Texte werden von sehr ästhetischen Aufnahmen begleitet, die Lust auf Land und Kultur machen.
Mich hat besonders positiv überrascht, dass es neben all den spannenden Themen auch immer wieder kleine, zur Jahreszeit passende Abschnitte gibt, mit denen man sich den japanischen Stil mit einfachen Mitteln nach Hause holen kann.
Das wirkt nahbar und erfrischend.
Auch die immer wieder eingestreuten Originalrezepte haben mir sehr gefallen – einige davon möchte ich in der kommenden Zeit unbedingt ausprobieren.


Meine Bewertung:
(5 von 5 Sternen)

„Japan – Kultur, Landschaft, Menschen und ein Leben mit Ikigai“ ist kein Buch für einen entspannten Schmökerabend. Dieses Buch möchte bewusst genossen werden, immer wieder in kleinen Abschnitten. Man sollte es lesen und vielleicht das ein oder andere in den eigenen Alltag einfließen lassen.
Für mich hat es meine Liebe zu diesem facettenreichen Land nur noch weiter vertieft.
Ich kann dieses Buch allen wärmstens ans Herz legen, die bereits ein Faible für Japan haben oder sich ganz neu darauf einlassen möchten – es wird sie nicht enttäuschen.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Ein Ratgeber, der stärkt, ohne zu überfordern.

Dein Endometriose-Alltagshelfer
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Endometriose – das Chamäleon unter den Erkrankungen.
Eine Krankheit, die sich auf so vielfältige Weise bemerkbar machen kann, dass sie oft lange unerkannt bleibt.
Jeder Mensch mit Uterus hat einen ganz ...

Endometriose – das Chamäleon unter den Erkrankungen.
Eine Krankheit, die sich auf so vielfältige Weise bemerkbar machen kann, dass sie oft lange unerkannt bleibt.
Jeder Mensch mit Uterus hat einen ganz eigenen Leidensweg und erlebt die Erkrankung anders. Und doch verbindet viele eine ähnliche Geschichte: jahrelange Ärzte-Odysseen, Besuche in der Notaufnahme und ein Alltag, der immer wieder von Schmerzen bestimmt wird.
Vielleicht liegt genau darin eines der größten Probleme: Obwohl Endometriose seit langem bekannt ist, waren lange Zeit nur wenige ÄrztInnen ausreichend darin geschult, sie überhaupt zu erkennen.
Inzwischen hat sich einiges getan – nicht zuletzt, weil die Erkrankung mehr Sichtbarkeit bekommen hat und der öffentliche Fokus spürbar gewachsen ist.

Eine der Betroffenen ist Lena Düsterhus. Sie setzt sich intensiv für Aufklärung rund um Endometriose ein, unter anderem auf ihrem Instagram-Kanal @endomood_ sowie in ihrem Podcast „Hereinspaziert: Kaffeeklatsch mit Endometriose“.
Mit „Dein Endometriose-Alltagshelfer“ hat sie in Zusammenarbeit mit der Ärztin Frau Dr. med. Kirsten Hübner nun ein eigenes Buch veröffentlicht.

Und dennoch stellt sich die Frage: Braucht es – trotz der bereits vorhandenen, guten Ratgeber – noch ein weiteres Buch zu diesem Thema?

Und richtet es sich auch an Betroffene, die sich bereits intensiv mit ihrer Erkrankung auseinandergesetzt haben?
Vor diesem Hintergrund war ich besonders gespannt darauf, welchen Ansatz dieses Buch verfolgt – und wie zugänglich es für Betroffene gestaltet ist.
Schon das Cover vermittelt mit seiner hellen Farbgebung und der stilisierten Frauenfigur eine klare Ansprache, die sich vor allem an eine weibliche Leserschaft richtet. Dieser visuelle Stil zieht sich stimmig durch das gesamte Buch und sorgt für ein rundes Gesamtbild.

Auf 231 Seiten werden in prägnanten Kapiteln die wichtigsten Aspekte rund um Endometriose aufgegriffen – von aktuellen Erkenntnissen über Therapiemöglichkeiten bis hin zu alltagstauglichen Tipps und Tricks, die zwar keine Heilung versprechen, aber spürbare Linderung bieten können. Der Schreibstil bleibt dabei durchgehend gut zugänglich und angenehm zu lesen.

Besonders positiv fällt auf, dass die Autorin immer wieder ExpertInnen zu Wort kommen lässt, zum Beispiel zu Themen wie Partnerschaft oder anti-entzündlicher Ernährung. Diese Perspektiven bereichern die einzelnen Abschnitte und geben dem Buch zusätzliche Tiefe.
Ich persönlich habe die Texte als sehr angenehm und nie überfordernd empfunden und konnte einige interessante Impulse für mich mitnehmen.

Ein kleiner Kritikpunkt ist jedoch, dass viele Themen eher angerissen als wirklich vertieft werden. Für einen ersten Einstieg oder um eigene Ansatzpunkte zu finden und darauf aufbauend weiter zu recherchieren, ist das Buch jedoch sehr gut geeignet.


Meine Bewertung:
(4,5 von 5 Sternen)

Insgesamt ist „Dein Endometriose-Alltagshelfer“ ein ermutigender Ratgeber, der sich gut immer wieder zur Hand nehmen lässt – sei es zum Nachschlagen, Schmökern oder um das eigene Wissen aufzufrischen.
Ich empfehle ihn besonders Betroffenen, die kompakte, lösungsorientierte Ratgeber schätzen und einen fundierten Einstieg in das Thema suchen.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Was von uns bleibt.

Weißer Sommer
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Es gibt schnulzige, kitschige Liebesromane und es gibt jene, die unter die Haut gehen.
Die durch ihre Poesie, ihre Intensität und ihre Realitätsnähe berühren und Türen öffnen, von denen man nicht einmal ...

Es gibt schnulzige, kitschige Liebesromane und es gibt jene, die unter die Haut gehen.
Die durch ihre Poesie, ihre Intensität und ihre Realitätsnähe berühren und Türen öffnen, von denen man nicht einmal wusste, dass es sie gibt.

Schon nach der Leseprobe war mir klar, dass der Debütroman von Eva Pramschüfer zur zweiten Kategorie gehört.
Denn er beginnt dort, wo andere Geschichten enden könnten, mit dem möglichen Ende einer Beziehung.
Alma und Théo, ein junges Paar, begegnen sich ein letztes Mal.
In dem Ferienhaus in Frankreich, wo alles begann, wollen sie herausfinden, ob ihre erste große Liebe auch in der Realität Bestand haben kann.
Und bereits auf den ersten Seiten liegt etwas in der Luft.
Eine scheinbare Leichtigkeit, die im stillen Gegensatz zu den Spannungen steht, die unter der Oberfläche längst zu wirken begonnen haben.

In wechselnden Zeitebenen erfahren wir, wie Almas und Théos Geschichte beginnt und wie sich ihre Beziehung bis zu ihrem letzten gemeinsamen Sommer entwickelt. Dabei wechselt die Perspektive geschickt zwischen Alma und Théo, sodass es nie einseitig wird.
Gekonnt bindet die Autorin die große Leidenschaft der beiden Protagonisten ein, die Kunst. Alma liebt die Malerei und ist bereit, ihr ganzes Leben danach auszurichten. Théo hingegen ist ein talentierter Steinmetz und Bildhauer, der zunächst im Familienbetrieb mit seinem Vater Grabsteine bearbeitet, sich jedoch nicht traut, sich selbst zu verwirklichen, weil er seinem eigenen Talent nicht vertraut.
Hinzu kommt die Spannung, die Kunstschaffende oft trennt: Hat man wie Alma durch die Familie einen finanziell sicheren Hintergrund oder befindet man sich, wie Théo, im Spannungsfeld zwischen Broterwerb und künstlerischem Anspruch?

Gerade diese Zwischentöne machen die Hauptfiguren so interessant, nahbar und sympathisch. Ich konnte mich sehr gut in ihre Nöte, Sorgen und Zweifel einfühlen. Aber auch ihre große Nähe und Verbundenheit war greifbar und ging mir sehr ans Herz.
Sie sind dabei keineswegs fehlerfrei oder immer logisch in ihren Entscheidungen. Aber genau so sollte sich ein ehrlicher Roman anfühlen.

Besonders gefallen hat mir die leicht melancholische Grundstimmung, die jedoch nie ins Übertriebene abgleitet. Frau Pramschüfer malt mit ihrem poetischen Schreibstil wunderschöne Bilder in meinen Kopf. Immer wieder musste ich Sätze markieren.

Ein winziger Makel ist allerdings der nicht immer ganz klare Wechsel der Zeitebenen. Beim Lesen musste ich teilweise genauer darauf achten, ob wir uns gerade in der Gegenwart oder in der Vergangenheit befinden. Das klärt sich zwar meist schnell nach wenigen Sätzen, hätte meiner Meinung nach aber eleganter gelöst sein können.



Meine Bewertung:
(5 von 5 Sternen)

Für mich war es ein sehr berührender und poetischer Roman, der noch lange in mir nachklingen wird. Besonders dann, wenn ich ein Bild oder eine Statue in einem Museum betrachte, werde ich an Almas und Théos Geschichte denken.
Ich kann diesen wunderbaren Liebesroman allen empfehlen, die etwas jenseits des üblichen Kitsches und oberflächlicher Leidenschaft suchen und mehr Wert auf Poesie und echte Gefühle legen – und Geschichten schätzen, die nicht einfach enden, sondern bleiben.

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Veröffentlicht am 05.04.2026

Zwischen Nähe, Lust und Schweigen.

Gentlemen
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Die belgische Autorin Patricia Jozef ist hierzulande noch ein Geheimtipp – umso gespannter war ich auf ihren ersten ins Deutsche übersetzten Roman „Gentlemen“. Das moderne Cover zeigt eine Frau, die genussvoll ...

Die belgische Autorin Patricia Jozef ist hierzulande noch ein Geheimtipp – umso gespannter war ich auf ihren ersten ins Deutsche übersetzten Roman „Gentlemen“. Das moderne Cover zeigt eine Frau, die genussvoll und gedankenverloren zu seufzen scheint – ein passendes Sinnbild für die Themen des Buchs.


Marieke und Vik sind seit der Jugend ein Paar, führen eine vertraute Ehe und erziehen gemeinsam ihre Töchter. Doch hinter ihrer Harmonie liegt Stillstand: Vik begehrt seine Frau nicht mehr, was Marieke tief verunsichert. In ihrer Sehnsucht nach Nähe sucht sie den Kontakt zu einem professionellen Begleiter – ohne emotionale Bindung, nur als „Service“.
„Sie ist keine außereheliche Beziehung eingegangen – was für ein Ausdruck! –, sie hat einen Service genutzt. Wie man zum Arzt geht, zu einem Therapeuten, zur Physio.“ (Seite 349)
Doch als sie den männlichen Escort Rocco kennenlernt, geraten ihre klaren Grenzen ins Wanken.


„Gentlemen“ stellt nicht moralische Urteile in den Vordergrund, sondern fragt, ob körperliche Beziehungen ohne Gefühle funktionieren können und umgekehrt. Es geht um weibliche Selbstbestimmung, Lust und das große Tabu männlicher Unlust.
Darf eine Frau als Ehefrau und Mutter ihre Wünsche offen ausleben? Was ist in einer Partnerschaft zumutbar – und was nicht?

Besonders beeindruckend fand ich Mariekes innere Auseinandersetzung: Ihre Gedanken, Sehnsüchte und Unsicherheiten sind greifbar und tief menschlich. Ein Satz fasst das Wesen des Romans wunderbar zusammen:
„Man kann ziemlich viele Dinge im Leben allein tun. Aber um begehrt zu werden, braucht man einen anderen Menschen.“ (S. 117)
Ich habe mich beim Lesen oft gefragt, wie ich selbst in Mariekes Situation handeln würde – gerade das macht den Roman so eindringlich.

Die expliziten Szenen überraschen, doch sie wirkten auf mich weniger erotisch als psychologisch – der Fokus liegt auf Mariekes innerer Entwicklung.
Als kleinen Kritikpunkt könnte man den zunächst sehr zähen Beginn anbringen, den man überwinden muss, um in die Geschichte hineinzukommen.
Anfangs zögerte ich, doch je weiter ich las, desto stärker zog mich die ruhige, analytische Erzählweise in ihren Bann.

„Gentlemen“ ist ein kluger, mutiger Roman, der Fragen aufwirft statt Antworten zu geben. Er öffnet Räume für Diskussion – über Liebe, Begehren und das Recht auf Selbstbestimmung. Eine bereichernde, fordernde Lektüre für alle, die sich trauen, hinzusehen.



Meine Bewertung:
(4,5 von 5 Sternen)
Ein klug komponiertes Buch, das berührt und herausfordert. Anfangs etwas ruhig und bedächtig, entwickelt sich „Gentlemen“ zu einer eindringlichen, vielschichtigen Untersuchung weiblicher Sehnsucht und Partnerschaft. Besonders stark: die psychologische Tiefe und die kompromisslose Offenheit der Autorin.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Zwischen Videothek und Erwachsenwerden.

Little Hollywood
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Ich war zunächst hin- und hergerissen, ob ich den Roman „Little Hollywood“ wirklich lesen wollte.
Ein Coming-of-Age-Roman – gibt es davon nicht schon genug? Was könnte mich an diesem noch überraschen ...

Ich war zunächst hin- und hergerissen, ob ich den Roman „Little Hollywood“ wirklich lesen wollte.
Ein Coming-of-Age-Roman – gibt es davon nicht schon genug? Was könnte mich an diesem noch überraschen oder berühren?

Aber es beginnt bereits mit dem Cover, es strahlt Wärme und Nostalgie aus und vermittelt, mit seiner Gestaltung, den Eindruck von Aufbruch, passend zu einer Geschichte über das Erwachsenwerden. Besonders die junge Frau auf dem Bild, die den Blick nicht zum Betrachter wendet, sondern fest in die Ferne schaut, weckte meine Neugier.

Und so tauchte ich in die Welt von Leonie – genannt Leo – ein.
Es ist das Jahr 1999. Leo hat die letzten Abiturprüfungen hinter sich und blickt auf einen ganzen Sommer voller Möglichkeiten. In dieser Zeit des Umbruchs und der Neuanfänge, durchlebt sie ihre erste große Liebe, ringt mit Unsicherheiten, hat Ärger mit ihrem Vater und spürt, wie sie sich zunehmend von ihrer Mutter abnabelt.
Zwischen all dem findet sie Halt und Rückzug in der Videothek „Little Hollywood“ und den dortigen Filmen. Hier arbeitet ihr Klassenkamerad Jo, der sie mit seinen Eigenheiten immer wieder verunsichert und herausfordert.

Als ich mich fragte, ob es wieder der typische Coming-of-Age-Roman werden würde, war ich nicht darauf vorbereitet, wie hervorragend die Autorin die Stimmung der 90er-Jahre und eines heißen Sommers einfangen kann.
Der Schreibstil entführt mühelos in diese Zeit und überzeugt mit vielen liebevollen Details und Anspielungen auf die damalige Popkultur.

Aber der Roman „Little Hollywood“ ist mehr als das: Zwischen den Zeilen wird deutlich, dass Themenkomplexe rund um psychische Erkrankungen, toxische Beziehungen, Stalking und häusliche Gewalt in dieser Ära stigmatisiert und verschwiegen wurden. Dass diese Themen zwischen den Zeilen mitschwingen, hatte ich so nicht erwartet, genau das verleiht dem Roman für mich aber eine besondere Tiefe.

Die Figuren – allen voran Leo und Jo, aber auch die kleineren Nebenfiguren – sind auf ihre Weise liebenswürdig, auch wenn sie nicht viel Raum zur Entfaltung bekommen. Normalerweise stört mich das, doch hier finde ich es völlig in Ordnung, dass der Fokus so stark auf Leonie liegt.

Einziger kleiner Kritikpunkt: Die komplexe Beziehung zwischen Leonie und ihrem Vater wird nur am Rande angerissen, ohne dass sie wirklich vertieft wird. Da hätte ich mir etwas mehr gewünscht, aber insgesamt ist das für mich ein kleiner Makel, den ich gern übersehe.

Für mich war „Little Hollywood“ mehr als nur ein Coming-of-Age-Roman. Es fühlte sich wie eine kleine Reise in die Vergangenheit an, die den Charme der 90er perfekt eingefangen hat und mich in Erinnerungen schwelgen ließ.


Eine klare Empfehlung für alle, die einen frischen Roman über das Erwachsenwerden lesen möchten – einen, der nicht mit düsteren Themen auftrumpft, sondern vor allem durch seine Leichtigkeit und liebevolle Nostalgie überzeugt.
Und wer eine Affinität zu den 90er-Jahren und zur damaligen Popkultur hat, wird hier ohnehin auf seine Kosten kommen.

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