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Veröffentlicht am 18.04.2020

Eine monstermäßig coole Fortsetzung!

Die Mitternachtsschule - Lektion zwei: Sirenenschrei (Die Mitternachtsschule, Bd. 2)
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Der erste Band von „Die Mitternachtsschule“ konnte mich hellauf begeistern, daher war ich richtig happy, als ich hörte, dass dieses Jahr endlich eine Fortsetzung erscheinen wird. Auf meine Rückkehr in ...

Der erste Band von „Die Mitternachtsschule“ konnte mich hellauf begeistern, daher war ich richtig happy, als ich hörte, dass dieses Jahr endlich eine Fortsetzung erscheinen wird. Auf meine Rückkehr in die einzigartige Mitternachtsschule im Friedhofswinkel Nummer 1 habe ich mich riesig gefreut!

Milan ist überglücklich, dass er auf eine so coole Schule wie die Mitternachtsschule gehen darf. Unter den Spukgestalten, die gemeinsam mit ihm die Schulbank drücken, hat er mittlerweile richtig gute Freunde gefunden und dass der Unterricht nachts stattfindet, ist für ihn gar kein Problem. Daran hat er sich im Nu gewöhnt. Sein Vater weiß bisher allerdings noch gar nicht, auf was für eine ungewöhnliche Schule sein Sohn seit kurzem geht. Milan wäre es auch lieber, wenn das so bleiben würde. Bestimmt würde Papa Jürgen ihn sofort von der Mitternachtsschule nehmen, wenn er von ihren Eigenarten wüsste. Sein Entsetzen ist daher groß, als er hört, dass demnächst ein Elternmorgen stattfinden wird. Auch Milans Vater wird natürlich eingeladen. Oje, ob das gut gehen wird?

Bei mir ist es nun tatsächlich schon wieder über ein Jahr her, dass ich den ersten Band gelesen habe. Ich hatte daher leichte Sorgen, dass ich Einstiegsprobleme haben werde. Als große Vielleserin vergesse ich leider viel zu schnell wieder Dinge aus Büchern. Obwohl der zweite Band ziemlich direkt an seinen Vorgänger anschließt, hatte ich aber erstaunlicherweise überhaupt keine Startschwierigkeiten. Man kann die Bände vermutlich sogar recht gut unabhängig voneinander lesen, allerdings rate ich dennoch ganz dringend mit dem ersten Band zu beginnen! Das Leseerlebnis ist so einfach viel, viel schöner.
Mein Lesevergnügen war jedenfalls rundum perfekt. In meinen Augen ist Hendrik Lambertus mit dem zweiten Band seiner bezaubernden Reihe eine fabelhafte Fortsetzung geglückt. Im Vergleich zum Auftakt habe ich den zweiten Teil zwar als ein kleines bisschen schwächer empfunden, aber große Klasse finde ich das Buch selbstverständlich dennoch. Von den vielen originellen Ideen und humorvollen Szenen bin erneut ganz hin und weg. Hendrik Lambertus hat seiner Fantasie mal wieder ihren freien Lauf gelaufen und eine total lustige und super mitreißende Schulgeschichte aufs Papier gezaubert, welche einfach nur monsterhaft gute Laune macht.

Bei mir trat das ein, was schon bei Band 1 der Fall war: Einmal begonnen mit dem Lesen, wollte ich am liebsten gar nicht mehr damit aufhören. Das Buch liest sich irre gut und unheimlich schnell, sodass die Seiten bei mir nur so dahin flogen. Eine aufregende Handlung, ein toller Schreibstil, eine schön große Schrift, angenehm kurze Kapitel, eine grandiose Aufmachung – na, kein Wunder, dass man das Buch so richtig wegsuchtet. Ich, als Erwachsene, habe ich es tatsächlich in einem Rutsch durchgeschmökert.
Empfohlen wird die Reihe für Mädchen und Jungen ab 8 Jahren und dieser Empfehlung schließe ich mich an. Kinder ab diesem Alter sollten bei „Die Mitternachtsschule“ keine Probleme mit dem Selberlesen haben. Fürs Vorlesen sind die Bücher meiner Meinung nach durchaus auch schon für jüngere Kids geeignet. Und deutlich älteren Lesern kann ich die Reihe ebenfalls sehr ans Herz legen. Ich finde, für „Die Mitternachtsschule“ ist man nie zu alt. Bei den Geschichten haben auch Jugendliche und Erwachsene die reinste Freude beim Lesen.

Hauptprotagonist ist erneut der Junge Milan Finstermann. Er besucht als einziger Mensch die abgefahrene Mitternachtsschule, in welcher die fantasievollsten Kreaturen unterrichtet werden – und das nachts! Vampire, Kobolde, Werwölfe, Skelette, Mumien und noch viele weitere Spukgestalten mehr – alle finden sie sich um Mitternacht im Friedhofswinkel Nummer 1 ein, um in den genialsten Fächern unterrichtet zu werden wie Geisterkunde oder Zaubertrankmischen. Ein wenig schade fand ich nur, dass der Unterricht in diesem Band etwas kürzer kam als im Vorgänger. War zumindest mein Eindruck. Groß gestört hat es mich aber eigentlich nicht, da die Story mit vielen anderen coolen Dingen aufwarten kann. So wird zum Beispiel Milans Vater der neuen Schule seines Sohnes einen Besuch abstatten. Puh, ob das gut gehen wird? Papa Jürgen weiß schließlich nicht, auf was für eine ungewöhnliche Schule Milan geht. Wie das Ganze ablaufen und enden wird, werde ich euch nur natürlich nicht verraten. Nur so viel: Papa Jürgen ist mega verpeilt. Wer den ersten Band kennt, weiß, wovon ich spreche. ;)
Ein weiterer wichtiger Handlungsstrang ist das Mitternachtskonzert. Auch dieses wird für ordentlich Aufregung und Trubel sorgen, so viel sei schon mal verraten.

Für mich kam an keiner einzigen Stelle Langeweile beim Lesen auf. Die Geschichte lädt von Anfang bis Ende zum Mitfiebern ein und zaubert einem immerzu ein fettes Grinsen auf die Lippen.
Neben dem erstklassigen Humor und den kreativen Einfällen enthält auch dieser Band wichtige Themen und Botschaften, was ich großartig fand. Freundschaft, Zusammenhalt, Integration und Toleranz – all das wurde erneut hervorragend verpackt in einer schaurig-schönen Schulgeschichte.

Neben der Story bin ich auch von den Charakteren wieder hellauf begeistert. Milan habe ich bereits in Band 1 unsagbar liebgewonnen. Er ist einfach so jemand, den man sofort ins Herz schließen muss. Die weiteren Figuren, egal ob freundlich oder unsympathisch, sind dem Autor ebenfalls wieder ausgezeichnet gelungen. Wir treffen auf lauter bekannte Gesichter, dürfen aber auch so einige neue Personen kennenlernen. Die Sphinx Andromeda Mysterion zum Beispiel, oder eine waschechte Sirene. Echt Wahnsinn, auf was für skurrile Gestalten wir in dieser Reihe so treffen. Milans Mitschüler, seine Lehrer...hach, herrlich, sag ich euch. Viele haben so wunderbar schräge Eigenarten, die einfach nur urkomisch und zum Schmunzeln schön sind. Besonders klasse finde ich zum Beispiel die beiden Vampirmädchen Clarissa und Samantha, die nichts lieber tun als sich zu zanken. Wen ich auch total ulkig finde, ist der Lehrer Herr Blubberbauch. Bei ihm handelt es sich um einen Wassermann, den man stets nur in seiner Badewanne antrifft. Einer Badewanne, die sich auf kleinen Füßen fortbewegen kann, hihi. :D

Was dann natürlich auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben darf, ist die wunderhübsche Aufmachung des Buches. Die Innengestaltung ist einfach nur wieder traumhaft! Meine persönlichen Highlights sind die doppelseitigen Illustrationen auf dem vorderen und hinteren Vorsatzblättern, die die wichtigsten Charaktere mit kleinen Bildchen und Namen zeigen. Dieses brillante Personenregister hat mir den Einstieg in das Buch auf jeden Fall enorm erleichtert. Ich schwächle leider immer sehr bei Figurennamen. Die sind bei mir in der Regel im Nu wieder weg, räusper.
Vollkommen verzaubert bin ich aber selbstverständlich auch von den vielen farbigen Bildern, die den Text begleiten. Die Seiten wurden erneut fantastisch von Alexandra Helm aufgemacht. Seien es die entzückenden Verzierungen an den Seitenrändern, die hinreißende Gestaltung an den Kapitelanfängen oder die zahlreichen farbenfrohen Illustrationen – allesamt sind sie zum Träumen und Gruseln schön und schaffen eine ganz besondere Atmosphäre, die einfach nur perfekt zur Geschichte passt.

Fazit: Eine monstermäßig starke Fortsetzung, die riesengroße Lust auf mehr macht! Auf meine Rückkehr in die einmalige Mitternachtsschule habe ich mich definitiv zurecht so sehr gefreut. Mir hat der zweite Band wahnsinnig gut gefallen. Die Geschichte steckt voller spannender und unglaublich witziger Szenen, dem Einfallsreichtum sind erneut keine Grenzen gesetzt, die vielen skurrilen Figuren sind einfach nur mal wieder einsame Spitze und in die zahlreichen farbigen Illustrationen von Alexandra Helm bin ich total verliebt.
Ich hoffe nun sehr, dass es auch noch einen dritten Teil geben wird. Sollte es einen geben, wäre ich ganz bestimmt eine der Ersten, die sich darauf stürzen würde. :D
„Die Mitternachtsschule – Lektion zwei: Sirenenschrei“ erhält von mir volle 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 17.04.2020

Ein toller Auftakt, der durchweg zum Mitfiebern und Miträtseln einlädt!

Code: Orestes - Das auserwählte Kind
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Als ich das erste Mal von „Code Orestes“ hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich lese super gerne Bücher, die in Schweden spielen und Geschichten, die voller Rätsel und Codes stecken, fallen ebenfalls ...

Als ich das erste Mal von „Code Orestes“ hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich lese super gerne Bücher, die in Schweden spielen und Geschichten, die voller Rätsel und Codes stecken, fallen ebenfalls absolut in mein Beuteschema. Für mich stand daher sehr schnell fest: Den Auftakt der Code Orestes Trilogie möchte ich unbedingt lesen!

An einem kalten Wintertag wird die 12-jährige Malin abends von einem äußerst merkwürdigen Mann aufgehalten. Hastig drückt er ihr einen Brief in die Hände und nimmt ihr das Versprechen ab, ihn an ein Rutenkind zu übergeben, welches in genau 100 Tagen in das Nachbarhaus einziehen wird. Niemand anderem darf sie den Brief geben, niemand darf von ihm erfahren. Es sei wichtig, dass sie diesen Auftrag ausführe. Es gehe angeblich um die Zukunft, um Leben und Tod! Völlig verdattert nimmt Malin den Umschlag an sich. Wenige Monate nach dieser bizarren Begegnung zieht der seltsame Junge Orestes mit seiner Hippiemutter und seiner kleinen Schwester Elektra nebenan ein. Malin ist sofort klar, dass er dieses geheimnisvolle Rutenkind sein muss. Orestes aber zeigt sich wenig begeistert von dem Ganzen. Er zerreißt den Brief sogar! Malin kann es nicht fassen. Umsichtig wie sie ist, hat sie zum Glück aber gleich drei Kopien von dem Brief gemacht. Sie kann Orestes schließlich noch davon überzeugen, mit ihr gemeinsam den verschlüsselten Brief zu entziffern. Eine abenteuerliche Schnitzeljagd beginnt...

Was für ein cooles Buch! Ich habe eindeutig mal wieder den richtigen Riecher gehabt – mir hat das, was mich im ersten Band von Code Orestes erwartet hat, unheimlich gut gefallen! Hätte ich nicht mal wieder drei Bücher parallel gelesen, hätte ich das Buch garantiert nahezu in einem Rutsch durchgeschmökert. Der Auftakt der Code Orestes Trilogie hat mir einfach genau das beschert, was ich mir erhofft hatte: Ein abenteuerlicher Kinderkrimi, der durchweg zum Mitfiebern einlädt und uns Leser mit lauter mysteriösen Ereignissen, jeder Menge Rätsel und zahlreichen Überraschungen konfrontiert. Wer beim Lesen gerne mitknobelt und ein leidenschaftlicher Codeknacker ist, wird bei Code Orestes garantiert ganz auf seine Kosten kommen!

Ich hatte einen fabelhaften Einstieg in das Buch. Eigentlich wollte ich abends vor dem Schlafengehen nur mal ein bisschen das Buch reinlesen, habe dann aber, ehe ich es mich versah, gute 100 Seiten am Stück weggesuchtet. Bis auf die Briefe aus dem 19. Jahrhundert, die mir persönlich etwas zu lang waren, habe ich die Story als unfassbar packend empfunden. Die Briefe des Ingenieurs Axel Åström, welche unsere Protagonisten gemeinsam entschlüsseln, haben sich für mich, muss ich gestehen, ein bisschen langatmig lesen lassen. Da habe ich mich öfters dabei ertappt, dass ich diese Passagen irgendwann nur noch überflogen habe. Klasse fand ich daher, dass es im Anschluss an Axels Erzählungen kurze stichpunktartige Zusammenfassungen von unserer Buchheldin Malin gibt.

Bis auf die Briefe hat sich das Buch für mich aber wirklich hervorragend lesen lassen. Die Schrift ist angenehm groß, die Kapitel sind schön kurz und der mitreißende Schreibstil konnte mich von Beginn an begeistern. Da wir alles aus der Sicht von Malin in der Ich-Form erfahren, ist der Erzählton recht kindlich gehalten, was mir unglaublich gut gefallen hat! Ich liebe solche Erzählweisen einfach über alles. In meinen Augen ist es der Autorin erstklassig geglückt, aus der Perspektive eines 12-jährigen Mädchens zu schreiben. Ich, als Erwachsene, konnte mich jederzeit mühelos in unsere Hauptprotagonistin hineinfühlen.

Malin war mir auf Anhieb sympathisch. Sie ist ein total liebes, aufgewecktes und cleveres junges Mädel. Man kann gar nicht anders, als Malin sofort ins Herz zu schließen.
Bei Orestes schaut das etwas anders aus. Er ist anfangs äußerst unfreundlich und kühl, allerdings zeigt sich noch, dass sich hinter seiner unnahbaren Fassade ein herzensguter und warmherziger Kerl verbirgt.
Orestes und Malin sind ziemliche Gegensätze, aber vermutlich passen sie gerade deswegen so gut zusammen. Die beiden werden noch sehr gute Freunde werden und gemeinsam mit diesem außergewöhnlichen Ermittlerduo werden wir Leser eine enorm abenteuerliche Zeit voller Geheimnisse und Mysterien erleben.

Mit den weiteren Figuren konnte mich die schwedische Autorin ebenfalls vollends überzeugen. Alle haben sie so ihre schrullige Eigenarten und Probleme, was sie nur noch liebenswerter und authentischer macht. Da hätten wir zum Beispiel Malins Mama, die grundsätzlich nur logisch und wissenschaftlich denkt, ihr gutmütiger Vater, der sich von einem Herzinfarkt erholt und Orestes Hippiemutter, die man mit ihrem esoterischen Gedöns einfach nur als schräg bezeichnen kann. Ich fand Orestes Mutter Mona total witzig und musste öfters über sie schmunzeln, zugleich habe ich aber auch sehr mit Orestes mitgelitten. Mir wäre es an seiner Stelle garantiert auch ziemlich peinlich gewesen, so eine verrückte Mutter zu haben.

Womit mich Maria Engstrand ebenfalls (nahezu) vollkommen abholen konnte, ist die Handlung. Da habe ich euch ja bereits erzählt, dass ich die Story als unbeschreiblich spannend empfunden habe. Okay, mal abgesehen von den Briefen, aber letztendlich haben mich diese eigentlich gar nicht groß gestört. Mir hat es unsagbar viel Spaß gemacht, mich zusammen mit Malin und Orestes auf eine spannende Schnitzeljagd durch das beschauliche Städtchen Lerum und die Umgebung zu begeben. Die Codes, die es zu knacken gilt, fand ich richtig genial. Allerdings habe ich sie als ziemlich tricky empfunden. Hier heißt es definitiv Köpfchen einschalten und richtig mitdenken, wenn man sich ebenfalls ans Herumrätseln und Entschlüsseln machen möchte. Außerordentlich gut gefallen hat mir, wie detailreich und kindgerecht das Dechiffrieren der Codes mithilfe von Tabellen und Codierscheiben beschrieben wird. Man lernt in dem Buch wahrlich eine Menge über Kryptographie, vor allem über die Vigenère-Chiffre, was ich super interessant fand.

Mit dem Ende war ich zuerst irgendwie nicht so ganz zufrieden, aber da es sich bei „Das auserwählte Kind“ um den ersten Band einer Trilogie handelt, fand ich es dann doch okay, dass so einige Dinge offen bleiben oder nur angerissen werden. So hoffe ich zum Beispiel, dass der „Internetzwischenfall“ von Malin im nächsten Band noch einmal aufgriffen wird. Falls ihr euch jetzt fragt, was es mit diesem geheimnisvollen Internetzwischenfall auf sich hat und gerne mehr darüber wissen möchtet, müsst ihr das Buch schon selber lesen. Darüber werde ich euch nämlich nichts erzählen. Spannung muss schließlich sein, hehe. ;)

Wovon ich euch aber unbedingt noch berichten möchte, ist die grandiose Aufmachung des Buches. Das Cover finde ich wunderhübsch, von diesem war ich auf den ersten Blick ganz verzaubert. Der Innenteil kann sich aber auch sehen lassen. Das erste und hintere Vorsatzblatt ist traumhaft illustriert und auch die Kapitelanfänge sind hinreißend gestaltet. Große Klasse sind dann auch die kleinen schwarz-weiß Illustrationen, die es im Verlaufe der Geschichte gibt. Leider sind es nur sehr wenige, aber dafür wunderschöne.

Fazit: Spannend, geheimnisvoll, außergewöhnlich – ein wundervoller Trilogieauftakt, der große Lust auf mehr macht! In meinen Augen ist der schwedischen Autorin Maria Engstrand mit dem ersten Band ihrer Code Orestes Trilogie ein großartiges Debüt gelungen, welches mir herrliche Lesestunden beschert hat. Die Handlung steckt voller Abenteuer, Geheimnisse, Codes und unvorsehbarer Wendungen - man mag das Buch wirklich gar nicht mehr aus der Hand legen, da man so sehr am Mitfiebern und Miträsteln ist. Neben der aufregenden Schnitzeljagd enthält die Geschichte noch viele weitere tolle Themen wie Freundschaft, Mut, Zusammenhalt, Mystik, Wissenschaft und Technik. Ich fand diesen einzigartigen Mix einfach nur einsame Spitze. Auf den zweiten Band, der zu meiner großen Freude bereits im kommenden Sommer erscheinen wird, freue ich mich schon riesig!
Egal ob Jung oder Alt – ich kann „Code Orestes – Das auserwählte Kind“ wärmstens empfehlen und vergebe 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 15.04.2020

Ein richtig cooler Reihenauftakt, der große Lust mehr macht

Mina und die Karma-Jäger - Der Klassenkassen-Klau
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Bei „Mina und die Karmajäger – Der Klassenkassen-Klau“ stand für mich sofort fest: Das Buch muss ich lesen! Der Klappentext klang einfach so schön schräg und witzig und das ulkige Cover konnte mich ebenfalls ...

Bei „Mina und die Karmajäger – Der Klassenkassen-Klau“ stand für mich sofort fest: Das Buch muss ich lesen! Der Klappentext klang einfach so schön schräg und witzig und das ulkige Cover konnte mich ebenfalls auf Anhieb überzeugen. Da mich meine bisherigen Werke von Janet Clark zudem hellauf begeistern konnten, war ich sehr guter Dinge, dass mir der Auftakt ihrer neuen Kinderbuchreihe aus dem Dragonfly Verlag ein fabelhaftes Lesevergnügen bescheren wird.

Die 11-jährige Mina freut sich riesig auf ihre Geburtstagsparty. Als es endlich an der Haustür klingelt und Mina sie strahlend öffnet, erhält ihre große Freude nur einen jähen Dämpfer. Anstelle ihrer Freunde steht nur eine einzige Person vor ihr. Ein ihr unbekannter Junge, der behauptet, dass er alle ihre Gäste ausgeladen hat. Mina kann es zuerst gar nicht fassen. Wer ist dieser komische Junge und warum bitte schön hat er allen gesagt, dass ihre Party ausfällt? Spinnt der? Dieser Knallkopf scheint wohl wirklich nicht alle Tassen im Schrank zu haben, denn behauptet er doch tatsächlich, dass er Karma-Punkte sammeln müsse, um in den Himmel zu kommen und sie, Mina, solle ihm dabei helfen. Okaaay, alles klar. Mina wird allerdings stutzig, als sie merkt, dass nur sie diesen fremden Jungen sehen kann. Bei ihrem Gast handelt sich um den Geist namens Julius und wenn sie diese Nervensäge wieder loswerden möchte, muss sie ihm wohl wirklich bei seiner Karmajagd helfen. Alles andere als einfach, wie sich noch zeigen wird. Und als würde dieser Julius nicht schon für genug Trubel sorgen, fehlt auf einmal ein großer Betrag in der Klassenkasse. Julius sieht in dem Diebstahl sofort seine Chance, um sein Karma aufzubessern. Eine aufregende Spurensuche beginnt…

„Mina und die Karmajäger – Der Klassenkassen-Klau“ durfte bereits deutlich vor dem Erscheinen bei mir einziehen und eigentlich wollte ich das Buch schon viel eher lesen, nur irgendwie ist mir ständig ein anderes Buch dazwischen gekommen. Gestern war es aber schließlich endlich soweit: Ich habe mir „Mina und die Karmajäger – Der Klassenkassen-Klau“ geschnappt und mit dem Schmökern losgelegt. Schon nach den ersten paar Seiten wurde mir bewusst, dass es wirklich Unding ist, dass das Buch so lange auf meinem SuB lag. Ich habe meine Erwartungen eindeutig nicht zu hoch geschraubt – mir hat der Auftakt der „Mina und die Karmajäger“ - Reihe unheimlich gut gefallen! Ich habe das Buch quasi in einem Rutsch durchgelesen und nun fiebere dem Erscheinen der Fortsetzung ganz ungeduldig entgegen. Ursprünglich sollte der zweite Band diesen Monat rauskommen, allerdings habe ich gerade gesehen, dass der Termin auf September verschoben wurde. Schade. Aber wie heißt es so schön: Vorfreude ist die schönste Freude. :)

In meinen Augen ist Janet Clark mit dem ersten Band ihrer „Mina und die Karmajäger“ - Reihe ein bezaubernder Serienstart geglückt. Für mich, als Erwachsene, hat sich das Buch wunderbar lesen lassen. Die Schrift ist angenehm groß, die Kapitel sind schön kurz und von der spritzigen und herrlich humorvollen Erzählweise war ich von Beginn an ganz begeistert.
Unsere Buchheldin Mina, aus deren Sicht wir alles in der Ich-Perspektive erfahren, hat mir ebenfalls vom ersten Moment an unglaublich gut gefallen. Mit Mina hat Janet Clark eine tolle Protagonistin erschaffen. Mit ihrer liebenswerten und ziemlich coolen Art hat sich dieses aufgeweckte Mädel sofort in mein Herz geschlichen.

Auch mit den weiteren Charakteren konnte mich die Autorin überzeugen. Julius fand ich öfters zwar etwas nervig und anstrengend, allerdings war dies natürlich von der Autorin auch so beabsichtigt. Als lieb und sympathisch kann man diesen Geisterjungen wahrlich nicht bezeichnen. Julius ist eingebildet, unfreundlich und enorm frech und vorlaut. Er sorgt am laufenden Band für Chaos und Ärger und das kommt bei Mina natürlich wenig gut an. Tja, von irgendwo her muss dieses miese Karma ja aber auch schließlich kommen, oder? ;)
Julius Karma ist wirklich unterirdisch schlecht. Er liegt zu Beginn des Buches bei unter 10 Punkten, sodass er sich kurz vor der Nacktmull-Stufe befindet. Puh, da heißt es wohl wirklich ordentlich Karma sammeln, wenn Julius in den Himmel kommen möchte. Dass das Ganze aber ziemlich knifflig werden wird, könnt ihr euch sicher denken. Wenn man nur im Unfug im Kopf hat, fliegt einem das gute Karma nicht gerade zu.

Mina ist da ganz anders drauf. Sie ist für Gerechtigkeit und Ehrlichkeit. Sie und Julius werden daher ständig aneinander rasseln und die witzigen Wortgefechte, die bei ihren Zankereien entstehen, sind einfach nur spitze. Mich zumindest haben die vielen Schlagabtäusche der beiden bestens unterhalten.

Humormäßig bin ich definitiv ganz auf meine Kosten gekommen. Das Buch kann mit lauter amüsanten Szenen und fantasievollen Ideen aufwarten, die einen immerzu breit schmunzeln und grinsen lassen.
Was auch nicht zu kurz kommt, ist die Spannung. „Mina und die Karmajäger – Der Klassenkassen-Klau“ erzählt eine super mitreißende Krimigeschichte, bei der man als Leser so richtig ins Mitfiebern gerät. Mir hat es total viel Spaß gemacht mich zusammen mit Mina, ihrer besten Freundin Isabel und dem unsichtbaren Julius auf die Suche nach dem Klassenklau-Dieb zu begeben.

Was mir an dem Buch besonders gut gefallen hat, sind die wichtigen Themen und Botschaften, die es enthält. So lustig und abgedreht die Story auch sein mag, sie regt zugleich auch sehr zum Nachdenken an. Freundschaft, Zusammenhalt, Anstand, Ehrlichkeit und Gerechtigkeit – all diese wundervollen Dinge sind ein großer Bestandteil der Geschichte, was ich einfach nur großartig fand.

Wovon ich ebenfalls mega begeistert bin, ist die grandiose Aufmachung des Buches. Die vielen kleinen schwarz-weiß Illustrationen von Sabine Sauter haben mir wahnsinnig gut gefallen. Ihr pfiffiger Zeichenstil passt einfach nur perfekt zu der unterhaltsamen Geschichte, die einen in „Mina und die Karmajäger – Der Klassenkassen-Klau“ erwartet. 
Was ich richtig genial fand, ist die Gestaltung der Seitenzahlen. Unten auf den Seiten ist das jeweilige Karmalevel abgebildet, in welchem sich Julius gerade befindet. Da Julius aber erst zum Ende hin endlich auf der Karmalevel-Skala nach oben klettern wird, begleiten uns den größten Teil des Buches nur kleine Nacktmulle und Regenwürmer. Also ich finde diese Idee echt klasse. Welche Zeichnungen uns neben den Nacktmullen und Regenwürmern sonst noch so erwarten, werde ich euch allerdings nicht verraten. Auch bezüglich der Klassenklau-Story werde ich schweigen. Wenn ihr darauf gerne Antworten haben möchtet, müsst ihr das Buch schon selber lesen. ;)

Fazit: Ein toller Reihenauftakt, der große Lust auf mehr macht! Ich habe eine zauberhafte Lesezeit mit „Mina und die Karmajäger – Der Klassenkassen-Klau“ verbracht. Mir hat die Geschichte mit ihrer wundervollen Themenmischung, dem erstklassigen Humor und den vielen originellen Ideen total gut gefallen und auch die Illustrationen von Sabine Sauter fand ich einsame Spitze. Bis auf Julius, der mir stellenweise dann doch ein kleines bisschen zu sehr auf den Geist ging, bin ich hellauf begeistert von dem Buch. Egal ob Jung oder Alt – ich kann „Mina und die Karmajäger – Der Klassenkassen-Klau“ wärmstens empfehlen und vergebe 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 15.04.2020

Eine weitere grandiose Fortsetzung voller Düfte, Magie und Fantasie!

Die Duftapotheke (4). Das Turnier der tausend Talente
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Dem Erscheinen des vierten Teils von der Duftapotheke habe ich ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Seit dem ersten Band bin ich ein riesengroßer Fan dieser zauberhaften Reihe. Die ersten drei Bände konnten ...

Dem Erscheinen des vierten Teils von der Duftapotheke habe ich ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Seit dem ersten Band bin ich ein riesengroßer Fan dieser zauberhaften Reihe. Die ersten drei Bände konnten mich hellauf begeistern und ich war mir ziemlich sicher, dass auch das vierte Abenteuer von Luzie und Co. ein absolutes Highlight für mich werden wird.

Als die 13-jährige Luzie Alvenstein und ihre Freunde erfahren, dass Elodie de Richemont und die Baronin von Schönblom einen Duftwettstreit in England veranstalten werden, ahnen sie sofort, dass ihre Widersacher nichts Gutes im Schilde führen. Mit diesem „Turnier der tausend Talente“, bei welchem die weltbesten Parfümeure gegeneinander antreten, möchten ihre Gegenspieler doch garantiert nur weitere Sentifleur-Talente ausfindig machen und für ihre fiesen Pläne nutzen. Gemeinsam mit Mats, Leon, Edgar, Daan und Willelm reist Luzie daher nach England, um ebenfalls an dem Turnier teilzunehmen und die hinterhältigen Absichten der Ewigen zu vereiteln. Wer, wenn nicht Luzie mit ihrer Sentifleur-Begabung kann dies gelingen? Ein gefährlicher Kampf beginnt...

Meine große Vorfreude war mal wieder absolut gerechtfertigt: Auch mit dem vierten Duftapotheke-Band ist Anna Ruhe eine erneute grandiose Fortsetzung geglückt, welche mich genauso verzaubern konnte wie die drei vorherigen Bände. Ich bin total begeistert von dem, was mich zwischen den umwerfenden Buchdeckeln erwartet hat. Einmal begonnen mit dem Lesen, konnte ich irgendwie gar nicht mehr damit aufhören. Die Handlung konnte mich von den ersten Seiten an vollkommen in ihren Bann ziehen und bis zum Schluss in Atem halten. Ich habe das Buch förmlich verschlungen und für meinen Geschmack leider viel zu schnell wieder beendet. Echt schade, dass es den fünften Band noch nicht gibt. Am liebsten würde ich sofort weiterlesen. Zum Glück wird das nächste Duftapotheke-Abenteuer aber noch dieses Jahr im November erscheinen, yay! Auf den fünften Band freue ich mich schon gigantisch!

Obwohl es bei mir nun schon wieder ein Weilchen her ist, dass ich den dritten Teil gelesen habe und ich als große Vielleserin leider rasend schnell wieder Dinge aus Büchern vergesse, hatte ich überhaupt keine Einstiegsprobleme. Ich habe mühelos ins Duftapotheke-Universum zurückgefunden und mich von Beginn an pudelwohl beim Lesen geführt. Da das Buch nur direkt an Band 3 anschließt und sehr auf die Vorgänger aufbaut, rate ich bei dieser Reihe ganz dringend, die chronologische Reihenfolge der Bände einzuhalten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man allem problemlos folgen kann, wenn man in „Das Turnier der tausend Talente“ ohne jegliches Vorwissen abtaucht.

Womit mich Anna Ruhe erneut komplett überzeugen konnte, sind die Charaktere. Wir treffen auf lauter altbekannte Gesichter, was mich riesig gefreut hat, dürfen aber natürlich auch so einige neue Charaktere kennenlernen. Egal ob Gut oder Böse – allesamt wurden die Figuren wieder hervorragend ausgearbeitet. Vor allem unsere Hauptprotagonistin Luzie, aus deren Sicht wir alles in der Ich-Perspektive erfahren, und ihr bester Mats fand ich erstklassig gelungen. Bei den beiden kann man im Verlaufe der vier Bände besonders schön mitverfolgen, wie fabelhaft sie sich weiterentwickeln und an ihren Aufgaben wachsen. Vor allem Luzie habe ich in diesem Band als sehr reif und vernünftig empfunden, allerdings ist ihr Verhalten in meinen Augen dennoch absolut authentisch und typisch für eine 13-jährige. So hat mir zum Beispiel das Zusammenspiel mit ihr und Mats unheimlich gut gefallen. Dass sich die beiden ineinander verguckt haben, war ja bereits im Vorgänger ziemlich offensichtlich und auch in diesem Band wird es mehr als deutlich, dass die beiden definitiv mehr als nur Freundschaft füreinander empfinden. Die leichte Romanze zwischen den beiden fand ich einfach nur total süß. Klasse dabei fand ich aber auch, dass das Thema Liebe nicht allzu viel Raum in der Geschichte einnimmt, was ich für ein Kinderbuch dieser Altersklasse als sehr angemessen empfinde.

Mit der Handlung konnte die Autorin ebenfalls wieder vollends bei mir punkten. Wie oben bereits erwähnt, ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, weil ich so gefesselt von den Geschehnissen war. Die Story kann mit lauter aufregenden und actionreichen Szenen aufwarten und auch die Magie und Überraschungen kommen wahrlich nicht zu kurz. Besonders gut gefallen hat mir das Turnier der tausend der Talente. Die verschiedenen Aufgaben habe ich als wahnsinnig spannend empfunden – da klebte ich wirklich förmlich an den Seiten. Mega interessant bei den Wettkämpfen fand ich, dass wir unglaublich viel Neues über die Düfte und ihre magischen Wirkungen erfahren. Anna Ruhe beschert uns Leser mal wieder das reinste Duftkino und dank ihrer unfassbar bildhaften Beschreibungen der Schauplätze hat man beim Durchschmökern zudem auch die tollsten Bilder im Kopf. Das Setting ist der Autorin mal wieder perfekt gelungen. Also ich bin total verzaubert von dieser einzigartigen Kulisse.

Was dann natürlich auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben darf, ist die fantastische Gestaltung des Buches. An den märchenhaft schönen schwarz-weiß Illustrationen von Claudia Carls konnte ich mich mal wieder gar nicht sattsehen. Ich liebe diese wunderbar magische Atmosphäre, die durch die Bilder geschaffen wird!
Mein persönliches Highlight waren wieder die beiden doppelseitigen Illustrationen auf den vorderen und hinteren Vorsatzblättern. Diese sind einfach nur ein Traum, sag ich euch.
Zum Cover brauche ich vermutlich gar nicht groß was sagen, oder? Also ich finde es wunder-wunderhübsch. In meinen Augen ist es ein absoluter Hingucker und auch der Buchrücken kann sich sehen lassen. Die Duftapotheke-Bücher machen sich einfach nur traumhaft im Regal.

Fazit: Ein wundervolles Duftabenteuer voller Magie und Fantasie! Anna Ruhe hat auch mit dem vierten Band ihrer großartigen Duftapotheke-Reihe eine erneute rundum gelungene Fortsetzung aufs Papier gezaubert, welche mir ein herrlich duftes Leseerlebnis beschert hat. Das Buch lädt von den ersten Seiten an zum Träumen und Mitfiebern ein und macht riesengroße Lust auf mehr. Ich bin ganz hin und weg von der fantasievollen Geschichte und den atmosphärischen Illustrationen von Claudia Carls. Egal ob Jung oder Alt – ich kann die Duftapotheke-Reihe jedem nur ans Herz legen! Das vierte Abenteuer von Luzie und Co. erhält von mir nur zu gerne volle 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 14.04.2020

Einfühlsam, emotional, wunderschön - ein zauberhaftes Buch!

Silverhorse 1. Tanz mit dem Wind
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Pferdebücher lese ich seit meiner Kindheit unbeschreiblich gerne, daher war meine Neugierde umgehend geweckt, als ich das erste Mal von Silverhorse hörte. In das traumhafte Cover habe ich mich auf den ...

Pferdebücher lese ich seit meiner Kindheit unbeschreiblich gerne, daher war meine Neugierde umgehend geweckt, als ich das erste Mal von Silverhorse hörte. In das traumhafte Cover habe ich mich auf den ersten Blick verliebt und der äußerst vielversprechend klingende Klappentexte konnte mich ebenfalls auf Anhieb überzeugen. Für mich stand daher sofort fest: Den Auftakt der Silverhorse-Reihe möchte ich unbedingt lesen!

Seit Ava durch ihren Umzug in die Stadt ihr geliebtes Reitpony Flint hergeben musste, will die 12-jährige nichts mehr mit Pferden zu tun haben. Die Trennung von Flint schmerzt einfach zu sehr. Als Ava jedoch für ein Bioreferat dazu verdonnert wird, zu einem nahegelegenen Reiterhof zu fahren, trifft sie auf die wunderhübsche Lusitano-Stute Soraya. Von der Schönheit und Wildheit dieser silbernen Stute ist Ava vom ersten Moment an ganz verzaubert. Soraya lässt allerdings niemanden an sich heran – bis auf Ava. Ihr vertraut das Silberpferd blind, und das wortwörtlich. Ava schließt diese außergewöhnliche blinde Silberstute sofort in ihr Herz und verbringt jede Menge Zeit mit ihr. Doch dann schwebt der Reiterhof auf einmal in Gefahr. Ava, ihre neue beste Freundin Lou und der Junge Elaf fassen sofort den Entschluss ihn zu retten. Ob ihnen das wohl rechtzeitig gelingen wird?

Wie oben bereits erwähnt, war ich sofort Feuer und Flamme, als ich das erste Mal über Silverhorse stolperte. Als ich dann erfuhr, dass sich hinter dem Pseudonym Julie Wald die Autorin Michaela Holzinger verbirgt, habe ich mich nur noch mehr auf das Buch gefreut. Mit ihrer zuckersüßen „Ponyschule Trippelwick“ - Reihe konnte mich Michaela Holzinger hellauf begeistern, daher konnte ich es nun wirklich kaum noch abwarten, ihre neue Pferdebuchserie aus dem Oetinger Verlag kennenzulernen.
Ich bin dann auch eindeutig nicht mit den falschen Erwartungen an das Buch herangegangen – mir hat der erste Band von Silverhorse ein herrliches Leseerlebnis beschert. Nahezu in einem Rutsch habe ich ihn durchgeschmökert und hätte danach am liebsten sofort zum zweiten Teil gegriffen. Dieser wird zu meiner großen Freude sogar schon mit einer kleinen Leseprobe hinten im Buch angekündigt, allerdings werden wir uns bis zum Erscheinen wohl leider noch bis nächstes Jahr gedulden müssen.

Ich hatte einen fabelhaften Einstieg in das Buch. Von der locker-leichten und sehr jugendlichen Erzählweise war ich von Anfang an ganz begeistert und unsere Protagonistin Ava, aus deren Sicht wir den größten Teil der Handlung in der dritten Person erfahren, war mir auf Anhieb sympathisch. Mit ihrer liebenswerten und wunderbar schlagfertigen Art sich Ava einfach sofort in mein Herz geschlichen. Da ihre Gefühls- und Gedankenwelt zudem sehr anschaulich und feinfühlig beschrieben wird, ist es mir, als Erwachsene, spielend leicht gelungen mich in unsere 12-jährige Buchheldin hineinzuversetzen. 
 

Empfohlen wird die Reihe für Kinder ab 11 Jahren und dieser Empfehlung schließe ich mich an. Leser ab diesem Alter werden sich hervorragend mit Ava und ihren Freunden identifzieren können und die zeitgemäßen Dinge werden ganz bestimmt mega gut bei ihnen ankommen. Dieser Punkt hat mir besonders gut gefallen: Alles wirkt so authentisch und lebensnah. So spielt zum Beispiel Instagram eine große Rolle in der Geschichte und es werden oft Textnachrichten geschrieben. 
In erster Linie wird Silverhorse wohl junge Pferdemädchen ansprechen, welche auch ganz klar die Hauptzielgruppe sind. In meinen Augen ist das Buch allerdings auch für Pferde begeisterten Jungen und deutlich ältere Leser absolut lesenswert.

Neben Ava haben mir auch die Nebenfiguren wahnsinnig gut gefallen. Avas neue beste Freundin Lou, der Junge Elaf, der alte Silvester Hennelly, seine Enkelin Elsie und die weiteren Charaktere – allesamt wurden sie erstklassig ausgearbeitet. Ich könnte da jetzt irgendwie auch gar nicht so wirklich sagen, wer nun zu meinen Lieblingen zählte. Vermutlich Lou mit ihrem verrückten Kleidungsstil und ihrer komischen, zugleich aber super liebenswürdigen Art. Wer es mir aber ebenfalls sehr angetan hat, ist der alte Silvester Hennelly und auch Elaf habe ich unheimlich liebgewonnen. Mit Elaf bringt die Autorin das Thema erste Liebe mit ins Spiel. Ava wird sich ein bisschen in den süßen Elaf mit den waldgrünen Augen vergucken und wie das beschrieben wird, ist total süß. Die Liebe nimmt allerdings nicht allzu viel Raum in der Geschichte ein. Das Augenmerk liegt definitiv auf den Themen Pferde, Freundschaft, Mut, Zusammenhalt und Vertrauen.

Pferdefans werden bei Silverhorse auf jeden Fall ganz auf ihre Kosten kommen. Die Bindung zwischen Ava und der Stute Soraya wird unfassbar einfühlsam, authentisch und berührend beschrieben. Soraya vertraut Ava blind, und das wortwörtlich. Ava wiederum wird dank der Silberstute wieder Lust am Reiten und ihre Liebe für Pferde zurückgewinnen. Bei den beiden kann man wohl wirklich nur von Seelenverwandtschaft sprechen. Mir sind die gemeinsamen Momente von Ava und Soraya so richtig unter die Haut gegangen.

Was neben der innigen Beziehung zwischen Mensch und Pferd ebenfalls herzerwärmend schön dargestellt wird, ist die Freundschaft zwischen Ava und Lou. Mir persönlich ging es da zwar fast schon etwas zu schnell mit der Freundschaft, aber gestört hat mich dieser Punkt nicht. Mich hat es riesig für die beiden Mädels gefreut, dass sie so rasch so gute Freundinnen wurden.

Wovon ich ebenfalls hellauf begeistert bin, ist das Setting. Avas neue Heimatstadt, das Forsthaus, die idyllische Umgebung – alles wird so bezaubernd beschrieben, sodass für mich so richtige Wohlfühlatmosphäre aufkam.

Zur genauen Handlung möchte ich eigentlich gar nicht mehr groß was sagen. Stellt euch einfach mal darauf ein, dass ihr das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollt, weil ihr so gefesselt und verzaubert von den Geschehnissen seid. Die Story kann man so einigen Überraschungen und jeder Menge Emotionen aufwarten und auch die spannenden und witzigen Szenen kommen nicht zu kurz. Ich fand den Mix einfach nur perfekt und habe wunderbare Lesestunden mit dem Buch verbracht. Dem Erscheinen der Fortsetzung fiebere ich nun ganz ungeduldig entgegen.

Fazit: Warmherzig, emotional, zum Träumen schön – ein wundervoller Pferdeschmöker für Jung und Alt! Julie Wald alias Michaela Holzinger ist mit dem ersten Band ihrer Silverhorse-Reihe ein großartiger Serienstart geglückt, welcher mich vollkommen verzaubern konnte. Ob die berührenden Pferdemomente, die aufregenden, humorvollen oder ernsthaften Augenblicke – für mich war hier einfach alles rundum stimmig. Ich habe eine unglaublich tolle Zeit mit dem Buch verbracht und es für meinen Geschmack leider viel zu schnell wieder beendet. Ich bin begeistert und vergebe sehr gerne volle 5 von 5 Sternen!

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