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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.04.2017

Ein erschwerter Neuanfang

Begin Again
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Allie entflieht ihrem allzu perfekten Zuhause und möchte in Woodshill noch einmal von vorne beginnen. Sie hat in ihrer Vergangenheit traumatisches erlebt. Dies möchte sie hinter sich lassen. Auf der Suche ...

Allie entflieht ihrem allzu perfekten Zuhause und möchte in Woodshill noch einmal von vorne beginnen. Sie hat in ihrer Vergangenheit traumatisches erlebt. Dies möchte sie hinter sich lassen. Auf der Suche nach einem WG-Zimmer landet sie bei dem äußerst attraktiven jedoch ungehobelten Bad Boy Kaden, der ebenfalls Ballast aus der Vergangenheit mit sich trägt.

Zu Beginn liefern sich Allie und Kaden ein heißes Katz-und-Maus Spiel. Doch schon bald reißen die von beiden Protagonisten errichteten Schutzmauern ein und sie lassen sich immer mehr auf den anderen ein. Insbesondere Kaden wandelt zwischendurch schon fast zum Softie. Natürlich gibt es durch die bewegte Vergangenheit der beiden immer wieder einige Auf und Abs.

Die Autorin versteht es, den Leser durch ihren gefühlvollen Schreibstil zu berühren. Mit den Freunden von Allie und Kaden hat sie sehr sympathische und authentische Nebencharaktere erschaffen. Insgesamt ist dies ein sehr empfehlenswerter New-Adult Roman, der unterhaltsame und romantische Lesestunden bereitet.

Veröffentlicht am 26.03.2017

Eine tief bewegende Geschichte mit Nachhall

Fünf Tage, die uns bleiben
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Mara hat sich aufgrund ihrer unheilbaren Krankheit Chorea Huntington entschlossen, das Leben zu nehmen.

Bis vor kurzem war sie noch Vollzeitanwältin, Ehefrau und Mutter mit Leib und Seele. Ihre Krankheit ...

Mara hat sich aufgrund ihrer unheilbaren Krankheit Chorea Huntington entschlossen, das Leben zu nehmen.

Bis vor kurzem war sie noch Vollzeitanwältin, Ehefrau und Mutter mit Leib und Seele. Ihre Krankheit hat mittlerweile jedoch ein Stadium erreicht, das sie ihren Mitmenschen nicht weiter zumuten möchte. Sie schämt sich für ihr Dasein.

Parallel wird die Geschichte von Scott erzählt, der ein Jahr lang Pflegevater war und seinen "Sohn" nun wieder zurück in die Obhut seiner leiblichen Mutter geben muss.

Die Autorin erzählt teilweise in Rückblicken, wie es zum Ausbruch von Maras Krankheit kam und sich dadurch die Lebensumstände verändert haben. Die Ursache und der Verlauf der Krankheit werden detailliert geschildert. Durch die sehr intensive und gefühlvolle Schreibweise kann man als Leser die Gedanken und Empfindungen von Mara sehr gut nachvollziehen. Teilweise ist sie sich nämlich nicht sicher, die richtige Entscheidung bzgl. des Selbstmordes getroffen zu haben. Man hofft und leidet stets mit.

Auch Scotts Geschichte hat sehr prägende Momente.

Mich hat dieses Buch sehr ergriffen und das Ende hat noch lange "nachgehallt". Nach der Lektüre solch tiefgreifender Themen weiß man immer zu schätzen, wie banal die eigenen Probleme sind und man jeden Tag leben sollte, als ob es der letzte ist.

Veröffentlicht am 26.03.2017

Schlagfertig und nie mehr sprachlos

Geschickt kontern: Nie mehr sprachlos!
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Wem fällt nicht auch meist erst zu spät eine schlagfertige Antwort auf eine unpassende Bemerkung ein? Genau aus diesem Grund habe ich dieses Buch gelesen.

Der Autor zeigt zunächst verschiedene Techniken ...

Wem fällt nicht auch meist erst zu spät eine schlagfertige Antwort auf eine unpassende Bemerkung ein? Genau aus diesem Grund habe ich dieses Buch gelesen.

Der Autor zeigt zunächst verschiedene Techniken zur Stärkung des Selbstbewusstseins auf. Anschließend erklärt er die drei Arten der Schlagfertigkeit: witzig, hart und weich. Hierzu zeigt er viele Beispiele und Reaktionsmöglichkeiten auf. Zum Abschluss der Kapitel gibt es eine Checkliste. Weiterhin werden zahlreiche Tipps zum trainieren gegeben.

Das Buch zielt mit seinen Beispielen mehr auf den Gebrauch im Geschäfts- bzw. Arbeitsleben ab. Die Ratschläge können jedoch ebenfalls im Privatbereich angewandt werden. Der Autor verfasst die Kapitel klar und verständlich. In diesem Ratgeber wird mit Sicherheit jeder eine schlagfertige Antwort finden.

Veröffentlicht am 13.03.2017

Obsessionen

Kaltes Verlangen
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Kims Hobby ist es, fremde Leute zu beobachten und betreibt dies sehr obsessiv. In ihrer Wohnung hängen nur Bilder von fremden Personen, die sie über eine längere Zeit beobachtet hat. Freunde hat sie keine. ...

Kims Hobby ist es, fremde Leute zu beobachten und betreibt dies sehr obsessiv. In ihrer Wohnung hängen nur Bilder von fremden Personen, die sie über eine längere Zeit beobachtet hat. Freunde hat sie keine. Trotz ihres Einser-Abiturs geht sie lediglich einem Putzjob nach, damit sie genügend Zeit für ihr Hobby hat.

Ihr neues „Projekt“ ist ein junges Paar, das sie sowohl tagsüber als auch nachts beobachtet. Kim ist zunächst von der Schönheit der Frau fasziniert. Der Mann betreibt eine psychologische Praxis und Kim meldet sich dort als seine Patientin an. Sie ist von einer außergewöhnlichen Leidenschaft getrieben und wäre gerne die Geliebte des Mannes.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig. Durch kurze Kapitel lässt sich das Buch leicht lesen und man kommt gut in die Geschichte rein. Schon der Prolog ist sehr tiefsinnig und regt zum Nachdenken an.

Die Autorin versteht es mit einem kontinuierlichen Spannungsaufbau und ungewöhnlichen Tagebucheinträgen den Leser zu fesseln. Fast alle vorkommenden Personen haben einen psychischen „Knacks“. Es findet meiner Ansicht nach sogar ein Protagonistentausch statt. Vom Inhalt möchte ich nicht zu viel verraten, um den Lesern nicht die Spannung zu verderben. Tatsächlich ist nichts so wie es scheint. Durch teils wirklich eiskalt geplantes Vorgehen ist man als Leser von einer Person einerseits total angewidert und auf der anderen Seite total gefesselt.

Alles in allem habe ich noch nie ein Buch mit so vielen Wendungen und psychisch kranken Personen gelesen und bin fasziniert, wie man eine solche Story erschaffen kann. Wer gerne phantasievolle Psychothriller gespickt mit psychischen Finessen liest, wird an dem Buch Gefallen finden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Handlung
  • Spannung
Veröffentlicht am 09.03.2017

Seichte Liebesgeschichte

Der 48-Stunden-Mann
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Hannah ist Polizistin und braucht einen Vorzeigeehemann. Diesen findet sie in dem attraktiven Nick, der sie bereits ein Jahr lang umwirbt. Bislang war sie ihm gegenüber immer standhaft, doch Not macht ...

Hannah ist Polizistin und braucht einen Vorzeigeehemann. Diesen findet sie in dem attraktiven Nick, der sie bereits ein Jahr lang umwirbt. Bislang war sie ihm gegenüber immer standhaft, doch Not macht erfinderisch.

Hannah wurde adoptiert und hat einen Brief von ihrer leiblichen Mutter erhalten, in dem sie sie um ihren Besuch bittet. Hannah geht davon aus, dass ihre Mutter nicht mehr lange zu leben hat und möchte ihrem Wunsch nachkommen. Nun gilt es kurzfristig einen Ehemann zu finden, da die Mutter davon ausgeht, dass Hannah noch immer verheiratet ist. Der angebliche Immobilienmakler Nick, den sie von der Polizeiwache kennt, kommt da gerade recht. Sie wirbt ihn an, für 48 Stunden ihren Ehemann zu spielen. Natürlich kommt es durch die Lüge zu einigen Irrungen und Wirrungen.

Hannah wird von einer liebevollen Großfamilie überrascht und auch Nick ist sehr fürsorglich im Umgang mit ihr. Zunächst ist sie mit der gesamten Situation überfordert und hadert sehr mit Nick, da sie ihn als Kleinkriminellen kennt. Nick sieht in Hannah vorläufig eine weitere oberflächliche Bettgeschichte. Doch im Laufe der Zeit entwickeln beide trotz ihrer Vorbehalte tiefe Gefühle füreinander.

Fazit: Der Schreibstil ist flüssig und nicht sehr anspruchsvoll. Leider dauert es teils zähe 170 Seiten, bis die beiden Protagonisten liebestechnisch endlich in die Puschen kommen. Die Großfamilie ist schon fast zu schön um wahr zu sein, alles heile Welt. Am Ende wird noch schnell ein bisschen Spannung eingebaut, die aber holperig wirkt. Ich bin leider enttäuscht von dieser sehr rosa-roten Wolke.