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ColleenF

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.09.2025

Wow!

Beste Zeiten
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Happy Release an die deutsche Übersetzung „Beste Zeiten“ von Jenny Mustard, übersetzt von Lisa Kögeböhn. Ich habe mich wirklich unfassbar auf dieses Buch gefreut, nachdem ich „Okaye Tage“ so geliebt habe ...

Happy Release an die deutsche Übersetzung „Beste Zeiten“ von Jenny Mustard, übersetzt von Lisa Kögeböhn. Ich habe mich wirklich unfassbar auf dieses Buch gefreut, nachdem ich „Okaye Tage“ so geliebt habe und wurde definitiv nicht enttäuscht!

Darum geht es: Sickan, geprägt von ihrer schwierigen Schulzeit, zieht nach Stockholm und studiert dort. Nach einer Weile lernt sie Hanna kennen, über die sie zwar zunächst nicht viele nette Worte findet, sich jedoch dann eine Freundinnenschaft zwischen den beiden entwickelt. Doch neben Hanna macht Sickan noch viel mehr neue ‚Bekanntschaften‘, sodass sie sich sogar in einen Mann namens Albe verliebt. Allerdings bleiben die Narben ihrer Vergangenheit nicht unentdeckt und immer mehr Zweifel und Angst kommen in Sickan auf.

Das Buch hat mich wirklich umgehauen! Es ist eine - für mich - so realistische Betrachtung eines jungen Lebens einer Frau, die geprägt von Zweifel, Angst, Frage nach dem Selbst und Träumen ist. Sickan hat eine schwierige Beziehung zu ihren Eltern, die im Buch unfassbar tief beschrieben wird. Auch wenn sie selbst manchmal fragwürdige Entscheidungen trifft, merkt man, dass sie auch einfach menschlich ist. Der Schreibstil ist wirklich toll und die Übersetzung hat ganz super getroffen! Eine große Empfehlung!

Veröffentlicht am 16.09.2025

Ehrlich!

Amazonenbrüste
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Amazonenbrüste - die Geschichte, wie eine Frau den Brustkrebs bekämpfte. In diesem Buch beschreibt die Rapperin Dr. Bitch Rey ihr Leben mit ihrer Brustkrebsdiagnose: vom ersten Arztbesuch, bis ...

Amazonenbrüste - die Geschichte, wie eine Frau den Brustkrebs bekämpfte. In diesem Buch beschreibt die Rapperin Dr. Bitch Rey ihr Leben mit ihrer Brustkrebsdiagnose: vom ersten Arztbesuch, bis zur Chemo und bis zum Ende des Krebses. Sie nimmt die Lesenden auf eine unfassbar ehrliche und intime Art und Weise durch ihre Geschichte mit.

Das Thema ist wirklich unfassbar wichtig und ich finde es toll, dass es immer mehr Auseinandersetzungen, egal ob fiktional oder nonfiktional, gibt. Durch Reys Schreibweise fühlt sich das Buch ziemlich authentisch an, trotzdem konnte ich mich leider manchmal nicht gut in die Erzählung einfühlen.

Was mir dennoch gefallen hat, waren die Betrachtungen über das Nicht-Deutsch und Frau sein. Es hatte viele gesellschaftskritische Aspekte und man hat auf jeden Fall was mitgenommen! Gibt 3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 07.09.2025

Wunderbar!

Waschbär Willi Wunderquatsch - Die Erfindung der Trompetenwurst und weitere verrückte Abenteuer
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Waschbär Willi Wunderquatsch: eine Alliteration, die die Abenteuer des frechen Waschbären gut veranschaulicht!
In sieben kleinen Kapiteln und Abenteuern begleiten wir den Waschbären Willi, der ...

Waschbär Willi Wunderquatsch: eine Alliteration, die die Abenteuer des frechen Waschbären gut veranschaulicht!
In sieben kleinen Kapiteln und Abenteuern begleiten wir den Waschbären Willi, der mit seinen vielen Freunden und Freund*innen in einem schönen Park wohnt. Da wären zum Beispiel Eichhörnchen Alice, Eule Uwe und Fuchs Doris, denen Willi oft begegnet!

Das Buch stellt die Figuren zunächst vor und leitet dann in die Geschichte ein. Der Text ist dabei sehr witzig und niedlich geschrieben, sodass beim Vorlesen oder Selbstlesen alles verstanden und viel gelacht werden kann!

Auch die Illustrationen sind ganz toll gelungen. Text und Bild sind gut ausgewogen, passen zueinander und total liebevoll gestaltet. Insgesamt ist das Buch total witzig und quatschig, eine Empfehlung für Groß und Klein, für Tierfreunde und Freundinnen!

Veröffentlicht am 05.09.2025

Göttlich!

Monstergott
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Caroline Schmitt did it again - mit ihrem neuen Roman „Monstergott“ zeichnet sie eine kritische Auseinandersetzung der Freikirche durch die Augen der Protagonist*innen: das Geschwisterpaar Esther ...

Caroline Schmitt did it again - mit ihrem neuen Roman „Monstergott“ zeichnet sie eine kritische Auseinandersetzung der Freikirche durch die Augen der Protagonist*innen: das Geschwisterpaar Esther und Ben.

Esther und Ben sind in ständiger Bemühung, ihre Beziehung zu Jesus Christus und ihrer Gemeinde zu bewahren und zu verbessern. Doch beide tragen Geheimnisse, Angst und Wut in sich. Wie lange wird dieser große Druck, der auf ihnen lastet, noch standhalten? Wie sollen sie Lust und Sünde widerstehen, um Gottes Willen zu folgen?

Der Roman hat mir wirklich gut gefallen. Das Buch übt durch eine fiktive Erzählweise Kritik an der Freikirche, ohne aber respektlos über Religionen an sich zu sprechen. Die Figuren waren unperfekt, ihre Ängste und Zweifel haben sich sehr echt angefühlt. Es werden unglaublich viele sensible Themen behandelt, ohne zu viel oder fehl am Platz zu sein! Besonders Esthers Wut hat mich bewegt, davon hätte ich mir sogar noch mehr gewünscht.

Eine große Empfehlung!
Ingesamt: 4,5 von 5

Veröffentlicht am 29.08.2025

Intim und wild!

Auf allen vieren
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Was passiert, wenn man sich in einer wirklich langen Ehe mit Kind befindet, doch plötzlich ein neues Begehren hat? So geht es der Protagonistin in „Auf allen Vieren“ von Miranda July (deutsche Übersetzung ...

Was passiert, wenn man sich in einer wirklich langen Ehe mit Kind befindet, doch plötzlich ein neues Begehren hat? So geht es der Protagonistin in „Auf allen Vieren“ von Miranda July (deutsche Übersetzung von Stefanie Jacobs).

Ursprünglich sollte die namenslose Künstlerin eine Art Road-Trip nach New York machen, den sie sich selbst geschenkt hat. Doch nach ungefähr 30 Minuten Fahrtweg von ihrem Haus, ihrem Mann, ihrem Kind, hält sie an und mietet sich ein Motelzimmer. Sie verliebt sich in einen Mann namens Dawey, der zufällig an der Tankstelle ihre Autoscheibe geputzt hat. Ganz zufällig lässt sie sich außerdem von eine Raumdesignerin ihr Motelzimmer umgestalten - nämlich von Daweys Frau. Sie verbringt die 14 Tage im Motel, nur ihre beste Freundin Jordi weiß davon. Während ihres Aufenthaltes entwickelt sich eine aufreibende Beziehung zu Dawey, die unsere Protagonistin in ein Hinterfragen ihres bisherigen Lebens und eine Angst vor den Wechseljahren und Veränderungen stürzen. Sie weiß: Sie muss zurück und etwas muss sich ändern.

Der Roman wird wirklich durch die Entscheidungen, Gefühle und Gedanken der Protagonistin bestimmt. Man fühlt sich, als würde man an einem ganz fremdem Leben teilnehmen. Vor allem Sexualität und Lust spielen eine große Rolle, was immer wieder deutlich zum Ausdruck kommt. Es passiert nicht immer super viel, aber das war hier auch passend, Was ich besonders mochte ist, wie über Queerness im Buch gesprochen wurde. Die Protagonistin selbst ist queer, sie hat ein nicht-binäres Kind und generell wird in der Geschichte so unfassbar echt darüber berichtet.

Ein Buch für alle, die sich auf eine intime Reise einer spannenden Figur begeben wollen, ohne zu wissen, was sie erwartet.

Insgesamt: 4 von 5⭐️