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Veröffentlicht am 10.11.2023

Standard-Chick-Lit

The Long Game – Die große Liebe sucht man nicht, sie findet einen
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Adalyn arbeitet im Fußballclub ihres Vaters und hofft, die „Miami Flames“ eines Tages als Besitzerin übernehmen zu können. Als sie sich jedoch einen Fauxpas erlaubt, wird sie von ihrem Vater abgecancelt ...

Adalyn arbeitet im Fußballclub ihres Vaters und hofft, die „Miami Flames“ eines Tages als Besitzerin übernehmen zu können. Als sie sich jedoch einen Fauxpas erlaubt, wird sie von ihrem Vater abgecancelt und in ein kleines Nest versetzt, um sich dort einer Charity-Aufgabe zu widmen: Sie soll das laienhafte Mädchen-Team des Ortes in der Kreisliga auf den ersten Platz hieven. Erschwerend kommt hinzu, dass deren Coach ein ehemaliger Fußballstar ist und Adalyn nicht nur abweisend, sondern auch höchst unfreundlich gegenübersteht. Doch Adalyn ist bereit zum Kampf!

„The Long Game“ ist der erste Roman, den ich von der Autorin Elena Armas gelesen habe. Die Schriftstellerin ist mir bereits mehrfach begegnet und aufgrund des Hypes kam auch ich nun nicht mehr an einem ihrer Werke vorbei. In wechselnden Kapiteln aus Adalyns und Camerons Sicht wird die Enemies-to-Lovers-Liebesromanze der beiden wiedergegeben. Der Sprachstil bleibt dabei durchgehend flüssig und angenehm. Die Geschichte entwickelt sich insgesamt eher langsam, insbesondere der Funke zwischen den beiden Protagonisten ist aber schon sehr früh zu spüren. Das hat mir sehr gut gefallen und mich stellenweise ans Buch gefesselt. Inhaltlich hätte der Roman meiner Meinung nach dennoch noch deutlich mehr Tiefe vertragen, auch wenn er als Frauenroman für Zwischendurch gedacht ist. Auf mich wirkten die Handlungsmotive der beiden Hauptfiguren eher ungar. Besonders unangenehm empfand ich aber Adalyns Entwicklung, sobald sie sich auf Cameron eingelassen hat. Sie wurde zum kleinen Frauchen, das nichts mehr selbst entscheiden kann – und das, wo die Protagonistin zuvor immer für sich selbst einstand und ihre Eigenständigkeit aktiv verteidigte. Zum Glück hat sie dieses unterwürfige Verhalten zum Ende des Romans wieder ablegen können!

Insgesamt empfand ich den Roman als unterhaltsam für Zwischendurch, stellenweise dann doch aber etwas hohl und unreif. Auch eine Kürzung für prägnantere Szenen hätte dem Roman gutgetan – für mich bleibt er „Standard-Chick-Lit“, der sich nicht von anderen Romanen seines Genres abhebt. Letztendlich las sich die Story aber gut weg und der ein oder andere Schmunzler war mit dabei.

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Veröffentlicht am 27.10.2023

Perfekt für Halloween

Ever & After, Band 1 - Der schlafende Prinz
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Inhalt: Mit einer Familie, die von Schneewittchen abstammt, ist Rain Whites Leben schon kompliziert genug. Nun muss sie auch noch einen schlafenden Prinzen küssen! Doch als Rain an ihrem 18. Geburtstag ...

Inhalt: Mit einer Familie, die von Schneewittchen abstammt, ist Rain Whites Leben schon kompliziert genug. Nun muss sie auch noch einen schlafenden Prinzen küssen! Doch als Rain an ihrem 18. Geburtstag in die Gruft unter dem Tower of London hinabsteigt, löst sie eine Katastrophe aus: Ihr Kuss weckt nicht nur den Prinzen auf, sondern auch einen uralten Fluch. Um die Märchenfamilien zu retten, muss Rain sich sieben Prüfungen stellen – und darf nicht vergessen, dass ihr Herz ihre größte Schwachstelle ist.

Der neue Roman von Stella Tack hat mich wirklich positiv überrascht: Das Setting ist düster, aber nicht zu gruselig. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft und die Emotionen der Protagonistin Rain kamen stets gut bei mir an. Inhaltlich konnte mich der Roman direkt abholen - die Verarbeitung der Gebrüder Grimm Märchen in einem Fantasy-Setting ist wirklich klasse geworden! Auch der Romance-Teil hat mich erreichen können und ich habe von Anfang an die beginnende Zuneigung der Protagonisten nachempfinden können. Lediglich die Figuren in ihrer Gesamtheit hätten noch intensiver ausgearbeitet werden können und insbesondere die Protagonistin Rain ist mir manchmal - insbesondere zu Beginn - noch zu naiv gewesen. Zudem merkt man, dass der Roman nicht in einem Guss geschrieben wurde - denn er hat die ein oder andere Länge und verliert manchmal den roten Faden. Hier hätte noch etwas Zielstrebigkeit und die ein oder andere Kürzung gefehlt. Dennoch für mich ein wirkliches Highlight, sehr spannend und perfekt für Halloween und den Herbst. Der Cliffhanger ist sehr fies und es bleiben viele offene Fragen! Jetzt heißt es gebanntes Warten auf die Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 27.10.2023

Cosy Crime

Mrs Potts’ Mordclub und der tote Bräutigam
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Inhalt: Seit den Ereignissen des letzten Jahres haben Judith, Suzie und Becks eine angenehme und langweilig-mordfreie Zeit verbracht. Das Aufregendste, was ihnen bevorsteht, ist die Hochzeit des Marlow-Granden ...

Inhalt: Seit den Ereignissen des letzten Jahres haben Judith, Suzie und Becks eine angenehme und langweilig-mordfreie Zeit verbracht. Das Aufregendste, was ihnen bevorsteht, ist die Hochzeit des Marlow-Granden Sir Peter Bailey mit der viel jüngeren Krankenschwester Jenny Page. Sir Peter gibt am Tag vor der Hochzeit eine Party in seinem großen Herrenhaus an der Themse, und Judith und Co. freuen sich auf ein bisschen Gratis-Champagner.

Doch während der Feierlichkeiten ertönt aus dem Haus ein lautes Krachen, und als alle ins Haus stürzen, finden sie den Bräutigam von einem schweren Schrank erschlagen in seinem Arbeitszimmer vor. Das Arbeitszimmer war von innen verschlossen, sodass die Polizei an einen Unfall glaubt.

Doch Judith Potts ist da ganz anderer Meinung. Für sie steht fest: Peter wurde ermordet. Und es ist die Aufgabe des Mrs Potts’ Mordclub, den Mörder zu finden, bevor er oder sie wieder zuschlägt …

Mir hat auch der neue Fall von Mrs. Potts wieder gut gefallen. Das closed-Room-Szenario hat für viel Verwirrung gesorgt und die Ermittlungen waren humorvoll und spannend. Ich hatte zwar schon sehr schnell die richtige Person im Verdacht, der Weg zur Aufklärung und der Showdown selbst waren aber sehr schlüssig und unterhaltsam. Manchmal hatte ich das Gefühl, der Roman sei mir eine Spur zu betulich, dennoch habe ich mich durchgehend sehr wohl gefühlt. Die Hauptpersonen sind mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen, deshalb freue mich schon auf eine weitere Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 27.10.2023

Wie man seine Ehe rettet

Strippen statt sticken!
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In seinem neuesten Kriminalfall muss der allseits beliebte Kommissar Seifferheld in einem äußerst brisanten Milieu ermitteln: Es gab einen Mord im Swingerclub (!) und zu allem Übel wird der Neffe von Dombrowski ...

In seinem neuesten Kriminalfall muss der allseits beliebte Kommissar Seifferheld in einem äußerst brisanten Milieu ermitteln: Es gab einen Mord im Swingerclub (!) und zu allem Übel wird der Neffe von Dombrowski als Täter auserkoren. Ehrensache, dass sich Siggi um private Ermittlungen bemüht. Seine Angetraute Marianne findet das aber überhaupt nicht lustig und befürchtet neue Gesprächsinhalte für die Eheberatung. Kurzerhand ist sie bei den Ermittlungen mit an Bord – schließlich will sie ihre Ehe retten!

Äußerst amüsant und kurzweilig liest sich der bereits 9. Fall des pensionierten Kommissars. Ich habe mich wieder sehr gut unterhalten gefühlt und konnte mich über die Wortschöpfungen der Autorin und die ulkigen Situationen, in die Siggi gerät, sehr beömmeln. Die ein oder andere Lachträne wurde vergossen und ich wurde erneut in der Liebe zum leichten und schwarzhumorigen Sprachstil der Autorin bestätigt. Es war wie immer ein Fest der Schrägheiten! Als einziges Manko empfand ich, dass Siggis verrückter Familienanhang über ferne Länder verstreut war. Es gab zwar abstruse Whatsapp-Nachrichten, die die Abwesenheit etwas auffingen, ganz ersetzt haben sie mir Karinas Aktionen und Irmis Kreuzzüge jedoch nicht. Auch Siggis Kochtruppe hat sich zerschlagen – da braucht es eine neue testosterongeschwängerte Umgebung für unseren Lieblingshelden! Mit dabei aber wie immer: Onis! Und das ist auch gut so! ;)

Fazit: Die Krimödien mit Kommissar Seifferheld sind für mich ein Klassiker – gerne immer wieder und gerne öfter!

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Veröffentlicht am 19.10.2023

Die Richtung stimmt

Kommissar Jennerwein darf nicht sterben
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Jörg Maurer schickt seinen Kommissar Jennerwein zum fünfzehnten Mal auf Mördersuche. Diesmal darf sich Hubertus Jennerwein aus dem Urlaub heraus um die Ermittlungen kümmern. Ein ungewohntes Setting, denn ...

Jörg Maurer schickt seinen Kommissar Jennerwein zum fünfzehnten Mal auf Mördersuche. Diesmal darf sich Hubertus Jennerwein aus dem Urlaub heraus um die Ermittlungen kümmern. Ein ungewohntes Setting, denn auch Jennerweins Ermittlerteam ist (bis auf einen kurzen Auftritt am Ende) nicht mit von der Partie! Und auch sonst gibt es viele Veränderungen. So ist der Kommissar zwar akut auf sich allein gestellt, wir erfahren aber, dass er geheiratet hat. Wen? – das ist die große Frage, die erst zum Ende des Romans gelöst wird und dann doch viele ungeklärte Fragen und verblüffte Mienen zurücklässt. Auch der Ausflug des Autors in die SciFi Welt ist noch nicht vollends beendet. Was aber „typisch Jennerwein“ bleibt, sind die skurrilen Begegnungen, die ineinanderlaufenden Handlungsstränge und der schräge Humor, der diese Reihe auszeichnet. Insofern habe ich mich in Fall 15 endlich fast wieder „wie zu Hause“ gefühlt, denn Fall 14 war mit abgehobenen und übertriebenen SciFi-Elementen überhaupt nicht meins. Zwar fehlte der gemütliche Lokalkolorit, aber ich war sehr erleichtert, dass der Autor in seinem neuesten Roman wieder mehr zur Ausgewogenheit der skurrilen Elemente zurückgefunden hat. Ein bisschen „zu drüber“ war es trotzdem noch und mir fehlten das Setting und die Menschen aus Garmisch-Partenkirchen. Umso mehr hoffe ich, dass der Trend „back to good“ sich fortsetzt und wir mit Fall 16 endlich wieder einen klassischen Jennerwein bekommen!

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