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Veröffentlicht am 11.01.2026

Monstermäßig toll!

Monstäa
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Konrad und seine jüngere Schwester Frida verbringen die Herbstferien gemeinsam mit ihren Eltern im Monsterpark, wo ihr Papa arbeitet. Während es Frida kaum erwarten kann, hält sich die Begeisterung von ...

Konrad und seine jüngere Schwester Frida verbringen die Herbstferien gemeinsam mit ihren Eltern im Monsterpark, wo ihr Papa arbeitet. Während es Frida kaum erwarten kann, hält sich die Begeisterung von Konrad sehr in Grenzen. Im Park leben echte, wilde Monster! Sie sitzen zwar gut gesichert in Käfigen, aber man weiß ja nie. Konrad ist definitiv kein Monsterfan – Frida hingegen wittert schon ein spannendes Abenteuer und ist fest entschlossen, das verborgene Portal zu finden, durch das man angeblich in die Monsterwelt reisen kann. Sehr zum Unmut ihres Bruders schleicht sie sich in der Nacht hinaus, um nach dem geheimen Durchgang zu suchen. Konrad folgt ihr und ehe es sich die Geschwister versehen, landen sie in der Welt der Monster. Doch Monstäa ist ganz anders als erwartet. Statt gefährliche Kreaturen treffen die Kinder auf freundliche Wesen. Auf das Knusperknäuschen Hox zum Beispiel, mit dem sie sich schnell anfreunden. Konrad und Frida kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Als sie erfahren, was damals wirklich geschehen ist, sind sie sofort fest entschlossen, ihren neuen Monsterfreunden zu helfen. Ein unvergessliches Abenteuer beginnt...

Nachdem mir Lisa Bogen vorletztes Jahr mit ihrem Kinderbuchdebüt „Heinrich Hase rettet Weihnachten“ die Adventszeit versüßen konnte, war ich sehr gespannt auf ihr neues Werk „Monstäa“. Schon das Cover mit seinen goldenen Elementen ist ein echter Hingucker und macht direkt Lust aufs Aufschlagen und Losschmökern. Dahinter geht es genauso weiter. Marie Bollermann hat auch das Innenleben wunderschön und liebevoll gestaltet, angefangen bei den Vorsatzpapieren über die Karte zu Beginn bis hin zu den zahlreichen stimmungsvollen schwarz-weiß Illustrationen, die für eine ganz besondere Atmosphäre sorgen.

Inhaltlich überzeugt der Roman ebenfalls vom ersten Moment an. Lisa Bogen hat ihrer Fantasie mal wieder ihren freien Lauf gelassen und eine überaus kreative und magische Geschichte zu Papier gebracht. Zusammen mit Ich-Erzähler Konrad und seiner kleinen Schwester Frida verschlägt es einen schon nach kurzer Zeit nach Monstäa – eine fantastische Welt, in der es viele wundersame Orte zu entdecken gibt und lauter außergewöhnliche Kreaturen ihr Unwesen treiben. So treffen wir zum Beispiel auf Knusperknäuschen, die vorzügliche Backkünste besitzen; auf Sorgenfänger, die sich von Sorgen ernähren, und die Pupsis, die sich mit ihrer Pupskraft durch die Lüfte bewegen können.
Einfach herrlich, was Lisa Bogen sich hier alles hat einfallen lassen. Es macht wahnsinnig Spaß, in dieses Ideenfeuerwerk einzutauchen und die beiden Kinder auf ihrer Reise zu begleiten. Mit dem Geschwisterpaar hat die Autorin ein ziemlich gegensätzliches Duo erschaffen: Während Konrad sehr besonnen und eher ängstlich ist, kommt Frida wild, unerschrocken und abenteuerlustig daher. Normalerweise können sich die beiden nicht gut leiden, doch ihr Abenteuer wird sie zusammenschweißen und gemeinsam über sich hinauswachsen lassen. Zusammenhalt, Mut, Freundschaft und Akzeptanz werden hier groß geschrieben. Konrad, Frida und die Monster zeigen uns, dass es sich lohnt, anderen unvoreingenommen und offen zu begegnen und wie wichtig es ist, einander und sich selbst so anzunehmen wie man ist. Ganz nebenbei gehen uns die Monster auch in Sachen Umweltschutz mit einem guten Beispiel voran – von ihnen können wir Menschen uns durchaus eine Scheibe abschneiden.

Langweilig wird es auf den 368 Seiten zu keiner Zeit. Die Handlung sprüht nur so vor aufregenden Abenteuern, Witz und Charme und hält eine ganz Palette an liebenswerten Charakteren bereit. Ehe man es sich versieht, ist die Geschichte auch schon wieder vorbei, aber wer weiß, vielleicht wird es noch ein Wiedersehen mit Konrad, Frida und den Bewohner*innen aus Monstäa geben? Das Ende macht definitiv Lust auf mehr!

Ein mehrseitiges Monsterlexikon im Anschluss rundet das Leseerlebnis perfekt ab und als Sahnehäubchen obendrauf gibt es dann auch noch ein passendes Kartenspiel zum Buch, das man sich online bestellen kann.

Fazit: Ein weiteres wundervolles Kinderbuch haben uns die Lisa Bogen und Marie Bollmann hier gezaubert. „Monstäa – Die vergessene Welt der Monster“ ist eine fantasievolle, spannende und unterhaltsame Monstergeschichte ab 10 Jahren mit monstermäßig tollen Illustrationen, wertvollen Botschaften und ganz viel Herz. Ein Plädoyer dafür, über den Tellerrand zu schauen. Ich bin auch von Lisa Bogens zweitem Kinderbuch begeistert, mir hat es sogar noch ein bisschen gefallen als ihr erstes. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2026

Spannend, unterhaltsam, wunderbar magisch. Eine gelungene Fortsetzung!

Die Hüter der flüsternden Schlüssel (2). Ruf des Magitoriums
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Nach unzähligen Umzügen und Schulwechseln hat Leena endlich ein Zuhause gefunden, das sich auch immer mehr wie ein Zuhause anfühlt. Das Magitorium wird mit jedem Tag mehr zu einem sicheren Wohlfühlort ...



Nach unzähligen Umzügen und Schulwechseln hat Leena endlich ein Zuhause gefunden, das sich auch immer mehr wie ein Zuhause anfühlt. Das Magitorium wird mit jedem Tag mehr zu einem sicheren Wohlfühlort für sie und in Kimie, Rudi und Pirro hat sie gute Freunde gefunden. Alles könnte perfekt sein, doch dann erhält das Magitorium einen Hilferuf von einer unbekannten Key Keeperin. Die Hüter fassen sofort den Entschluss, ihr zu helfen, doch was als eine Rettungsmission beginnt, entpuppt sich sehr schnell als eine neue, finstere Bedrohung. Irgendjemand aus der Vergangenheit möchte ein gefährliches Artefakt in seinen Besitz bringen. Ehe es sich die vier Freunde versehen, stecken sie mittendrin in einer gefährlichen Prüfung, die über ihr Schicksal als Hüter entscheidet. Neue Geheimnisse und Wahrheiten kommen ans Licht. Ob sie die Mission wohl meistern werden?

Hierbei handelt es sich im den zweiten Teil von „Die Hüter der flüsternden Schlüssel“ und es empfiehlt sich, den Vorgänger zu kennen, damit man dem Geschehen problemlos folgen kann.
Ich habe den ersten Band im vergangenen Jahr mit großer Begeisterung gelesen und konnte die Fortsetzung daraufhin kaum erwarten. Irgendwie lag das Buch dann aber viel länger ungelesen auf meinem Stapel als ursprünglich geplant – keine Ahnung warum. Über Weihnachten bin ich aber endlich dazu gekommen, es von meinem SuB zu befreien und es hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Tanja Voosen weiß einfach, wie man tolle Kinderbücher schreibt. Mit ihrem gewohnt mitreißenden und humorvollen Schreibstil entführt sie uns zurück zu den Key Keepers. Dank kleiner Rückblicke ist man schnell wieder mittendrin im Geschehen und fiebert und bangt mit den Charakteren mit. Für mich persönlich gab es hier und da ein paar kleine Längen, die mein Lesevergnügen allerdings kaum geschmälert haben. Tanja Voosen hat einfach eine fantastische Welt erschaffen, voller Geheimnisse, Überraschungen und Magie. Gemeinsam mit Hauptprotagonistin Leena und ihren Freundinnen Rudi, Kimie und Pirro tauchen wir noch tiefer in das Magitorium ein, treffen auf einige neue Gesichter und lernen alte Bekannte noch besser kennen. So erfahren wir unter anderem mehr über Kimies Vergangenheit, genauer gesagt über seinen Bruder, der seit Jahren spurlos verschwunden ist. Stellenweise gehen die Ereignisse ganz schön zu Herzen, unvorhersehbare Wendungen halten einen in Atem und wie man es von der Autorin kennt, gibt es immer mal wieder auch Futter für die Schmunzelmuskeln. Es macht einfach Spaß, die vier Kinder und ihre zwei sprechenden tierischen Gefährten zu begleiten. Die Vier sind und bleiben ein großartiges Team: Ziemlich verschieden, aber zusammen unschlagbar. Gemeinsam wachsen sie mutig über sich hinaus und zeigen uns einmal mehr, was wahre Freundschaft ausmacht.
Zum Ende hin wird es besonders aufregend, bis das Buch in einem gemeinen Cliffhanger endet. Was für ein Glück, dass mir eine lange Wartezeit auf den nächsten Band nun erspart bleibt. Das Finale ist bereits vor ein paar Monaten erscheinen und wird natürlich schnellstmöglich bei mir einziehen.

Auch optisch macht dieser Band ordentlich was her. Das Cover, das uns die Isabelle Hirtz gezaubert ist, ist der reinste Blickfang und passt einfach perfekt zur Geschichte dahinter. Die wenigen stimmungsvollen schwarz-weiß Innenillustrationen von Emma Gillette (von denen es liebend gerne noch viele mehr geben dürfte!) sind jedoch ebenfalls wieder echte Hingucker und machen das Leseerlebnis noch magischer.

Fazit: Eine spannende und unterhaltsame Fortsetzung hat Tanja Voosen mit „Die Hüter der flüsternden Schlüssel - Ruf des Magitoriums“ geschaffen. Ein wunderbar magisches Abenteuer über die Kraft der Freundschaft und den Mut, an sich selbst zu glauben. Mir hat auch dieser Band total gut gefallen, ich kann diese Fantasytrilogie ab 10 Jahren nur empfehlen. Wer fantastische Welten und starke Held
innen mag, ist hier genau richtig. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 08.01.2026

Ein gelungener Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht!

Lukas & Greta (Band 1) – Das Geheimnis der alten Villa
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Lukas war immer davon ausgegangen, dass er ein ganz normaler Junge sei. Er ist normal groß und hat eine normale Familie, er streitet sich ganz normal mit seiner kleinen Schwester, wohnt in einer normalen ...

Lukas war immer davon ausgegangen, dass er ein ganz normaler Junge sei. Er ist normal groß und hat eine normale Familie, er streitet sich ganz normal mit seiner kleinen Schwester, wohnt in einer normalen Wohnung und geht mit anderen normalen Kindern auf eine normale Schule. An ihm ist wirklich nichts ungewöhnlich – bis auf seine beiden Eckzähne, die wie bei seiner Mutter seltsam spitz aus den anderen Zähnen herausragen. Auch eine Zahnspange konnte daran nichts ändern. Sein Leben wird völlig auf den Kopf gestellt, als seine Eltern eines Tages einen Brief erhalten, in dem steht, dass sie die alte Villa seines Ururgroßvaters geerbt haben. Es sind sich schnell alle einig, dass sie das Erbe annehmen werden. So zieht Lukas mit seiner Familie in das riesige Anwesen am Stadtrand, kommt auf eine neue Schule und muss sich neue Freunde suchen. Schon nach kurzer Zeit freundet er sich mit seiner Mitschülerin Greta an, die ebenfalls nicht normal ist: Greta ist eine Nachfahrin von Rotkäppchen! Gibt es Märchen also wirklich? Doch dies ist nicht die einzige Frage, die Lukas sehr beschäftigt. Irgendetwas Rätselhaftes geht in seinem neuen Zuhause vor sich. Gemeinsam mit Greta geht er der Sache auf den Grund und entdeckt dabei etwas ganz Unglaubliches: Sein Ururgroßvater ist ein echter, lebendiger Vampir!

Die spanische Künstlerin Rocio Bonilla zählt zu meinen absoluten Lieblingsillustratorinnen, ich liebe einfach ihren unverwechselbaren, zuckersüßen Stil. Auf ihr erstes Kinderbuch für Erstlesende habe ich mich dementsprechend sehr gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Schon das Cover begeistert auf den ersten Blick und dahinter geht es ganz genauso weiter.

Rocio Bonilla hat hier einen wunderbaren Reihenauftakt geschaffen, der definitiv Lust auf mehr macht. Mit viel Witz und Charme erzählt sie die Geschichte aus der Sicht von Lukas – ein überaus sympathischer Junge, der eigentlich ganz normal ist. Wären da nicht seine spitzen Eckzähne. Als Leser
in ahnt man natürlich sehr schnell, was hinter Lukas’ ungewöhnlichen Beißerchen stecken könnte, sodass die Enthüllung nicht groß überraschend kommt. Dies tut dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch, im Gegenteil. Es macht einfach Spaß, dieses Buch zu lesen, langweilig wird es zu keiner Zeit. Die Handlung ist durchweg unterhaltsam und punktet neben ein bisschen Vampirgrusel und Märchen-Vibes auch mit liebevoll gezeichneten Charakteren sowie wichtigen Botschaften. So wird Kindern unter anderem gezeigt, wie wertvoll gute Freunde sind und dass es völlig okay ist, anders zu sein.

Zum ersten Selberlesen für Kinder ab 7 Jahren ist dieses Buch sehr gut geeignet. Die Kapitel sind schön kurz, die Schrift sehr groß und jede Doppelseite ist mit mindestens einer Zeichnung gespickt. Die Illustrationen von Rocio Bonilla sind wie gewohnt ein ganz besonderer Genuss. Mal farbenfroh, mal skizzenhaft in schwarz-weiß sorgen sie für eine schaurig-schöne Wohlfühlatmosphäre und zaubern einem immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Vor allem die Mimik der Figuren ist wie gewohnt ganz hinreißend anzusehen.

Fazit: „Lukas & Greta – Das Geheimnis der alten Villa“ ist eine spannende und lustige Grusel-Fantasygeschichte über Freundschaft, Familie und das Anderssein. Ein vielversprechender Auftakt einer neuen Reihe zum Selberlesen ab 7 Jahren. Ich bin begeistert von Rocio Bonillas neuem Werk, vor allem ihre Illustrationen finde ich mal wieder großartig. Auf den zweiten Band freue ich mich schon sehr! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Ein außergewöhnliches Leseerlebnis!

Lasse Langbein
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Als mir Lasse Langbein zum ersten Mal begegnete, stand für mich sehr schnell fest, dass ich ihn kennenlernen möchte. Schon allein das Cover hat mich direkt in den Bann gezogen, sieht es nicht toll aus? ...

Als mir Lasse Langbein zum ersten Mal begegnete, stand für mich sehr schnell fest, dass ich ihn kennenlernen möchte. Schon allein das Cover hat mich direkt in den Bann gezogen, sieht es nicht toll aus? Es war mein erstes Werk von Matthias Picard und sicherlich nicht mein letztes. Seine vorherigen beiden 3D-Abenteuer mit dem Taucher Jim Curious stehen mittlerweile auf meiner Wunschliste und werden ganz bestimmt demnächst noch bei mir einziehen.

Matthias Picard hat hier etwas ganz Besonderes geschaffen, eine einzigartige Mischung aus Bilderbuch und Comic mit 3D-Effekten. Gekonnt spielt der französische Künstler mit verschiedenen Perspektiven und Panelgrößen, kombiniert Fotografien mit gezeichneten Elementen und erzählt die Geschichte (fast) komplett ohne Worte und ausschließlich in schwarz-weiß. Dieses Buch lebt von seinen Bildern, die in wundersame Landschaften entführen und uns auf eine abenteuerliche Reise mitnehmen. Auf den ersten Blick mögen die Seiten etwas unspektakulär wirken – doch wenn man eine der beiden 3D-Brillen aufsetzt, die sich hinten im Buch befinden, erhalten die grauen, verschwommenen Bilder plötzlich Tiefe. Wie durch Zauberei hat man auf einmal imposante dreidimensionale Welten vor sich. Leider kann ich euch diesen Wow-Effekt hier nicht zeigen, aber ihr könnt mir glauben, es lohnt sich, nach diesem Buch zu greifen!

Es macht einfach total viel Spaß den schlaksigen Lasse Langbein auf seinem spannenden Abenteuer zu begleiten. Dieses dünne schwarze Strichmännchen macht seinem Namen alle Ehre und zeigt uns allein durch Körperhaltung, Blick und Ohren, was es gerade fühlt. Beginnen tut seine Expedition auf einer kleinen Insel, wo er einem geheimnisvollen schwarzen Faden in die Tiefen eines Höhlenlabyrinth folgt. Gemeinsam mit ihm durchwandert man dunkle Gänge und riesige Plizwälder, vorbei an Stalagmiten und Stalaktiten und Schwärmen von Fledermäusen. Man segelt mit einem Blütenschirmchen durch ein schweres Unwetter, entkommt nur haarscharf einem Blitzeinschlag, taucht in einen unterirdischen See hinab und trifft schließlich auf ein weißes Kaninchen, ein bisschen wie bei Alice im Wunderland. Witzigerweise gibt es auf der aufklappbaren Doppelseite am Ende sogar ein Buch von Lewis Carroll zu entdecken.

Man ertappt sich beim Betrachten der Bilder immer wieder dabei, wie man über die Seiten streicht und versucht, etwas zu erfüllen. Kindern ab 6 Jahren wird es sicherlich besonders viel Freude machen, die vielen verschiedenen Welten zu erkunden, aber auch als Erwachsener hat man seinen hellen Spaß daran und kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Fazit: „Lasse Langbein“ ist eine fesselnde und faszinierende Reise durch eindrucksvolle 3D-Bilderwelten. Ein außergewöhnliches Leseerlebnis für Jung und Alt! Ich bin begeistert von diesem coolen, textlosen Bilderbuch-3D-Comic-Mix, ich kann es nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Eine wunderschöne Freundschaftsgeschichte über das schwierige Thema Demenz

Unvergesslich, Sophie
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Die elfjährige Sophie, die eigentlich Sophia Henry heißt, gilt an ihrer Schule als eine Außenseiterin. Vielleicht liegt es an ihrer Zahnspange oder ihrer hässlichen Brille. Oder daran, dass sie noch kein ...

Die elfjährige Sophie, die eigentlich Sophia Henry heißt, gilt an ihrer Schule als eine Außenseiterin. Vielleicht liegt es an ihrer Zahnspange oder ihrer hässlichen Brille. Oder daran, dass sie noch kein Handy besitzen darf. In ihrer Straße hat sie aber gleich drei gute Freunde gefunden: Ihre zweiten und dritten besten Freunde Ralphie und Oliver. Und Sophie, ihre erste beste Freundin, die nicht nur genauso heißt wie sie, sondern auch dieselben Sachen mag und nicht mag. Dass ganze 77 Jahre Altersunterschied zwischen ihnen liegen, ist völlig egal. Die beiden lieben es, Zeit miteinander zu verbringen und jeden Tag voneinander zu lernen. Doch in der letzten Zeit fällt der jungen Sophie auf, dass ihre alte Freundin immer vergesslicher wird. Dies merkt auch deren Sohn, der sie daraufhin in ein Heim stecken will. Das kommt für die jüngere Sophie aber auf keinen Fall infrage! Sie möchte unbedingt beweisen, dass ihre Freundin noch bei klarem Verstand ist. Gemeinsam mit Ralphie und Oliver versucht sie dem Gedächtnis ihrer Freundin auf die Sprünge zu helfen. Dabei erfährt sie berührende Dinge über Sophie, die sie für immer bewahren wird.

Lois Lowry konnte mich schon einige Male mit ihren Büchern begeistern und ihr neues Kinderbuch „Unvergesslich, Sophie“ klang mal wieder ganz nach meinem Geschmack. Für mich stand daher sehr schnell fest, dass ich es lesen möchte, was ich auch nicht bereut habe. Schon das tolle Cover von Regina Kehn, das einfach perfekt zum Inhalt passt, zaubert einem direkt ein Lächeln ins Gesicht und dahinter geht es ganz genauso weiter.

Lois Lowry hat hier ein sehr vielschichtiges Buch geschrieben, das viele wichtige Themen auf eine kindgerechte Weise behandelt. Ehrlich und authentisch, aber auch sehr behutsam und humorvoll erzählt die preisgekrönte US-Amerikanische Autorin vom Anderssein, Altwerden, Vergessen und Erinnern und einer wunderschönen generationsübergreifenden Freundschaft. Geschildert wird die Geschichte durchgehend aus der Sicht von Sophie – ein sehr kluges und aufmerksames Mädchen, das man einfach gernhaben muss. Generell sind die Figuren in dieser Geschichte allesamt echte Wohlfühlcharaktere, die sich mit ihren liebenswerten kleinen Macken sofort in das Leserherz schleichen. Ein bisschen schräg sind sie irgendwie alle, aber gerade das macht sie so echt und sympathisch. Allein unsere Ich-Erzählerin Sophie ist eine ganz besondere Protagonistin, die sich für ihr junges Alter manchmal ganz schön tiefgründige Gedanken macht, was aber niemals übertrieben daherkommt. Der Ton der kindlichen Erzählperspektive ist hier einfach wunderbar getroffen. Es macht sehr viel Freude, dieses Buch zu lesen, das einen immer wieder zum Schmunzeln bringt, zugleich aber auch zu Herzen geht und nachdenklich stimmt. Vor allem die innige Bindung zwischen der jungen und der alten Sophie wird unheimlich rührend beschrieben und erinnert uns daran, dass Freundschaft kein Alter kennt und es nichts Wertvolleres im Leben gibt als gute Freunde, die immer für einen da sind. Darüber hinaus wird auch einfühlsam gezeigt, dass Demenz einen Menschen sehr verändern kann, er aber trotz allem aber immer er selbst bleibt, mit all seinen Eigenheiten, Gefühlen und Geschichten.

Ich persönlich habe mich beim Lesen nur immer wieder gefragt, wie die Geschichte bei der Zielgruppe ankommen wird. „Unvergesslich, Sophie“ ist ein recht ruhig erzählter Roman, in dem nur wenig Aufregendes passiert. Besonders die Passagen, in denen die alte Sophie von ihrer Vergangenheit erzählt, könnten für junge Leser*innen vielleicht ein bisschen langatmig sein. Aber vielleicht irre ich mich ja auch. Wer gerne Kinderbücher liest, die sich eher abseits des Mainstreams bewegen, ist hier auf jeden Fall genau richtig.

Fazit: „Unvergesslich, Sophie“ ist eine warmherzige Freundschaftsgeschichte ab 9 Jahren, die Kindern das schwierige Thema Demenz auf eine sensible Weise näherbringt. Ein außergewöhnlicher Kinderroman, den man so schnell nicht vergisst. Bewegend, manchmal traurig, aber immer positiv und voller Humor und Herz. Auch wenn mich das Buch nicht vollends überzeugen konnte, bin ich begeistert und kann es nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!

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